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Hallöchen Community,
heute möchte ich euch „Mittsommermord“ den vorletzten Kriminalroman der Wallander – Serie vorstellen. Vorab möchte ich noch erwähnen, dass ich die Rubrik „Autor“ aus meinen letzten Berichten übernommen habe, da sich diesbezüglich nichts geändert hat. Bitte habt Verständnis dafür. Aber nun viel Spaß beim lesen:
Inhalt
1. Story 2. Hauptperson 3. Autor 4. sonstige Angaben 5. Meinung 6. Fazit
------------------------ Story ------------------------
Die Geschichte spielt in Ystad (Südschweden), im August 1996. Hauptkommissar Kurt Wallander untersucht das Verschwinden von drei Jugendlichen, die seit dem Mittsommerabend (23. Juni) spurlos verschwunden sind. Wallander glaubt zunächst nicht an ein Verbrechen. Er vermutet, dass die drei heimlich verreist sind und bald wieder auftauchen. Die Mutter einer der Verschwundenen erhält eine Postkarte, angeblich von ihrer Tochter, beschwört aber, dass ihre Tochter diese Karte auf keinen Fall geschrieben hat. Wallander ist nun überzeugt, dass den Jugendlichen doch etwas zugestoßen ist. Während der Ermittlungen entdeckt er die Leiche seines langjährigen Kollegen Svedberg. Svedberg ist in seiner Wohnung erschossen worden. Der Mord an Svedberg genießt höchste Priorität beim Ermittlungsteam der Ystader Polizei und Kurt Wallander leitet die Ermittlungen. Wallander entdeckt schnell eine Verbindung zwischen Svedberg und den verschwundenen Jugendlichen. Svedberg hatte den Fall in Eigenregie untersucht und scheint dabei auf etwas gestoßen zu sein. Wallander sucht Isa Edengren auf und rettet diese bei einem Selbstmordversuch. Isa ist eine Freundin der drei Verschwundenen und war am Mittsommerabend wegen einer Grippe nicht mit von der Partie. Das Verschwinden der Drei klärt sich auf. Die Jugendlichen werden erschossen und halb verwest in einem Wald aufgefunden. Wallander ist überzeugt, dass Svedberg und die Jugendlichen vom selben Täter getötet wurden und dass Svedberg den Täter bereits gekannt hat. Isa Edengren flieht aus dem Krankenhaus. Sie zieht sich in das Ferienhaus ihrer Eltern zurück, wo sie von Wallander ausfindig gemacht wird. Nachts darauf wird auch sie ermordet. Die Mordserie reist nicht ab, ein frisch verheiratetes Ehepaar wird beim erstellen der Hochzeitsfotos erschossen. Auch der Fotograf bleibt nicht verschont.
Wallander und sein Team stehen vor der kniffeligsten Ermittlung in ihrer Polizeikarriere….
Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, sonst braucht ihr das Buch ja nicht mehr zu lesen. <strolchy 05.04.04>
Der 49jährige Hauptkommissar Kurt Wallander lebt in der kleinen südschwedischen Stadt Ystad und wohnt in einer Mietwohnung in der Mariagata. Kurt Wallander lebt in Scheidung, und auch die Beziehung zu der Lettin Baiba Liepa ist zerbrochen. Seine einzige enge Vertraute ist seine 26jährige Tochter Linda. Linda lebt in Stockholm und weiß immer noch nicht recht was sie mit ihrem Leben anfangen soll. Sie hat mehrere Ausbildungen abgebrochen und kellnert ab und zu in einem Restaurant. Wallander liebt Linda abgöttisch. Die Beiden haben auch ein sehr gutes Verhältnis zueinander. Das war nicht immer so. Er konnte Linda im Alter von 15 Jahren vor einem Selbstmord bewahren. Seit dem verstanden sich die Beiden weniger gut. Erst im Laufe der letzten Jahre haben sich die Wogen geglättet und ein gutes Vertrauensverhältnis hat sich entwickelt. Wallander leidet sehr unter dem Verlust seines Vaters, der zwei Jahre zuvor an einem Schlaganfall verstorben ist (nachzulesen in „Die fünfte Frau“). Auch die Diagnose der Diabetes und dem Bluthochdruck werfen Wallander aus der Bahn. Wallander hat Selbstzweifel und ist sich nicht mehr sicher ob er fähig ist eine komplizierte Ermittlung zu leiten, obwohl er als einer der besten Kriminalisten Schwedens angesehen ist. Wallander beschließt sich seinen Lebenstraum zu erfüllen, er möchte sich ein Haus auf dem Land kaufen und einen Hund anschaffen. <strolchy 05.04.04>
------------------------- Autor -------------------------
Henning Mankell, Sohn eines allein erziehenden Richters, wurde 1948 in Härjedalen (Schweden) geboren. Mit 17 beginnt Mankell beim Theater eine Ausbildung zum Regisseur. Zur selben Zeit versucht er sich auch als Schriftsteller. Seine Werke zeichnen sich hauptsächlich und gesellschaftliche und politische Hintergründe aus. Bekannt wurde Henning Mankell durch den Kriminalroman „Mörder ohne Gesicht“. Dieses Buch war gleichzeitig der Auftakt der berühmten Wallander – Reihe die er 1999 mit „Wallander erster Fall“ (verschiedene Erzählungen) endgültig abgeschlossen hat. Mankell wurde für seine Werke mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem deutschen Jugendbuchpreis. Heute lebe Henning Mankell die meiste Zeit des Jahres in Maputo (Mosambik). Die Sommermonate verbringt er aber doch noch in Schweden. Er arbeitet dort als Theaterregisseur und setzt sich für die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ ein.
Kurt Wallander Reihe 1. Mörder ohne Gesicht (1991) 2. Hunde von Riga (1992) 3. Die weiße Löwin (1993) 4. Der Mann der lächelte (1994) verfilmt 5. Die falsche Fährte (1995) verfilmt 6. Die fünfte Frau (1996) verfilmt 7. Mittsommermord (1997) 8. Die Brandmauer (1998) 9. Wallanders erster Fall (1999) Erzählungen
Linda Wallander 1. Vor dem Frost (2002)
Stefan Lindmann 1. Die Rückkehr des Tanzlehrers
Außerdem
1. Der Chronist der Winde (1995) 2. Die rote Antilope (2000) <strolchy 05.04.04>
Henning Mankell lässt den Leser die Geschichte hauptsächlich aus der Perspektive Wallanders erleben. Manchmal darf der Leser jedoch auch den Mörder auf seiner Jagt nach den Opfern erleben, ohne jedoch genau zu erfahren wer der Mörder ist. Dies lässt Mankell bis zum Schluss offen und macht den Roman damit umso spannender. Die Tatsache, dass es sich bei den meisten Mordopfern um junge, glückliche Menschen gehandelt hat, macht die Geschichte sehr ergreifend. Ich habe kein anderes Buch von Henning Mankell so schnell durchgelesen wie dieses. Ansonsten ist auch der für Mankell typische Schreibstil zu erwähnen. Er beschreibt die Geschehnisse des Krimis sehr nüchtern, mit einfachen Worten aber dennoch sehr ausschmückend.
Ich mag sehr wie Mankell die Figur Kurt Wallander darstellt. Wallander ist sehr menschlich und von Selbstzweifeln zerrüttet. Der Leser bekommt Einsicht in Wallanders Gefühls und Gedankenwelt. Es ist ganz amüsant mit anzusehen wie Wallander plötzlich die Beherrschung verliert und sich z.B. mir einem Jogger prügelt. Mir ist Kurt Wallander sehr sympathisch und alleine deshalb lohnt es sich schon das Buch zu lesen. Auch die Verknüpfung zu den vorhergehenden Romanen gefällt mir sehr gut. Wallander trifft z.B. Robert Okerblom, der Mann eines Mordopfers aus einem seiner früheren Fälle („Die weiße Löwin“). Etwas schade fand ich hierbei eigentlich, dass Linda Wallander in diesem Teil kaum vorkam. Aber da Linda eh nur eine Nebenfigur ist, mindert das die Qualität des Buches in keiner Weise.
Henning Mankell hat in diesem Roman ausnahmsweise mal keine politischen und gesellschaftskritischen Hintergründe eingeführt. Der Mörder handelt alleine aus seiner kranken Lust heraus und bildet sich sogar noch ein, dass er den Opfern etwas Gutes tut. Dies macht den Handlungsverlauf unberechenbarer und damit noch spannender. <strolchy 05.04.04>
„Mittsommermord“ ist absolut empfehlenswert und mit keinem anderen Wallander – Krimi zu vergleichen. Meiner Ansicht nach ist der Roman, neben seinem Nachfolger („Die Brandmauer“ (mein nächster Bericht)) das beste Werk aus der Wallander – Reihe. Wer sich den entgehen lässt ist selber Schuld :O) Von mir bekommt der Roman fünf Sterne obwohl er acht verdient hätte ;O)
Ich hoffe mein Bericht hat euch gefallen und ihr hinterlasst mir viele Kommentare. Mein nächster Bericht wird dann den letzten Teil der Wallander Serie („Die Brandmauer“) behandeln. Vielen Dank fürs lesen und bewerten.
Das war ein spitzenmäßiger Bericht!!! Ich bin auch ein riesengroßer Wallander-Fan und habe alle Bücher gelesen. Die Tatsache, dass man den Mörder ab und zu begleiten kann, ohne jedoch zu wissen, wer sich dahinter verbirgt, hat mich seinerzeit halb wahnsinnig gemacht. Ich konnte gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören.
16.07.2004 22:17
Von den Wallander-Krimis, die ich bisher gelesen habe, ist dieser hier mein absoluter Fav. cu albertas
10.05.2004 20:13
ein sehr sehr guter bericht. es wird langsam richtig interessant. ich glaube ich werde mir auch mal solch ein buch zulegen
08.04.2004 16:41
Das war ein spitzenmäßiger Bericht!!! Ich bin auch ein riesengroßer Wallander-Fan und habe alle Bücher gelesen. Die Tatsache, dass man den Mörder ab und zu begleiten kann, ohne jedoch zu wissen, wer sich dahinter verbirgt, hat mich seinerzeit halb wahnsinnig gemacht. Ich konnte gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören.