Mungo

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... Mein heutiger Bericht dreht sich deshalb um den Mungo. Es gibt die verschiedensten Arten von Mungos in Afrika. Allerdings lebt in meinem Garten nur die gelbe Ausgabe - die sogenannten Fuchsmangusten. Der lateinische Name dieser possierlichen Tiere lautet Cynictis penicillata. Sie kommen ... Bericht lesen





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Der Mungo
Erfahrungsbericht von Angie22 über Mungo
17.06.2004


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Niedlich, nützlich, flink
Kontra: Bissig, Tollwut - Überträger

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

In meinem Garten und eigentlich überall in Namibia wimmelt es von kleinen nützlichen Helfern. Sie sind gelb, haben einen langen buschigen Schwanz und sind total niedlich. Mein heutiger Bericht dreht sich deshalb um den Mungo.

Es gibt die verschiedensten Arten von Mungos in Afrika. Allerdings lebt in meinem Garten nur die gelbe Ausgabe - die sogenannten Fuchsmangusten.

Der lateinische Name dieser possierlichen Tiere lautet Cynictis penicillata. Sie kommen in Südafrika, Namibia, Botswana und Zimbabwe vor. Dort leben sie in Savannen und Halbwüsten. Obwohl sie ausgezeichnete Tunnel- und Höhlenbauer sind, bevorzugen sie bereits fertiggestellte Baue von Hasen oder Erdmännchen. Mit den Erdmännchen leben sie sogar manchmal in einer Gemeinschaft in ein und derselben Höhle.

Mungos sind tagaktiv. Sie fressen so ziemlich alles, sind aber besonders scharf auf Insekten, kleinere Nagetiere, kleine Vögel und vor allem auf Eier. Wir haben oft eine Schale vor den Eingang ihres Baus gestellt. Dort haben wir ein aufgeschlagenes Ei reingelegt und binnen kurzer Zeit war alles weggeschnabbert. Mit Hühnereiern tun sie sich etwas schwer. Allerdings können sie kleine Vogeleier perfekt selbst knacken. Sie nehmen sie zwischen die Hinterbeine und schleudern sie gegen einen Stein. Oder sie benutzen ihre scharfen Zähne zum Öffnen.

Mungos sind nicht sehr gross. Sie erreichen eine Länge von 30 - 45 cm, der Schwanz kommt mit 25 cm noch dazu. Männchen können ein Gewicht von bis zu 900 g erreichen, Weibchen nur bis 500 g. Nach einer ausgiebigen und recht stürmischen Paarung wirft das Weibchen nach knapp 65 Tagen 2 - 5 Junge, die ebenfalls sehr schnell die Umgebung erkunden.

Da die Mungos die Tollwut-Überträger Nr. 1 in Südafrika sind, legen viele Farmer Giftköder aus oder begasen die Höhlen. Dazu kommt, dass ihre extrem langen Gänge Ackerland zerstören können. So ganz nebenbei knabbern sie an den Wurzeln der Pflanzen, auch, wenn das Zeug gar nicht so richtig schmecken will. Denn eigentlich sind sie ja Fleischfresser!

Übrigens gehören sie zu den Katzenartigen. Vielleicht erklärt das ihre unwahrscheinliche Schnelligkeit und ihr geschicktes Jagen. Wie vielen bekannt sein dürfte, legen sich Mungos genau wie Erdmännchen gern mal mit Schlangen oder Skorpionen an. Das macht sie natürlich vor allem in Namibia - dem Land der schwarzen Mamba - zu gern gesehenen Gartenbewohnern.

Leider konnten wir selbst noch nicht beobachten, wie sich die Mungos mit Schlangen angelegt haben. Aber mit meinem Hund haben sie es schon versucht. Bonny, mein grosser Hund, sass nichtsahnend im Garten vor mir. Im Hintergrund sah ich einen Mungo neugierig blicken. Er kam langsam näher, blieb immer wieder stehen und musterte aufmerksam seine Umgebung. Er war noch recht klein und vielleicht deswegen ziemlich wagemutig. Bonny bekam nix mit. Der Mungo kam näher und zwickte Bonny in den Schwanz. Dann drehte er sich sofort um und ging auf Sicherheitsabstand. Bonny wusste nicht, wie ihr geschah und guckte so trottelig drein, dass ich mich fast totgelacht hätte. Seitdem hasst sie Mungos und zusammen mit unserem anderen Hund jagt sie sie, wo sie nur kann. Die beiden stehen stundenlang vor dem Höhleneingang und warten. Glücklicherweise haben sie noch nicht mitbekommen, dass die Mungofamilie inzwischen längst einen neuen Ausgang gebaut hat. Von dort aus beobachten sie die Hunde und lachen sich wahrscheinlich ins Fäustchen.

Am schönsten sieht es natürlich aus, wenn mehrere Mungos nebeneinander Männchen machen und die Umgebung checken. Oft ist das so, wenn ich wieder mit einem Schälchen Ei oder Fleisch komme. Sie halten zwar Distanz, lassen sich nicht streicheln, nehmen aber die Gabe dankbar an. Einer passt immer auf, dass sich kein Feind nähert, während die anderen die Schale plündern. Ein putziger Anblick.

Fazit:

Man kann sie vielleicht nicht als Streicheltier halten, aber der Mungo ist ein wirklich nützlicher Helfer im Garten. Ich habe hier noch keine Maus entdeckt, Heuschrecken haben kein leichtes Spiel und auch sonst kann ich mich über Ungeziefer nicht beschweren. Und es ist immer wieder schön, wenn man sie beim Spielen oder Jagen beobachten kann.

Wer ins südliche Afrika reist, wird zwangsläufig Mungos sehen. Da sie oft auf den Strassen laufen, sollte man vorsichtig fahren. Leider sehe ich viele tote Mungos auf den Schnellstrassen und das tut mir immer wahnsinnig leid. Also bitte vorsichtig sein!   

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