Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Freizeitspass |
| Kontra: |
Keine Freizeit, kein Spass |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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120er vorweg:
Müll (1), Ekel, Gestank und damit muss man sich auch noch beschäftigen?
Trennung nach der Verpackungsverordnung (vgl. 7)!
Problemfälle, deren Klärung Existenzen bedrohen (2), Deutschland spalten in pedantische Volksstämme (vgl.3) und kriminelle larifari-Müllbanausen (vgl. 4).
Kaffeesatz lesen ist leichter als Kaffeesatz trennen. Altpapier und Biomüll?
Wohin mit den Kadavern (5) oder Bodenaushub (6), falls man sich zur illegalen Beseitigung sterblicher Hüllen durchgerungen hat?
Die Mülltrennungsanlagen arbeiten mittlerweile so gut, dass ein innerhaushaltliches Trennen unnötig ist, erzählt eine Dokumentation auf Phoenix. Toll die Dinger! Warum kommt dann nicht einfach die Müllabfuhr drei Mal die Woche wie in Italien?
Ich will endlich wieder nur einen einzigen großen roten Pushboy in meiner Küche sehen!
Oder vielleicht doch einfach die Beine hochlegen und Messi werden?
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Unzählige Verweise und Erklärungen nach einem Labude-Opener:
(1)
Mit Modemachern- ich gestehe- hab ich einen Deal und zwar:
Sie zieh'n Dich an und ich dich aus und dann "You shake it!", alles klar?
Falco 1993 in "NAKED"
(ziemlich bekokst, aber wirklich originell, es hätte die Hymne der Mülltrenner werden können)
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(2)
Ein kleines wahres Hörspiel:
Ringrong!
„RUDERACHTER“
„Ja, Landmeier hier, et jeht sisch um Folgendes und zwar hab ich ´ne 12-fach-Bereifung im Keller und würd‘ gern wissen, wie ich die entsorgen tu.“
„Herr Landmeier, sie haben sich verwählt! Sie sind hier nicht bei der Müllberatung. Die hat die 56 am Ende und bei mir ist es die 65! Auf Wiederhören!“
Krock.
So geht es mir seit Wochen; ich fürchte mittlerweile einen Komplott hinter den Anrufen.
Ringrong! Schon wieder!
„HIER RUDERACHTER UND NICHT DIE STÄDTISCHE MÜLLBERATUNG!“
„ Schmitz hier, Erna Schmitz, endlich erreiche ich mal einen, bei ihnen ist ja ständig belegt und ich wollte fragen, was ich mit dem Erwin machen soll, das ist mein Langohr-Angorahasen, der vorige Woche verstorben ist“.
Krock! Ich lege einfach auf. Ringrong!
„RUDERACHTER“
„Schmitz noch einmal! Junger Mann, wir sind gerade unterbrochen worden!“
„Ach, Frau Schmitz, ja, richtig, es geht um Erwin, wenn ich’s recht in Erinnerung habe! Entsorgungstechnisch keine leichte Aufgabe, Frau Schmitz. Soll ich ihnen unser Mülltrennungsexpertenteam vorbeischicken oder trauen sie sich das selbst zu?“
„Nein, nein, das mache ich selbst!“
„Gut Frau Schmitz, gehen sie jetzt in die Küche und holen sie ein scharfes Messer. Den Erwin haben sie vor sich?“
„Ja, Moment, ich bin gleich zurück. ..... . So ja, alles parat! Soll ich den Erwin den einfach in den Restmüll geben?“
„Frau Schmitz, ich bitte sie! Wissen sie, was sie erwartet, wenn sie so fahrlässig bei der Mülltrennung agieren? Horrende Geldstrafen und Zuchthaus bis zu 8 Jahren! Also folgendermaßen: Bei Erwin, den wir als Kadaver klassifizieren, handelt es sich um einen geradezu klassischen Mehrkomponentenmüll. Wichtig ist fürs Erste, daß sie dem Karnickel das Fell über die Ohren ziehen.“
„Aber junger Mann, der Erwin, der war wie ein Sohn für mich. Das kann ich doch nicht machen!“
„Frau Schmitz, ich warne sie! Wir haben ihre Adresse bereits über unsere Fangschaltung ausgemacht und wenn sie sich jetzt nicht kooperativ verhalten, kann ich für nichts garantieren. Das Fell muß als Verpackung im Sinne der Verpackungsverordnung vom 14. 3. 1992 dem Dualen System zugeführt werden. Machen sie jetzt keine Faxen! Setzen sie das Messer an der Kehle an und ziehen es bäuchlings auf gesamter Länge bis zum Stummelschwänzchen.
„D-d-das schaffe ich nicht Herr Ruderachter...“
„Frau Schmitz, zum allerletzten Mal! Wir haben jetzt keine Zeit für Sentimentalitäten, schlimm genug, dass sie Mehrkomponentenabfälle so lange der Wiederverwertung vorenthalten haben!“!“
„.....o nein....uhhh....du meine Güte......“
„Frau Schmitz?“
„.....das ist ja grauenhaft...aarg....hmpfff...“
„Frau Schmitz, was machen sie da eigentlich?“
„Ich...ich bin ... jetzt fertig, junger Mann... kann ich den Erwin jetzt ohne Fell in die Mülltonne geben?“
„Einen kleinen Moment noch, Frau Schmitz. Der Erwin hat doch sicher ausreichend gegessen, nehme ich an. Wir müssen überprüfen, ob wir den unverdauten Mageninhalt nicht dem Biomüll zuführen könnten. Als nächsten Schritt nehmen wir uns der Zähne an, die sind als reines Elfenbein ein wichtiger Rohstoff nach den Einfuhrverboten aus Drittländern. Zu guter Letzt werden sie Erwin entbeinen, die Knochen werden zu Seife verarbeitet und den Rest können Sie sich dann einfrieren!“
„Plonk“
„Frau Schmitz, sind sie noch da?
Krock.
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(3)
Die können alles:
Weltmeisterlich die Mülltrennung in meiner Heimat auf der Schwäb'sche Alb, einem Landstrich in dem der "Kittelschürz" zu Hause ist und Samstag mittags nach dem Auto der "Kandlgraben“ gereinigt wird („Kandlgraben: hochdt. Rinnstein, Gosse, im Schwabenland wird er mit Unkrautex und anderen Umweltsünden behandelt).
Das Mülltrennen ist des Schwaben liebsten Kind, man kann es ohne weiteres als identitätsstiftend bezeichnen. Dort werden die Joghurtbecher nicht nur streng nach Aluminium und Restbecher getrennt, die einzelnen Komponenten werden klinisch rein dem dualen System zugeführt. Ein einfaches "Ab in den gelben Sack" ohne nähere Betrachtung lehnt der Schwabe kategorisch ab.
Wer einmal Logistik in der letzten Vollendung miterleben möchte, der sollte Samstag Nachmittag nach der Reinigung des „Kandlgrabens“ einen schwäbischen Recyclinghof besuchen:
Unter dem strengen Blicken der Nachbarn und nebenberuflicher Aufseher (seit "das Experiment weiss man, dass das die Schlimmsten sind) reiht sich der süddeutsche Mülllemming in akkuraten Reihen vor den PET-, PE-, PP-, Elektroschrott-, Aluminium-, Farbreste-, Altbatterie-, Papier-, und Papier-durch-Schredder-Kontainern auf. Ernster und konzentrierter wird Gottlieb Daimler nicht an seinem Gesellenstück, einer doppelläufigen Pistole übrigens, gearbeitet haben. Der Alptraum jedes "Spätzlefressers" ist eine Standpauke eines Müllverwertungshofaufsehers.
Das ist noch etwas schlimmer als die Spätzle nicht handgeschabt zu servieren.
Durch diese harte Schule bin ich herkunftsbedingt gegangen und weiß wovon ich rede.
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(4)
Mülltrennung im Rheinland:
Das Rheinische System hält sich einigermaßen strikt an das Rheinische Grundgesetz, das hier Stütze in jeder Lebenslage ist:
Artikel 1: Et es wie et es
Artikel 2: Et kütt wie et kütt
Artikel 3: Et hätt noch immer jot jejangen
Artikel 4: Wat fott es es fott
...
Artikel 7: Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domet
...
Artikel 10: Wat soll dä Quatsch?
Artikel 11: Drinkste eine met?
Kaum verwunderlich, dass der Kölner die Gelbe Tonne noch immer für die adäquate Bauschuttentsorgung hält.
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(5)
Kadaverentsorung (wie es wirklich geht):
Dank Frau Schmitz und der Kategorie Worte an ein geliebtes Tier bin ich auf einen schwerwiegenden Problemfall gestoßen: Der Kadaver.
Für diejenigen, die ihrem Haustier nicht die letzte Ehre Tierpräperator erweisen möchten, steht scheinbar der Restmüll, der Biomüll und der gelbe Sack (man spricht von der sterblichen Hülle) zur Verfügung. Weit gefehlt! Für verendete Tiere steht in jeder Stadt eine Kleintierkörpersammelstelle zur Verfügung. Für Herrchen und Frauchen keine sonderlich romantische Vorstellung, entsorgungstechnisch jedoch das Verantwortungsvollste.
Was tue ich aber, wenn mein Pferd auf dem Flur zusammenbricht? Bei größeren Tieren (ab den Maßen eines hektischen Pudels) bestehen mittlerweile zwei (legale) Möglichkeiten: Man kann das Ross beim nächsten Schlachthof zu Seife verarbeiten lassen oder man läßt es einäschern. Besagter Vorgang dauert bei einem Gaul mit 600 kg glatte sechs Stunden, das Erkalten der Asche noch einmal 2 Stunden. Danach bekommt man seinen treuen Galopper in einer handlichen Urne mit nach Hause.
Die Sache hat aber einen Haken: Das Tierkrematorium gibt es nur in Belgien. Dort aber kann man eine festliche Pferdeeinäscherung ab 1300 Euro buchen. Durch eine Massebeerdigung lassen sich die Kosten noch ein wenig drücken, allerdings weiss dann keiner mehr genau, wessen Pferd in wessen Urne ist.
Wegen eines nicht abreissen wollenden Stroms an deutschen Haustierbestattungstouristen sprechen diese Belgier ausgesprochen gut deusch:
Die Anschrift:
CrémanimAsf
rue de la Spinette 32
5140 Sombreffe
0475/441951
071/888845
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(6)
Ein anderes gravierendes und in unserer heutigen Gesellschaft weitestgehend tabuisiertes Problem stellt der Erdaushub dar. Oft stellt man sich die Frage erst, wenn man mit dem Bau des Swimmingpools bereits begonnen hat ( man spricht von auskoffern) und man keinen häßlichen Erdwall neben dem Sprungturm plazieren möchte. Es böte sich zunächst an, den Schutt in Kleinstportionen durch die Restmülltonne zu entsorgen. In Köln (vgl 4) hat das einer meiner Vermieter, der sein Haus selbständig unterkellert hat, auf diese Weise erledigt. Er hat insgesamt 15 Jahre an der Müllentsorgung gearbeitet, lagert seine Weine mittlerweile aber artgerecht.
Neben der zu einfachen Möglichkeit des Kontainerbestellens, hält das world wide web eine günstige wie geniale Alternative bereit. Mittlerweile gibt es Boden- und Bauschutttauschbörsen.
Und falls sich jemand findet, der anstelle eines Swimmingpools lieber einen Hügel im Garten hätte, ist das Müllproblem erledigt. Und es soll mittlerweile recht viele dieser abgedrehten Alpinisten geben. Exemplarisch für Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen:
http://www.alois-info.de/
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(7)
Für Deutsche seit 10 Jahren selbstverständlich und so erübrigen sich zur Klassifizierung des Mülls sämtliche Erläuterungen.
Plastikmüll, Alu, Weißblech, Papier, Restmüll,
Biomüll, Sondermüll werden getrennt. Wir haben das weltweit komplizierteste Müllsystem und zumindest darauf kann man schon ein wenig stolz sein.
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Schliessen möchte ich diesen Bericht, der Teil eines Schreibercups ist, der nach dem angekündigten virtuellen Suizid des Machers einen neuen Namen sucht, mit Falco und der verhinderten Mülltrennerhymne „Naked“, der sich zugleich als Namenspatron geradezu aufdrängen würde.
"Zieh Dich aus."
post scriptum:
Die anderen Beiträge (Beavi, YOUR-FRIEND, cskendras) müsst ihr natürlich auch lesen, sonst:
Martha Schweinsfurt, leitende Angestellte in einem Versicherungsbüro in Ohio, hat vor 4 Jahren beim BBB-Cup bewertet, ohne die anderen Berichte genau gelesen zu haben.
Später am Tage gingen all' ihre Mails, insbesondere die erotischen an eine sibirische Nymphomanin, unkodiert durchs Netz.
Die Filterprogramme der NSA schlugen Terroristen-Alarm, weil sie das Wort "Rüschenbärchen" als persisches Substantiv für "Sprengstoff" fehlerkannten und sofort wurde ein NSA-Kommando losgeschickt, das sie terminierte. Das kann Dir auch passieren!
| weitere Erfahrungsberichte |
Und am 8. Tag schuf Gott die Mülltrennung...
Bewertung für Mülltrennung von
cskendras
Pro: Man tut der Umwelt etwas Gutes
Kontra: teilweise sehr aufwendig, Zwang *g*
BBB-Cup 2004 | 1. und letzte Runde für mich *g*
Thema: "Mülltrennung"
In der Bibel steht (Wort für Wort) geschrieben:
"Und am 8. Tag schuf Gott die Mülltrennung!" - ehrlich! Das steht so drin! OK, wenn ich ehrlich bin, habe ich mir diese Zeile nur ...
Bericht lesen
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|
sehr hilfreich
18.03.2004
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MÜLLVERBRENNUNG STATT RICHTIGE MÜLLTRENNUNG!
Bewertung für Mülltrennung von
YOUR-FRIEND
Pro: Guter Grundgedanke
Kontra: schlechte Umsetzung, es wird zu viel versprochen
...Hallo und herzlich Willkommen beim 2 BBB-Cup. Bitte lest doch noch die anderen Berichte zum Thema Mülltrennung von Beavi, cskendras und RUDERACHTER und stimmt dann bei Astly im GB ab, wer den besten Bericht geschrieben hat. Danke!
Nach uns die Sinn ...
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|
sehr hilfreich
18.03.2004
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Plastik ins Säckchen...
Bewertung für Mülltrennung von
Beavi
Pro: umweltbewußtes Verhalten
Kontra: am Anfang vielleicht etwas zeitaufwändiger (z. B. "was kommt in den "Gelben Sack"?")
Dieses ist mein Beitrag zum 2. BBB-Cup, Details unter Zoobremia bzw. BBB-Cup bzw. JedioCassio. Alle Leser können mittels Abstimmung bei Astly im öffentlichen oder privaten Gästebuch unter Angabe der Spielnummer, hier Spiel 7, den besten Bericht wählen. Da ...
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sehr hilfreich
18.03.2004
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Recycling! Das Zauberwort *grien*
Bewertung für Mülltrennung von
Mjussel
Pro: gute Systeme, Schutz der Umwelt, muss nicht teuer sein
Kontra: verschieden
...Ich weiss nicht genau wie lange schon wir die Mülltrennung haben, das System um den grünen Punkt halte ich jedenfalls strickt ein.
Kurz möchte ich eben erklären, was das System genau ist. Seit der Einführung hat sich diese Art der Mülltrennung sehr bew ...
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sehr hilfreich
21.12.2001
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Sinn- und zweckloser, reiner MÜLL: Trennung in BAY
Bewertung für Mülltrennung von
Jungletiger
Pro: sinnvoll betrieben eine klasse Sache
Kontra: ... in Oberbayern relativ übertrieben
...Wie heißt es doch so schön: Man kann alles übertreiben. Besucht mal einzelne Städte in Bayern, dann versteht ihr, wie man das im Bezug auf die Mülltrennung kann. Ich weiß nicht mehr genau, wann das System eingeführt wurde, schätze es aber ungefähr a ...
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sehr hilfreich
13.08.2002
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