Ein dramaturgisches Meisterwerk!
20.12.2004 (04.01.2005)
Pro:
Zeigt die normalen Menschen, nicht die Bonzen
Kontra:
teilweise langatmig
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Niveau
Unterhaltungswert
Wie ergreifend ist die Story?
mehr
 Hellboy2006
Über sich:
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Liebe Leserinnen und Leser, Willkommen zu meinem ersten Bericht über ein Buch, genauer gesagt über ein Drama. Heute schreibe ich einmal über eines meiner Liebsten Theaterstücke/ Bücher, nämlich Mutter Courage. Wer sich wundert, warum der olle Dennis , der doch sowieso nur auf Horror steht, nun über ein Drama schreibt, welches nun ganz und gar nicht zu seinem Stil passt; dem sei gesagt, dass ich nicht (nur) zu der Multimedia – Generation gehöre, sondern auch ein großer Fan von Theater, Kunst und Büchern bin. In Sachen dramaturgischer Literatur bin ich zwar nicht so sehr bewandert, aber dennoch weiß ich, was mir gefällt und was nicht. Wer sich immer noch wundert....dem ist nicht mehr zu helfen *fg*.Nun, ich habe Mutter Courage als Theaterbuch gelesen, also nicht in erzählter Weise, sondern eher wie ein Drehbuch. So waren hier nur die Dialoge/Monologe abgedruckt (wie z.B. Mutter Courage: „Ich bin die Mutter der 3 Kinder hier“), sowie einige Regieanweisungen (wie „Mutter Courage betritt die Bühne“ etc). Damit genug mit allen Erklärungen und los geht’s!- ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*
Wie kam ich zu dem Buch?
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Nun, ich ging durch den „Buch Kober“ (= Buchladen in Mannheim) und sah mich wie gewohnt bei Stephen King, Horror- und Vampirgeschichten um. Da fiel mir ein anderes Regal auf. Hier standen die Theaterbücher von mehreren Stücken, wie Mutter Courage oder auch die schriftliche Fassung von Hörspielen wie „Das Schiff Esperanza“. Ich habe Mutter Courage bereits im Theater gesehen und da dachte ich mir, dass es nicht schaden könnte , mal etwas neues Auszuprobieren. Also schaute ich mich etwas im Regal um und entschied mich dann für „Mutter Courage“(na ja, das war auch so ziemlich das einzige, dass mir gefiel). Also nahm ich das Buch und blätterte es durch(ich war begeistert, da man hier gar nicht sooo viel lesen muss *gg*). Danach schaute ich auf den Preis, nun Ja, immerhin stolze 9.90€ . . . und wollte gerade zur Kasse gehen, als mich eine Verkäuferin ansprach. Ich unterhielt mich mit ihr etwas über das Buch und diese Art von Buch, als sie mich plötzlich fragte, ob ich das in der Schule brauche, da dieses Theaterbuch oft in der Schule behandelt wird. Ich antwortete ihr nein, ich sei nicht mehr in der Schule. Das Buch wäre nur für den privaten Zweck. Tja, ich weiß zwar nicht , warum sie mich dann so erstaunt angeschaut hat, aber das ist mir nunmehr auch egal. Ich sagte ihr, ich nehme es, verabschiedete mich und ging zur Kasse. .... und hier beginnt der Bericht ....
*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~* Wichtiges - Informationen *~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~* Begriffe zum Dreißigjährigen Krieg: Königreich Schweden = das heutige Schweden Heiliges römisches Reich = Deutschland Lande der Eidgenossen = Schweiz Böhmen = heute teilweise Tschechien Königreich Polen = das heutige Polen Bayern, Sachsen, Brandenburg = die heutigen Bundesländer, damals eigene Reiche – andere Gebietsgrenzen zu heute Osmanisches Reich = Naher Osten Katholiken = Deutsche, Italien, ... Protestanten = Schweden, etcWichtige Figuren: Mutter Courage, alias Anna Fierling = Hauptfigur Schweizerkas = Sohn der Mutter Courage Eilif = Sohn der Mutter Courage Kattrin= stumm, Tochter der Mutter Courage Feldprediger = Begleiter der Courage für einen Teil des Stückes Koch = guter Freund von Mutter Courage, lernt ihn erst kennen Yvette = eine Lagerhure- ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*
Inhalt des Buches
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Anna Fierling, auch Mutter Courage genannt, folgt als Händlerin den Kriegstruppen im Dreißigjährigen Krieg (1618 – 1648), um ihnen Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände zu verkaufen. Hiermit verdient sie viel ihr Geld. Im Frühjahr des Jahres 1634 zieht Mutter Courage mit ihrem Planwagen und ihren 3 Kindern (Eilif, Schweizerkas, Kattrin) durch den Süden von Schweden. Hierbei wechselt sie immer die Seiten der kämpfenden Truppen. Sie wechselt immer dorthin , wo sie am meisten Profit machen kann. Sie möchte nicht mit ihren Söhnen in den Krieg hineingezogen werden. So will sie z.B. verhindern, dass diese zum Militär eingezogen werden. Nun ja, falsch gedacht! Sie verliert ihren Sohn Eilif, als dieser von einem Werber zum Militär geworben wird (sie kann es nicht verhindern, da sie mit einem Handel beschäftigt ist). Eilif wird als „Bauernschänder“ bekannt. Er ist einer der brutalsten Soldaten, vergewaltigt Bauersfrauen, tötet diese und deren Familien und steckt zu guterletzt den Hof in Brand. Ihr anderer Sohn, Schweizerkas wird auch eingezogen und bekommt die Aufgabe, Zahlmeister des zweiten, finnischen Regiments zu werden. Als die Katholiken sein Lager angreifen, nimmt er die Zahlkasse des Regiments an sich. Hieraufhin wird er wegen Diebstahl hingerichtet. Seine Mutter will ihm helfen, feilscht aber zu lange um die Kosten für ihren Planwagen (den sie verkaufen möchte, um ihn zu retten), und bekennt sich nach seinem Tod nicht einmal als seine Verwandte an, da sonst die Geschäfte den Bach runtergehen. Die Jahre vergehen und Mutter Courage zieht mit ihrer stummen Tochter Kattrin durch die Lande und Handelt was das Zeug hält. Doch nun wird der Frieden verkündet, da der Schwedenkönig Gustav Adolf gestorben sein soll. Hier fürchtet Mutter Courage um ihr Geschäft, da sie ja schließlich vom Krieg lebt. In dieser Zeit des Friedens überfällt Eilif einen Bauernhof. Dies wird nicht toleriert, da der Krieg vorüber zu sein scheint. Daraufhin wird er wegen Mordes, etc. erschossen, was aber Mutter Courage nicht erfährt. Inzwischen ist der Krieg wieder neu ausgebrochen. Vorbei ist es mit Frieden, und Mutter Courrage kann wieder, mit ihren Begleitern, ihrem gewohntem Tagestrott nachgehen. Wieder einige Jahre später (der Handel läuft nicht mehr so gut wie früher) verliert Mutter Courage auch noch Kattrin. Diese will nachts eine protestantische Stadt vor einem katholischen Überraschungsangriff warnen , und macht auf diese mit Trommelgewirbel, von einem nahe gelegenen Bauernhof, aufmerksam. Daraufhin wird sie von den katholischen Soldaten erschossen. Allerdings ist die Stadt gerettet, da die Soldaten in der Stadt den Schuss und das Trommelgewirbel gehört haben. Mutter Courage sagt den Bauern, sie sollen Kattrin beerdigen und gibt ihnen dafür Geld. Nun macht sie sich allein von dannen, auf der Suche nach ihrem Sohn Eilif, von dessen Tod sie nichts weiß...
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Leseprobe
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Um Euch mal zu zeigen, wie das Buch, welches ich gelesen habe, aufgebaut ist, habe ich hier eine kurze Leseprobe abgetippt. Dies soll Euch nur veranschaulichen, wie das Buch geschrieben ist, nicht mehr. „ 8. Szene (vgl. 8. Szenen, Titel) Der Schwedenkönig ist gefallen. Der Frieden droht Mutter Courages Geschäft zu ruinieren.[...] (s. 8. Szene)Feldlager. Ein Sommermorgen. Vor dem Wagen stehen eine alte Frau und ihr Sohn. Der Sohn schleppt einen großen Sack mit Bettezug.
Mutter Courages Stimme aus dem Wagen: Muß das in aller Herrgottsfrüh sein? Der junge Mann: Wir sind die ganze Nacht zwanzig Meilen hergelaufen und müssen noch zurück heut. Mutter Courages Stimme: Was soll ich mit Bettfedern? Die Leut haben keine Häuser! Der junge Mann: Wartens lieber, bis Sie sie sehen. Die alte Frau: Das ist auch nigs. Komm! Der junge Mann: Dann verpfänden sie uns das Dach überm Kopf für die Steuern. Vielleicht gibt sie drei Gulden, wenn du das Kreuzel zulegst. (Glocken beginnen zu läuten) Horch Mutter! Stimmen (von hinten): Frieden! Der Schwedenkönig ist gefallen! Mutter Courage (steckt den Kopf aus dem Wagen. Sie ist noch unfrisiert): Was ist das für ein Geläut mitten in der Woch? Der Feldprediger (kommt unterm Wagen vorgekrochen): Was schrein sie? Mutter Courage: Sagen Sie mir nicht, dass Friede ausgebrochen ist, wo ich eben neue Vorräte eingekauft hab. Der Feldprediger (nach hinten rufend): Ists wahr? Frieden? [...] “ [[[Die vielen Rechtschreibfehler in dieser Textstelle gehen nicht von mir aus, sondern sind Wortwörtlich übernommen. Diese sind vom Autor gewollt, mehr dazu unten.]]]So, ich glaube, dass das reicht. Dies sollte ja nur eine kleine Leseprobe sein, und nicht eine ganze Szene!- ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*
Die Hauptfigur: Mutter Courage
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Die charakteristischen Merkmale der Frau Anna Fierling, alias Mutter Courage sind genau 3: Sie ist . . . - selbstsicher (in (fast) alles Situationen) - misstrauisch (gegenüber alles und jedem) - herrisch (gegenüber anderen, auch gegenüber ihrer Kinder)
Anna Fierling (und ihre Kinder) ist auch sehr wohlhabend. Sie lebt vom Krieg und wird durch ihn reich. Sie ist sehr Zwiegespalten. Zum einen ist sie in ihrem Verstand Händlerin, und zum anderen ist sie Mutter. Das gibt große, innere, Konflikte, wenn sie sich zum Beispiel für das eine oder andere entscheiden muss.Ihr Merkmale als Händlerin: Mutter Courage ist eine sehr gute Händlerin und so lässt sie sich keinen Handel entgehen. Ebenso weiß sie sehr wohl ihre Sachen zu verkaufen und kann auch dem ein oder anderen ein bestimmtes Stück teurer verkaufen, als es normal gekostet hätte. Sie hat ein sehr großes Warenangebot in ihrem Planwagen, mit dem sie durch die Lande zieht. Zu diesen Ware gehören u.a. Lebensmittel , Gebrauchsgegenstände (Stiefel, Gürtel(schnallen), Tuch/Hemden, Hosen, etc) und natürlich ihren Brandwein, für welchen sie sehr bekannt ist. Ihr Laden brummt außerdem , weil sie sich sehr für ihr kleines Geschäft engagiert und somit viele Kunden abbekommt. Sie lädt eben diese Kunden auch gern auf ein kleines Gespräch ein (schwatzt ihnen nebenbei einige Brandweine auf) und erfährt somit auch immer neue Geschichten von dem Krieg oder sonst etwas, das sie wissen möchte. Ihre Merkmale als Mutter: Sie hat, wie o.g., 3 Kinder (Eilif, Schweizerkas, Kattrin) und beschützt diese. Sie bedroht sogar einen Werber vom Militär, als dieser ihren Sohn Eilif zum Kriegsdienst einziehen will, mit einem Messer. Sie ist sehr herrisch gegenüber ihren Kindern, aber nur , weil sie deren Bestes möchte und sie sie alle liebt.Natürlich gibt es große Konflikte zwischen Händlerin und Mutter. Dies ist bei der zwiegespaltenen Art eigentlich ganz klar zu erkennen und nur eine Frage der Zeit , bis die ersten Anzeichen eines Konflikts in Erscheinung treten. Konflikte zwischen Händlerin und Mutter: Mutter Courage möchte ihre Kinder aus dem Krieg heraushalten, allerdings will sie mit dem Krieg Geld verdienen. Sie ist bereit, Opfer zu geben, aber nicht ihre Kinder. So trifft der Spruch „Alle, aber nicht mich“ hier vollkommen zu, nur dass eben „mich“ hier „mich und meine Kinder“ ist.Als Eilif vom Militärwerber angeworben wird, bedroht sie diesen mit dem Messer, um ihn von ihrem Sohn fernzuhalten. Allerdings verwickelt ein Kumpane des Werbers sie in einen Handel und so geht der Werber mit Eilif weg und redet auf ihn ein, zum Militär zu gehen. Dieser macht das dann auch, während Mutter Courage über den Preis verhandelt. So hat sie versagt, ihre Kinder aus dem Krieg rauszuhalten, weil ihr der Verkauf einer Gürtelschnalle für einen Gulden wichtiger war. Hier trifft der Spruch (aus dem Buch) „Will vom Krieg leben, wird ihm wohl auch was geben müssen“ voll und ganz zu. Ein anderes Beispiel für einen Konflikt wäre das, dass sie versucht ihren Sohn Schweizerkas freizukaufen, als dieser Gefangen genommen wird und hingerichtet werden soll. Sie möchte sogar ihren heißgeliebten Wagen verkaufen, um ihn freizukaufen. Allerdings feilscht sie zu lange um das Geld, welches sie für den Wagen haben möchte, und ihr Sohn wird erschossen. Nach der Erschießung bekennt sie sich nicht mal als Mutter von Schweizerkas an, da sie ihren Handel weiterführen möchte. Wer sollte auch bei der Mutter eines „Verräters“ etwas einkaufen wollen?Somit treten sehr Oft Konflikte auf , und meistens entscheidet sie zu ungunsten ihrer Kinder. Mutter Courage denkt immer nur an ihr Geschäft...und an zweiter Stelle kommen die Minder und ihre Mutterrolle, wenn auch unbeabsichtigt. Die Händlerin gewinnt meist die Oberhand. - ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*
Wie ist das Buch geschrieben?
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Das Buch ist, wie o.g. ein Theaterbuch, wie man es in meiner kleinen Leseprobe auch sehen kann. Der sprachliche Stil wird durch gewisse (und auch gewollte) „Verfremdungstaktiken“ von Brecht anders, wie man ihn aus „normalen“ Büchern gewohnt ist. Er hat eine ganze Palette von Gestaltungselementen entwickelt, die den Zuschauer auf Distanz zu den Figuren und der Handlung halten sollen. Es gibt 2 Mittel der Verfremdung (auch V-Effekte genannt). Zum einen die „dramaturgischen Mittel der Verfremdung“ und zum anderen die „sprachlichen Mittel der Verfremdung“.
Dramaturgische Mittel der Verfremdung: - Weg von der „Was- Spannung“ und hin zu der „Wie- Spannung“. Brecht schreibt an den Anfang jeder Szene, was passiert. Somit ist man nicht mehr auf die Handlung gespannt, oder auf das, was als nächstes passieren könnte. Man ist nun nur noch auf Die Art und Weise gespannt. Dies möchte Brecht erreichen. - Unterbrechung der Handlung durch Lieder. Jedes Mal , wenn sich der Leser zu sehr in das Stück integriert fühlt, und auch beginnt, sich mit gewissen Charakteren zu identifizieren, kommen Lieder, um den Leser „wachzurütteln“. - Widersprüche der Phrasen und Handlungen der Figuren. Hier wiedersprechen sich die Charaktere, oder wiederholen etwas wie, z.B. „Das ist gut, so ist es.“Sprachliche Mittel der Verfremdung: Das so ziemlich wichtigste Element der Sprachlichen Verfremdung ist die Umgangssprache. Die Charaktere nutzten (fast) nur Umgangssprache. Dies ist dafür eingebaut, um das Stück reell wirken zu lassen, denn wer vom „Landvolk“ gibt sich während eines Krieges Mühe, in einer Perfekten Hochsprache (Hochdeutsch, Oxford English, etc) zu reden? Es gibt noch andere, wie „gewollte Missverständnisse“ oder den Einsatz von Redewendungen und Sprichwörtern in keinem klar erkennbaren Zusammenhand. Diese kommen allerdings nicht so drastisch zur Geltung, da hier ja vor allem geredet wird, und das meistens in Umgangssprache. Die anderen Verfremdungsmittel sind da eher noch „Schmankerl“ , wie der Bayer sagt ;-). - ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*
Fazit
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Ich finde den Schreibstil von Brecht in dieser Auflage des Buches sehr interessant. So fühlt man sich irgendwie, wie im richtigen Theater. Da ich das Stück schon gesehen habe, kann ich mit Stolz sagen, dass das Buch dem in keinen Stücken nachsteht. Das Buch liest sich auch sehr gut, obwohl man das nicht glauben sollte. Die Dialoge / Monologe und auch die vereinzelten Lieder machen das Buch zu etwas ganz Besonderem. Die Person der Courage ist sehr gut dargestellt (mit der Sprachweise , etc). Ebenso wurden alle Charaktere so gehalten, dass man sich zwar mit einigen teilweise identifizieren kann, aber nie vollkommen. Die Kernsaussage dieses Stückes, dass Krieg immer schlecht ist, wird immer wieder extrem schonungslos zur Geltung gebracht. Die Regieanweisungen vor den Szenen verraten schon die ganze Handlung. Somit ist Brechts „Weg von der Was – Spannung , hin zu der Wie - Spannung“ perfekt ausgearbeitet. Ebenso wird jedes Mal die Handlung durch Lieder oder Lyren unterbrochen, um dies zu gewährleisten. Man kann zwar nie länger als 1 Stunde darin lesen, denn sonst kommt man leicht durcheinander. Dieses Lesen ist KEIN Bücherlesen. Man liest eigentlich ein Drehbuch (ich kann dies nicht oft genug betonen). Man kann sich das nicht wie ein Buch vorstellen. Allerdings ist es auch sehr schwer, das alles zu beschreiben. Man sollte das Buch einfach selbst lesen!
Mit meinem Endfazit setze ich nun den Schlussstrich: . . . !!!!ABSOLUT EMPFEHLENSWERT!!!! – Für Jedermann! . . . und hoffe , Ihr seit noch alle wach und Eure Augen tun nicht so arg weh, denn der Bericht war ja wirklich recht lang ;-). ||| „Make Love Not War!” – Bill Clinton ||| Hiermit verabschiede ich mich und wünsche allen eine schöne (Vor - ) Weihnachtszeit und ein gesegnetes Fest. Vielleicht liegt ja Brechts „Mutter Courage“ unter dem Weihnachtsbaum.... *gg*Gruß Helli, Ludwigshafen den 20.12.2004
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11.02.2007 13:27
Klasse Bericht. Wunderbare ausführliche Beschreibung
10.02.2005 22:26
wir müssten es auch in der schule lesen. Ich bin auch erst mal ohne Vorurteile an die Sache gegangen... aber Bertholt Brechreiz hat seinem Namen meiner Meinung wieder alle Ehre gemacht... ich versteh nich, wie man diesen weiterempfehlen kann.... ok Geschmäcker sind verschieden... aber das musste ich kurz mal loswerden: ich mag Bertholt Brecht nicht. Seine Verfremdungen sind einfach nicht mein Ding... Ich glaub brecht war ein sehr verstöhrter Mensch!
28.01.2005 15:00
musste ich auch inner schule lesen