Multiple Sklerose!!!

1  26.11.2010 (28.11.2010)

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mariejoanna1211

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Multiple Sklerose, kurz MS, ist eine chronisch entzündliche Erkrankung, die unheilbar ist. MS kann sehr unterschiedlich verlaufen und das Gehirn, das Rückenmark und die Sehnerven beeinflussen, die zusammen das Zentralnervensystem (ZNS) bilden. Dabei kommt es zu entzündlichen Veränderungen, die narbig abheilen und entsprechende Funktionsstörungen hinterlassen. Als Folge der Erkrankung kommt es zu sogenannten Krankheitsschüben. MS kann sehr unterschiedlich verlaufen. Die Beschwerden reichen von Sehstörungen und Müdigkeit über Lähmungen bis zu extremen Stimmungsschwankungen. Multiple Sklerose beginnt meist im frühen Erwachsenenalter und betrifft Frauen häufiger als Männer.

Auch ich bin seit einem Jahr an MS erkrannkt, zu meinem Glück muss ich sagen nicht all zu schwer. (kaum Schübe) toi toi toi...

In diesem Bericht möchte ich einfach meine Erfahrung die ich gesammelt, gelesen, ausgetauscht habe, mit Euch teilen, in der Hoffnung das meine Informationen Euch auch weiterhelfen.

Ich bin in mehrern Gruppen (meinvz) Mitglied und habe dort schon viel gelesen was mit weiter geholfen hat.

Diese Informationen möchte ich gerne weitergeben.

Einiges ist nicht von mir verfasst, möchte ich gleich gestehen... ;o) aber trotzdem hoffe ich hilfreich?!

Ein ganz wichtiger Aspekt denke ich bei uns MSlern ist die Spritze und das wir hoffen das es da bald etwas besseres gibt.

Hier mal ein Bericht aus meiner Gruppe:

MULTIPLE SKLEROSE / Erstmals stehen Medikamente in Tablettenform vor der Zulassung

Abschied von der Spritze


»Die neuen MS-Medikamente werden mehr und massivere Nebenwirkungen mit sich bringen als die herkömmlichen Interferone. «Klaus Toyka, Universitätsklinik Würzburg

VON ANKE BRODMERKEL

GILENIA: In den USA sind die Tabletten zur MS-Therapie bereits zugelassen.

Wer krank ist, schluckt Tabletten. Das klingt für die meisten Patienten weder überraschend noch sonderlich erstrebenswert. Ganz anders bei Menschen mit Multipler Sklerose (MS): Viele von ihnen sehnen den Tag herbei, an dem in Deutschland das erste Medikament auf den Markt kommt, das nicht per Spritze oder Infusion verabreicht wird, sondern geschluckt werden kann.


Dieser Tag scheint nun in nicht mehr allzu weiter Ferne zu liegen. Ende September erhielt der Schweizer Pharmakonzern Novartis in den USA für seine MS-Tablette Gilenia die Zulassung der Arzneimittelbehörde FDA. „Für MS-Patienten ist das eine gute Nachricht“, sagt Reinhard Hohlfeld vom Institut für Klinische Neuroimmunologie der Ludwig-Maximilians-Universität München. „Mehrere Studien haben gezeigt, dass die Tabletten nicht nur einem Placebo deutlich überlegen sind, sondern auch stärker wirken als eines der gängigen Interferon-Beta-Medikamente.“


Hohlfeld geht davon aus, dass Patienten das Medikament mit dem Wirkstoff Fingolimod Anfang kommenden Jahres auch in Deutschland erhalten können. Die Zulassungsanträge liegen der europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) bereits vor. Mit einer Entscheidung wird in wenigen Monaten gerechnet.


Einen herben Rückschlag musste dagegen Novartis-Konkurrent Merck hinnehmen. Der Darmstädter Pharmakonzern hatte für seinen Wirkstoff Cladribin, der schon in der Krebstherapie eingesetzt wird, ebenfalls die Zulassung als MS-Medikament beantragt. Der zuständige Expertenrat der EMA gab Mitte September jedoch eine negative Stellungnahme ab. Seiner Einschätzung nach wiegen die Vorteile der Cladribin-Tabletten die Risiken nicht auf.


Auch in den USA musste Merck bereits einen zweiten Anlauf unternehmen, um für Cladribin eine Zulassung in der MS-Therapie zu erhalten. Vergangenen November hatten die Darmstädter von der FDA zunächst einen ablehnenden Bescheid erhalten. Eine erneute Entscheidung der FDA wird gegen Ende des Jahres erwartet.


„Offenbar haben die Behörden einige Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Cladribin“, sagt Hohlfeld. Anders als Gilenia, die täglich geschluckt wird, muss Cladribin nur an wenigen Tagen im Jahr eingenommen werden. Das klingt bequem, bedeutet aber auch, dass unerwünschte Effekte der Arznei nicht so rasch abzustellen sind – beispielsweise wenn eine Frau schwanger wird oder der Patient an massiven Nebenwirkungen leidet.

Multiple Sklerose ist eine rätselhafte chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems, die durch genetische und Umwelteinflüsse verursacht wird. Sie ist der häufigste Grund für körperliche Behinderungen bei jungen Erwachsenen. Laut Schätzungen sind weltweit rund 2,5 Millionen Menschen an MS erkrankt, wobei Frauen etwa doppelt so häufig wie Männer betroffen sind. In Deutschland gehen Experten von 130 000 MS-Patienten aus.


Bei den Betroffenen gehen im Laufe der Zeit die schützenden Hüllen der Nervenfasern, die Myelinscheiden, zugrunde. Die Nervenzellen können dann ihre Signale nicht mehr kontrolliert an andere Nerven- oder Muskelzellen übermitteln. Es kommt zu Sehstörungen, Taubheits- und Kribbelgefühlen, später auch Muskellähmungen. Die Krankheit verläuft zumindest anfangs in Schüben, was es den Patienten besonders schwermacht. Denn selbst in einer beschwerdefreien Zeit lauert oft die Angst vor dem nächsten Schub. Wann dieser kommt, weiß niemand: Es gibt Patienten, die innerhalb kürzester Zeit im Rollstuhl sitzen, und solche, denen selbst zwanzig Jahre nach der Diagnose kaum etwas anzumerken ist.


Ebenso wenig, wie die Mediziner den Verlauf der Erkrankung vorhersagen können, wissen sie, was genau die Symptome der MS auslöst. Die meisten Experten gehen davon aus, dass es sich um eine Autoimmunerkrankung handelt, bei der Immunzellen die Hüllen der Nervenfasern attackieren. Den Betroffenen scheint es jedenfalls zu helfen, wenn bestimmte Immunzellen, die Lymphozyten, in Schach gehalten werden. Genau das tun die etablierten Therapien mit Interferon-Beta, dem Wirkstoff Glatirameracetat und – bei einem akuten MS-Schub – Kortison-Präparate. All diese Medikamente müssen allerdings per Spritze oder Infusion verabreicht werden. Nur Fingolimod und Cladribin gibt es in Tablettenform.


Mit Nebenwirkungen muss bei beiden Medikamenten gerechnet werden. Zwar können sie verhindern, dass die Lymphozyten ins Zentralnervensystem einwandern und dort die Hüllen der Nervenfasern schädigen: Fingolimod sperrt die Lymphozyten in den Lymphknoten ein, Cladribin stört ihren Stoffwechsel. Doch ein solcher Eingriff in die Körperabwehr hat eben nicht nur positive, sondern mitunter auch sehr negative Seiten.

„In den Zulassungsstudien diagnostizierten die Ärzte bei Patienten, die Fingolimod oder Cladribin eingenommen hatten, zum Beispiel ein vermehrtes Auftreten von teilweise schweren Gürtelrosen“, sagt Klaus Toyka von der Universitätsklinik Würzburg. Gürtelrosen entstehen, wenn schlafende Windpocken-Viren, die nach der Erkrankung im Nervensystem verblieben sind, reaktiviert werden. Darüber hinaus verursachte Gilenia bei manchen Patienten Herzrhythmusstörungen, eine Verlangsamung des Herzschlags, Bluthochdruck, Erkrankungen der Netzhaut und eine Verschlechterung der Leberwerte. Auch einige zum Teil eher seltene Tumorerkrankungen traten bei der Therapie auf.


Ob der Krebs durch die Behandlung ausgelöst wurde, ist zwar unklar. Sicher ist aber eines: „Die neuen Medikamente werden mehr und massivere Nebenwirkungen mit sich bringen als die herkömmlichen Interferone“, sagt Toyka. Dass sie auch das Krebsrisiko erhöhen, sei aufgrund ihrer Wirkweise zumindest denkbar.


Solche Nebenwirkungen sind offenbar der Tribut, der für die bequemere Einnahme und die gute, vielleicht bessere Wirksamkeit dieser Arzneien zu zahlen ist. In drei Zulassungsstudien, die das renommierte Fachblatt „New England Journal of Medicine“ im Februar veröffentlichte, wurden beide Wirkstoffe jeweils mit einem Scheinmedikament und Fingolimod zudem mit einem Interferon-Präparat verglichen. An den Untersuchungen waren jeweils mehr als tausend Patienten mit schubförmiger MS beteiligt.


In der knapp zwei Jahre dauernden Cladribin-Studie stellte sich heraus, dass der Wirkstoff die jährliche Schubrate gegenüber dem Placebo um mehr als 50 Prozent reduziert. Fast 80 Prozent der Patienten, die Cladribin eingenommen hatten, blieben bis zum Studienende schubfrei. Die Fingolimod-Studie erzielte ähnlich gute Ergebnisse. In der dritten, einjährigen Untersuchung zeigte sich zudem, dass eine Behandlung mit Fingolimod auch einer niedrig dosierten Form der Interferon-Therapie deutlich überlegen ist.


„Über die Nebenwirkungen von Gilenia und Cladribin wird man erst nach ihrer Zulassung vollständige Klarheit erlangen – wenn nicht mehr einige tausend, sondern Zehntausende Betroffene die MS-Tabletten einnehmen“, sagt Hohlfeld. Patienten, die ihre Hoffnung auf die neuen Arzneien setzen, wird nichts anderes übrig bleiben, als ein gewisses Risiko in Kauf zu nehmen.

Ich persönlich hoffe auch immer noch auf die Tabletten, aber nach Möglichkeit ohne bzw geringe Nebenwirkungen nur ;o)

Da ich absolut kein Spritzen Fan bin :o(

Dann wünsche ich allen eine Schubfreie Zeit und das es für uns nur Bergauf geht.


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RoneryWulf

RoneryWulf

08.02.2012 12:33

Sorry, ich wünsche dir wirklich weiterhin einen so positiven Verlauf uns so. Aber dieser Bericht darf so einfach nicht sein. Er ist fast gänzlich aus diesem Zeitungsartikel hier kopiert -> http://www.berliner-zeitung.de/archiv/die-erste-tablette-gegen-multiple-sklerose-steht-kurz-vor-ihrer-zulassung-abschied-von-der-nadel-,10810590,10724246.html ... leider sind wir scheinbar noch nicht so weit für die "Pille" :-/ Gilenya bzw. Fingulimod wurde nur als Eskalationstherapie zugelassen und hat heftigste Nebenwirkungen, u.a. Herzbeschwerden. Im Moment steht das Medikament sogar bei der EU noch einmal wegen einem Todesfall auf den Prüfstand... aber das konntest du natürlich nicht wissen, als du den Bericht geschrieben hast. Nächster heißer Tipp: BG-12 von Biogen Idec *daumendrücken* und vorerst weiter den Junkie spielen...

Strandmaus2010

Strandmaus2010

28.11.2010 13:56

BH!

mariejoanna1211

mariejoanna1211

28.11.2010 01:31

Auch an dich einen lieben Gruß zurück und vielen dank

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