Erfahrungsbericht über

Mustek GSmart Mini 2

Gesamtbewertung (27): Gesamtbewertung Mustek GSmart Mini 2

 

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Erst wow, dann naja und weg damit.

2  29.07.2002 (30.07.2002)

Pro:
Sehr klein

Kontra:
Akku, Preis, Qualität

Empfehlenswert: Nein  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Verarbeitung

Ausstattung

Bildqualität

Akkulaufzeit

Bedienung

mehr


Testedby

Über sich: Region Nord!

Mitglied seit:29.07.2002

Erfahrungsberichte:2

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 60 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Eine Digitalkamera sollte klein und günstig sein, Top-Bilder machen und natürlich einfach und schnell zu bedienen sein. Also kaufte ich mir die Mustek Gsmart mini2 für 79 € im Media Markt. 2.1 Mega Pixel - 1600*1200 Pixel interpoliert, Movies, Webcam all das mit so einem ganz kleinen Gerät??! Zu diesem Preis auch noch? Klar, die musste ich einfach haben. Ich kannte die Qualität der Digicam meines Vaters - eine Kodak DC215 und die machte nur 1 Million Pixel. Haha, Papa jetzt kannste was erleben.

Inhalt:

Ein paar Papierzettel die den Inhalt des sorgfäligen Anschlusses der Kamera umschreiben, die Garantiekarte und eine kleine mehrsprachige Anleitung zu der Kamera. Die Bedienungsanleitung ist ok und man versteht relativ schnell die Bedienung. Ein ganz toller Kamerahalter aus billigem Plastik ist auch dabei, sowie ein echt giftig richiendes Kameraband in einem schicken Glittzerdurchsichtig. Einfach IN!!!
Und die Treiber CD.

Erst installieren und dann verkabeln!!
Die Software ist aktzeptabel und bindet sich via Twain in jede erdenkliche Bildbearbeitungssoftware ein. Das ist sehr gut!!

Das USB-Kabel mit Miniaturanschluss zur Kamera.
Der Download ist ok und recht zügig. Es gab mal andere Zeiten.

Und natürlich das kleine blaue Wunderding.
Mir fällt auf den ersten Blick das hervorstehende Objetiv auf ( nicht daran rumwackeln ), das man nicht abnehmen oder einziehen kann. Man kann es allerdings drehen für Nah- und Fernaufnahmen.

Aha, ein genauer Blick auf die Verpackung und in die Anleitung zeigt, das es ist nicht eine echte 2.1 Mega Pixel Kamera sondern eine 1.3 Mega Pixel Cam mit einem Cmos Sensor ist. Also nicht in die Irre führen lassen von dem tollen bedruckten Verpackunskarton. Hinten steht etwas anderes als vorne. Bauernfängerei? Nein, man sollte nur wissen was die Damen und Herren meinen!!

Los gehts:

Dachte ich, aber vor der ersten Nutzung muss die Cam 3 Std. am USB Port geladen werden. Es ist kein NiMh Akku, also sollte man dies unbedingt beachten um keinen Memoryeffekt zu erhalten. Bei der zweiten Nutzung sollte ebenfalls eine Zeitraum von 2.5 Stunden eingehalten werden. Klingt verlockend den PC wegen einer Cam laufen lassen zu müssen. Wenigstens kann man laut Anleitung einen defekten Akku wechseln.

Nach 3 Stunden sollte eigentlich die Diode ausgehen und der Akku müsste voll sein oder?? Achne, muss wohl ein Verständnissfehler gewesen sein, denn nach 4 Stunden leuchtete die kleine rote Diode auf der Vorderseite immer noch. Also habe ich die Kamera dann abgestöpselt, angeschaltet und bin auf Fotojagd gegangen:

Die Bilder:

Das kleine Display gibt einen vernünftigen Aufschluss über den Kamerazustand und die Einstellungen ( movie oder Bild - Batterie und wieviele Bilder noch gemacht werden dürfen ). Erstaunlich, aber die Bilder waren am Anfang echt daneben. Nichts gelang mir. Wieso? Liegt es etwa an dem fehlenden Blitzgerät? Ist sie im Haus nicht zu gebrauchen? Nein, der Belichtungsfaktor der Kamera ist schuld - 2,8. Das ist eine feste Einstellung und lässt sich nicht verändern.

Im Klartext:

Wer gute Bilder machen will und ich rede hier von Schnappschüssen, der braucht absolut TOP-Lichtverhältnisse. Sonst geht gar nichts und es wird zu pixelig. Wenn es anfängt zu dämmern ( oder im Zimmer ohne optimale Bedingungen ) werden die Bilder definitiv zu dunkel, ist es zu hell ( leicht gegen das Sonnenlicht geneigt ) werden die Aufnahmen auch nichts.

Da nützt kein Bilbearbeitungsprogramm etwas.
Und ich arbeite verdammt viel in meiner Freizeit mit solchen Programmen.

Die Kamera "kann" schöne Bilder im Format 1280*960 Pixel machen, aber im normalen Gebrauch ist sie nichts!! Nicht einmal für Einsteiger.
Ich war einfach unzufrieden mit dem Gesamtergebnis.

Wie viele Fotso sind möglich?
Bilder in 640 X 480 - 216 Aufnahmen
( Zu pixelig )

Bilder in 1280 X 960 - 54 Aufnahmen
( Aktzeptabel bis recht gut )
----> Nur in diesem Modus funktioniert der Selbstauslöser Modus - 10 Sek.

Bilder in 1600 X 1200 - 36 Aufnahmen - Interpoliert
( Diese Möglichkeit der Einstellung halte ich für kompletten Humbug und sinnlosen Speicherverbrauch, da mit richtigen Softwareprogrammen bessere Ergebnisse erreicht werden, nicht nur wegen der Möglichkeit der nachträglichen Nachbearbeitung ) - Paint Shop Pro 7.0 als Standard-Beispiel.

Interessant ist allerdings, dass man alle Modi zsammenhängend fahren kann, sprich:
Egal ob 2 Bilder im kleinen Format, 2 movies, 3 Bilder im großen und 4 im mittleren Format. Für die Cam kein Problem.

Aber:

Das Dursichtsfenster ist mir zu ungenau und der Akku macht nicht wirklich lange mit. Nach einer Stunde Spielerei ( An, aus - movie, Bild, löschen ) ist der Spass vorbei. Ab zum PC.

Ich bin besseres gewohnt und denke für ca. 80 € ein wenig mehr verlangen zu können.

Die Moviefunktion:

6 Minuten im Format 320*240 ist das nicht wahnsinn?
Ja, mit 16 MB Speicher eine starke Sache. Das hier kein Ton aufgenommen wird ist natürlich verständlich.
Die Qualität? Aktzeptabel, wer ernsthaft damit filmen und nachvertonen will - Finger weg. Einfach zu schlecht. Man merkt in Bewegungen die Bildverzerrung, bei wechselnden Lichtverhältnissen sieht man sofort den Blendenwechsel und die Farben sind manchmal nicht ganz gelungen. Just 4 Fun aber ein nettes "addon".

Webcam:

Ich habe eine günstige Philipswebcam für 30 € und es liegen Welten dazwischen. Ohne gute Lichtverhältnisse trauert man um jeden byte den man ins web schickt. Ansonsten aktzeptabel.

Fazit:

Wer noch nie eine Digicam hatte, den kann ich verstehen. Sie mag für ihn ok sein.
Ich ( auch ein Digicam-Neuling ), der eine Kamera braucht um schnell mal ein Bildchen zu machen, oder sogar ernsthaft überlegt einen Abzug davon haben zu wollen, der ist nicht wirklich begeistert.
Ich konnte aus einigen Bilder mit der Hilfe von Programmen echt schöne Aufnahmen zaubern, aber wenn von 10 Bildern 2 geeignet sind dann ist die bezahlte und erwartete Leistung zu schwach.

Besonders stört mich manchmal echt die Schärfeeinstellung der Kamera. Unglaublich was man da manchmal aus dem Speicher zieht. Man sollte möglichst das Objekt der Begierde für einen kurzen Moment fest fixiert haben und dann den Auslöser drücken, sonst kann es unscharf werden.

Mein Favorit und eine ganz klare Empfehlung ist die günstige Aiptek Pocket Cam 1.3 Mega. Welten, einfach Welten!

Eine Bewertung dazu gebe ich auch noch ab.

Zum Schluss:

Wer das Geld übrig hat, viel Spass. Ist eine witzige Sache und die Bekannten werden schmunzeln. Die Technik goes more digital und immer kleiner.

Der Rest - spart das Geld.

25 von 100 Punkten
Ich hoffe ich konnte euch ein wenig helfen und ihr könnt euch nun ein kleines Urteil bilden.


Sebastian


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
firemoon

firemoon

16.10.2002 13:42

super geschrieben, war sehr hilfreich. war auch selbst im Begriff mir dieses Model zu kaufen. Nun aber doch nicht!

Heio

Heio

02.09.2002 13:22

Klasse Bericht! Sehr realistisch, keine Schönrederei wie bei vielen hier. Einer hat sogar geschrieben, dass die Kamera einen CCD-Sensor hat - so ein Humbug! Gruß Heio

Crazynoodle

Crazynoodle

30.07.2002 19:59

Hallo und Herzlich Willkommen hier bei Ciao! Dein erster Bericht ist dir ja schon vortrefflich gelungen, klasse! Ich bin jedenfalls sehr gespannt, was wir in Zukunft noch so von dir zu hören bekommen! Viele liebe Grüße und viel Erfolg weiterhin, deine Christina :o)

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Dieser Erfahrungsbericht wurde bislang 5494 mal gelesen und von Mitgliedern wie folgt bewertet:

"sehr hilfreich" von (97%):
  1. commanche
  2. Morgaine2000
  3. Kadeem
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"hilfreich" von (3%):
  1. Robert_Conrad
  2. Potzblizz

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