Ein junger, einsamer und natürlich armer Student lebt in New York City unter dem Zeichen des Mondes. Durch verschiedene Wechselfälle des Lebens erfährt er Liebe, Entfremdung, Glück und schließlich die Kenntnis seiner eigenen Herkunft.
(Wer einen Fipptehler findet, darf ihn behalten und ins ... Bericht lesen
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Ein junger, einsamer und natürlich armer Student lebt in New York City unter dem Zeichen des Mondes. Durch verschiedene Wechselfälle des Lebens erfährt er Liebe, Entfremdung, Glück und schließlich die Kenntnis seiner eigenen Herkunft.
(Wer einen Fipptehler findet, darf ihn behalten und ins Sparschwein stecken.)
Der Autor °°°°°°°°°°°°°°°
Paul Auster, geboren 1947 in Newark, New Jersey, studierte Literaturwissenschaft an der Columbia University von New York City und verbrachte danach einige Jahre in Paris. Seine Bücher wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Auster lebt mit seiner Frau, der Schriftstellerin Siri Hustvedt ("Was ich liebte"), und zwei Kindern in Brooklyn, New York City.
Handlung °°°°°°°°°°°°°°°
In einem leeren Apartment mit Blick auf die Neonreklame des China-Restaurants "Moon Palace" wohnt der Student Marco Stanley Fogg (Fogg wie in "Phileas Fogg" bei Jules Verne). Marci ist einsam, mittellos und dem psychischen Zusammenbruch nahe. Vor kurzem ist sein Onkel Victor gestorben, der ihn an vaters statt aufgezogen hat; Victor ging mit seiner Jazzband "Moon Men" in den Westen der Staaten, erkrankte und starb.
Seit seine letzte Verbindung zu seiner Vergangenheit abgerissen ist, verlässt Marco die Wohnung nicht mehr. Er verkauft nach und nach seine Erbschaft: Victors riesige Bibliothek. Aber erst, nachdem er jedes einzelne Buch gelesen hat. Es sind tausende von Bänden. Er beginnt, in allem schicksalhafte Zeichen und Omen zu sehen: Das "Moon Palace", dessen Doppel-O ihn wie Gottes Augen drohend anstarrt, scheint geheimnisvoll mit den Moon Men verbunden, Victors Jazzband, diese wiederum mit der aktuellen ersten Mondlandung und diese wieder mit der kahlen Mondlandschaft der Wüste von Utah.
Sobald er aus seiner Wohnung hinausgeworfen wurde, lebt er im Central Park, wo er aber fast an Grippe gestorben wäre, hätten ihn nicht sein Ex-Kommilitone Zimmer und eine nette Chinesin namens Kitty Wu dort gefunden. Zu Kitty hat Marco ein schwesterliches Verhältnis, seit er sie in Zimmers Ex-Wohnung kennengelernt hat. Unter vielen persönlichen (= finanziellen) Opfern päppelt Zimmer Marco wieder auf, bis der sich endlich aufraffen kann, einen Job anzunehmen. Diese Entscheidung wird sein Leben nachhaltig verändern.
Denn er arbeitet fortan als Privatsekretär von Thomas Effing, einem an den Rollstuhl gefesselten Greis, der Marco nach zahlreichen Tests schließlich seine Lebensgeschichte aufschreiben lässt. In Wahrheit wurde Effing als Julian Barber geboren und hat einen Sohn namens Solomon Barber, den er aber nie gesehen hat. Genauso, wie Marco seinen Vater nie kennengelernt hat. Merkwürdige Parallelen beginnen Marcos Leben zu bestimmen. Und nach Effings Tod lüftet er endlich die Rätsel seiner eigenen Herkunft.
Mein Eindruck °°°°°°°°°°°°°°°
"Auster versteht sich darauf, mit erzählerischer Intelligenz Verwirrung zu stiften, um sie sodann aufs Pfiffigste wieder aufzulösen. Raffiniert und elegant." Der Spiegel
Nun ja, ich habe davon nur wenig gemerkt. Aber "Mond über Manhattan" ist, wie könnte es in New York City anders sein?, ein Meer von Geschichten. Die zentrale Figur mag über weite Strecken Marco Stanley Fogg, genannt M.S. (= Manuskript) sein, doch sobald er mit Effing in Berührung kommt, öffnen sich lange eigene Geschichten, so etwa die von Effings groß angelegter Malerreise in den Westen: nach Utah, Arizona, New Mexico. Und wie diese schmählich in Katastrophe und Wahnsinn endete.
Ebenso ironisch ist auch, wie Effing in den letzten Tagen vor seinem vorhergesehenen Tod 20.000 Dollar unter völlig unbekannten Fremden in der Metropole verteilt - die Rückgabe einer gestohlenen Summe, die sich Effing in der Wüste von New Mexico angeeignet hatte.
Unbeständig wie der Mond sind für Fogg die Wechselfälle des Lebens. Kaum hat er mal eine stattliche Summe geerbt, ist sie auch schon bald wieder verschwunden. Er ist eben ein Träumer, der eng mit dem Mond verbunden ist. Der Mond - siehe oben - ist das Leitmotiv des gesamten Romans. Und es lohnt sich, wie sich Foggs Betrachtungsweise, seine Deutung des Erdtrabanten und seiner Symbole verändert. Der treue Begleiter wird zum Betrüger und Täuscher, ein Abbild des Amerikanischen Traums. Sogar die erste Mondlandung stellt Fogg leicht als globale Täuschung hin. Und es sei nie und nimmer die erste gewesen!
Dann wieder verbergen sich hinter den Doppel-O's des "Moon Palace"-Neonzeichens die Augen Gottes; in einem Gemälde von 1889 erscheint der Mond als mystischer Lichtgeber für eine Indianer-Idylle. Doch letzten Endes, nach harten Erfahrungen ist Marco wieder mal abgebrannt, geht der leuchtende Vollmond über dem Pazifik nur noch wie ein "glühender Stein" auf. Der Zauber ist vergangen. Marco sieht jetzt völlig klar, denn das Rätsel seiner Herkunft ist gelöst.
Paul Auster hat einiges aus seiner Biografie - siehe oben - in Marco eingebracht, kennt das New Yorker Studentenleben in den sechziger Jahren aus eigener Anschauung. Und doch macht er aus dem Stoff etwas ganz Eigenes und viel Größeres. Marco ist in gewisser Hinsicht wie Amerika: jung und von hochfliegenden Träumen erfüllt, ein leichtes Opfer für Betrüger und Täuscher, schnell entwurzelt und daher zur Mythisierung von Herkunft und Bestimmung neigend.
Auch die Leute, denen er begegnet, sind manchmal nicht das, was sie zu sein vorgeben, insbesondere Thomas Effing ist ein Mensch, der sich selbst erfunden hat. Früher, vor seinem Schiffbruch in der Wüste und seinem Wahnsinn, will er ein bekannter Maler gewesen sein. Danach nannte er sich nach dem "ungläubigen Thomas", und "Effing" ist nur die Langform von "F**ing". Also heißt er eigentlich "der verdammte ungläubige Thomas".
So schiebt sich Bedeutungsschicht über Bedeutungsschicht, bis der Eindruck eines individuellen Welt-Bildes entstanden ist, eben das des träumenden Pilgers Marco Stanley Fogg, der ja selbst nach drei berühmten Reisenden benannt ist: nach Marco Polo, nach Phileas Fogg aus Vernes "In 80 Tagen um die Welt" - und schließlich nach Henry Morgan Stanley, dem Amerikaner, der in den Urwald reiste, um Livingstone zu suchen - und ihn fand: "Mister Livingstone, I presume?" sagte er. Marcos Livingstone ist er jedoch selbst beziehungsweise seine wahre Herkunft.
Unterm Strich °°°°°°°°°°°°°°°
Der Titel "Mond über Manhattan" beschreibt das Buch nur zur Hälfte. Ein Großteil des Buches wird nämlich von Thomas Effings Biografie bestritten, und die wiederum spielt größtenteils in den westlichen Staaten der USA. Sicher, der Schwerpunkt des Geschehens liegt in New York City, wo ja auch Marcos Lebensmittelpunkt existiert - das "Paradies in Chinatown" beispielsweise.
Die Geschichte von Marcos Pilgerschaft durch das amerikanische Leben über die Erkenntnis der eigenen Herkunft bis zur Vertreibung aus dem Paradies der Liebe - das könnte auch den American Dream beschreiben. Das muss jeder Leser selbst entscheiden. Auf jeden Fall ist das Buch ungewöhnlich und wert, gekannt zu werden.
Zu diesem bedeutenden Roman gibt es bereits zwei Interpretations- und Lesehilfen. Sie sind bei Amazon.de zu finden.
Pro: intelligent, poetisch, unterhaltsam, einzigartig Kontra: überhaupt gar nix
...die merkwürdigen Zufälle um den Mond und die Identität von Marcos Vater aufklären und zu einem sinnvollen Ganze mit dem ersten Teil des Buches zusammenfügen - besser als ich das jetzt beschreiben könnte, noch benommen von diesem Buch, das mich nicht nur literarisch begeistert, sondern auch menschlich tief berührt hat (und das ganz und gar kitschfrei). Eigentlich eine todtraurige Geschichte über Armut in der Anonymität der Großstadt, über die Zeit, ... ...andere Menschen Hunger litten, über die Endsechziger, in denen die ganze Welt ständig in Aufruhr zu sein schien. Ein trauriges Buch? Allenfalls ein melancholisches. Vor allem die Zeit, in der Marco auf der Straße lebt und den Inhalt der Müllcontainer nach Essen durchwühlt, ist hart und realistisch beschrieben, aber niemals ohne Hoffnung. Am Ende des Romans findet Marco zu sich selbst und zu seinen Wurzeln, dadurch wird nicht alles gut, aber es wendet ...
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In seinem Buch „Mond über Manhattan" (im Original „Moon Palace") erzählt der New Yorker Autor Paul Auster die teils tragische, abstrakte und teils unglaubliche Geschichte des jugendlichen Marco Stanley Fogg, der auf der Suche nach seinem leiblichen Vater, den er nie zu Gesicht bekam, Dinge erlebt, die ihn an die Grenzen seiner körperlichen und geistigen Kräfte führen, er gleichzeitig jedoch erfährt, wie der Zufall sein Leben immer wieder ... ...Ziel kommt, wobei er herausfinden muss, dass am Ende seiner Reise nur ein neuer Anfang steht und sein Dasein bis zu diesem Zeitpunkt lediglich aus einem konstanten Wechsel hoher und tiefer Stimmungslagen bestand. Der Erzähler und Protagonist Marco Fogg wird im Jahre 1947 in Massachusetts geboren und verliert im Alter von nur elf Jahren seine Mutter, die bei einem Autounfall ums Leben kommt. Aus der Hilflosigkeit des Jungen resultierend nimmt sich ...
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Pro: Tolles Buch, das zum Nachdenken anregt. Kontra: 300 Seiten - Kein Buch für 2 Stunden.
Mond über Manhattan (Im Englischen: Moon Palace) erzählt von der Suche des Marco Stanley Fogg nach seinen Wurzeln und seiner eigenen Identität. Ich habe nur die englische Orginalfassung gelesen, da dieses Buch das Sternchenthema im Abitur der Englisch Leistungskurse dieses Jahr sein wird. Die Zitate in diesem Bericht werden also englisch sein.
Obwohl ich zugeben muss, dass ich normalerweise kaum Bücher lese hat mich Moon Palace richtig gefesselt ... ...und oft versteckten Anspielungen und Kritiken über wichtige Ereignisse in der amerikanischen Vergangenheit erzählen eine paralelle Geschichte zum vordergründigen Ablauf. Auch beschäftigt sich Auster in dem Buch mit Fragen wie "Ist der Lauf der Dinge zufällig oder vorherbestimmt?", dazu aber später mehr.
Die Handlung:
Der Erzähler und Hauptcharakter Marco Stanley Fogg ist erst 11 Jahre alt, als seine Mutter bei einem Autounfall ums Leben kommt. ...
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Niveau:
Unterhaltungswert:
Spannung:
Humor:
Aufmachung:
sehr hilfreich
25.03.2002
(26.03.2002)
Chance or fate? Bewertung fürMond über Manhattan / Auster, Paulvon
DessiTramp
Pro: ungewöhnlicher Schreibstil, interessante Handlundsstränge Kontra: man verliert den Überblick sehr leicht - zu komplex; ziemlich unrealistische Story
...zum ersten Mal auf dem Mond gelandet sind. Immer wieder taucht das Wort "Mond" in irgendeinem Zusammenhang im Buch auf. Im Original heißt das Buch ja "Moon Palace" und dies ist der Name eines chinesischen Restaurants, welches ein paar mal im Buch erwähnt wird. Dem Buch aber dann gleich diesen Titel zu geben, erscheint mir doch etwas komisch, aber Paul Auster wird gewußt haben, wieso er das so gemacht hat. "Mond über Manhattan" wird das Buch jetzt ... ...Ich finde, dass der Mond eigentlich gar nicht so eine große und zentrale Rolle spielt in dem Buch, deshalb hätte ich dem Buch garantiert einen anderen Titel gegeben! Mir würde da vielleicht sowas wie "The power of chance" einfallen, also "Die Kraft des Zufalls". Das paßt meiner Ansicht nach etwas besser.
"Moon Palace" ist für mich eine zum Teil traurige Geschichte, dann aber auch wieder eine, die immer Platz für Hoffnung läßt. Auster schreibt zwar ...
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Pro: s. Text Kontra: kann bei erster Lektüre zusammenhangloser und oberflächlicher erscheinen, als es ist
...Ende dieses Buches findet der Mond (und darunter Marco) "seinen Platz in der Dunkelheit" des Nachhimmels der kalifornischen Küste; eine bescheidene, gedimmte Beleuchtung gegenüber dem Verlangen nach allumfassender Illumination, das die Kult- und Erleuchtungsliteratur der Sechziger Jahre wecken wollte. Die Hippie-Generation hatte den 'last frontier'-Gedanken in den "inner space" verlegt, während die Fortschrittsgläubigen der NASA und des politischen ...
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...Hallo zusammen,
da bin ich wieder. Dafür das ich jetzt mal einen tag nichts geschrieben habe, kommen heute dann mal zwei Berichte. ich muss euch doch noch von der anderen Seite des Buches erzählen. Jetzt möchte ich wieder über das Buch von PaulAuster erzählen. Dieses Taschenbuch heisst: MondüberManhattan / Leviathan, habe ich ja schon im vorrigen Bericht erwähnt. Es erschien immer noch im Rowohlt Verlag 2007. Es ist die erste Auflage mit der ISBN: 978-3-499-24464-3. Dieses Buch besitzt 702 Seiten und kostet nur ? 10,00.
Dieses Buch kam zum 60. Geburtstag PaulAuster herraus und war wohl so billig als kleines Geschenk für die Leser. Sonst kann ich es mir nicht erklären, warum es so günstig war. Dieses Buch ist genauso erfolgreich wie die Manhatten Triologie.
In dem Buch geht es um eine Männerfreundschaft in den 60er Jahren...
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Pro: Einzigartigkeit, Spannung Kontra: Chaos, keine Antwort auf offene Fragen, kein Ende von der Geschichte im blauen Buch
...) ? in Brooklyn. Er ist mit der Kollegin Siri Hustvedt verheiratet und sie haben zwei Kinder.
Weitere Romane von PaulAuster sind z.B. ?Stadt aus Glas? oder ?MondüberManhattan?.
*Kurzinfos*
gebundene Fassung mit einem Bändchen
286 Seiten
Preis: 19,95 ?
Verlag: Rowohlt
Originaltitel: ?Oracle Night?
1.Auflage: März 2004
ISBN-Nr.: 3-498-00064-0
Ich hoffe, dass Ihr inspiriert werdet und auch das Buch lest, denn ich würde mich gern mit jemanden austauschen. Es verwirrt mich, dass mich ein Buch begeistert und ich nicht weiß warum...
Den Titel hab ich gewählt, weil ich das Buch während meiner 4-wöchigen Krankheit gelesen hab....
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sehr hilfreich 23.09.2004
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