Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Trashig, schräg, genial |
| Kontra: |
Mitunter etwas frauenfeindlich, sonst nix ! |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Hier ein Bericht über eine fast vergessene
Trashperle der 80er Jahre, die vor kurzem in einer Videokiste von mir wieder entdeckt wurde und regen Anklang in Teilen meines Freudneskreises fand.
MÜLLERS BÜRO von 1986, ein österreichischer Film von Niki List.
Was ist das genau? Um allem gerecht zu werden sollte man wohl sagen, eine Krimiparodie mit Musical-, Softporno- und Actionambitionen, dann kommt man dem Ganzen schon recht nahe.
HANDLUNG:
Max Müller, genailer aber zur Zeit eher arbeitsloser Privatdetektiv (wie sollte es anders sein...), wird von einer schönen aber undurchsichtigen Blondine aufgesucht, um ihren verschwundenen Freund Mike zu suchen. Parallel dazu bekämpfen sich drei verschiedene Gangsterbanden, die ebenfalls alle was mit Mike zu tun haben, die schöne Mandantin bekämpft eigentlich ihren Vater und alles hängt irgendwie zusammen...
Max versucht alles aufzuklären und wird dabei von seinem Freund Larry, der devoten Sekretärin Fräulein Schick sowie diversen Freaks und Prostituierten unterstützt, nicht ohne dabei hemmungslos seinem Schuhfetisch, seiner Alkohol- und Sexsucht, sowie steter Selbstverliebtheit zu fröhnen.
Wem das nocht nicht trashig genug ist, dem sei gesagt: Ja, dabei wird auch noch permanent gesungen und z.T. getanzt, egal in welcher Situation, ob beim Sex oder beim ermordet-werden!
Es wimmelt von Filmzitaten, versteckten Details im Hintergrund, die es richtig in sich haben können, Running Gags, Absurditäten und allerhand mehr, was man in so komprimierter Form eher selten vor sich hat bzw. nur von diversen Independentregisseuren kennt.
Ein Überblick über die wichtigsten Figuren:
Max Müller:
Titelheld und Detektiv, der sich als tougher Macho durch die Unterwelt und diverse Betten kämpft, um der Verschwörung auf die Spur zu kommen. Gespielt wird er von Christian Schmidt. Dieser Charakter ist im Prinzip ein selbsterverliebter, aber immerhin gut aussehender Mistkerl, der eben dieses genau weiß und Nutzten daraus zieht wo es nur geht.
Larry:
Max Freund und gelgentlicher Ermittlungspartner, der trotz eigener Wohnung ständig in Müllers Büro pennt und immer etwas in seinem Schatten steht, obwohl er es an Sprüchen und Virilität durchaus mit Müller aufnehmen kann. Gespielt von dem damals noch äußerst apart aussehenden Andreas Vitásek, der als einer der wenigen Darsteller auch außerhalb Österreichs bekannt ist.
Frl. Schick:
Die ergebene, unglücklich verliebte Sekretärin, die mangels eigentlicher Aufgaben stets Pullover strickt und Max Flirts mit anderen Frauen hilflos gegenüber steht, weshalb sie sich kurzzeitig Larry zuwendet. Gespielt von Sue Tauber.
Bettina Kant:
Die geheimnisvolle Klientin, halb Püppchen, halb durchtrieben. Hasst ihren Vater u.a. für den Tod ihres Hamsters. Gespielt von Barbara Rudnik, die wohl am allgemeinen bekannteste Beteiligte dieses Films.
Maria:
Max' Lieblingsprostiuierte und Gelegenheitsinformatin, die sich von ihren Freiern eigene Orgasmen bezahlen lässt.
Fritz:
Dicker Hacker und einer von Max Informanten.
Die Frau ohne Zeitgefühl:
Fragt immer und überall nach der Zeit.
Der Humor dieses Films ist bissig, derb, hintersinning, angedeutet, existiert in Wortwitz, Optik, Pantomime (!) etc. man muss sich manchmal einfach wegschmeißen, selbst wenn man sich geschworen hat, den Film zu hassen.
Um noch mal auf den Softpornoaspekt zu kommen, es gibt Sexszenen und nackte Haut etwa im 15min Takt...
Die Musik enthält einige bösartige Ohrwürmer, die man nicht mehr los wird, egal wie absurd die Texte einem erscheinen...
Und natürlich der herrliche Wiener Akzent der Figuren, eine Wohltat für die Ohren. Was mich wundert ist, dass der damals noch lebende und auf dem Zenit seines Erfolges stehende Falco keinen Gastauftritt in diesem Film hat, hätte gepasst wie Faust aufs Auge!
Einen negativen Beigeschmack wird man leider nicht los, nämlich den der Frauenfeindlichkeit. Frauen tauchen lediglich als armes Hascherl, Sexobjekt oder beides auf, von daher sollte man hier etwas vorsichtig sein...
Wer auf all das steht was ich oben genannt habe oder wer einfach mal was anderes sehen will, dem sei dieser Film ans Herz gelegt. Für Trashfans meiner Meinung nach ein Muss! Für Fans der 80er Jahre(-Musik) und österreichischem Humor sowieso!
Soweit ich weiß ist er auch mittlerweile auf DVD zu haben, ab ca. 9 Euro aufwärts.
Müllers Büro
Östererich 1986
Regie: Niki List
Länge: 105 min.
Vielen Dank fürs Lesen und Kommentieren!
| weitere Erfahrungsberichte |
Kein schlechter Film
Bewertung für Müllers Büro (1986) von
jan97
Pro: Ein echter Hit
Kontra: läuft zu selten im TV
Dieser Film ist das göttlichste das Österreich hervorgebracht hat. Eine wunderbare Persiflage auf so ziemlich alle Filmgenres. Prima gespielt und voller Witz! Man muss diesen Film nicht zu einem "Event" hochspielen und während man mit Wolle, Papier od ...
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sehr hilfreich
14.12.2000
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Rocky Horror Picture Show goes Austria
Bewertung für Müllers Büro (1986) von
BeeBee
Pro: nostalgisch-schräg
Kontra: ein gewisser Alkpegel ist für gute Unterhaltung unerlässlich
"Müller's Büro" ist einer der wenigen österreichischen Filme, die es ins Kino geschafft haben, was anno 1986 eine Sensation war und wochenlang für Gesprächsstoff sorgte. Ich war damals vierzehn und durfte ihn meines Wissens noch gar nicht sehen. Drei Ja ...
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sehr hilfreich
06.12.2000
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Ich will lieber Schokolade ;-)
Bewertung für Müllers Büro (1986) von
jewelbox
Pro: Witzig, Originell, Spannend, mit viel Musik und Training für die Lachmuskeln ;-)
Kontra: Nix ! ;-)
Man liebt den Müller - oder man hasst ihn ;-)
Vor x Jahren (er ist glaube ich aus den 80ern) hab ich ihn zum ersten Mal gezwungenermaßen aufgrund einer Empfehlung und penetranten Unnachgiebigkeit eines Freundes gesehen : Müller`s Büro .
Und ich war hi ...
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sehr hilfreich
31.03.2006
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WiWis versus Infos
Bewertung für Müllers Büro (1986) von
Malwina
Pro: Mordsgaudi, Party pur während und nach dem Film
Kontra: schlechter Krimi (?!? oder was auch immer es war), miese Musikeinlagen
Im Rahmen der O-Phase an der Uni Karlsruhe wurde uns nahegelegt, den Event auf keinen Fall zu verpassen, wenn WiWis und Infos gemeinsam "Müllers Büro" angucken. Um was es in dem Film eigentlich geht, konnte uns niemand sagen, obwohl einige Studenten aus h ...
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sehr hilfreich
13.10.2000
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