Drei Jugendliche werden ermordet; auch ein Polizist muss sterben ... Wallanders siebter Fall.Es sollte ein harmloses Rollenspiel werden, am 21. Juni 1996, ein kleines... mehr
Krimiautoren im x-ten Fall ihres Helden zu schwächeln beginnen ob der Zwänge des Marktes und der ihnen abgeforderten Schreibgeschwindigkeit, legte der schwedische Autor gerade sein bisher bestes Buch vor. Nichts ist zu bemerken von Verschleiß, Unlust oder Ideenarmut. Mittsommermord ist gleichzeitig aber auch Mankells bisher düsterstes und pessimistischstes Buch, das einen trotz erfolgreicher Arbeit zutiefst beunruhigten und verunsicherten Kommissar Kurt Wallander zeigt. Der Plot selbst ist nicht neu. Ein Serienmörder wird gejagt. Ein Mörder allerdings, der eine merkwürdige Vorliebe für kostümierte Opfer zu entwickeln scheint. Alles beginnt damit, dass eine Gruppe von Jugendlichen spurlos verschwindet. Monate später findet man die Vermissten erschossen und im Zustand fortgeschrittener Verwesung in einem Naturpark, gerade dort, wo sie vor ihrem Verschwinden gemeinsam ein Mittsommernachtsfest gefeiert hatten. Wallanders Kollege Svedberg wird erschossen in seiner Wohnung aufgefunden -- warum musste er sterben? Zunächst steht ein Zusammenhang der Morde gar nicht zur Diskussion, bis deutlich wird, dass Svedberg selbst im Urlaub heimlich am Fall der verschwundenen Jugendlichen arbeitete. Ein hervorragender Kriminalroman wird eben doch durch mehr gekennzeichnet als nur durch die Originalität seiner Handlung und vordergründige Spannung. Intensiver als jemals zuvor legt Mankell die Psyche seiner Helden und seines Täters offen, ihre Ängste, Sorgen und Beweggründe. Er zeigt die tiefe Krise einer Ermittlercrew an den Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Und er schafft es wieder, dass der Leser ihm mit angehaltenem Atem folgt. Immer deutlicher wird auch: Henning Mankells Erfolgsgeheimnis ist eigentlich gar keines. Seine Figuren leben! Seine Helden sind aus Fleisch und Blut! Mehr denn je zweifelt Kurt Wallander in diesem Roman am Sinn seines Tuns. "Man fühlt sich so machtlos. Und man fragt sich, ob man es wirklich aushält, bis man alt wird." Hoffen wir, dass dieser moderne Don Quixote seinen Kampf gegen die Windmühlen des Lebens erneut aufnehmen wird. Ulrich Deurer
Krimiautoren im x-ten Fall ihres Helden zu schwächeln beginnen ob der Zwänge des Marktes und der ihnen abgeforderten Schreibgeschwindigkeit, legte der schwedische Autor gerade sein bisher bestes Buch vor. Nichts ist zu bemerken von Verschleiß, Unlust oder Ideenarmut. Mittsommermord ist gleichzeitig aber auch Mankells bisher düsterstes und pessimistischstes Buch, das einen trotz erfolgreicher Arbeit zutiefst beunruhigten und verunsicherten Kommissar Kurt Wallander zeigt. Der Plot selbst ist nicht neu. Ein Serienmörder wird gejagt. Ein Mörder allerdings, der eine merkwürdige Vorliebe für kostümierte Opfer zu entwickeln scheint. Alles beginnt damit, dass eine Gruppe von Jugendlichen spurlos verschwindet. Monate später findet man die Vermissten erschossen und im Zustand fortgeschrittener Verwesung in einem Naturpark, gerade dort, wo sie vor ihrem Verschwinden gemeinsam ein Mittsommernachtsfest gefeiert hatten. Wallanders Kollege Svedberg wird erschossen in seiner Wohnung aufgefunden -- warum musste er sterben? Zunächst steht ein Zusammenhang der Morde gar nicht zur Diskussion, bis deutlich wird, dass Svedberg selbst im Urlaub heimlich am Fall der verschwundenen Jugendlichen arbeitete. Ein hervorragender Kriminalroman wird eben doch durch mehr gekennzeichnet als nur durch die Originalität seiner Handlung und vordergründige Spannung. Intensiver als jemals zuvor legt Mankell die Psyche seiner Helden und seines Täters offen, ihre Ängste, Sorgen und Beweggründe. Er zeigt die tiefe Krise einer Ermittlercrew an den Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Und er schafft es wieder, dass der Leser ihm mit angehaltenem Atem folgt. Immer deutlicher wird auch: Henning Mankells Erfolgsgeheimnis ist eigentlich gar keines. Seine Figuren leben! Seine Helden sind aus Fleisch und Blut! Mehr denn je zweifelt Kurt Wallander in diesem Roman am Sinn seines Tuns. "Man fühlt sich so machtlos. Und man fragt sich, ob man es wirklich aushält, bis man alt wird." Hoffen wir, dass dieser moderne Don Quixote seinen Kampf gegen die Windmühlen des Lebens erneut aufnehmen wird. Ulrich Deurer
21. Juni 1996, ein Verkleidungsritual in der mythenumrankten Mittsommernacht. Doch Wochen später stoßen Wanderer in einem Naturschutzgebiet auf drei jugendliche Leichen, deren leblose Körper noch mit Miedern, Hemdkrausen und Perücken herausgeputzt sind. Sie wurden Opfer eines grausamen Verbrechens. Fast zur gleichen Zeit wird Kommissar Wallanders geschätzter Kollege Svedberg mit zerschossenem Gesicht in seiner Wohnung aufgefunden. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Fällen? Kurt Wallander stürzt sich verzweifelt in die Ermittlungen. Dabei muss er mit Entsetzen feststellen, wie wenig er über seinen Kollegen weiß, mit dem er jahrelang so eng zusammengearbeitet hat.
Verkleidungsritual in der mythenumrankten Mittsommernacht. Doch Wochen später stoßen Wanderer in einem Naturschutzgebiet auf drei jugendliche Leichen, deren leblose Körper noch mit Miedern, Hemdkrausen und Perücken herausgeputzt sind. Sie wurden Opfer eines grausamen Verbrechens. Fast zur gleichen Zeit wird Kommissar Wallanders geschätzter Kollege Svedberg mit zerschossenem Gesicht in seiner Wohnung aufgefunden. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Fällen? Kurt Wallander stürzt sich verzweifelt in die Ermittlungen. Dabei muss er mit Entsetzen feststellen, wie wenig er über seinen Kollegen weiß, mit dem er jahrelang so eng zusammengearbeitet hat.2011Gesprochen von Pleitgen, Ulrich; Aus d. Schwed. v. Wolfgang Butt
Krimiautoren im x-ten Fall ihres Helden zu schwächeln beginnen ob der Zwänge des Marktes und der ihnen abgeforderten Schreibgeschwindigkeit, legte der schwedische Autor gerade sein bisher bestes Buch vor. Nichts ist zu bemerken von Verschleiß, Unlust oder Ideenarmut. Mittsommermord ist gleichzeitig aber auch Mankells bisher düsterstes und pessimistischstes Buch, das einen trotz erfolgreicher Arbeit zutiefst beunruhigten und verunsicherten Kommissar Kurt Wallander zeigt. Der Plot selbst ist nicht neu. Ein Serienmörder wird gejagt. Ein Mörder allerdings, der eine merkwürdige Vorliebe für kostümierte Opfer zu entwickeln scheint. Alles beginnt damit, dass eine Gruppe von Jugendlichen spurlos verschwindet. Monate später findet man die Vermissten erschossen und im Zustand fortgeschrittener Verwesung in einem Naturpark, gerade dort, wo sie vor ihrem Verschwinden gemeinsam ein Mittsommernachtsfest gefeiert hatten. Wallanders Kollege Svedberg wird erschossen in seiner Wohnung aufgefunden -- warum musste er sterben? Zunächst steht ein Zusammenhang der Morde gar nicht zur Diskussion, bis deutlich wird, dass Svedberg selbst im Urlaub heimlich am Fall der verschwundenen Jugendlichen arbeitete. Ein hervorragender Kriminalroman wird eben doch durch mehr gekennzeichnet als nur durch die Originalität seiner Handlung und vordergründige Spannung. Intensiver als jemals zuvor legt Mankell die Psyche seiner Helden und seines Täters offen, ihre Ängste, Sorgen und Beweggründe. Er zeigt die tiefe Krise einer Ermittlercrew an den Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Und er schafft es wieder, dass der Leser ihm mit angehaltenem Atem folgt. Immer deutlicher wird auch: Henning Mankells Erfolgsgeheimnis ist eigentlich gar keines. Seine Figuren leben! Seine Helden sind aus Fleisch und Blut! Mehr denn je zweifelt Kurt Wallander in diesem Roman am Sinn seines Tuns. "Man fühlt sich so machtlos. Und man fragt sich, ob man es wirklich aushält, bis man alt wird." Hoffen wir, dass dieser moderne Don Quixote seinen Kampf gegen die Windmühlen des Lebens erneut aufnehmen wird. Ulrich Deurer
Krimiautoren im x-ten Fall ihres Helden zu schwächeln beginnen ob der Zwänge des Marktes und der ihnen abgeforderten Schreibgeschwindigkeit, legte der schwedische Autor gerade sein bisher bestes Buch vor. Nichts ist zu bemerken von Verschleiß, Unlust oder Ideenarmut. Mittsommermord ist gleichzeitig aber auch Mankells bisher düsterstes und pessimistischstes Buch, das einen trotz erfolgreicher Arbeit zutiefst beunruhigten und verunsicherten Kommissar Kurt Wallander zeigt. Der Plot selbst ist nicht neu. Ein Serienmörder wird gejagt. Ein Mörder allerdings, der eine merkwürdige Vorliebe für kostümierte Opfer zu entwickeln scheint. Alles beginnt damit, dass eine Gruppe von Jugendlichen spurlos verschwindet. Monate später findet man die Vermissten erschossen und im Zustand fortgeschrittener Verwesung in einem Naturpark, gerade dort, wo sie vor ihrem Verschwinden gemeinsam ein Mittsommernachtsfest gefeiert hatten. Wallanders Kollege Svedberg wird erschossen in seiner Wohnung aufgefunden -- warum musste er sterben? Zunächst steht ein Zusammenhang der Morde gar nicht zur Diskussion, bis deutlich wird, dass Svedberg selbst im Urlaub heimlich am Fall der verschwundenen Jugendlichen arbeitete. Ein hervorragender Kriminalroman wird eben doch durch mehr gekennzeichnet als nur durch die Originalität seiner Handlung und vordergründige Spannung. Intensiver als jemals zuvor legt Mankell die Psyche seiner Helden und seines Täters offen, ihre Ängste, Sorgen und Beweggründe. Er zeigt die tiefe Krise einer Ermittlercrew an den Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Und er schafft es wieder, dass der Leser ihm mit angehaltenem Atem folgt. Immer deutlicher wird auch: Henning Mankells Erfolgsgeheimnis ist eigentlich gar keines. Seine Figuren leben! Seine Helden sind aus Fleisch und Blut! Mehr denn je zweifelt Kurt Wallander in diesem Roman am Sinn seines Tuns. "Man fühlt sich so machtlos. Und man fragt sich, ob man es wirklich aushält, bis man alt wird." Hoffen wir, dass dieser moderne Don Quixote seinen Kampf gegen die Windmühlen des Lebens erneut aufnehmen wird. Ulrich Deurer
Rollenspiel unter Jugendlichen werden, am 21. Juni 1996, ein Verkleidungsritual in der mythenumrankten Mittsommernacht. Doch Wochen später stoßen Wanderer in einem Naturschutzgebiet auf drei jugendliche Leichen, deren leblose Körper noch mit Miedern, Hemdkrausen und Perücken herausgeputzt sind. Sie wurden Opfer eines grausamen Verbrechens. Fast zur gleichen Zeit wird Kommissar Wallanders geschätzter Kollege Svedberg mit zerschossenem Gesicht in seiner Wohnung aufgefunden. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Fällen? Kurt Wallander stürzt sich verzweifelt in die Ermittlungen. Dabei muss er mit Entsetzen feststellen, wie wenig er über seinen Kollegen weiß, mit dem er jahrelang so eng zusammengearbeitet hat.
* Alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt und ggf. zzgl. Versandkosten. Preise, Verfügbarkeit und Versandkosten können im jeweiligen Shop zwischenzeitlich geändert worden sein, da eine Echtzeit-Aktualisierung technisch nicht möglich ist. Maßgeblich sind immer die Preise und Angaben auf der Händlerseite. Alle Angaben ohne Gewähr.
Erfahrungsbericht von Tratschonkelchen über Mittsommermord / Henning Mankell 19.09.2004
Produktbewertung des Autors:
Unterhaltungswert
sehr hoch
Spannung
sehr spannend
Wie ergreifend ist die Story?
ergreifend
Pro:
sehr spannend und ausschmückend geschrieben, die Personen werden gut charakterisiert, der Schreibstil ist etwas verworren, was dem ganzen einen guten Akzent verleiht und man fiebert natürlich mit
Kontra:
eventuell der Preis
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Liebe Leserin, Lieber Leser,
der Sommer weicht zunehmend dem Herbst und so kommt bei mir langsam wieder mehr die Lust auf, Bücher zu lesen, darin zu stöbern und mich so etwas zu unterhalten. Ein Buch, welches letztens „dran glauben“ musste ist Mittsommermord, geschrieben von dem schwedischen Autor „Henning Mankell“. Genau über diesen Roman/Krimi möchte ich heute berichten und meine Erfahrungen so teilen. Also nun zu meinem Bericht:
°°°°°°°°°°°° Der Autor °°°°°°°°°°°° „Henning Mankell wurde am 3. Februar 1948 in Härjedalen in Nordschweden geboren. Nachdem die Mutter die Familie früh verließ, wurde er alleine von seinem Vater, einem Richter, erzogen. Als er 17 Jahre alt ist, zieht er nach Stockholm und beginnt dort am Riks-Theater das Regiehandwerk zu lernen. Kurz danach beginnt er auch mit dem Schreiben. Seine Regiearbeiten und literarischen Werke beinhalten gesellschaftliche und politische Themen. 1972 unternimmt er seine erste Afrikareise, die sein weiteres Schaffen prägt. Seine nächsten Werke behandeln die Themen Arbeiterbewegung, Imperialismus und Klassenkampf. 1979 erscheint sein erster Roman "Das Gefangenenlager, das verschwand".
In den achtziger Jahren pendelt er zwischen Schweden und Afrika hin und her. In Schweden arbeitet er an verschiedenen Theatern als Intendant und Regisseur, in Afrika unterstützt er in Maputo, Mosambik den Aufbau eines Theaters. Doch nicht nur der Ort seines Schaffens ist von Abwechslung bestimmt, auch der Tagesrhythmus ist eingeteilt: Vormitags Schriftsteller, nachmittags Theaterarbeit. In den neunziger Jahren hat sich sein Leben größtenteils nach Mosambik verlagert, nur die Sommermonate verbringt er noch in Schweden. Durch einen Roman über Rassismus in Schweden entsteht die Figur des Kommissars Kurt Wallander, der durch den großen Erfolg von "Mörder ohne Gesicht" schließlich zur Serienfigur wird. Insgesamt neun Bücher umfasst die Serie, die laut Autor damit auch abgeschlossen sein soll.
Durch seine Romanerfolge finanziert Mankell seine Leidenschaft, das Theater. In Mosambik engagiert er sich mit der Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen". Er wurde für seine Werke mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Gläsernen Schlüssel der Skandinavischen Gesellschaft für Kriminalliteratur, dem Deutschen Jugendbuchpreis und dem Astrid-Lindgren-Preis. Seine dritte Ehefrau Eva ist die Tochter des Regisseurs Ingmar Bergmann. Sie leitet als Theaterregisseurin eine Bühne in Göteborg.“
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°° Mittsommermord [Story] °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°° Bisher war es ein kalter Sommer, doch nun, kurz vor Mittsommer scheinen es die Wettergötter wieder besser zu meinen. Es ist das ideale Wetter für ein Mittsommernachtsfest, auch wenn dieses nicht im traditionellen Rahmen stattfinden würde. Zumindest nicht bei Martin Boge, Astrid Hillström und Lena Norman. Das wusste er ganz sicher, denn er kannte die drei gut, auch wenn sie ihn nicht kannten. Er kannte ihre Gedanken, ihre Pläne, ohne sie wirklich zu kennen. So war er auch zur Stelle um zu sehen, wie sie Mittsommer feiern würden, auch wenn sie erst später erfahren würden, dass sie damals nicht alleine waren. Die drei Jugendlichen zwischen 20 und 23 hatten ihren Platz für das Mittsommerfest gut gewählt. So, dass er geschützt ist vor Neugierigen, mitten im Reservat. Nur er wusste davon und hatte sich auch dementsprechend vorbereitet. Heute wird gefeiert werden, auch wenn erst 5 Uhr ist und sie frühestens in drei Stunden auftauchen werden. Er hat also noch Zeit, Zeit die er mit den Gedanken an später geniessen kann.
Es ist nun Abend, die drei Jugendlichen sind da, doch zu seiner Überraschung sind es nur drei Jugendliche, nach seinen Informationen hätten es vier sein müssen. Ein Mädchen fehlt, doch weshalb? Nun, seinen Plan würde er trotzdem durchziehen, das bereitet ihm keine Schwierigkeiten. Die drei fühlen sich unbeobachtet, sie denken, sie seien allein. Klar, sonst wären sie nicht so unbeschwert, wären wohl gar nicht gekommen oder würden sonst alles durchsuchen. Wer wird sich schon hierher verirren am Abend? Niemand! So verzeiht sich jeder etwas in die Büsche um sich umzuziehen, zu schminken und für das spezielle Fest vorzubereiten. Für ihn ist es kein Problem, unbemerkt zu bleiben, denn er hat seinen Platz sehr sorgfältig gewählt, er weiss, auf was er achten muss. Er selbst hat einen guten Blick auf das, was sich abspielt, wobei er selbst nicht gesehen werden kann. Was für ein Glück für ihn, wissen doch die drei nicht, dass es die letzten Stunden in ihrem Leben sind.
Doch jetzt noch nicht, noch ist es zu früh. Die drei jungen Leute haben sich nun fertig geschminkt und kostümiert. Sie haben sich der Epoche vom 18. Jahrhundert entsprechend gekleidet und beginnen ein Fest zu feiern. Sie tanzen, freuen sich über das Fest an sich und haben Spass, wenn auch nur zu dritt, da die Vierte leider krank geworden ist. Das gibt es, leider. Es vergeht viel Zeit und Glücklich sind sie noch immer. Bald jedoch kommt ihre Zeit, er ist nun bereit, es zu tun. Drei Schüsse, drei Schüsse direkt in drei Köpfe, es ist nur eine ganz kurze Zeitspanne. Nun setzt er sich zu den dreien, deren Blut sich nun mit der Erde am Boden mischt, das Blut, welches die Perücken und alles andere verschmutzt, zerstört. Langsam wird es morgen, es wird ein schöner Tag werden.
Kurt Wallander ist Polizist in Schweden. Im Moment ist er gerade im Auto, doch er ist sehr müde und konzentriert sich so nicht. Dieser kleine Schwächeanfall von Müde führt plötzlich zu einem Sekundenschlaf. Wäre der Schlaf nur einen Augenblick länger gewesen, hätte er an diesem Morgen sein Leben verloren. Für Wallander ist nun klar, er muss unbedingt zum Arzt, sich einmal durchchecken lassen. In seinen Ferien hatte ja auch Linda schon befürchtet, dass er krank sei, da er immer unter dieser Müdigkeit litt. Linda, seine Tochter, die nun schon längere Zeit eigene Wege geht. Er nimmt sich vor, gleich am nächsten Tag einen Termin mit dem Arzt zu vereinbaren, welcher ihm dann schliesslich am Tag des Termins selbst gleich mitteilt, dass Wallander an Diabetes leidet. Dies erklärt, dass er so müde ist, immer unter solch schrecklichem Durst leidet und andauernd auf die Toilette muss.
Nun ist Wallander aber wieder auf seinem Büro, dort gilt es eine Mutter zu beruhigen und mit seinem Kollegen Kalle Svedberg zu sprechen. Doch sein Kollege erscheint nicht zur Arbeit, meldet sich auch nicht krank oder dergleichen und zuhause geht er auch nicht ans Telefon. Das ist natürlich komisch, da dies wirklich nicht zu Svedberg passt. Wallander schätzt ihn eigentlich als einen sehr gewissenhaften Menschen ein, doch trotzdem macht er sich nicht so grosse Sorgen, denn so etwas kann ja einmal vorkommen. Trotzdem wollte er aber mit Svedberg über den Fall der drei verschwundenen Jugendlichen reden. Die Mutter von Astrid Hillström war nämlich schon wieder da und teilte ihre Verdächte mit. Von ihrer Tochter war nun nämlich die dritte Postkarte gekommen, eine Karte, die anscheinend gefälscht ist, genau wie die Ersten beiden. Wie die Mutter darauf kommt, das kann sie nicht begründen. Die Handschrift stimmt mit der von Astrid überein, allerdings ist es eine sehr einfache Handschrift, die bestimmt gut fälschbar ist. Doch wieso sollte jemand Postkarten fälschen? Bloss um etwas zu vertuschen, womöglich, dass die drei Jugendlichen tot sind? Wohl kaum.
Der Tag vergeht ohne gross nennenswerte Ereignisse, Svedberg meldet sich nicht und auch ansonsten ist nicht so viel los. Wallander geht so nach der Arbeit gewohnt nach hause und versucht, von nun an ein neues Leben zu beginnen, mit besserer Ernährung und mehr Bewegung, um so die leichte Diabetes wieder zurückzuzwängen. Irgendwann legt er sich dann hin, doch mitten in der Nacht erwacht er und ihm ist klar: Svedberg muss etwas passiert sein, denn das passt wirklich nicht zu ihm. Sofort ist Wallander hellwach und begibt sich mit seinem Auto auf schnellstem Wege zur Wohnung von Svedberg. Er klingelt, aber überrascht ist er nicht, dass ihm niemand öffnet. Nicht, weil es mitten in der Nacht ist, sondern weil er das Schlimmste befürchtet. Er klopft nun hart gegen die Türe, doch noch immer keine Reaktion. Zum Glück hat er einen Kollegen bei sich, alleine würde er sich wohl etwas verloren vorkommen, bei dem was er vermutet. Da nach scheinbar endloser Zeit keine Reaktion kommt, bricht er die Türe auf. Auf den ersten Blick scheint alles normal zu sein, doch dann sehen Sie ihn. Er liegt auf dem Boden, sein Stuhl ist umgerissen. Er ist tot. Ein Schuss ins Gesicht, die Mordwaffe liegt zwei Meter von ihm entfernt auf dem Boden, sein Gesicht ist verunstaltet, denn ein Teil davon ist weggeschossen. In der Wohnung ist die Einrichtung demoliert, Bücher sind nicht mehr in den Regalen, es herrscht ein Chaos. Es ist einfach ein grauenhaftes Bild, wie der Arbeitskollege da auf dem Boden liegt, tot. Das Schlimmste, es ist wohl schon einen Tag her, seit dies geschehen ist. Einfach schrecklich.
Nun beginnen die Ermittlungsarbeiten, Wallander wird auch klar, dass den Jugendlichen wohl auch etwas zugestossen sein muss, denn er konzentriert sich nicht nur auf den Mord seines Kollegen, sondern auch um die verschwundenen Jugendlichen. Er erfährt so auch, dass eine vierte bei ihnen sein hätte sollen, welche er nun aufsucht… Es beginnt ein spannender und atemberaubender Fall um die Aufklärung von fünf Morden. Wieso fünf? Das sieht man, sobald man dieses Buch liest.
°°°°°°°°°°°°°°°°°° Meine Meinung °°°°°°°°°°°°°°°°°° Die Personen in diesem Buch, in meinen Augen sind diese ein sehr wichtiger Punkt der ganzen Geschichte, da man immer mehr über diese erfährt. Man erfährt vor allem Details aus der Vergangenheit Wallanders, aber auch von den Opfern, da man ja auch feststellen möchte, was der Auslöser für die Morde war, bzw. welche Person den jungen Opfern so nahe gestanden ist, dass er/sie von den Plänen am Mittsommer gewusst hat, auch die Schrift und alles kannte. Auch die Beweggründe mussten natürlich erforscht werden, es ist ein richtiges Werk von Detektivarbeit. Ich finde, der Autor hat sich hier sehr angestrengt um alles bis ins kleinste Detail perfekt rüberzubringen, was ihm auch gelungen ist. Das ist alles mit sehr viel Einfallsreichtum verbunden, die Personen sind wirklich perfekt charakterisiert und das ganze Buch scheint schon genau geplant gewesen zu sein, bevor es überhaupt aufgeschrieben wurde.
Dem Autoren gelingt es hier immer wieder, viel Spannung aufkommen zu lassen, während des ganzen Buches über, man möchte am liebsten selbst in die Ermittlungsarbeiten der schrecklichen Morde eingreifen, das alles aufklären und so liest man auch Seite für Seite von diesem Buch. Die Spannung beginnt gleich von Anfang an, da die Morde gleich zu Beginn des Buches geschehen. Trotzdem verliert es aber auch nach den Morden nicht an Spannung, da die Ermittlungsarbeiten sehr interessant sind, man den Täter sozusagen näher kennen lernt und auch ansonsten einen besseren Einblick gewinnt. Ausserdem bleibt es ja nicht bei diesen vier Mordfällen, es kommt noch mehr dazu, wenn auch dann etwas besser „gestreut“.
Was mir sehr zusagt ist dieser, wie soll ich sagen, dieser etwas verworrene Schreibstil. Er zerstreut alles etwas, sodass man selbst wohl nicht auf die genaue Lösung des Rätsels kommt. Nur die kleinen Einblicke ins Leben und die Gedanken des Täters helfen bei der Klärung des Falles. Für das Buch hat er es auch passend gemacht, indem er immer wieder ein Detail bekannt gibt, was man bisher nicht wusste. Man lernt so den Täter und auch die anderen Personen, also auch Wallander und die anderen Polizisten nach und nach kennen, erfährt auch einiges über das Privatleben und wie es allgemein zu sein scheint als Polizist. Allerdings finde ich etwas nachteilig ist, dass mit diesem Schreibstil nicht immer alles gleich auf die Spitze der Spannung getrieben wird, also dass es bis zu den Pointen manchmal etwas länger dauert. Das heisst natürlich nicht, dass dieses Buch zwischendurch langweilig ist, im Gegenteil, aber es könnte doch fast noch etwas spannender sein, wenn der Schreibstil zwar verworren aber trotzdem noch etwas anders wäre. Naja, das geht wohl nicht Beides.
Was mir an diesem Buch noch speziell gefällt ist, dass nebst der Lösung des Falles auch noch andere Dinge behandelt werden, also zum Beispiel die Diabetes von Wallander oder die eventuelle Homosexualität von Svedberg. Aber auch das Thema von Sekten wird in diesem Buch aufgegriffen, da die getöteten Jugendlichen eben scheinbar Mitglieder einer solchen waren. Darauf möchte ich aber nicht zu genau eingehen, jedenfalls lohnt es sich auf jeden Fall, das Buch einmal zu lesen. Ich selbst habe ja die Taschenbuchversion, welche mich € 12.95 gekostet hat. Angesprochen hat mich der Klapptext, sowie das Cover, welches eine wohl tote Frau zeigt. Allerdings sieht man diese nicht so genau, da das Meiste schwarz ist und sie nur unten „draufgequetscht“ wurde.
°°°°°° Fazit °°°°°° Nun bin ich schon wieder am Ende von meinem Bericht angelangt über den Roman/Krimi Mittsommermord. Was mir hier gefällt ist, dass es der Autor schafft, die Spannung über das ganze Buch hinweg aufrecht zu erhalten. Mit seinem Schreibstil, der wie gesagt fast etwas verworren ist, schafft er es, immer wieder neue Details ans Licht zu bringen, welche dann sehr interessant zu Lesen sind. Die Charakterisierung der Personen finde ich spitze und das er neben der eigentlichen Hauptgeschichte auch noch andere Details aufzeigt, welche nicht unbedingt etwas mit den Mordfällen zu tun haben, mach das Buch zusätzlich spannend. Vor allem gegen den Schluss hin kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen, was mich dazu veranlasst eine Empfehlung mit 5 Sternen auszusprechen. Das einzig Negative, was ich eventuell anmerken könnte ist noch der Preis, das ist aber schon alles.
Pro: Spannend von der 1. bis zur letzten Seite Kontra: könnte noch ein paar Seiten mehr haben
...Gerade habe ich Mittsommermord von Henning Mankell, der 6. übersetzte Roman des schwedischen Autoren, gelesen und war begeistert. 600 Seiten waren viel zu wenig für dieses "Knallerbuch". Nicht nur als Kriminalroman überzeugt es sondern auch als Studie über das Seelenleben eines Polizeibeamten (Wallander), der mal wieder in einer ziemlichen Lebenskrise steckt und sich katasthrophal ernärt, zu wenig schläft, und seinen Kollegen gegenüber öfters pampig reagiert. Die Folge ist sein zu hoher Blutzuckerspiegel. Dann geschehen in Ystad, seinem Polizeilichem Bezirk, auch furchtbare Morde an 3 Jugendlichen und seinem geschätzten Kollegen Svedberg. Von da an haben Wallander und sein Team nahezu 24-Stunden Tage, um dem brutalen Mörder, der seine Spuren nach jeder Tat verwischt, einzukreisen und zu schnappen....
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich
...Nachdem ich durch Mittsommermord meine Leidenschaft für Henning Mankell entdeckt habe, lese ich die Wallander-Serie der Reihe nach. Letzte Woche war nun \"die weiße Löwin\", der dritte Fall, dran. Wie ich schon beim letzten Mal geschrieben habe: Es empfiehlt sich auf jeden Fall, die Bücher der Reihe nach zu lesen, weil es einige Rückbezüge auf zurückliegende Fälle gibt und man die Entwicklung von Kommissar Wallander lieber in chronologischer Reihenfolge miterleben sollte. Ich finde es wirklich spannend, seine persönliche Entwicklung und seine Beziehung zu seinem Vater und seiner Tochter nach und nach serviert zu bekommen.
Nun aber zum Inhalt:
Der dritte Wallander Krimi beginnt mit dem Mord an der Immobilienmaklerin Louise Akerblom, die sich in der Nähe von Ystad ein leerstehendes Haus ansehen wollte, dann aber nicht mehr zurückkommt...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich
Pro: Spannende und zugleich verwirrende Geschichte Kontra: Fall wird nur so nebenbei gelöst
...Durch einen reinen Zufall las ich letztens ein Buch von Henning Mankell - Mittsommermord. Das gefiehl mir so gut, dass ich dachte, probierst einfach
mal ein anderes von diesem Autor und, soviel vorweg - es hat sich gelohnt.
**** Die Story
Auf einem abgelegenen Bauernhof wird ein älteres Ehepaar von Ihrem Nachbarn entdeckt - ermordet auf bestialische Weise.
Kurt Wallander, ermittelnder Kommissar, steht vor einem Rätsel, denn es gibt kein ersichtlich Motiv - kein Geld, keine Feinde, nichts.
Zu aller Verwirrung kommt hinzu, dass das Pferd im Stall neues Heu, wahrscheinlich direkt nach der Tat, zu fressen bekam. Auch die Frau, welche später im
Krankenhaus stirbt, stiftet mit einem einzigen Wort kurz vor Ihrem Tot Verwirrung: "Ausländer".
Nach einiger Ermittlungszeit durch Kurt Wallander kommen Dinge über den Ermordeten ans...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich