Erfahrungsbericht über

Mitsubishi Pajero Pinin 1.8 Comfort

Gesamtbewertung (6): Gesamtbewertung Mitsubishi Pajero Pinin 1.8 Comfort

76 Angebote von EUR 1.899,00 bis EUR 8.500,00  

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Pajero Pinin 1.8 Styling

5  24.04.2002 (22.07.2002)

Pro:
Geländewagen mit verhältnismäßig geringen Unterhaltskosten

Kontra:
Kurzer Radstand, kleiner Kofferraum

Empfehlenswert: Ja 

LadyLecter

Über sich:

Mitglied seit:01.04.2002

Erfahrungsberichte:33

Vertrauende:9

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 81 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Der Pajero Pinin ist der kleine Bruder von Mitsubishis Geländewagen Pajero und obwohl er kleiner ist, kann er mit dem Großen durchaus mithalten. Der Preis ist, wie scheinbar bei allen Geländewagen, relativ hoch. Ich bin kein Fachmann, denke mir aber, dasss das mit dem Getriebe und der Karosserie zusammen hängt, die auch nach einer Fahrt über eine Buckelpiste noch funktionieren sollen.

Warum habe ich mir das Fahrzeug gekauft? Das hatte mehrere Gründe.
1. Ich wollte einfach immer mal einen Geländewagen haben. Keine Ahnung warum, aber irgendwie fand ich die manchmal bullig anmutenden Gesellen attraktiv.

2. Meine Mutter ist nicht mehr die Jüngste und sie kann in ein hohes Fahrzeug wesentlich leichter einsteigen als in einen "normalen" Pkw.

3. Der Mitsubishi Händler hier machte mir ein sehr gutes Angebot für meinen alten Wagen, einen Lancer Kombi, mit dem ich übrigens immer sehr zufrieden war, und legte auch nochmal kräftige Rabattprozente für den Pinin oben drauf. So hat mich das gute Stück 41.665 DM (€ 21270) gekostet - inkl. Klimaanlage und Anhängekupplung.

So wurde ich dann am 23.10.2000 stolze Besitzerin eines metallic-blauen Pajero Pinin 1.8 Styling.


Kosten: Versicherung/Steuer/Spritverbrauch

Der Pajero Pinin fällt in Gegensatz zu seinen großen Brüdern recht harmlos in der Versicherung aus. Er hat die Typklasse 20 in der Haftpflicht und Typenklasse 16 in der Kasko. Um das mal in Zahlen auszudrücken: Ich habe im November 2000 von meiner Versicherung Post bekommen, die besagte, dass ich für die Haftpflicht (40%) 222,10 DM (€ 113,38) und Kasko (35%) 159,50 DM (€ 81,43) in halben Jahr bezahlen sollte. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich nicht weiß, was man an Versicherung für einen "richtigen" Pajero berappt, aber ich habe mir sagen lassen, dass so ein Wagen wesentlich mehr kostet.

Die Steuern halten sich auch noch in Grenzen, obwohl ich auf selbige natürlich auch gut verzichten könnte. Ich zahle zur Zeit € 116,57 für den Pinin. Als Schadstoffschlüssel wurde für den Wagen die 26 vergeben.

Dass der Pinin bleifreies Superbenzin zu trinken haben möchte, ist nicht schön, aber dafür verbraucht er auch "nur" im Durchschnitt 9 Liter auf 100 km. Für so eine fahrende Schrankwand, die ein Geländewagen mit einer wenig aerodynamischen Form ja ist, ist das doch akzeptabel. Fährt man über längere Strecken auch mal brav 80 bis 100 km/h (letztes Jahr in Bayern bin ich viel Landstraße gefahren und kam in den Genuß), fällt der Verbrauch dann auch mal auf 7,5 Liter. Ansonsten fahre ich häufig Kurzstrecken und eher selten Langstrecken, auf denen der Pinin richtig warm wird.


Wartung/Reparatur

Bisher war lediglich eine Reparatur nach einem Unfall fällig und die hat freundlicherweise die gegnerische Versicherung gezahlt. Ansonsten hat mein Wagen noch Garantie (bis 100.000 km oder 3 Jahre lang). Aber ich hatte auch noch keinerlei Probleme, die eine Beanstandung nötig werden ließen. Wäre allerdings auch traurig bei einem noch nicht zwei Jahre alten Wagen. Die Wartungen haben sich bisher auch nur auf Kleinteile und Oelwechsel beschränkt, sie werden allerdings sicher teurer, wenn der Wagen älter wird. ´Happig mag es werden, wenn der Pinin mal neue Reifen braucht. Ich habe mir sagen lassen, dass der Satz Reifen bei etwa 500 Euro liegen soll - ohne Felge, versteht sich. Na gut, dafür braucht man bei der Bereifung (die Schuhgröße vom Pinin ist vorne und hinten 215/65R16 98S) und dem Antrieb keine Winterreifen.


Fahrkomfort

Ich hatte mir den Pinin unter der Maßgabe gekauft, ihn größtenteils als Zweisitzer zu nutzen, da ich eher selten mehr als eine Person mitnehme. Die Rücksitze sind ausgebaut und liegen bei mir im Keller. Statt dessen belegt eine kompakte Hundebox den hinteren Fahrzeugteil. Mein Schäferhund hat in seiner Box, die der Hersteller leider ca. 5 bis 10 cm zu lang geliefert hat, mehr Platz, als ich vorne. D.h. ich kann noch prima im Fahrzeug sitzen, aber wehe wenn jemand mit mehr als 175 cm Körperlänge einsteigt. Das Problem liegt in diesem Fall allerdings eindeutig bei der Hundebox, eigentlich ist im Pinin, zumindest vorne, ausreichend Platz.

Die Sitze selbst sind sehr bequem. Ich habe mir letzten Winter noch kuschelige Schaffellbezüge gegönnt, so dass das verwöhnte, weibliche Gesäß auch immer schön warm bleibt. Ich habe leicht Rückenprobleme, die sich auch in den angeblich so guten Sitzen von VW schnell zu Wort melden. Im Oinin habe ich noch nie Rückenschmerzen gehabt. Natürlich ist man nach vielen Stunden Autofahrt etwas steif, aber nach meinem letzten Urlaub (3200 Kilometer in 10 Tagen) mußte ich nicht gleich zum Arzt kriechen und um Spritze und Massagen bitten.

Störend ist der kurze Radstand. Fährt man auf einer Straße mit einigen Huppeln, so kann man diese in vollen Zügen genießen. Der Pinin hopst natürlich problemlos über die Straße, aber man wird doch ordentlich durchgeschüttelt.

Desweiteren ist der Wagen nicht zu empfehlen, wenn man häufiger erwachsene Personen auf dem Rücksitz transportieren möchte. Hinten ist es verflixt eng, wenn man die Sitze eingebaut hat. Und im Kofferraum kann man auch nur einen Koffer hochkant hinstellen. Dann ist er voll. Eine Mineralwasserkiste kann man auch einladen, aber eine 30er-Kiste Maurertod muss entweder zum Beifahrer auf den Schoß oder nach hinten auf die Rückbank.


Was der Pinin sonst noch so kann und hat:

Zum Beispiel eine Heckklappe, die, dank des Ersatzreifens, der außen angebastelt ist, zur Seite aufgeht. Der Vorteil: sie kann einem nicht auf den Kopf fallen. Der Nachteil: steht das Fahrzeug ein bißchen schräg, mit Gefälle nach links, bleibt sie nicht offen. Das Gleiche gilt, wenn man sie nicht ganz öffnen kann. Man braucht jemanden, der die Tür festhält, sonst haut sie wieder zu.

Wie es sich für einen Geländewagen gehört, hat der Pinin auch Allradantrieb. Man kan´n zwischen folgenden vier Einstellungen wählen:

2H = Heckantrieb: wird für das Fahren auf trockenen bzw. normalen Straßen empfohlen.

4H = Permanenter 4-Radantrieb: kann wie der Heckantrieb ständig genutzt werden, empfielt sich jedoch vor allem für rutschige Straßen (z.B. bei starker Nässe oder Schnee). Der Verbrauch liegt auch ein kleines bißchen höher als bei der Benutzung des Heckantriebes. Genau ausgerechnet habe ich es jedoch noch nicht.

4HLc = Gesperrter 4-Radantrieb: Beim Fahren auf rauhen sandigen Straßen oder in tiefem Schnee. Habe ich bisher noch nicht genutzt. Auch letzten Winter im Harz zuckelte der Pinin mit dem 4H problemlos durch den Schnee und die Berge hinauf.

4LLc = Untersetzter, gesperrter 4-Radantrieb: Beim Fahren von starken Steigungen oder Gefälle oder schlammigen Straßen. Außerdem, wenn hohe Zugkraft bei niedrigen Geschwindigkeiten notwenig ist. Bracuhte ich auch noch nicht. Aber dieser Gang ist sicher praktisch, wenn sich ein Fahrzeug festgefahren hat.

Die Anzeige für die einzelnen Antriebsarten befindet sich rechts neben dem Tacho. Die Anzeige ist übersichtlich und es ist problemlos erkennbar, was man gerade für eine Antriebsart geschaltet hat.

Ich habe mir eine Fahrzeug mit Klimaanlage gegönnt (Heuschnupfenkandidaten ist das zu empfehlen) und die Klimaanlage hat nur zwei Möglichkeiten der Einstellung: An und Aus. Die weitere Regelung erfolgt lediglich über den Belüftungs- und Heizungsregler. Dafür hat Mitsubishi aber mit der Klimaanlage Filter in die Belüftung gesetzt, so dass man bei geschlossenem Fenster wirklich keine oder nun minimale Mengen Pollen in das Fahrzeug läßt.

Die Antenne birgt so ihre eigenen Schwierigkeiten. Sie ist vorne links schräg nach hinten liegend, am Holm angebracht und wird zum Glück nicht automatisch ausgefahren, wenn man den Motor anläßt. Wir haben eine ganz normale Einzelgarage auf dem Grundstück und der Pinin paßt auch prima hinein. Leider muss ich daran denken, immer die Antenne einzuschieben, bevor ich rückwärts wieder nach draußen setze. Das Fahrzeug ist entsprechend hoch und daher verheddert sich die Antenne voll ausgefahren im Garagentor. Das Ergebnis ist eine Skulptur. Ich spreche aus Erfahrung.

Mein Pinin hat auch eine Anhängekupplung. Im Fahrzeugschein stehen als Anhängelast 1500 kg gebremst und 680 kg ungebremst. Ab und zu hole ich mal einen Kubikmeter Komposterde von der nahegelegenen Mülldeponie und die zieht der Pinin munter nach Hause. Natürlich hängen hinten einige Kilo Gewicht drann, aber im 4H Allradbetrieb sind die wirklich kein Problem. Für zu ein kleines Auto, zieht er wirklich einiges weg.

Nachtrag:

Fast drei Monate sind seit meinem Bericht ins Land gegangen und es gibt doch einige Dinge, die ich dem Bericht hinzu fügen möchte.

1. Technische Daten (die sollten eigentlich von Ciao über dem Bericht eingegeben werden, aber auch nach Hinweis, dass die Daten fehlen, hat sich von dieser Seite nichts getan - liegt sicher daran, dass es auch noch eine 2,0 Liter Version vom Pinin gibt. Der Pajero Pinin Styling, den ich fahre, hat:
- 1834 ccm,
- 88 kw (ca. 120 PS),
- 168 km/h Höchstgeschwindigkeit (das kommt auch in etwa so hin - er schafft tatsächlich etwas über 170 km/h laut Tacho),
- ca. 11,9 Sekunden um von 0 auf 100 zu beschleunigen (das sind die Angaben, die vom Hersteller für das 84 kw/ 114 PS Modell angegeben sind).

Die 2,0 Liter Version hat::
- 1999 ccm,
- 95 kw (129 PS)
- 170 km/h Höchstgeschwindigkeit (Herstellerangaben),
- 10,2 Sekunden von 0 auf 100 (Herstellerangaben).

2. Mein Pinin hatte nun erfolgreich seine 30.000er Inspektion hinter sich gebracht. Gekostet hat mich diese Inspektion 235,86 €.
Auf der Rechnung habe ich einen Vermerk gefunden, dass das Differential der Hinterachse undicht sei. ??? Ein kurzes Gespräch mit dem netten Meister vom Autohändler ergab, dass ein Simmerring (keine Ahnung, ob man das Teil so schreibt) ausgetauscht werden müsse. Die Arbeit würde 1 1/2 Stunden in Anspruch nehmen. Kosten täte mich das nichts, eildieweil es ja unter die Garantie fallen würde.

Bei Abholung nach der Inspektion hat mich der Kfz-Meister noch einen Zettel unterschreiben lassen, auf dem ich bestätigt habe, dass man mir die neuste Software aufgespielt hätte. Wie bitte? Software? Doch hoffentlich nicht Windows. Nein, das Auto hat irgendwo in seinem Eingeweiden einen Computer, der scheinbar für die Fahrleistung (wenn ich das richtig verstanden habe) zuständig ist. Der Pinin verfügt ja über eine Einspritzanlage und die ist eben Computer gesteuert. Mit der neuen Software sei der Schadstoffausstoß geringer, da die Umdrehungszahl im Leerlauf geringer ist. Auf dem Weg zur Dienststelle ging mir der Wagen auch gleich zweimal aus. Aber scheinbar ist das gute Stück lernfähig, denn es war wirklich nur diese zwei Male. Jetzt funktioniert alles wie geschmiert.

3. Vom Pinin ist inzwischen auch eine 5-türige Variante auf den Markt gekommen. Eigentlich unterscheidet ihn vom 3-Türer, dass er eben zwei Türen mehr hat und 30 cm länger ist. Davon ist ein Teil in den Fahrgastraum gewandert, ein Teil in den Ladebereich. In Zahlen sieht das so aus:
3-Türer:
Radstand = 2280 mm
Ladevolumen = 166 bis 801 l
5-Türer:
Radstand = 2450 mm
Ladevolumen = 358 bis 1158 l

Fazit: Der Pinin ist ein prima Auto. Dank der erhöhten Sitzposition hat man den Überblick, er ist, sieht man mal vom Anschaffungspreis ab, im Unterhalt durchaus erschwinglich für einen Geländewagen. Der Nachteil ist das mangelnde Platzangebot und der kurze Radstand. Beim 5türigen Pinin sind diese Probleme sicher geringer. Trotzdem bin ich mit dem Pinin nach wie vor sehr zufrieden und werde ihn sicher noch einige Jahre fahren.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
tenedor

tenedor

10.04.2004 15:27

Sehr ausführlich, doch nicht erwähnt ist der Vorteil des kurzen Radstands. Das Fahrzeug ist damit unübertroofen wenidg und Weltmeister eim Einparken - vorausgesetzt der Fahrer beherrschts!

diva68

diva68

05.11.2002 16:33

sieht schon schnittig aus, dein gefährt(e)...

PMaier

PMaier

27.08.2002 23:11

Tja, wenn ich jetzt noch wüßte, wozu man das Ding _braucht_...? Meine Mutter ist noch gut zu Fuß, dieses Argument fällt also schonmal wech... PM

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