Moulin Rouge ist der Film des Jahres! Regiseur Baz Luhrman schuf ein bild- und soundgewaltiges Meisterwerk über den Pariser Nachtclub. Doch Moulin Rouge ist kein gewöhnlicher Film, es ist das Kinomusical des 21. Jahrhunderts! Aber auch ein Meisterwerk ist nicht perfekt.
Im Anschluß an meine Meinung habe ich noch empfehlenswerte Links sowie die Filmografien des Regisseurs und der Hauptdarsteller angehängt.
***Geschichte***
Die Geschichte spielt zu Anfang des 19. Jahrhunderts in Paris, wo Christian, ein mittelloser Schriftsteller, sein Glück versucht und auf die große Karriere hofft. Da kommt es ihm gerade recht, dass die Eintrittskarte für den Durchbruch wahrhaftig durch die Decke fällt. Die Rede ist von einer kleinen Schauspieltruppe, die bei einer Probe unfreiwillig die Hoteleinrichtung demoliert und so auf Christian stößt. Die bisher erfolglosen Darsteller erkennen schnell das Talent von Christian und wollen mit ihm im Nachtclub Moulin Rouge groß raus kommen. Dazu müssen allerdings erst Harald Zidler, der Big Boss des Moulin Rouge, sowie Satine, der Hollywoodstar des Nachtclubs, überzeugt werden. Die Schauspieler schaffen es, Christian, als Duke getarnt, zu Satine zu schmuggeln, so dass dieser seine Ideen vortragen kann. Doch der echte Duke lässt nicht lange auf sich warten und reagiert äußerst ungehalten auf den fremden Mann im Zimmer von Satine. Schließlich hat er ein Vermögen für die Dame auf den Tisch geblättert. Doch Not macht erfinderisch und so stellen Zidler und Satine Christian als den neuen Starautor des Moulin Rouge vor. Die Schauspieltruppe hat ihr Ziel erreicht! Während einer atemberaubenden Kostprobe des zukünftigen Stückes wird der Duke als Sponsor an Land gezogen. Die Finanzierung des neuen Theaterstückes ist gesichert. Während der folgenden Proben kommen sich Christian und Satine immer näher. Aber auch der Duke möchte auf seine Kosten kommen. Wie wird die Geschichte wohl enden?
Zur Story: Dies ist nur der Anfang einer Geschichte voll schräger Charaktere und viel Emotionen. Einen Blumentopf für Originalität wird die Story nicht erhalten, denn im Prinzip ist Moulin Rouge nur eine weitere Romeo und Julia Adaption. Schlecht ist das aber noch lange nicht, denn selten zuvor wurde der Stoff so brilliant inszeniert wie hier.
***Schauspieler***
-Nicole Kidman spielt die Edelprostituierte Satine
-Ewan McGregor agiert als der mittellose Schriftsteller Christian
-John Leguizamo ist der Künstler Toulouse
-Richard Roxburgh glänzt in der Rolle des herrlich bösen Duke
-Jim Broadbent spielt den Besitzer des Moulin Rouge: Harald Zidler
Wer dachte Nicole Kidman und Ewan McGregor können nicht singen, der wird wohl umdenken müssen. Die beiden Hauptdarsteller brillieren in ihren wohl besten Rollen bisher und bringen die Emotionen von Christian und Satine sehr glaubhaft rüber. Aber nicht nur bei der Besetzung der beiden Hauptdarsteller bewies Regisseur Baz Luhrman ein glückliches Händchen. Auch die anderen Darsteller können restlos überzeugen und hätten kaum besser gespielt werden können.
***Musik***
Die Musik spielt eine ganz zentrale Rolle in Moulin Rouge. Insgesamt singen die Darsteller in Moulin Rouge weit über eine Stunde. Die Songs wurden nicht als nettes Beiwerk eingesetzt sondern, wie aus Oper und Musical bekannt, zum Erzählen der Geschichte genutzt. Damit diese auch von deutschen Zuschauern verstanden werden kann, wurden die englischen Lieder mit deutschen Untertiteln ergänzt.
Einen Song dürften viele Leser bereits kennen: „Lady Marmelade“ von Christina Aguilera, Lil´ Kim, Mya und Pink stürmte schon in den vergangenen Monaten die Charts.
Doch für Moulin Rouge mussten noch ganz andere Künstler Pate stehen und so liest sich die Talentliste des Hollywoodmusicals wie ein „who is who“ der Musikszene. Für Moulin Rouge wurden unter anderem Songs von David Bowie, Fatboy Slim, Elton John, Sting, Madonna und Queen verwendet und neu gemischt.
Hinzu kamen zahlreiche Musiker, Komponisten und Produzenten die dem Film den einzigartigen Musikstil verpassten.
Wer mehr Informationen hier zu möchte sollte sich auch mal einen der unten stehenden Links anschauen.
***Bilder***
Auch die Bilder haben einen eigenen Punkt verdient. Das Paris in dem der Film spielt, wurde fast komplett im Computer erstellt. Dies merkt man den sensationellen Kamerafahrten und Überblendungen auch an. Für die Darsteller bedeutete dies viele Studioaufnahmen und großes Einfühlungsvermögen in die jeweilige Situation. Doch die vielen Studioaufnahmen sind gleichzeitig auch der Garant für die Wirkung der Bilder. Nur so konnten die kitschigen und total überspitzten Hintergründe recht ins Bild gerückt werden.
***Meinung***
Wie schon in seiner modernen Version von Romeo und Julia (mit Claire Danes und Leonardo Di Caprio) schafft es Baz Luhrman erneut ein bild- und musikgewaltiges Epos zu schaffen. Dabei definiert er mit Moulin Rouge den Begriff des Kinomusicals neu. Selten zuvor(und in den letzten 10 Jahren überhaupt nicht) verschmolzen Bild- und Musik in einer derart perfekten Einheit. Dabei schaffen die exzellente Musikauswahl sowie die fantastischen Schauspieler den Spagat zwischen Kitsch und anspruchsvoller Kunst.
Doch bei all dem Lob sollte eins nicht vergessen werden: Moulin Rouge ist nicht jedermanns Sache. Während des Films wird weit über eine Stunde nur gesungen! Ich (21 Jahre) besuchte das Kino in Begleitung zwei netter Damen (29 und 27 Jahre). Neugierig waren wir alle auf Moulin Rouge, einen Film über den man schon einiges gehört hatte. Zwei Stunden später (Werbung nicht mitgerechnet) verließen wir den Kinosaal wieder. Ich und eine Begleitung waren schlichtweg begeistert von Moulin Rouge. Doch die dritte Person hatte sich mühselig über die Zeit gerettet und ernsthaft in Erwägung gezogen die Vorstellung zu verlassen. Sie konnte mit den kitschigen Bildern, der Romeo und Julia Story sowie der Musik nichts anfangen. Es sprach sie einfach nicht an.
Tja, so unterschiedlich können Geschmäcker sein. Aber wenn mich einer fragt, dann ist Moulin Rouge ein ganz heißer Kandidat für den Abräumer der nächsten Oscar-Verleihung!
Für Nicole Kidman und Ewan McGregor Fans gehört Moulin Rouge sowieso zum Pflichtprogramm.
Baz Luhrman brauchte vier Jahre um Moulin Rouge realisieren zu können. Ob sein nächster Film ähnlich viel Zeit verschlingt?
Nicht alle Leute werden den Film so begeistert aufnehmen wie ich, aber ich für meinen Teil kann Moulin Rouge nur weiterempfehlen!
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***Empfehlenswerte Links***
Unter http://www.dem.de/entertainment/kino/1110/111048pr.html erfahrt ihr sehr nützliche Hintergrundinformationen unter anderem über die Besetzung, die Kostüme und die Musikauswahl zu Moulin Rouge.
Auch die offizielle Homepage www.moulinrouge.de fand ich sehr ansprechend.
***Filmografie Baz Luhrman***
1992: Strictly Ballroom
1996: Romeo und Julia
2001: Moulin Rouge
***Nicole Kidman***
Die Filmografie von Nicole Kidman habe ich von: http://stars.tvspielfilm.de/stars/details/0,2068,1356_filmografie,00.html
Dort gibt’s auch weitere Informationen zu der Topdarstellerin.
2001: Moulin Rouge
1999: Eyes Wide Shut
1998: Zauberhafte Schwestern
1997: Projekt: Peacemaker
1996: Portrait of a Lady
1995: Batman Forever
1995: To Die For
1994: My Life – Mein Leben für Dich
1993: Malice – Eine Intrige
1992: In einem fernen Land
1991: Billy Bathgate
1991: Flirting – Spiel mit der Liebe
1990: Tage des Donners – Days of Thunder
1989: Bangkok Hilton (1)
1989: Bangkok Hilton (2)
1989: Bangkok Hilton (3)
1989: Dead Calm
1989: Todesstille
1988: Trendsetters – Jahrmarkt der Illusionen
1987: Tanz der Schatten
1986: Wind der Liebe
1985: Archer – Die Abenteuer eines Rennpferdes
1983: Die BMX-Bande
1982: Prince and the Great Race
1982: 40 Grad im Schatten
***Filmografie Ewan McGregor***
Die Filmografie zu Ewan McGregor stammi von http://www.amica.de/topstar/ewan_mc_gregor/filmo/index.html.
Dort gibt es auch ein Portrait zu dem Star.
1994: Kleine Morde unter Freunden
Originatitel: Shallow Grave
1994: Wer hat meine Familie geklaut?
Originaltitel: Being Human
1995: Blue Juice
Originaltitel: Blue Juice
1996: Die Bettlektüre
Originaltitel: The Pillow Book
1996: Trainspotting - Neue Helden
Originaltitel: Trainspotting
1996: Emma
Originaltitel: Emma
1997: Lebe lieber ungewöhnlich
Originaltitel: A Life Less Ordinary
1997: Brassed Off - Mit Pauken und Trompeten
Originaltitel: Brassed Off
1998: Freeze - Alptraum Nachtwache
Originaltitel: Nightwatch
1998: Velvet Goldmine
Originaltitel: Velvet Goldmine
1998: Little Voice
Originaltitel: Little Voice
1999: Star Wars: Episode 1 - Die dunkle Bedrohung
Originaltitel: Star Wars: Episode 1 - The Phantom Menace
10.11.2001 18:33
Ahem, ich hoffe ich darf Dir widersprechen. Meiner Meinung nach ein hemmungslos überschätzter Film der nur aufgrund seinser schonungslosen Effekthascherei dem Ein oder Anderen gefallen könnte!
27.10.2001 22:57
Also diese Filmographien hättest du dir wirklich sparen können... eher störend als hilfreich!
27.10.2001 22:23
Meisterwerk oder Kitsch? Alle erzähen was anderes, ist wirklich interessant, wie die Meinungen auseinandergleiten...Ciao.