beats by dr. dre
18.09.2010
Pro:
Erstklassiger Klang, kraftvolle Bässe, Verarbeitung, Design, Lieferumfang, schmutzunempfindlich
Kontra:
zunächst gewöhnungsbedürftig (leichter Druck auf Ohren), was sich aber mit der Zeit vertut
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Klang
Verarbeitung
Tragekomfort
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 Pahlinho
Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
Erfahrungsberichte:72
Vertrauende:1
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 149 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Im heutigen Review schreibe ich über meine On-Ear-Headphones, welche ich nun knapp 3 Monate in Benutzung habe, die Rede ist von den Monster Beats by Dr.Dre Solo, welche es entweder in schwarz oder, wie mein Exemplar, in weiß für 179 Euro im Einzelhandel zu kaufen gibt. Ich selber habe beim Online-Elektronikhändler Comtech, wo die Hörer im Angebot waren etwa 145 Euro bezahlt, hier hat sich wieder einmal der Onlinepreisvergleich bezahlt gemacht, da ich auf dieses Angebot dank guenstiger.de gestoßen bin. Trotzdem ein stolzer Preis für den man natürlich auch so einiges geboten bekommen möchte, da die Monster beats hier in Deutschland noch nicht wirklich so verbreitet sind und man eigentlich nirgends die Möglichkeit bekommt sie mal auszuprobieren habe ich so ziemlich die Katze im Sack gekauft, was allerdings, 14 tägiges Rückgaberecht sei dank, kein Problem war. Nun könnt ihr euch schon denken, dass die "beats by dr.dre" mich irgendwie überzeugt haben müssen, sonst würde ich hier nicht darüber schreiben. Was allerdings an diesen Kopfhörern in meinen Augen tatsächlich so besonders ist und was eher gegen einen Kauf spricht?!? Lest selbst.....
Verpackung und Lieferumfang
Die Monster beats solo werden in einer sehr hochwertigen und dem doch sehr hohen Preis angemessenen Verpackung, welche allerdings auch recht verschwenderisch groß ist, was allerdings auch der Tatsache geschuldet ist, dass solch hochwertige Kopfhörer einen gewissen Schutz brauchen. Hat man die Folierung entfernt kann man den Überkarton abstreifen, was sich offenbart ist eine knallrote Verpackung, welche sich wie ein Buch aufklappen lässt, der Verschluss der Verpackung ist ein Magnetschließmechanismus, das ist zwar sehr extravagant und funktioniert auch gut, allerdings brauche ich diesen Aufwand nicht. Klappt man die Verpackung auf fällt der erste Blick auf die Kopfhörer, welche sich zusammengeklappt in der Neoprentasche, die zum Lieferumfang gehört, befinden. Zur Linke befindet sich ein weiteres Fach in dem sich einerseits das rote Kopfhörerkabel und andererseits eine mehrsprachige Bedienungsanleitung, sowie verschiedene Dokumentationen und Infos zur Garantie, sowie das Monster Clean Cloth Putztuch befinden. Insgesamt kommt durch die edle Verpackung ein sehr guter erster Eindruck rüber und der Lieferumfang ist meiner Meinung nach angemessen.
Verarbeitung und Design
Die Kopfhörer, sowie auch das gesamte Zubehör sind qualitativ und von der Verarbeitung wirklich klasse. Die Hörer selbst machen meiner Meinung nach einen sehr stabilen und wertigen Eindruck, der sich vor allem in den verwendeten Materialien wiederspiegelt. Die Innenseite des Bügels ist an den Berührungspunkten des Kopfes sehr weich und gelartig gepolstert, was sich natürlich auch auf den Tragkomfort auswirkt, auf den ich aber später nochmal genauer zu sprechen kommen will. Ebenso sind die Hörmuscheln selbst durch die sehr gut vernähten Lederohrenpolster sehr gut verarbeitet. Das Kabel, was bei Monster, einem Spezialisten für Kabel natürlich sehr hochwertig sein sollte macht ebenfalls einen sehr hochwertigen Eindruck, was nicht zuletzt an den goldenen Klinkenanschlüssen liegt. Zudem passt das Kabel optisch sehr gut zum Farbkonzept und hebt sich so durch seine rote Färbung von anderen Kopfhörern ab, ein Phänomen, das schon den Apple Earphones zu großer Popularität verhalf. Des weiteren ist das Kabel um einiges dicker (ich würde sagen im Durchmesser etwa 5mm) als das anderer Kopfhörer, was einerseits eine lange Lebensdauer garantieren soll und andererseits auch das verknoten des Kabels mindern soll, allerdings sehe ich persönlich diesbezüglich auch kein großes Problem, da das Phänomen der verknoteten Kopfhörer aus meiner Erfahrung eher bei In-Ears der fall ist, welche schnell und ohne sie zusammenzulegen zB. in die Hosentasche gesteckt werden, da die Beats dafür ganz offensichtlich zu groß sind erübrigt sich dieser Punkt. Was die Optik der beats selbst angeht lässt sich kaum bestreiten dass es sich hierbei um eine wirkliche Schönheit unter den Kopfhörern handelt (siehe Bilder). Sie sind sehr schlicht und passen so, wer darauf wert legt, auch zu jedem Outfit. Die Oberfläche (ob nun in schwarz oder weiß) ist matt und wie ich bisher bei meinem weißen Modell sagen muss auch nicht besonders schmutzanfällig, was den Erhaltungswert der Hörer natürlich wesentlich erhöht. Ich habe sie wie gesagt nun schon bereits knappe 3 Monate im täglichen Einsatz und sie sehen noch genauso aus wie vorher, allerdings muss ich auch sagen, dass ich sie nie in Extremsituationen wie etwa Sport oder ähnlichem eingesetzt habe, wer etwas passendes hierfür sucht ist meiner Meinung nach mit anderen Kopfhörern besser beraten. Besonders gut passen die Hörer auch zu Apples mobilen Musikspieler, sie werden unter anderem auch im Apple Store angeboten, dem bisher einzigen Ort wo ich die Hörer zuvor mal live erleben konnte, da sie wie bereits erwähnt nicht z.B. über MediaSaturn vertrieben werden. Alles in allem kann man mit der Verarbeitung meiner Meinung nach wirklich sehr zufrieden sein und das nicht nur bei den Kopfhörern selber, sondern auch beim beigelegten Zubehör, wie der wirklich sehr hochwertigen Neoprentasche. Die Optik ist natürlich Geschmackssache, wobei die Monster beats durch ihre schlichte Eleganz so manchem gefallen könnten, mir persönlich gefallen sie jedenfalls sehr gut.
Inbetriebnahme und Klangqualität
Um die Kopfhörer in Betrieb zu nehmen steckt man einfach die vergoldete 3,5mm-Klinke des Kabels in die dafür vorgesehene Buchse an der linken Hörmuschel und die andere Klinke in den Kopfhöreranschluss seines Musikspielers, in meinem Fall meistens ein iPhone 4. Das schöne an dem Klinkenstecker der monster beats ist, dass er nicht, wie bei vielen anderen Kopfhörern, weit von Gerät absteht und somit nicht nur störend sein kann wenn man das Gerät in der Hosentasche hat, sondern zudem auch keinen Schwachpunkt darstellt, denn wie ich aus meinem früheren Verschleiß an Ohrhörern sagen kann ist dieser Anschluss meist sehr beansprucht, der er z.B oft gebogen wird, weshalb dieser Bereich des Kabels bei den meisten Hörern auch besonders flexibel ist, allerdings kann es dadurch eben auch zu Rissen im Kabel kommen, was bei mir schon öfter der Fall war und mit dem rechtwinkligen Anschluss der monster beats endlich ein Ende hat.
Hat man die Verbindung hergestellt kann es auch schon losgehen, Kopfhörer aufgesetzt und losgelauscht...allerdings sollte man noch beachten, dass man je nach Bedarf noch die Möglichkeit hat die Bügellänge sowohl rechts als auch links noch zu verlängern, hierzu kann man die beats einfach aufsetzen und dann die Hörmuscheln auf die Ohren ziehen, nach dem Musikgenuss sollte man die sich auftuende Schiene allerdings wieder einschieben, sie verschwindet dann wieder unsichtbar im Innren das Bügels und man kann die monster beats bequem wieder zusammenklappen (Bild 4). Wenn man die Kopfhörer aufsetzt ohne direkt die Musikwiedergabe zu starten fällt auf, dass man danach kaum mehr ein bisschen von seiner Umgebung hört, was an der meiner Meinung nach sehr guten Aussengeräuschabschirmung liegt, so hört man wirklich nur die Musik die man hören will und das, wie ich sagen muss, noch facettenreicher als mit so manchem anderen Kopfhörer, wobei eine solche Isolation bei On-Ear-Hörern Gang und Gebe ist. Startet man einen Song fällt sofort die Brillianz auf mit der die Titel wiedergegeben werden, die Höhen sind sehr ausdrucksstark und kleine Zwischentöne lassen sich auf beeindruckende Weise wahrnehmen. Was außerdem auffällt ist der überdurchschnittlich starke, aber harmonische und angepasste Bass. Dieser ist meiner Meinung nach wirklich bemerkenswert, da ich so etwas bei noch keinen Kopfhörern gehört hatte, ich habe da als Vergleichspunkt zum Beispiel die Around-Ear Hörer von Bose heranzuziehen, welche ich schon das ein oder andere Mal hören durfte, aber was hier aus den Ohrmuscheln erklingt ist mit nichts in dieser Preisklasse zu vergleichen, auf der IFA in Berlin habe ich die fast doppelt so teuren Bowers & Wilkins P5-Kopfhörer ausprobiert, die einen ähnlichen Sound bieten, diese sind aber mit 299 Euro UVP preislich wirklich sehr abgehoben und auch optisch nicht ganz mein Fall. Was also die Soundqualität angeht sind die Beats den Versprechungen ihres Mit-Entwicklers Dr.Dre (bekannter Produzent, unter anderem von Eminem und 50 Cent) schon mal gerecht geworden, der damit wirbt man könne mit den beats "hören was die Künstler hören, und Musik hören, so wie man es sollte", was mit anderen Kopfhörern oft nicht der Fall sei, da "diese mit dem Bass, der Dynamic, den Details etc. nicht umgehen können". Mich haben die beats diesbezüglich wirklich überzeugt. Vorallem bei kraftvollen Dance oder Hip-Hop-Nummern kommt der Bass und die Detailtiefe, die die Kopfhörer bieten voll zum Tragen, allerdings lassen sich auch ruhige Nummern ohne Probleme wiedergeben ohne ihre Charakteristik zu verlieren. In anderen Reviews habe ich vor der meiner Anschaffung oft gelesen, dass die beats sich wirklich sehr gut für Hip-Hop-Hörer eignen, aber die kraftvollen Bässe in anderen Genres, wie Rock, Pop oder Reggae eher den Gesamtsound "ersticken", was ich so allerdings auf keinen Fall sagen kann, während ich hier gerade schreibe höre ich auf den monster beats gerade das neue Album von Linkin Park "A Thousand Suns" und bin vom Sound wirklich begeistert. Alles in allem ist die Klangqualität wirklich beeindrucken, wobei der kraftvolle, gut ausbalancierte Bass besonders herauszuheben ist, zudem habe ich selbst bei höchster Lautstärke noch kein Klirren oder Knistern gehört, also keine Störfaktoren! Was bleibt ist meiner Meinung nach purer Musikgenuss.
Tragekomfort
Die Monster beats lassen sich, wie schon im vorherigen Abschnitt erwähnt an den Kopf des jeweiligen Nutzers anpassen, was dem Tragekomfort natürlich zu Gute kommt, die Bügel des Kopfhörers lassen sich so rechts, wie links, um etwa jeweils 3cm verlängern, womit die Monster beats auf so gut wie jeden Kopf passen sollten. An den Berührungspunkten der Hörer mit dem Kopf wurde zudem eine gelartige Polsterung verwendet, zum Beispiel dort, wo die Kopfhörer auf dem Hinterkopf aufliegen. Zudem legen sich die Polster der Hörmuscheln sehr angenehm auf das Ohr, am Anfang habe ich noch einen gewissen Druck verspührt der sich aber nach dem ein oder anderen Tragen vertan hat. Die Kopfhörer selber wiegen zudem nicht besonders viel, was auch an der sehr leichten Bauweise liegt, wordurch man sie nach einiger Zeit gar nicht mehr merkt, was meiner Meinung nach sehr angenehm ist. Die Hörmuscheln sind zudem variabel aufgehängt, wodurch sie sich perfekt dem Kopf anpassen können. Was meiner Meinung nach auch wirklich toll ist, ist die sehr komfortable Kabelfernbedienung mit der man einerseits Musikfunktionen steuern kann, entsprechendes iPod oder iPhone-Modell vorausgesetzt, bei manchen iPod-Modellen wird hier nur die Ferbedienung unterstützt, während das iPhone und neuere nano und touch Generationen sowohl die Musikfernsteuerung, sowie auch das Mikrofon unterstützen. Man kann nämlich mit dem iPhone direkt über die Kopfhörerfernbedienung einen Anruf annehmen und die Monster beats so als Headset benutzen, was auch sehr zuverlässig funktioniert, wobei ich eigentlich nicht gerade ein Freund von Headsets bin und Leute die meinen sie müssten über ihr Headset telefonieren immer belächle, aber die Möglichkeit zu haben kann für den ein oder anderen sicher interessant sein, für mich war es allerdings kein Kriterium dass bei meiner Wahl eines Kopfhörers ausschlaggebend war, mich interessierte eher die Klangqualität, das Design und die Musiksteuerung am Kabel, drei Punkte in denen die Monster beats tatsächlich sehr überzeugen können.
Zubehör
Die Monster beats werden mit einem sanften Pfelgetuch dem Monster Clean Cloth, und einer Neoprentasche geliefert, zwei meiner Meinung nach sehr sinnvolle Ergänzungen, mit dem Pflegetuch lässt sich der Kopfhörer sehr leicht und schonend reinigen, wenn dies von Nöten sein sollte. Die Neoprentasche ist wie ich finde ebenfalls sehr praktisch, da die zusammengeklappten Kopfhörer perfekt hineinpassen und die Tasche zudem ein Fach für das Kabel bietet. Durch die hochwertige Neoprenoberfläche ist sie wasserabweisend und bietet somit zuverlässig Schutz für die Kopfhörer, wenn man sie gerade mal nicht braucht. Außerdem kann man die Tasche mithilfe eines sehr sicheren Riemens aus sehr stabilem Stoff (ähnlich dem Stoff von Anschnallgurten im Auto) an einem Rucksack oder am Trageriemen einer Schultertasche befestigen, sehr schön ist hier auch, dass der Clip der zur Öffnung des Riemens genutzt werden kann, nicht einfach frei zugänglich ist, sondern sich verborgen hinter einer stabilen Neoprenlasche befindet, wodurch man es den örtlichen Taschendieben sicher etwas schwerer macht, aber wer unter Verfolgungswahn leidet und ständig Angst vor Diebstahl hat wird sich auch hiermit nicht zufrieden geben, wobei ich persönlich sagen muss, dass ich diese Befestigungsmöglichkeit auch nicht nutze, allerdings eher weil ich die Kopfhörertasche am Rucksackriemen eher als unangenehm empfinde.
Fazit
Alles in allem bin ich von den Monster beats wirklich sehr überzeugt, die Klangqualität sucht Ihresgleichen und Vergleichbares findet man wenn überhaupt in der Preisklasse 300 Euro aufwärts. Das Design ist schlicht, aber edel und die Verarbeitung und die Anpassungsmöglichkeiten wirklich gut. Das mitgelieferte Zubehör steht qualitativ den Kopfhörern in nichts nach und der Tragekomfort ist insgesamt sehr gut, nimmt man mal die kurze Eingewöhnungszeit vorweg. Was bleibt ist die Frage ob die Monster beats ihren stolzen Preis tatsächlich wert sind. Eine Frage, die letztendlich jeder für sich selber entscheiden muss, ich würde natürlich liebend gerne wesentlich weniger für Kopfhörer zahlen, wenn mir ein ähnlich gutes Gesamtpaket geboten würde, allerdings denke ich dass die Monster beats in ihrer Preisklasse sicher Maßstäbe setzen. Mittlerweile kommt eine wahre Welle von On-Ear-Headphones auf den Markt, was sicher daran liegt dass ein Trend in Richtung von Kopfhörern im Gegensatz zu Ohrhörern erkannt wurde, allerdings setzen diese meist geringerpreislichen Kopfhörer eher auf Optik, als auf Klangqualität, was mir vor allem bei Kopfhörern von Scullcandy aufgefallen ist, die momentan recht aggressiv vermarktet werden. Diese liegen preislich meist bei etwa 70 Euro, was auch nicht gerade wenig ist, bieten aber meiner Meinung nach nicht mal 20% der Klangqualität, die man von Monster hier geboten bekommt. Mein Fazit ist deshalb für diejenigen, die sich wirklich für die Anschaffung von guten Kopfhörern interessieren: etwas länger sparen, auf Aktionsangebote achten und im richtigen Moment zuschlagen. Von meiner Seite aus kann ich die Monster beats solo wirklich nur wärmstens empfehlen und deshalb auch mit voller Überzeugung 4 Sterne vergeben.
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17.01.2012 00:05
Wow! Super ausführlicher Bericht und in mit einem angenehmen Stil geschrieben. Danke, werde mir die Solo auch demnächst zulegen! BH
08.11.2010 22:39
BH und liebe Grüße :)
17.10.2010 00:59
BH! LG, Sandra