Moulin Rouge

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Come what may

4  25.07.2007

Pro:
gute Story, viel Musik, teilweise komische Einlagen, gute Schauspielerbesetzung, kein typisches Happy End

Kontra:
kitschig

Empfehlenswert: Ja 

helden_gesucht

Über sich:

Mitglied seit:01.01.1970

Erfahrungsberichte:295

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 136 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Vorwort
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Für einen guten Film bin ich immer zu haben und ein gemütlicher Filmabend mit einpaar Freunden und Pizza daheim ist von Zeit zu Zeit auch eine nette Sache.
Gestern Abend war es aufgrund des hohen Luftfeuchtigkeitsfaktors bei uns soweit. Nach einem kurzen Ritt in die Videothek hatten wir 2 Filme zur Auswahl. "Das Leben des Brian" und "Moulin Rouge" über welchen ich nun berichten werde.

Die Story
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Paris um das Jahr 1900. Alles dreht sich um die Stadt der Liebe. Die Menschen strömen scharenweise in die französische Hauptstadt und mit ihnen auch der junge, englische Schriftsteller Christian, welcher auf der Suche nach Inspiration zum Schreiben und der großen Liebe ist. Das wohlbekannte "Moulin Rouge" ist der zentrale Anziehungspunkt der Stadt. Erotik und Kunst treffen hier aufeinander. Nachdem der argentinische, narkoleptische Tänzer Arabia quasi durch die Zimmerdecke fällt, lernt Christian die Künstlertruppe um den Liliputaner Henri de Toulouse Lautrec, welche gerade dabei sind ein neues Musicalstück auf die Beine zu stellen. Es soll etwas noch nie Dagewesenes werden. Doch um ein solches Mammutprojekt auf die Beine zu stellen braucht man vor allem eines - Geld. Um einen reichen Geldgeber zu finden, wird soll Christian als bekannter englischer Schriftsteller herhalten. Die erste Show im "Moulin Rouge" ist ein wahres Fest der Sinne. Leicht bekleidete junge Damen hopsen über die Bühne und bieten großartige Vorstellungen dar. Doch Christian hat es vor allem die hübsche, unnahbare Satine, der Star des "Moulin Rouge", sofort angetan. Durch eine gut eingefädelte Verwechslung findet sich Christian wenig später mit Satine in deren Zimmer wieder. Sie hält ihn für den reichen Duke, der der Sponsor für den Umbau des "Moulin Rouge" sein soll und will, um den Geldgeber gefügt zu machen, sofort mit ihm schlafen. Christian ist von soviel "Offenheit" verwirrt, doch da erscheint der richtige Duke auf der Bildfläche. Mit einer geschickten Verschleierungsstrategie schafft es Satine einerseits den hocheifersüchtigen Duke zu besänftigen und dazu noch für das Theaterstück und den Umbau des "Moulin Rouge" zu gewinnen. Es entwickelt sich zwischen Satine und Christian eine stürmische Liebesbeziehung, die die beiden jedoch verborgen halten müssen, denn der Duke will Satine ebenfalls. Christian schreibt als Autor das Theaterstück, welches die momentane Situation der 3 wiederspiegelt. Doch bald kommt der Duke hinter die Liebelei der Beiden und droht Christian umbringen zu lassen, wenn das nicht aufhört. Dazu zwingt er Christian noch zu einem neuen Schluss für das Musical. Satine verspricht er, sie zu einer großen Schauspielerin zu machen. Schweren Herzens geht Satine auf die Forderungen des Dukes ein um so Christian und das "Moulin Rouge" zu retten. Christian versteht die Welt nicht mehr, doch am Premiereabend verschlägt es ihn abermals ins "Moulin Rouge" um Satine zur Rede zu stellen. Das Blatt wendet sich abermals. Beide gestehen auf der Bühne allen ihre Liebe, doch das Glück währt nur kurz - die schwer kranke Satine stirbt nach einem Schwindsuchtanfall auf der Bühne in den Armen von Christian.

Schauspieler, Regie & Fakten
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Satine - Nicole Kidman
Christian - Ewan McGregor
Henri de Toulouse Lautrec - John Leguizamo
Zidler - Jim Broadbent
Absinth Fee - Kylie Minogue
Duke von Worcester - Richard Roxburgh

Regie & Drehbuch - Baz Luhrmann, Craig Pearce

Genre: Drama, Musical
Erscheinungsjahr: 2001

Film, Kritik & Fazit
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Anfangs brauchte ich etwas Zeit um in den Film zu finden. Man wird quasi ins kalte Wasser geschmissen. Der aufgelöst, verheulte und niedergeschlagene Christian sitzt in seinem Zimmer mit Blick auf "Moulin Rouge" an seiner Schreibmaschine und beginnt die Ereignisse dort zu erzählen. Diesen gewählten Einstieg finde sehr gelungen, jedoch führt das dann auch dazu, dass es sich die Geschichte wie ein Märchen anhört und etwas an Glaubwürdigkeit verliert. Dazu tragen dann auch die phantastischen Elemente wie die Absinth Fee, der singende Mond oder das Springen von Haus zu Haus. Doch das alles ist sicher dem Musicalcharakter geschuldet und hier ist der springende Punkt. Wenn man einmal begriffen hat, dass es ein Musical ist, macht es einfach Spaß der tollen Musik und den klasse Gesangsstimmen zu zuhören. Gut gelungen, aber dennoch teilweise komisch sind die Zusammenschnitte der einzelnen Lieder, die man doch aus dem Radio kennt wie "Like a virgin" oder "Who wants to live forever". Komischer Weise hört man den Kinofilmsong nur magere 5 Sekunden. Jedoch gibt es auch jede Menge eigene Kompositionen und die "gecoverten" Stücke sind entweder inhaltlich/textlich verändert oder musikalisch neu arrangiert.
Stimmungstechnisch haben Requisite und Maskenbildner ganze Arbeit geleistet. Man fühlt sich wirklich an den Anfang des letzten Jahrhunderts zurückversetzt und erlebt hautnah das frivole und lebenslustige Leben in Montmartre und rund um das "Moulin Rouge". Der Film ist einfach auch etwas fürs Auge. Viele bunte Farben, alte Kostüme, viele Tänze und nette Kamerafahrten.
Nicole Kidman ist für meine Begriffe, die beste Besetzung für die Rolle der Satine. Sie versteht es im Film, den sexy Vamp raushängen zu lassen, jedoch auch zart und verletzlich zu wirken. Ewan McGregor ist auch keine schlechte Besetzung, jedoch geht er in Sachen Charisma etwas unter gegenüber Nicole Kidman. Beide machen ihre Sache ausgesprochen gut. Den bösen Duke hätte ich einen Tick übler spielen lassen, denn oftmals ist die Darstellung eigentlich nur komisch, weniger selbstsicher. Sowieso zieht sich durch den gesamten Film eine komische Ader. Ob es nun der narkoleptische Tänzer ist, der durch die Decke fällt oder Satine, die sich, von "schmutzigen" Wörtern vor Geilheit auf dem Boden räkelt. Doch das alles passt sehr gut ins Bild und macht einen besonderen Film aus "Moulin Rouge" mit viel Liebe, Musik, Drama, Schmerz, Eifersucht und Poesie. Allen Frauen empfehle ich den Film generell und auch die Männer sollten sich ruhig dazu hinreißen lassen, denn eine Nicole Kidman in Strapse sieht man auch nicht alle Tage.
Bilder von Moulin Rouge
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Shelagh

Shelagh

10.08.2008 11:46

Ich finde, dass das schon ein Film ist, den man im Kino sehen muss, weil der einfach für die große Leinwand gemacht ist. Hat mir sehr gut gefallen! LG, Chris

Cabriokatha

Cabriokatha

29.08.2007 11:19

Habe den Film auch gesehen, konnte leider nicht viel damit anfangen... Dennoch ein guter Bericht vin Dir!

Todd61

Todd61

10.08.2007 22:14

Hab auch ne' Weile benötigt bis ich in dem Film drin war. Mittlerweile hab ich ihn schon dreimal gesehen und finde den Film von mal zu mal genialer. schönes Wochenende, Todd

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