Mustek GSmart Mini 3

Mustek GSmart Mini 3

Digitalkamera - Kompaktkamera - 2 Megapixel mehr

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Der Name Mustek steht weltweit als Synonym für herausragende Qualität, professionellen Support und umfassenden Service. Mustek stellt Scannersysteme für professionellen,...
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1-6 von 24 Erfahrungsberichten    
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Einfache und preiswerte Spaßkamera
Erfahrungsbericht von froes über Mustek GSmart Mini 3
16.01.2004


Produktbewertung des Autors:   

Verarbeitung sehr gut 
Ausstattung mittelmäßig 
Bildqualität befriedigend 
Akkulaufzeit kurz 
Bedienung durchschnittlich 

Pro: klein, leicht, preiswert, mögliche hohe Auflösung
Kontra: Belichtungssteuerung nur über Belichtungszeit

Empfehlenswert? nein 

Kompletter Erfahrungsbericht

1. Intension

Für das Erstellen von Fotos für WEB-Auktionen oder WEB-Seiten, sowie für schnelle Schnappschüsse unterwegs (ich besitze eine herkömmliche Spiegelrefexkamera, die doch relativ groß und schwer ist.) suchte ich eine einfache, kleine und relativ preiswerte Digitalkamera.

2. Auswahl

Zum Zeitpunkt der Anschaffung war das allgemeine Preisniveau für Digitalkameras noch recht hoch. Da fielen solche Kameras wie die GSmart-Mini-Serie von Mustek oder die SixPix allein durch ihren geringen Anschaffungspreis und zusätzlich noch durch ihre geringe Größe auf.
Bei der SixPix gefiel mir die doch recht geringe Auflösung nicht. Die Mustek GSmart Mini 3 brachte es immerhin auf echte 2.1 Megapixel bei einer maximalen echten Auflösung von 1600x1200 Pixeln bzw. 3.2 Megapixel bei einer Auflösung interpoliert von 2048x1536 Pixeln.

3. Beschaffung

Das Gerät war im diversen Händlern im WEB, bei Ebay-Auktionen und mehreren ortsansässigen Elektronik-Großmärkten erhältlich. Den Zuschlag erhielt der Media-Markt, da er das Gerät mit 100 Euro ca. 30 Euro unter dem damaligen Listenpreis anbot. Derzeit ist es noch preiswerter.

4. Auspacken

Die Kamera wird in einer kleinen Schachtel mit ca. DIN A5 großer Grundfläche geliefert. Der Deckel ist aus durchsichtiger Plastik, sicher schön für die Gestaltung, nur Pech für die Umwelt.
Die Packung enthielt die Kamera mit Stoffbeutel, einen Ständer für den Betrieb als WEB-Cam, ein USB-Kabel, eine Installations-CD und ein Faltblatt.

5. Ausstattung

Die Kamera ist ungefähr scheckkartengroß. Sie besitzt ein Fixfokusobjektiv, das durch Drehen zwischen Normal- und Makroaufnahme umgestellt werden kann. Die Belichtungszeit stellt sich automatisch ein.
Auf der Rückseite befindet sich ein kleines LCD-Display zum Anzeigen der eingestellten Auflösung, der Betriebsart und der in der gewählten Auflösung noch möglichen Anzahl von Bildern.
Mit einem der drei auf der Rückseite befindlichen Knöpfe lässt sich die Kamera an und ausschalten, mit dem zweiten die Auflösung einstellen. Ein dritter Knopf dient zum Einstellen des Löschmodus.
Der Auslöser befindet sich rechts auf der Oberseite der Kamera.
Die Kamera besitzt kein Blitzlicht und keinen eingebauten Bildschirm zum Betrachten von Fotos.
Der Akku, sowie 16 Megabyte SDRAM sind fest eingebaut. Speichererweiterungskarten können nicht gesteckt werden.
Das Gehäuse ist auf der Rückseite etwas einfach gehalten. Die drei Knöpfe sind simple Plastiklaschen.
Die Schnittstelle zum Computer wird über USB 1.x mit der entsprechend geringen Geschwindigkeit realisiert.

6. Installation

Die Kamera wird über das mitgelieferte USB-Kabel einfach an einen freien USB-Port eines Computers angesteckt. Wohl dem der den Anschluss bereits an der Frontseite seines Computers hat.
Die mitgelieferte Software (Treiber, Image-Viewer und weitere Tools) lässt sich problemlos installieren. Wirklich überlebt hat auf meinem Rechner nur der Image-Viewer, da die für ihn vorhandene Alternative, um die Bilder von der Kamera auf den Computer zu ziehen, noch nicht probiert habe.
Das ebenfalls installierbare Bilderverwaltungsprogramm und die 360°-Bild-Software ist bei mir schnell den Deinstallationstod wegen Nutzlosigkeit im Zusammenspiel mit dieser Kamera gestorben.

7. Erste Fotos

Vor der Benutzung sollte der eingebaute Lithium-Polymer-Akku erst einmal geladen werden. Dafür muss die Kamera im ausgeschalteten Zustand über USB an einen eingeschalteten Computer angeschlossen werden. Wenn man den Computer sowieso ständig laufen hat ist das kein Problem, muss man den Computer deswegen extra hochfahren kann das schon ganz schön nerven.
Hersteller von MP3-USB-Memory-Sticks bieten für ca. 15 Euro für ihre Produkte Car- und Netz-Adapter an. Diese sollten auch für diese Kamera nützlich sein.

Nach absolvierter Wartezeit schoss ich die ersten Fotos im Zimmer bei mäßiger Beleuchtung. Hier zeigte sich auch schon das absolute Manko dieser Kamera. Bilder bei unzureichender Beleuchtung werden vorwiegend unscharf. Ein Blitzlicht gibt es nicht.
Ich vermute, dass einfach die Belichtungszeit bis maximal 1/15 Sekunde hochgesetzt wird, um das auszugleichen. Aber wer hat so eine ruhige Hand. Außerdem ist die Kamera so klein und leicht, dass sie bei Betätigen des Auslösers verreißt. Unter diesen Bedingungen werden so nahezu alle Bilder unscharf.
Bei ausreichender Beleuchtung im Freien lassen sich mit der Kamera relativ gute Bilder machen.
Bei Kunstlicht haben die Bilder alle einen Rotstich. Kein Wunder, einen Weißabgleich gibt’s nicht.

8. Filmaufzeichnung

Es gibt die Möglichkeit entweder kurze Filme direkt auf der Kamera zu speichern oder die Filme bei Anschluss an einen Computer direkt auf diesem zu speichern, wobei der vorhandene Speicherplatz auf dem Computer die maximale Filmlänge bestimmt.
Die Filme in der Auflösung 640x480 oder 320x240 Pixel bei 15 bzw. 30 Frames/s sehen auch bei Kunstlichtaufnahme ganz gut aus, allerdings sind 15 Frames/s schon zu wenig für ruckelfreie Filme, wenn sich das Motiv schneller bewegt.
Ton wird nicht aufgezeichnet.
Die Verwendung als WEB-Cam ist lt. Hersteller möglich. Ich habe das allerdings nicht ausprobiert. Die Qualität der Testfilme war dafür ausreichend.

9. Unterwegs

Aufgrund ihrer geringen Größe (so groß wie eine Kreditkarte, nicht viel dicker, nur das Objektiv ragt etwas heraus) lässt sich die Kamera einfach in der Hosen- oder Brusttasche transportieren. Bei ausreichend Tageslicht ohne sehr hell reflektierende Objekte werden die Bilder ganz anständig. Ist es zu dunkel sind die Bilder meist verwackelt wegen der längeren Belichtungszeit.
Zu helle Objekte werden häufig maßlos übersteuert.
Wenn man weiß, was man fotografieren kann und was nicht, kann man sogar Fotos machen.

10. Fotos fürs WEB

Bei starkem Kunstlicht (Ich verwende hier einen 250 Watt Halogenstrahler.) kann man mit etwas Glück und einem geschickten Händchen scharfe aber rotstichige Bilder schießen. Das Anvisieren des Motivs ist dabei schwierig. Mir passiert es häufig, dass nicht alles was aufs Bild, sollt auch tatsächlich drauf ist. Wird die Kamera am Objektiv auf Makro-Betrieb umgestellt, wird es noch schwerer. Man sollte immer ausreichend Platz um das Motiv im Sucher lassen. Der Rand lässt sich mit Bildbearbeitungssoftware wegschneiden. Die Farben müssen sowieso korrigiert werden.
Die Bilder sind trotz zusätzlicher Beleuchtung häufig unscharf, weil wahrscheinlich der Schärfebereich des Objektives oft nicht ausreicht. Mehrere Fotos mit variiertem Abstand helfen da. Später sucht man das beste aus.
Tip für angehende Spione: Das Gerät ist als Spy-Cam zum Ablichten von Dokumenten ungeeignet.

11. Einstellmöglichkeiten

Die Kamera lässt die Einstellung der Auflösung in drei Stufen zu.
Die höchste Auflösung ist eigentlich Blödsinn, weil hier bereits auf der Kamera die Informationsmenge künstlich aufgeblasen wird. Dies kann besser auf dem Computer mit geeigneter Bildbearbeitungssoftware und unverhältnismäßig mehr zur Verfügung stehendem Speicherplatz erledigt werden.
Die mittlere liefert ausreichend aufgelöste Fotos, von denen 30 gespeichert werden können. Die geringste Auflösung 640x480 ist für viele Zwecke ebenfalls ausreichend und ermöglicht das Speichern von 180 Bildern.
Die Schärfe der Bilder lässt manchmal zu wünschen übrig. So nutzt eine höhere Auflösung sowieso nicht viel.
Ich habe die meisten Bilder auf dem Computer wieder runterskaliert.

Für Bilder von Objekten mit geringem Abstand lässt sich das Objektiv durch Verdrehen umstellen.

12. Handbuch

Das Handbuch in Form eines Faltblattes ist umfangreich genug, um die Kamera bedienen zu können und enthält die wichtigsten Informationen zum Schnellstarten.

13. Software

Die Software zum Betrachten und Runterziehen der Bilder auf der Kamera sieht auf den ersten Blick ganz nett aus. Man hat versucht, dem Zeitgeschmack und dem eines namhaften Softwareherstellers zu folgen und das Darstellungfenster „rundgelutscht“.
Beim näheren Betrachten ist das Programm doch recht mangelhaft.
Getroffene Einstellungen werden nicht in der Registrierungsdatenbank des Computers oder in einer INI-Datei gespeichert, dass sie jedes mal neu vorgenommen werden müssen. Das kann bei den eingebrannten Voreinstellungen echt ätzend werden, zumal das Programm sich regelmäßig ohne Zutun des Nutzers und ohne dessen Wunsch beendet, wenn eine größere Anzahl von Bildern heruntergezogen wird. Sich öffnende Dialogboxen sehen aus wie 16-Bit-Windows-Dinosaurier.
Die Kamera ist TWAIN-kompatibel. Dieses Feature habe ich aber noch nicht probiert. Es könnte aber eine besser funktionierende Alternative darstellen, wenn es ähnlich wie bei Scannern funktioniert. Hier merkt man auch, aus welcher Ecke der Hersteller kommt.

14. Zusammenfassung und Allgemeines

Man kann mit dieser Kamera Bilder machen. Die Bezeichnung Fotografie wäre für die erzielten Ergebnisse blanke Hochstapelei.

Das Gehäuse ist recht einfach konstruiert, obwohl man versucht hat es auf der Vorderseite durch die Verwendung von verchromten Plastik, wertig aussehen zu lassen.

Die Abdeckung des LCD-Displays ist eine dickere durchsichtige Plastikfolie, die nicht überall gleichmäßig anliegt und deshalb Interferenzen in Form Newtonscher Ringe erzeugt.

Der eingebaute Akku entlädt sich in ein bis zwei Wochen von allein, gespeicherte Bilder gehen mit dem Entladen verloren.
Man sollte seine Bilder immer schnellstmöglich runterziehen. Hat man das vergessen und hängt die Kamera nicht regelmäßig am USB-Port sind die Bilder weg.
Dafür hat man halt keinen Ärger mit Batterien.
Aber dass man anstelle des relative teueren Flash-Speicher einfachen SDRAM verwendet hat, der ohne Versorgungsspannung die in ihm gespeicherten Informationen verliert, ist beinahe unverzeihlich und schränkt den Gebrauchswert stark ein.

Die Erzeugung hochqualitativer Bilder ist nur unter stark beschränkten Vorraussetzungen möglich.
Die relative hohe Realauflösung kann nur bei optimalen Bedingungen genutzt werden und ist meiner Meinung nach nur aus Marketing-Zwecken realisiert worden, je mega desto besser.

Wer nicht viel Geld ausgeben und nur ein bisschen mit einer Digitalkamera herumspielen will, für den ist sie genau das Richtige, vergleichbar mit den vor einiger Zeit aufgekommenen Pen-Cams.
Legt man unbedingt wert auf die Qualität des Ergebnisses, sollte man sein Geld besser anders anlegen.

Ich gebe der Kamera mittelmäßig, weil sie genau das kann, wozu sie aufgrund ihrer Ausstattung auch in der Lage sein sollte, aber nicht das kann was man von einer Digitalkamera erwartet.

© 2004 by froes

Ergänzung am 01.10.04: Die Kamera ist mittlerweile für 25 EUs erhältlich. Ich denke das ergibt das richtige Preis-Leistungs-Verhältnis.
   
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01.01.1970


Mustek GSmart Mini 3

Allgemein

MPN: 98-090-03020, 98-123-00010, GSmart mini 3

Produkttyp: Digitalkamera - Kompaktkamera

Sensorauflösung: 2.0 Megapixel / 3.1 Megapixel (interpoliert)

Typ des optischen Sensors: CMOS

Gesamtanzahl Pixel: 2.100.000 Pixel

Wirksame Sensorenauflösung: 1.920.000 Pixel

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