Erfahrungsbericht über

Mustek GSmart Mini 2

Gesamtbewertung (27): Gesamtbewertung Mustek GSmart Mini 2

 

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Eine Kamera für die kleinen Momente des Lebens

4  06.03.2003

Pro:
Günstig, vielfälltig und schön klein

Kontra:
Schutzhülle / - kappe für Objektiv fehlt

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Verarbeitung

Ausstattung

Bildqualität

Akkulaufzeit

Bedienung

mehr


commanche

Über sich: Männlich, 46 Jahre, verheiratet, zwei Kinder

Mitglied seit:19.09.2002

Erfahrungsberichte:33

Vertrauende:16

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 35 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Mit diesem Bericht möchte ich dem interessierten Leser heute meine Erfahrungen mit der Digitalkamera MUSTEK Gsmart mini2 schildern.

Bei der Gsmart mini2 handelt es sich um eine Digitalkamera im unteren Preissegment und daher dürfte klar sein, dass die Anforderungen nicht so hoch wie bei teureren Digitalkameras sein können.

Ich selbst habe die Kamera vor ca. 2 Wochen bei Ebay für € 36,- incl. der Lieferung im versicherten Paket ersteigert. Ein Schnäppchen wie ich finde, denn es handelte sich um eines dieser nicht benutzten Weihnachtsgeschenke und davon profitiert natürlich der Käufer :-) !

Um es gleich vorweg zu nehmen, ich bin vor dem o.g. Hintergrund in Bezug auf das Preissegment absolut zufrieden und würde die Gsmart mini2 wieder kaufen.

Zur besseren Orientierung arbeite ich nun wieder mit Überschriften.

Der Lieferumfang

Wie bereits dargestellt, habe ich hier ein unnötiges Weihnachtsgeschenk erworben und daher kam die Kamera noch in der Originalverpackung. Neben der Kamera befand sich das benötigte USB-Kabel, eine mehrsprachige und einfach zu verstehende, ausreichende Bedienungsanleitung, eine Kamerahalter sowie eine CD-ROM mit der benötigten Software im Paket. Ach ja, eine Trageschlaufe war natürlich auch dabei.

Die Größe der Kamera

Die Kamera ist ca. 60 x 45 x 10 mm groß. Wer sich darunter nichts vorstellen kann, lege einfach zwei handelsübliche Streichholzschachteln nebeneinander, dann hat er die Größe in etwa vor Augen. Die Tiefe der Kamera weicht lediglich im Bereich des Objektives ab, da dieses weitere 15mm vorsteht und leider nicht zu versenken ist. Hierzu ist allerdings erneut der Hinweis auf das Preissegment zu geben, daher sehe ich diesen Umstand nicht als negativ an.
Das Gewicht beträgt etwa 40 Gramm.

Zum regulären Preis

Regulär kostet die Kamera im Laden ca. € 80,-. Wer schlau ist, sucht z.B. bei Ebay das Schnäppchen und dort gibt es die Kamera häufiger als gebrauchtes Angebot, wobei man hier in den Texten sehr oft feststellt, dass sie von Verkäufern abgegeben wird, weil diese beim Kauf keine genauen Vorstellungen über die Art der eigenen Nutzung oder die Möglichkeiten der Kamera hatten. Daher lohnt es sich und man kann sie zur Zeit wirklich für ca. € 36,- in fast neuem Zustand erwerben. Schön, dass andere solche Fehlkäufe tun :-) !


Die Stromversorgung

Die Kamera hat einen eingebauten Lithium-Polymehr-Akku, der über die USB-Schnittstelle geladen wird. In der Anleitung steht zwar, dass man diesen Akku wechseln kann, ich selbst bin mir in Anbetracht der Kamera aber nicht sicher wie es gehen soll.
Im Dauerbetrieb hält der volle Akku ca. 1 Stunde, bei Standby ca. 7 Tage.

In Berichten wird immer wieder bemängelt, dass die Kamera nur bei laufendem PC aufgeladen werden kann, was etwa 2,5 Stunden Zeit braucht. Ich selbst habe ein sogenanntes USB-HUB (Vervielfälltigungsstecker, der aus einem USB-Anschluß vier Anschlüsse macht) mit Netzanschluß und dort lade ich die Kamera auch wenn der PC nicht läuft. Dieser USB-HUB hat mich € 14,95 gekostet und die hier vorgestellte Möglichkeit macht ihn so noch hilfreicher.


Die Ausstattung

Neben Auslöser, USB-Port, Linse und Sucher sowie einer Öse für die mitgelieferte Trageschlaufe und einem Ein/Ausschalter verfügt die Kamera über folgende Ausstattungen:


Mode-Taste zur Einstellung der Aufnahmequalität sowie zur Auswahl des Selbstauslösers bzw. der Videofunktion(!). Diese befindet sich auf der Rückseite des Gehäuses.

Bei der Aufnahmequalität kann man zwischen „fein“ (1600x1200 Pixel, die Software-interpoliert erreicht werden), „hoch“ (1280x960 Pixel) und „niedrig“ (640x480 Pixel)
wählen. Dabei sind in der Einstellung


fein = 36 Bilder
hoch = 54 Bilder
niedrig = 216 Bilder

möglich.

Die Kamera stellt nach Einschalten selbst den Modus „hoch“ ein.

Der über die Mode-Taste ausgelöste Selbstauslöser löst nach ca. 10 Sekunden selbständig aus.

Die über die Mode-Taste zu aktivierende Video-Funktion erlaubt die Aufnahme eines Videoclips mit einer Auslösung von 320x240 Pixel. Hierbei fällt auf, dass der interne 16MB SDRAM Speicher eine Aufnahmedauer von mehreren Minuten leisten kann
(für € 36,- unglaublich!). Natürlich nimmt die Gsmart mini2 dabei keinen Ton auf!


Auf der Rückseite befindet sich eine kleines LCD-Display, die einen über den Ladestatus der Akkus sowie weitere wichtige Informationseinstellungen informiert. Bilder können auf dem LCD nicht besichtigt werden.
Ebenfalls auf der Rückseite ist dann noch die Löschtaste sowie eine Kontrollampe zu finden. Mit der Löschtaste können einzelne oder auch alle Bilder direkt gelöscht werden. Die Kontrollampe signalisiert einem, dass die Kamera eingeschaltet ist.

Durch drehen der auf der Vorderseite befindlichen Linse der Kamera erfolgt eine Makro-Auswahl, d.h. man kann zwischen Nahaufnahmen im Bereich von 20-50cm und Aufnahmen aus normaler Distanz wählen. Die Linse selbst hat laut Bedienungsanleitung einen Focus-Bereich von 80cm bis unendlich.

Auf der Vorderseite befindet sich dann noch die eine Ladekontrollampe. Diese leuchtet solange, wie die Kamera geladen wird.

Weitere technische Daten


Bildsensor 1.3 Mio. Pixel

Linse fest (f=10,8mm)

Blende 2,8 (unveränderbar)

Belichtungszeit 1/15 bis 1/1400 Sekunden

Bildaufnahmefrequenz 15 fps


Die mitgelieferte Software

Auf der CD-ROM befinden sich neben den Programmen Ulead Photo-Explorer, Ulead PhotoExpress, Cool 360, AcrobatReader noch die für die Kamera benötigten Treiber.

Die Software gefällt mir besonders, weil sie wirklich kinderleicht zu bedienen ist und auch ohne Handbuch tolle Ergebnisse ermöglicht. Auffallend ist dabei der Bezug zur Gsmart mini2, da z.B. beim Herunterladen der Bilder vom Speicher auf den PC die Rückseite der Kamera auf dem Bildschirm erscheint und dort mit der Maus genau die Tasten zu bedienen sind, die man auch an der Kamera bedienen würde.

Die Installation ist wirklich ein Kinderspiel und bedarf wirklich keiner weiteren Erklärung.

Die ersten Bilder

Diesen Punkt spreche ich an, weil ich selbst die Erfahrung gemacht habe, dass das Fotografieren mit einer so kleinen und leichten Kamera geübt werden muss. Durch das geringe Gewicht und einen kaum wahrnehmbaren Widerstand des Auslösers neigt der ungeübte User dazu, die Kamera nicht ruhig zu halten und hinterher sind die Bilder dann etwas unscharf. Mit einiger Übung kann man diesem Manko aber beikommen und die Ergebnisse werden auch von Mal zu Mal besser. In einigen Berichten ist zu lesen, dass die Kamera unscharfe Bilder macht. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass hier sicherlich die eben beschriebenen Probleme mit dem ruhigen Halten die Ursache des Übels ein dürften.

Ansonsten sind die Abläufe denkbar einfach. Anschalten, Aufnahmequalität einstellen, Motiv anvisieren und abdrücken. Das war es! Einfacher geht es nicht.

Das Herunterladen der Bilder auf den PC

Wie bereits unter dem Punkt Software erwähnt, kann man die Bilder bequem und einfach über die mitgelieferte Software auf den PC laden. Ich habe schon einige Softwareversionen zur Bildbearbeitung gesehen, aber diese ist wirklich so leicht zu bedienen, dass es dazu keiner weiteren Ausführungen bedarf.

Bildverwaltung, Bildbearbeitung usw. eigentlich alles kein Problem.

Anwendungsmöglichkeiten

Neben der Erstellung von Bildern für Ebay-Angebote habe ich die Kamera eigentlich immer dabei. Durch die Größe und das Gewicht ist das natürlich kein Problem.
Ob es ein Schnappschuß im Dienst oder in der Freizeit ist, die Kamera ermöglicht es einem, schöne Momente oder Situationen festzuhalten ohne dass dazu ein großer Aufwand nötig ist.
Mir ist dies vor allem immer dann wichtig, wenn ich mit meinen Zwergen und ohne meine Frau unterwegs bin. Ich habe nun die Möglichkeit, Situationen kurz aufzunehmen und später auch meine Frau am Spaß oder Elend (hier meine ich z.B. verlorene Fußballspiele meines Sohnes) teilhaben zu lassen.

Sie eignet sich natürlich auch als PC-Kamera.

Fazit

Alles in allem bekommt die MUSTEK Gsmart mini2 von mir vier von fünf möglichen Sternen. Nach meinen bisherigen Erfahrungen ist die Kamera für das Preissegment, in dem sie sich befindet eine gute Wahl und ich kann sie daher all denen empfehlen, die die gleichen Ansprüche wie ich an so eine Kamera haben.

Wer mehr will, muss auch mehr ausgeben.

Den fünften Stern vergebe ich nicht, weil mir in der Ausstattung entweder eine Abdeckung für das Objektiv oder eine Hülle fehlt. Diese wäre wichtig, weil das Objektiv aufgrund der Größe nun einmal vorstehen muss und daher gerade beim schnellen Einstecken in die Tasche die Gefahr besteht, dieses zu beschädigen.

Abschließend noch eine Gegendarstellung zu anderen Aussagen. In einigen Berichten ist zu lesen, dass man beim Fotografieren mit dieser Kamera optimale Lichtverhältnisse braucht. Hierzu habe ich festgestellt, dass dies nicht uneingeschränkt richtig ist. Wer innen oder bei Dämmerung bzw. in der Dunkelheit Aufnahmen macht, muss sicher auf eine gute Beleuchtung achten. Schließlich hat die Gsmart mini2 keinen Blitz und dies ist bei dem Preis sicher auch nicht Pflicht!
Draußen im Freien bei Tage ist dieser Kritikpunkt aus meiner Sicht nicht angebracht.
Die Kamera macht hier wirklich gute Bilder und daher nochmal der Hinweis: Erst überlegen was man will und dann die passende Kamera wählen.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
AnnaHaeberle

AnnaHaeberle

07.03.2003 10:50

Wieder ein super Bericht...

Veterano

Veterano

06.03.2003 20:02

Für den Preis, da kann man wirklich nichts verkehrt machen. Gruß Albert

adamopel

adamopel

06.03.2003 18:44

Hab zuerst gekuckt ob der vielen Sterne & langen Balken... Aber unter Berücksichtigung des Preises kann das schon gelten! Und die Bildqualität ist immer noch viel besser als die ach so gehypten Handy-Kameras. guter Bericht

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