Mobbing

4  13.10.2000

Pro:
Wehrt Euch  -  Durchschaut Menschen am Arbeitsplatz

Kontra:
DU bist jemand und kommst gegen "Mobbing" an

Empfehlenswert: Ja 

Dagmar007

Über sich:

Mitglied seit:08.10.2000

Erfahrungsberichte:67

Vertrauende:6

Diesen Bericht teilen auf Google+
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 7 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Wo beginnt Mobbing, wo hört es auf und wie läuft es.

Alle diese Fragen vermag man so pauschal kaum zu beantworten. Ich denke es ist auch uninteressant, ob dieses Wort nun treffend ist oder nicht, denn Situationen, in denen man sich gemobbt fühlt, sind widerlich und müssen geändert werden.

In den seltensten Fällen werden wir die Person des Mobbers ändern können, der auf diese Art und Weise in den meisten Fällen versucht eigene - nicht bewältigte - Ärgernisse abzubauen. Wer einmal von einem Mobber auserkohren wurde muß sich entweder ganz stark auf sein Rückrat verlassen können oder aktiv werden in Sachen neue berufliche Tätigkeit. Denn eines kann ganz sicher nicht sein: Dass ein Mobber stärker wird dadurch, dass der andere schwächer wird (was aber leider so ist, denn sonst würde kein Mensch sich erhöhen, indem er einen anderen erniedrigt) und am Ende des Liedes ein gebrochener Mensch ist.

Mobbing kann die unterschiedlichsten Gründe haben:

Ein schlechtes soziales Betriebsklima beispielsweise ist ein optimaler Nährboden für Mobbing. In diesem Fall arbeiten Kollegen meist nicht miteinander sondern vielmehr gegeneinander. Gefördert wird dies zusätzlich durch unklare Verteilung der Aufgaben und Zuständigkeitsbereiche sowie kein oder nur ein schlechtes Konfliktmanagement, da sich niemand um ein ausgewogenes Betriebsklima schert.

Immer häufiger ist die Ursache für Mobbing in den Führungsetagen zu finden. Denn oft ist es der Chef selbst der mobbt, um sich "lästiger" Arbeitnehmer zu entledigen, wenn es auf dem regulären Weg kaum oder nur schwer möglich ist. Beschäftigte sollen durch Mobbing geradezu aus dem Unternehmen geekelt werden. Wenn der Arbeitnehmer von sich aus geht, spart sich das Unternehmen eine Kündigung und damit eventuell verbundene Abfindungszahlungen. Der Fachbegriff für diese Art von Psychoterror heißt vertikales Mobbing - also von oben nach unten. Meist trifft dies Mitarbeiter, durch deren Auftreten oder Kompetenz sich die Chefs bedroht fühlen.

Doch vertikales Mobbing muss nicht immer direkt vom Chef selbst ausgehen. Vielfach ziehen diese die Fäden auch im Hintergrund, indem sie ihre Mitarbeiter schlecht oder gar nicht informieren, nicht mit ihnen reden oder die Betriebsabläufe schlecht organisieren - sei es bewusst oder ungewollt. Um gravierende Führungsfehler handelt es sich hier in jedem Fall.

Häufig ist die Ursache für Mobbing auch in einem Team zu finden. Ist beispielsweise das Ergebnis einer Projektarbeit nicht befriedigend, muss ein Sündenbock her. Das Mobbing-Opfer trägt dann plötzlich die Verantwortung für das schlechte Ergebnis einer Gruppenarbeit.

Oftmals hat Mobbing allerdings persönliche Gründe. Dabei sind ängstliche Menschen, die ohnehin über ein geringes Selbstbewusstsein verfügen und Konflikte nur schwer erkennen oder sich diesen nur ungern stellen, eine gern gesehene Beute.

Auch Rache und Neid ist ein oft genannter Grund für Mobbing-Attacken. In diesen Fällen wird gegen Kollegen mobil gemacht um ihnen eins auszuwischen, weil sie vielleicht beliebter oder erfolgreicher sind. Auch wenn ein Kollege bei der Beförderung bevorzugt wurde, ist das für viele bereits ein Anlass Intrigen zu schmieden und den Betroffenen das Leben so schwer wie nur irgend möglich zu machen.

In seltenen Fällen beruht Mobbing allerdings auch auf Missverständnissen. Hier ist es den Tätern tatsächlich nicht bewusst, wie sehr sie den Kollegen durch ihr Verhalten oder Kommentare kränken und verletzen. Sie tun dies im Grunde unbeabsichtigt und sind sich der Folgen nicht bewusst. Meist liegt es daran, dass sich die "Gemobbten" nicht rechtzeitig zu Wort und zur Wehr setzen. Anstatt direkt auf Kollegen zuzugehen, denken sie sich ihr Teil und stecken vermeintliche Attacken ein während die Gegenseite weiter feuert ohne zu wissen, was im "Opfer" ausgelöst wird.

Diesen Bericht teilen auf Google+
Sponsoren-Links
Ihre Bewertung dieses Erfahrungsberichtes

Wie hilfreich ist dieser Erfahrungsbericht für Ihre (Kauf-)Entscheidung?

Bewertungsrichtlinien

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zu diesem Bericht!

max. 2000 Zeichen

Kommentar abschicken


Bewertungen
Dieser Erfahrungsbericht wurde bislang 415 mal gelesen und von Mitgliedern wie folgt bewertet:

"sehr hilfreich" von (100%):
  1. birgit-judith
  2. roadhawk
  3. DaSebi
und weiteren 4 Mitgliedern

Informationen zur Berechnung der Gesamtbewertung.