Fahrzeugbewertung des Autors:
| Pro: |
Prima Design, akzeptabler Verbrauch, Langzeitqualität, steht nicht an jeder Ecke |
| Kontra: |
Ersatzteilpreise, Standfestigkeit der Bremsen, hintere Sitze nur für Leute ohne Beine . . . |
Mitsubishi Eclipse D20
(Eagle Talon, Plymouth Laser)
Technische Daten:
- Erstzulassung 02/1992
- 2,0 DOHC Vierzylinder mit zwei Ausgleichswellen, 150 PS
- 5 Gang
- Fronttriebler*
- kontaktlose Zündung, Multipointeinspritzung
- Serienbereifung 195/60 R15 V auf Alufelge
- Bremse: ABS, innenbelüftete Scheiben vorn, Scheiben hinten
- 0 - 100 in 9,2 sec.
- Normverbrauch Stadt 11,5/ Land 5,9/ Autobahn 7,7
- Sitzplätze: 2+2
- Kofferraumvolumen (VDA): 183 , mit umgelegten Rücksitzen 387
*Gab es auch als Allrad und Turboversion, US- Import.
Ausstattung (Auszug):
- Servo
- Tempomat
- Wärmeschutzverglasung
- Grünkeil
- Lenkrad höhenverstellbar
- Öldruckmesser
- Elektrische Fensterheber
- Zentralverriegelung
- Veloursitze (Leder optional erhältlich)
- Aschenbecher, Handschuhfach, Sicherungskästen usw. beleuchtet
- Radio Cassette mit sechs Lautsprechern (Serie, Sound ist eher naja)
- Klima
Leben mit der Eclipse:
Ich möchte hier nur so ein paar Erfahrungswerte mit dem Auto auflisten. Ich habe die Eclipse vor drei Jahren mit etwa 102000 km auf dem Tacho aus fünfter Hand für gerade einmal 3600.- DM gekauft. Für ein so gut ausgestattetes und motorisiertes Coupe ist das im Vergleich zu ähnlichen gebrauchten Fahrzeugen (Toyota Celica, Nissan 280SX) ziemlich günstig. Allerdings kommt das Teil von Mitsubishi USA - und das treibt die Preise in die Höhe. Das Auto war in Ordnung, abgesehen von eine Bastelei an den unteren Fernscheinwerfern war nix kaputt. Seitdem habe ich mit dem Auto mal eben hunderttausend Kilometer zurückgelegt.
Zur Klimaanlage:
Die Klimaanlage der D20 ist ab Werk noch mit R12 befüllt und mußte auch bei mir auf R134a umgestellt werden. Leider zerlegte sich kurz nach dem Kauf der Klimakompressor (Neupreis seinerzeit 1170 DM + Mehrwerststeuer + Einbau), habe einen gebrauchten besorgt und den Umbau machen lassen, kostete ingesamt etwa 800 DM. Die Klima läuft seitdem etwas rauer, weil die R12 Kompressoren das neue Kompressoröl nicht so gern haben, aber es hält seit fast hunderttausend Kilometern. Den Kondensator der Klima raffte mir ein Steinschlag dahin (dafür kann Mitsubishi nix), der Austausch kostete etwa 800. - €.
Über die Bremsen:
Auch wenn sie teuer sind: Fahrt Mitsubishi Originalteile. Zweimal (120000 und 195000) mußte ich die vorderen und einmal (180000) die hinteren Bremsscheiben erneuern. Die Neigung zum Hitzeverzug (Schlag) bis hin zu Rissen kann ich bestätigen. Ich habe aus Geiz Zubehörscheiben (Jurit) verwendet, weil die nur halb so teuer wie die originalen sind. Von Jurit- Belägen rate ich eindeutig ab, die verschlechtern die Bremsleistung deutlich, lieber originale nehmen. Die hinteren Bremssättel habe ich bei der Gelegenheit auch überholen lassen, sind eine Schwachstelle. Die Handbremsmimik, die Schiebestücke und selbst die Kolben gammeln fest.
Ölschleuder:
Schon beim Kauf lag der Ölverbrauch ziemlich hoch (ca. halber Liter auf tausend Kilometer) und ein fester Gasfuß kann ihn bis über einen Liter treiben (mit über 200 Sachen mal eben nach Berlin). Ansonsten sind Motor und Getriebe aber absolut dicht. Wenn hier irgendwo was sabbert, sind die Simmeringe im Zahnriemengehäuse (Gefahr für den Riemen!), der Öldruckschalter und die Ventildeckeldichtung Hauptverdächtige.
Trinksitten:
Der Spritverbrauch lag langezeit bei etwa 8,7 Liter, ist aber auf den letzten 10000 km ständig gestiegen und liegt jetzt fast bei zehn. Ich nehme mal an, eine Motorüberholung wäre so langsam mal fällig.
Zuverlässigkeit & Qualität:
Pannen hatte ich mit dem Auto nur zwei Stück. Beim ersten Mal erledigte sich das Problem allerings von selbst (vermutlich hing eine Kohle der Lichtmaschine), letzten Winter hat sich die Lichtmaschine dann endgültig verabschiedet, hätte ich besser beim ersten Mal direkt getauscht, kostet als Zubehörteil mit Einbau deutlich über 500.- €.
Fahrwerk, Auspuff (abgesehen vom Flexrohr) und übrige Verschleißteile wie Kupplung und Wasserpumpe sind noch die allerersten.
Die Dämpfer der Heckklappe waren auch bei mir müde (kosten, glaube ich, ca. 25.- €).
Die Standlichter vorne sind sehr steinschlaggefährdet und bekommen gerne Risse. Rost: Die Rostvorsorge ist an sich nicht übel (serienmäßig hohlraumversiegelt), ich habe aber zwei Gammelstellen: An der Verschraubung der hinteren Stoßstange links (Parklückenrempelei hat da wohl die Versiegelung beschädigt) und am Radlauf rechts.
Betrifft den Targa: Ich habe zwar keinen Targa, aber seid gewarnt: Die Dinger waren nie so richtig dicht zu kriegen und sorgen für einen nassen/ schimmeligen Innenraum.
Reifen:
Ich habe über die hunderttausend einen Satz Allwetterreifen verschlissen und erst seit kurzem neue Sommerreifen drauf, Reifen frißt daß Auto also nicht.
Zahnriemen:
Unbedingt Mitsubishi- Originalteile verwenden und alle Teile tauschen, nicht nur die Riemen! Einer meiner Vorbesitzer hat nämlich geschlampt und nicht alles gewechselt. Da hat der hydraulische Riemenspanner sich in den Spannbügel eingearbeitet, gab Extrakosten.
Bei 180000 (alle 90000) war der Zahnriemen fällig. Mit etwa 400.- € ist man dabei.
Komfort & Platzverhältnisse:
Die Sitze waren für mich Bandscheibengeplagten ein Wohltat. Um zu fahren, sollte man so zwischen 1,65 und 1,80 groß sein, sonst macht es keinen Spaß. Besonders übersichtlich ist das Teil nicht, ich habe imme mit offenen Klappscheinwerfern eingeparkt. Für zwei Leute ist das Auto absolut ok. Hinten können allerdings nur Leute ohen Füße sitzen und größer als 1,60 sollten sie auch nicht sein. Der Kofferaum ist klein mit Tendenz zu winzig, wenn man die (geteilte) Rücksitzbank umlegt, kann man ganz gut mit leben. Die Innenausstattung ist etwas plüschig, viele Bauteile des Arnaturenbrettes sind mit einem etwas merkwürdigen, weichen, gummiartigen Material überzogen. Teilweise bischen harte Plaste in schwarz bzw. ganz dunklem grau.
Fahrwerk:
Relativ hart, gibt grobe Unebenheiten eher ungefiltert an die Passagiere weiter. Guter Geradeauslauf, recht straffe Lenkung. Lenkrad bzw. Lenkwinkel aber etwas zu groß, kleineres Lenkrad ist eine echte Verbesserung. Das Fahrwerk ist amerikanisch. Das heißt, hinten gibt es keine Einzelradaufhängung (nur im Allrad), sondern eine schnöde Starrachse mit Panhardstab. Das sorgt dafür das die Eclipse erst unter- und dann schlagartig übersteuert, was nicht sehr angenehm ist. Vorsicht, eher nix für schnelle, aber ungeübte Fahrer. Bei 130000 stellte sich heraus, daß beide vordere Federn gebrochen waren. Grund? Fiese Straßen bei Dresden? Ich weiß es nicht.
Motor:
Der Motor der Eclipse wurde ursprünglich zunächst im fast baugleichen Plymouth Laser und im Mitsubishi Galant GTi 16V verbaut. Der Motor wird durch Ventile mit Hydrostößeln , die von zwei obenliegenden Nockenwellen über nadelgelagerte Rollenschwinghebel betätigt werden, beatmet. Der rote Bereich beginnt bei 7000 u/min, die Höchstleistung liegt bei etwa 6750 u/min an, das maximale Drehmoment beträgt 175 Nm bei 5500 u/min. Die Werte allein spiegeln die Motorcharakteristik wieder. Ihr könnt natürlich mit 70 im fünften Gang über die Landstraße bummeln. Der Motor surrt dann leise vor sich hin und ist bei niedrigen Drehzahlen recht durchzugsschwach. Zum Überholen empfiehlt es sich allerdings, zwei Gänge runter zu schalten, dann geht die Post ab. Oberhalb von 4500 Umdrehung wacht der Motor plötzlich auf und geht gut los. Die Geräuschkulisse im Innenraum ist dabei stehts erträglich, man kann auch noch bei 200 auf der Autobahn Radio hören. Die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 220 schafft das Auto auf jeden Fall, im leichten Gefälle ist auch Tacho 240 drinn. Aber tretet dann mal auf die Bremse... Das Getriebe gibt sich hakelig, im Schiebebetrieb singen die Zahnräder in jedem Gang ein anderes Lied. Das scheint aber kein Defekt zu sein, war schon so, als ich das Auto gekauft habe und hat sich nicht geändert. Die Synchronisierung ist nach 200000 km noch topfit.
Verbesserungen:
Schaltknauf:
Den serienmäßigen Schaltknauf (eher joystick) habe ich gegen einen vom Lancer C50 getauscht, der ist kürzer und hilft, gegen die hakelige Schaltung zu siegen.
Kerzenstecker:
Falls Ihr so Bakelitähnliche, braune Kerzenstecker in dem Auto habt: Rausschmeißen, weil man sie beim Abziehen von der Kerze abreißen kann. Und dann kriegt den Stecker mal aus dem tiefen Kerzenschacht raus. Neue verschweißte Kabel und Stecker einbauen.
Fazit:
Für mich war die Eclipse ein angenehmer, zuverlässiger Begleiter, der auf der Autobahn ziemlich flott unterwegs ist und auch auf langen Strecken nicht ermüdet. Weniger schön waren das Platzangebot, der Ölverbrauch und die Ersatzteilpreise, die aber nicht auf andere Mitsubishi übertragbar sind.
zinnenberg
| weitere Erfahrungsberichte |
Gutes Design zum attraktiven Preis
Fahrzeugbewertung für Mitsubishi Eclipse von
RetoFelix
Pro: Gutes design, zuverlaessig, sehr preiswert (in der 4-Zylinder-Version), Garantie (in den USA sieben Jahre)
Kontra: Fahrwerk etwas zu weich, viel Plastik im Innenraum
Meinen Eclipse RS habe ich im August 2003 in Kalifornien gekauft, und ich habe bisher in knapp zwei Jahren damit 16,000 Meilen (rund 25,000 Kilometer) zurueckgelegt. Und zwar in Mexico, wo ich das Fahrzeug zur Zeit mit Texas-Nummernschildern fahre. Ich ha ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Fahrbericht insgesamt als sehr hilfreich |
|
sehr hilfreich
01.07.2005
|
Mein Traumauto
Fahrzeugbewertung für Mitsubishi Eclipse von
Fernsehprofi
Pro: Design, Fahrspaß, eher selten auf den Straßen zu sehen
Kontra: hohe Kosten (Sprit, Versicherung, Ersatzteile usw.)
1. Einleitung
=
Ich habe meinen Eclipse 1G (Baujahr 1994) jetzt seit einem knappen Jahr und ich bin immer noch genauso begeistert wie am ersten Tag.
Vorher hatte mei bester Freund schon genauso so einen Eclipse und jeder war neidisch auf di ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Fahrbericht insgesamt als sehr hilfreich |
|
sehr hilfreich
15.01.2004
(29.01.2004)
|
Ein MUSS für jeden Autofan
Fahrzeugbewertung für Mitsubishi Eclipse von
bcll
Pro: Motor, Fahrleistung, Verbrauch, Design
Kontra: schlechte Rücksicht
...Leider wird die neueste Auflage des Mitsubishi Eclipse (Baujahr 2003) nicht oder zumindest noch nicht in Europa verkauft. Ich habe den Eclipse Spyder GT V6 24 valve als Mietwagen genießen dürfen. Dadurch kann ich natürlich keine Angaben dazu machen, was d ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Fahrbericht insgesamt als sehr hilfreich |
|
sehr hilfreich
13.04.2003
(14.04.2003)
|
Schön, Stark und dennoch anfällig
Fahrzeugbewertung für Mitsubishi Eclipse von
second-x2
Pro: Schönes Design mit Kraft
Kontra: Bremssystem vs. Heckklappe
...Ich fahre jetzt schon meinen zweiten Mitsubishi Eclipse D20 von 1992 und bin im großen und ganzen Super verliebt ( platonisch )in das Auto. Die Form, die Ausstattung und das Fahrvergnügen waren der Ausschlag für mich, dieses Model zum zweiten Male zu kauf ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Fahrbericht insgesamt als sehr hilfreich |
|
sehr hilfreich
28.07.2002
|
Für hartgesottene und gut betuchte
Fahrzeugbewertung für Mitsubishi Eclipse von
dams2704
Pro: Geht ab
Kontra: Teurer Spaß
...Seit August 99 bin ich nun stolzer Besitzer eines Mitsubishi Eclipse und hab schon einiges mit dem Auto mitgemacht. Heir noch ein paar Einzelheiten: Bj.95, Motor 2,0l 16V mit 150PS, mit 60000km erworben. Also, das erste was mir aufgefallen ist war das die ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Fahrbericht insgesamt als sehr hilfreich |
|
sehr hilfreich
04.10.2000
|