Schwarze Geschichten
19.10.2008
Pro:
amüsant, zu zweit spielbar, praktisches Format
Kontra:
nix
Empfehlenswert:
Ja
 okkultesblut
Über sich:
Derzeit weder Zeit noch großartige Lust auf Berichteschreiben und -lesen. Sorry! :-/
Mitglied seit:10.09.2004
Erfahrungsberichte:199
Vertrauende:91
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 145 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
*** Vorgeschichte *** Ich liebe ja Spieleabende, aber da sich nur selten ein "Termin" findet, an dem genug Leute Zeit haben, schaue ich auch gerne nach Spielen, die man alleine oder zumindest zu zweit spielen kann. Bei Weltbild entdeckte ich die "Black Stories" - bei meinem Faible für Krimis griff ich zu.
*** Preis/Hersteller/Verpackung ***Ich habe bei Weltbild 8,99 Euro bezahlt. Hersteller ist: Moses. Verlag GmbH, Arnoldstr. 13d, 47906 Kempen, www.moses-verlag.de oder www.black-stories.deDie Geschichten sind auf Karten aufgedruckt und befinden sich in einem Pappkarton von etwa 9,5 mal 13cm Größe. Das Design ist komplett in schwarz, rot und weiß gehalten. Eine Altersempfehlung finde ich nicht.
*** Inhalt ***Anleitung 50 Black Stories = 50 Karten
*** So geht's ***Auf der Vorderseite jeder Geschichte steht ein kurzer Kriminalfall, den der "Quizmaster" den Mitspielern vorliest, da heißt es dann z.B. "Eine vereinsamte Frau stürzte sich vom Hochhaus. Kurz bevor sie aufschlug, bereute sie diesen Schritt.". Auf der Rückseite steht die Auflösung, wie es zu dem Krimifall kam. Die Rückseite liest natürlich nur der Quizmaster durch. ;o) Die anderen Mitspieler versuchen nun, durch Fragen die Lösung zu erraten. Sie dürfen dem Quiz-Master dabei nur Fragen stellen, die er mit "Ja" oder "Nein" beantworten kann. Manchmal werden auch Fragen gestellt, deren Antwort sich nicht auf der Rückseite findet, da haben wir uns immer damit beholfen, dass wir "irrelevant" gesagt haben.
*** Spielspaß ***Also uns hat das Spiel sowohl in größerer Runde als auch zu zweit viel Spaß gemacht. Zu zweit benötigt man in der Regel etwas mehr Zeit, um auf die Lösung zu kommen. ;o) In der Gruppe ist es natürlich wesentlich lustiger, wenn man hört, was die Mitspieler so für Ideen haben... *gg* Die Auflösungen der Fälle sind eigentlich immer witzig und abstrus, aber die Ideen, die man selbst hat, sind auch manchmal bescheuert... *g* Es gibt daher wirklich eine Menge zu lachen, gerade, wenn man eine große Phantasie hat und sich die absonderlichsten Dinge ausmalen kann. Ist ja dann erstmal wurst, ob sie richtig sind - der Spaß ist garantiert. Da die korrekte Auflösung auch immer ziemlich abgefahren ist, hat man an einem Fall schon in der Regel längere Zeit zu knabbern; bis man mal auf diesen Gedanken kommt, den der Spieleautor hatte. ;o) Durch die eigenen absurden Ideen ist der Weg zur Auflösung also immer sehr amüsant und das Spiel wird nicht langweilig. Früher oder später findet man dann ein passendes Puzzleteilchen, dann noch eins, bis irgendwann die Gesamtlösung steht. Durch das Spiel wird meines Erachtens die Phantasie mal wieder angeregt, die bei Erwachsenen ja oft etwas verkümmert ist.Positiv an diesem Spiel finde ich auch, dass es einfach mitzunehmen ist, da es ziemlich klein ist. Man benötigt ja auch kein weiteres Spielmaterial oder einen Tisch - nur die Karten. Dadurch ist das Spiel auch ideal für z.B. Autofahrten. Der Langzeitspielspaß ist natürlich nicht gerade groß; hat man das Spiel einmal durch, eignet man sich nur noch als Quizmaster, wenn man z.B. in einer anderen Gruppe spielt. Schließlich kennt man dann die Lösung und bei diesen ulkigen Lösungen vergisst man sie nicht so schnell. Wie lang man an einer Lösung tüftelt ist übrigens sehr variabel, abhängig von Spieleranzahl und der Abstrusität der Lösung sowie dem Quäntchen Glück. Es kann zwischen 5 und 20 Minuten dauern.Da das Spiel keine Altersempfehlung hat, gebe ich mal eine. *gg* Als Quizmaster sollte der Spieler natürlich schon lesen können, sonst wird's schwierig. ;o) Generell bin ich auch der Meinung, dass die Kinder mindestens 6 Jahre alt sein sollten, um gewisse Dinge erraten zu können. Manche Zusammenhänge sind ihnen vielleicht noch nicht klar. Aber da gerade Kinder ja über eine große Phantasie verfügen, können insbesondere ihre Ideen der wahren (abstrusen) Lösung sicher nahe kommen. Älter müssen die Kinder meiner Meinung nach nicht sein, da das Spiel zwar diverse Todesfälle beinhaltet, aber diese werden nicht besonders brutal geschildert. Weil die Lösung auch so absurd ist, wird der Ernst der Sache sowieso noch etwas abgemildert, so dass man meiner Meinung nach die Kinder nicht erschrecken wird.
*** Verarbeitung ***Die Verarbeitung ist einwandfrei; der Karton und die Karten sind stabil, verknicken also nicht schnell. Einziger Minuspunkt ist, dass der Karton nur zugeklappt wird (ohne Lasche o.ä.), so dass er sich beim Transport schnell öffnet und die Karten herausfallen. Da sollte man ein Gummiband benutzen.
*** Fazit ***Ich vergebe klare 5 Sterne und eine Kaufempfehlung für diese praktische und lustige Spielidee, dass der Karton sich leicht öffnet, rechtfertigt keinen Abzug. Gummiband drum und gut ist. ;o) Mittlerweile gibt es schon weitere 3 Ausgaben der Black Stories, ferner eine "Mystery"-Version, außerdem ein Brettspiel und je eine Variante auf Englisch bzw. Französisch. Für Ciao und andere Plattformen als elisaday.
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26.11.2009 21:25
Das haben wir letztens auch auf einer Geburtstagsparty gespielt. Liebe Grüße, Bine.
15.11.2009 19:48
Nette Idee...
26.07.2009 13:41
das ist was für mich!