Die kleine Spionagekamera
20.07.2002 (23.07.2002)
Pro:
klein, leicht, schick, günstig, einfach zu bedienen
Kontra:
Schlechte Sucherfunktion, Makrofunktion mangelhaft
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Verarbeitung
Ausstattung
Bildqualität
Akkulaufzeit
Bedienung
mehr
 mati108
Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
Erfahrungsberichte:4
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 35 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Ich bin schon länger auf der Suche nach einer Digitalkamera, aber immer hat mich etwas abgeschreckt, entweder zu teuer, oder zu groß. Als ich von der kleinen Mustek gehört und Testberichte gelesen hatte, war ich begeistert. 1,3 Mio Pixel und 16 MB eingebauter Speicher, klein dazu und das ganze beim Mediamarkt für 79 Euro! Wow, der ideale Einstieg in die Digitalfotografie dachte ich, radelte sofort zum Mediamarkt und suchte diese Kamera. Selbst die Packung ist so klein, daß ich Mühe hatte, sie zu finden.
Ich hatte mir die Kamera auch größer vorgestellt, aber mit Ihren Maßen von 69 x 47 x 11 mm und nur 40 g Gewicht ist Sie wirklich ein Winzling. Nur das Objektiv steht hervor und lässt sich nicht versenken. Mit Objektiv 25 mm dick, also kleiner wie eine Scheckkarte, nur dicker eben. Also gleich an die Kasse und ab nach Hause auspacken und aufladen. Die Beschreibung ist einfach gehalten, mit Zeichnungen und übersichtlich; aber es gibt ja auch nicht so viele Funktionen, bei so einer Digitalknipse.
Ein 1,6 m langes USB-Kabel mit Spezialanschluß für die Kameraseite ist zuständig für das Laden des eingebauten Lithium-Polymer-Akku und das Übertragen der Daten auf den Rechner. Nach 3 Stunden war es dann soweit, das rote Lämpchen der Ladeanzeige, auch zuständig für den Selbstauslöser, war erloschen. In der Zwischenzeit hatte ich mich mit der Bedienungsanleitung auseinandergesetzt und die beigefügte Software installiert. Es sind 2 CD´s beigefügt. Eine CD enthält die Twain-Software, ähnlich wie bei Scannern üblich und sollte installiert werden wenn die Kamera nicht angeschaltet ist. Außerdem 3 Programme von Ulead: ein Fotoorganisationsprogramm, Bearbeitungssoftware und ein Panoramaprogramm.
Auf der anderen CD ist noch das Fotobearbeitungsprogramm "Photoexpert 1" von Jasc, bekannt durch PaintShopPro. (Anmerkung: diese beigefügte 2. CD ist nur eine aktuelle Aktion vom Mediamarkt, wie ich jetzt rausgefunden habe.) Die aufgeladene Kamera wird auf einen der 3 Knöpfe auf der Rückseite eingeschaltet und zeigt mit grünem LED Funktionsbereitschaft an. Außerdem gibt es eine kleine LCD-Anzeige auf welcher der Akkuzustand, wieviel Bilder noch im jeweiligen Modus noch verknipst werden können und den Modus selbst an.
Beim Einschalten ist die Kamera im Modus Hochauflösung mit 1280x960 Pixel (optisch). Es gibt dann noch hoch mit 1600x1200(interpoliert) und niedrig (640x480), sowie VideoClip (320x240) und Selbstauslöser(1200x960).
Für den jeweiligen Modus wird auch noch angezeigt, wieviel Bilder noch gemacht werden können. Das sind bei Hoch 54, Fein 36 und Niedrig 216 Bilder. Nach 13 Sec Nichtbetätigung schaltet die Kamera automatisch ab.Das Objektiv lässt sich drehen für Macro und Normal, allerdings habe ich in der Qualität kaum einen Unterschied feststellen können. Die Makrofunktion ist meiner Meinung nach nicht zu gebrauchen.
Fotografieren ist einfach, Objekt durch den Sucher aussuchen und knipsen. Die Speicherung funtioniert relativ schnell, nur wenn man mehrmals hintereinander auslöst braucht Sie ca. 10 bis 15 Sekunden, bis es wieder geht. Der Sucher ist nicht sehr gut, am Anfang hab ich kaum das eingefangen was ich wollte, immer links und oben abgeschnitten, das muß man wirklich in Griff kriegen! Damit hatte ich die größten Probleme bei der Kamera. Kunstlicht mag Sie auch nicht. Aber im Freien und in hellen Zimmern kann man gute Bilder machen. Hat man genügend Bilder, schließt man die Kamera an das USB Kabel an und schaltet Sie ein.
Über den Ulead Fotoexplorer und dem Twain-treiber können Die Bilder dann in den Rechner eingelesen werden (Oder aus jedem andern Programm, das Twain unterstützt). Am Fotoexplorer fand ich folgendendes nervig: da ich mehrere Twain-treiber installiert habe, muß man den Gsmart-Treiber immer wieder auswählen und dann erst einlesen; das Programm merkt sich nicht die letzte Funktion.
Ansonsten ist es sehr einfach, und übersichtlich und für einfache Bildfunkionen wie drehen und organisieren nützlich. Für die Bildbearbeitung benutze ich sowieso Photoshop, da ich schon lange damit arbeite.
Im großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden mit dieser kleinen Kamera, ich trage sie in der Hosentasche und benutze sie für Schnapschüsse bei Gelegenheiten, dafür ist sie ideal. Mit dem Sucher muß man sich auseinandersetzen und da die Kamera so klein und leicht ist, aufpassen das man nicht verwackelt. Man kann sehr gut unauffällige Fotos machen. Wenn man sie so in der Hand hält, wird sie kaum bemerkt. Die Ideale Kamera für Spionage, man könnte Sie auch gut in eine Zigarettenschachtel einbauen.
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
Mehr über dieses Produkt lesen
Das könnte Sie interessieren
Verwandte Tags für Mustek GSmart Mini 2
|
|
24.07.2002 20:24
sehr schöner bericht, obwohl ich finde, dass die gsmart eben genau NICHT zu schnappschüssen und spionage geeignet ist... :) kannst dir ja mal meinen durchlesen, -phlow-
21.07.2002 17:13
Bei Dir waren 2 CDs im Karton? Ich habe bei insgesamt sieben dieser Kameras nur je eine gesehen, auf der alle Programme zu finden waren. Der Akku ist übrigens ein Lithium-Polymer-Typ, der dem Lithium-Ionen-Akku an Ausdauer überlegen ist. Gruß, Thomas
20.07.2002 09:24
Hört sich ja ganz gut an! Muß ich wohl mal beim Media Markt vorbei schauen. Grüße Goodoldstuede