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Grüß Gott aus Wien !
Bei unserem Besuch in Schaffhausen konnten wir nicht verpassen, den Munot zu besuchen. Der Munot ist schon von weitem zu sehen und überragt die ganze Stadt. Er hat eine bewegte Geschichte.
Die Besichtigung ist entgeltfrei.
Öffnungszeiten: Mai bis September 8.00 bis 20.00 Uhr Oktober bis April 9.00 bis 17.00 Uhr
Nach dem Beitritt Schaffhausens zur Eidgenossenschaft 1501 wurde der Ruf nach einer Stadtbefestigung immer stärker. Die beeindruckende Festung Munot wurde von 1564 bis 1589 von den Schaffhauser Bürgern, teils in Fronarbeit, errichtet und thront noch immer über der Schaffhauser Altstadt.
Sie wurde mit Kasematten mit Lichtschächten und Geschütznischen mit Rauchabzügen ausgestattet. 1799 geriet der Munot ein einziges Mal in die Hand der Franzosen. Nach einem Scharmützel ging die Holzbrücke in Flammen auf. Der Munotgraben war nie mit Wasser gefüllt und diente nur zum Schutz des Munots. Seit 1905 lebt im Graben eine Dammhirschkolonie.
Nachdem der Munot im 19.Jahrhundert zu verfallen drohte, wurde der Munotverein zur seiner Rettung gegründet. Auf seiner Zinne finden heutzutage Open Air Kinos und andere Veranstaltungen statt. Im Turm befindet sich die Wohnung des Munotwächters. Dieser läutet täglich um 21.00 Uhr - von Hand - das Munotglöcklein. Für Besucher zugänglich sind die Kasematte (mit Zugang vom Emmersberg und über den Munotstieg), die Reitschnecke und die Zinne.
Wir hatten anfangs Zweifel, ob wir den Aufstieg wagen sollten, weil der ziemlich steil war. Nach einiger Zeit kamen wir an den Burggraben. Dort hatten wir unsere erste Freude, weil wir eine Reihe an Damhirschen sahen. Von der Brücke aus konnten wir diese hervorragend beobachten. Das Beeindruckendste war die endlos lange Treppe zwischen den Weingärten hinauf zur Festung selbst. Im Innenhof der Festung haben wir uns ein Getränk und ein Wassereis gekauft und rasteten ein wenig.
Vom Innenhof aus hatten wir den besten Blick zur Einschätzung des Munots. Ich bin kein Fachmann, aber für mich schien es so, als wurden hier diverse Stile miteinander verwoben. So hatte ein Steinturm einen niedlichen Aufbau, der reines Fachwerk war. Die Mauer war weiß und die Fachwerkbalken bordeaux. Die Fenster waren mit Blumenkästchen geschmückt und hatten blaue Fensterläden.
In der Festung war es teils sehr dunkel. Die Gänge hatten Kopfsteinpflaster der runden und rutschigen Sorte und die Gehflächen waren oft geneigt. Manche Hallen hatten enorme Ausmaße und wir konnten die Wuchtigkeit der runden Stützbögen gar nicht fassen. Auch die massiv, verzierten Türschlösser waren von großem Interesse.
Im Innenhof standen an der Mauer ein Trio an schusstauglichen Kanone, die aber bei näherer Betrachtung schon entschärft wurden. Sie machten aber auf uns einen sehr guten Eindruck.
Alles in Allem hat der Aufstieg sich gelohnt, weil allein der Ausblick auf den Rhein sehr malerisch war.
15.06.2012 03:39
prima Tipp.lg
13.06.2012 17:28
Toll in Szene gesetzt, lg ramona
12.06.2012 22:11
feines foto