Sexy aber Ungeil
01.03.2004
Pro:
Klein, prima Design, günstig, multifunktionell (incl . mp3)
Kontra:
schlechte Fotos, Grundrauschen im Ton
Empfehlenswert:
Nein
Details:
Bildqualität
Klang
Bedienung
Ausstattung
Verarbeitung
Zuverlässigkeit
Akkulaufzeit
mehr
 Munterman
Über sich:
Wer keinen Spass versteht, versteht auch sonst recht wenig.
Mitglied seit:02.11.2000
Erfahrungsberichte:28
Vertrauende:4
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 15 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Okay, der Titel klingt sehr paradox, deshalb will ich gleich mal erklären: Sexy an der Kamera ist, dass sie wirklich fesch aussieht (winzige Ausmaße, ausklappbarer Monitor, blaues LED bei der Aufnahme) und mit vielen Funktionen aufwartet (Videoclips, Fotos, MP3 Wiedergabe, Diktiergerät).
Ungeil ist dagegen die Qualität: Fotos mit viel Bildrauschen (-> unscharfe, matte Bilder trotz hoher Auflösung), kein Blitz, schlechte Bildqualität der Filme, sobald man kein superhelles Licht (z.B. Tageslicht) hat. Diese "Ungeil" Faktoren waren letztendlich der Grund, warum ich die Kamera nicht wie geplant verschenkt, sondern an den Hersteller zurückgeschickt habe.
Die Kritikpunkte im Einzelnen: Fotos: Bildqualität Die Kamera hat eine Fotofunktion, aber - da sie eher als mini-Camcorder gedacht ist - keinen Blitz und keinen optischen (sondern nur digitalen) Zoom. Leider merkt man an der Fotoqualität, dass die Fotofunktion nur als Zusatznutzen gedacht war - die Bilder wirken meist leb-und farblos und unscharf. Auch die Einstellung auf "hohe Bildqualität" hilft da nicht wirklich weiter.
Ganz besonders verheerend ist es, wenn man bei schwacher Beleuchtung fotografiert: Da treten die Symptome (unscharf, matt) besonders heftig hervor, teilweise werden die Bilder sogar grobkörnig. Camcorder: Bildqualität und Sound Der Camcorder liefert eigentlich ganz gute Bilder, wenn es hell genug ist (insb. draußen bei Sonne). Sobald das Licht jedoch schlechter wird, reduziert sich die Bildqualität schnell ins Miserable. Bei meinem Exemplar hatte ich zusätzlich das Problem, dass bei allen Filmen im unteren Bildbereich so ein komischer dünner heller Querstreifen war.
Der Sound wäre ganz okay - sogar ziemlich gut - wenn da nicht ein beständiges Grundrauschen wäre, was vermutlich irgendeinen technischen Grund hat Verarbeitung: Der Kamera merkt man auf den zweiten (aber auch erst dann) an, dass sie günstig ist: Hier wurde viel Plastik eingebaut.
Nun zu den positiven Seiten: Eigentlich wäre die DV 4000 eine feine Sache, weil sie sehr multifunktionell und klein ist: Man kann mit ihr Fotos machen, Videos aufnehmen (übrigens auch in schwarzweiss und anderen Einfärbungen), MP3 Musik hören (nicht besonders komfortabel, aber ordentliche Tonqualität), irgendwelche Dateien auf der SD-Karte Speichern und -in brauchbarer Tonqualität - Sprachaufzeichnungen machen.
Dazu kommt der günstige Preis - etwa 150 € - und das wirklich knackige Design: Winzig, fesch, sexy halt. Wer mit der Kamera herumspielen will und dabei wenig Wert auf die Qualität der Aufnahmen legt, dem sei die Kamera empfohlen. Allen anderen empfehle ich jedoch die vielen anderen Kameras, die über ähnliche Funktionen (Fotos, Video, Sprachaufzeichnung, Datenspeicherung) verfügen - z.B. die Minolta Dimage X20 (vgl. mein Testbericht dazu, kostet ca. 150 €)
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23.03.2004 15:25
Hast Du schon einen eigenen Geschäftsaccount bei der Post, so viele Sachen wie Du zurückschickst?
09.03.2004 22:10
Guter Bericht. Bringt die Sache auf den Punkt: Die Grundidee hinter der Kamera ist genial - das Produkt wirklich sexy (keine Frage!). Aber (und das ist ein grosses ABER): Die Qualität der Fotos und Videos ist teilweise wirklich miserabel sobald die Rahmenbedingungen nicht mehr optimal sind (weniger Licht etc.). Schade!
01.03.2004 17:50
Ich könnt mir was erotischeres vorstellen als eine Kamera ;)