NEC N22i Handy

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NEC N22i Handy

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Außen Hui, innen doch nicht unbedingt so Pfui

3  13.10.2003 (08.01.2004)

Pro:
Sieht gut aus .  Klingt fett .  Einige nützliche Features .  i - Mode

Kontra:
Kaum Zubehör .  Teilweise umständiche Menüführung .

Empfehlenswert: Nein  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Ausstattung

Klang

Empfangsqualität

Verarbeitung

Akkulaufzeit

Design

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Arminator

Über sich: Wurde '74 geboren. Bin jetzt endlich wieder "e Pälzer". Ansonsten geht es mir gut. Manchm...

Mitglied seit:25.04.2000

Erfahrungsberichte:186

Vertrauende:9

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 28 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Bisher war ich mit meinem Siemens C45 schon zufrieden. Aber die bunte Bilderwelt und bombastische Klangsinfonien der Polyphonen Handys hat mich fasziniert. Und als E-Plus Kunde auch noch i-Mode nutzen zu können, war für mich auch ein netter Bonus.
Also fiel die Wahl im E-Plus Laden auf das stylishe N22i von Nec. Da ich mit meinem alten "prä-Siemens" DB2000 von Nec eigentlich auch zufrieden war, dachte ich mir, kann man mit dem N22i nichts falsch machen.

Und wahrhaftig: die ersten Schritte mit dem N22i waren für einen Bild und Ton-Liebhaber eine Augen und Ohrenweide. Ein großer Farbbildschirm, der bisher bei allen Lichtverhältnissen durchaus noch gut sichtbar ist verwöhnt das Auge. Animierte Menüs für das verspielte Gemüt und ordentlich große Schriften, daß man keine Lupe zum Erkennen von Texten braucht.

Ein zweites monochrom Display zeigt im zugeklappten Zustand entweder eine Analoguhr, oder mehrere Statusinformationen wie Akkustand, Wartende SMS Nachrichten, Verbindung zu i-Mode und Netzverbindung.
Nervig: Das Info Display ist bezüglich Netzverbindung sehr uninformativ. Ein Sendemastsymbol leuchtet, wenn irgendwie das Netz gerade mal erkannt wird. Klappt man das Handy auf, informiert nur ein Blick auf die dort befindliche Balkenanzeige wie stark der Empfang ist. Bei soviel freiem Platz in der Statuszeile hätte eine einfache Balkengrafik doch auch noch gepaßt.

Tontechnich ist dank des Yamaha Soundchips satter Sound garantiert. Neben "normalen" MIDI Tönen kann das N22i auch kurze Sound Samples abspielen. Da das Handy beim Kauf bereits mit einem vollen Klingeltonspeicher ausgeliefert wird, hat man genügend Material zum Ausprobieren.

Die Basis-Austattung ist Standard. Neben einem dicken, mehrsprachigen Handbuch, liegen natürlich das Handy, ein Ladegerät/Netzadapter und einige Oberschalen-Cover zum Austauschen in der hübsch designten Packung.

Nachdem der Li-Ionen Akku geladen ist, kann man (laut Handbuch) bis zu 200 Stunden das Handy in der Ecke liegen lassen, oder 200 Minuten non-stop jemandem eine Kasette ins Ohr drücken, bevor der Akku schlapp macht. Natürlich ist das ein Schätzwert, der nur bei optimalem Netz erreicht wird, aber bei normaler Nutzung mit ein paar Gesprächen pro Tag, muß das N22i vielleicht ein bis zweimal die Woche für etwa 3 Stunden Strom nachtanken.

Soweit zu den Äußerlichkeiten des Handys. Mit inneren Werten sieht es beim N22i nicht mehr ganz so chic aus. Doch zu den Details etwas später.
Nutzt man das N22i als normales Telefon, wird man mit zusätzlichen Goodies regelrecht überhäuft. Das Adressbuch kann mehrere Telefonummern zu einer Person speichern (Privat, Handy, Büro, Daten und Fax) und noch zwei e-Mail Adressen und andere frei definierbare Felder dazu.
Manko dabei: Zwar kann ich einfach mehrere Rufnummern für eine Person angeben, beim Auswählen im Telefonbuch wird standardmäßig immer die Privatnummer (Festnetz) statt der Handynummer ausgewählt. Ich muß also entweder die Handynummer in den Privat-Eintrag setzen oder beim Auswählen der Person erst mit dem 4-Wege Menüknopf die Handy-Nummer auswählen, bevor gewählt wird.

Während man im Adressbuch schon ist, kann man jedem Anrufer ein Anrufbildchen, einen eigenen Klingelton und am 2. Außendisplay eine eigene Displayfarbe vergeben.

Die Sprach und Empfangsqualität ist bei diesem Handy trotz innen liegender Antenne erfreulich gut. Über all da wo mein Siemens Handy funktionierte, funktioniert das Nec genauso.

Das Schreiben von SMS-Texten geht dank T9 erstaunlich flott von der Hand. Wer von einem anderen Handy umsteigt, wird wohl mit der Plazierung der Sondertasten wie "Leerzeichen", Umschalttaste oder den Satzzeichen eine Umgewöhnungsphase nötig haben, aber das ist nach ein paar Benutzungen kein Problem mehr.

Was mir bei der SMS-Funktion sauer aufstößt: Empfange ich eine SMS mit einer Telefonnummer hatte ich beim Siemens und meinem alten Nec die Möglichkeit, diese Nummer direkt zu wählen, solange sie im Display automatisch Markiert war oder ins Adressbuch zu übernehmen. Diese Funktion gibt es nicht beim N22i (oder sie hat sich so tief in irgendeinem obstrusen Menüpunkt versteckt, daß ich sie weder im Handbuch noch durch Ausprobieren gefunden habe).
Ulkigerweise, wenn ich eine e-Mail mit einem Datum oder nur einer kleinen Anzahl von zusammenhängenden Zahlen bekomme, kann das N22i plötzlich diese Nummer wählen.

Update dazu: durch Zufall kam ich beim Lesen einer SMS auf den rechten Bereich des 4 Wege Richtungspads. Und siehe da, das N22i markiert alles was nach Telefonnummer aussieht. Mit einem Druck auf den Menü-Button kann man nun die Telefonnummer direkt anwählen oder ins Telefonbuch übernehmen oder eine SMS hinschicken.

Wo ich gerade von Menüpunkten spreche:
Zwar läßt sich das Nec grundsätzlich durch die Menütasten und die beiden sogenannten "Softkeys" bedienen, jedoch sind viele häufig genutzten Features arg im Menüdschungel versteckt.

Beispiel: Das Siemens hatte auch 2 Softtasten (die Tasten, die direkt unter dem Display verschiedene Aufgaben erledigen können, je nachdem welches Kommando gerade in der Mnüzeile darüber steht). Davon war die linke (mehr oder weniger) frei belegbar und war standardmäßig mit der Funktion "Neue SMS" belegt (bzw. Nachricht anzeigen wenn gerade eine empfangen wurde).
Beim Nec dient die linke Softtaste zum Aufrufen des Mail-Menüs in dem man eine e-Mail versenden kann. Die rechte startet mit einem kurzen Tastendruck das i-Mode Menü.
Laut Anleitung sollte man durch längeres Drücken der rechten Softtaste das SMS Menü öffnen können. Dies ist aber in Wirklichkeit wieder das i-Mode Menü mit einem weiteren SMS Eintrag.
Anstatt aber wie beim Siemens mich Kontextsensitiv entweder in den SMS-Eingang oder SMS Verfassen Menüpunkt zu bringen, lade ich im Standard SMS Menü, bei dem ich erst den Punkt "Ansehen", dann "Eingang" bzw. "Neu" wählen kann.
Nur zum Vergleich:
SMS Verfassen:
Siemens: Softtaste, OK, dann direkt SMS tippen.
Nec: Softtaste lange drücken, SMS Menü, Anzeigemenü, Neu, dann SMS tippen.
SMS Lesen:
Siemens: Softtaste.
Nec: Softtaste lange drücken, SMS Menü, Anzeigemenü, SMS extra auswählen.

Konnte man beim Siemens das T9 Wörterbuch durch eigene Lernwörter erweitern ("Unn Alder wie is? Bissle ümflanchig heut?") bleibt einem beim Nec nur der Umschalter zur normalen Buchstabiereingabe.
Das Siemens bot irgendwann automatisch an, das Wort zu lernen. Beim NEC ist es nicht unbedingt einfacher oder komplizierter, sondern nur "anders".
Man wechselt vom T9 in den ABC Modus, gibt das Wort ein und das N22i speichert das Wort im Wörterbuch.
Wieviele Wörter das N22i Speichert und welche Wörter aus dem Benutzerwörterbuch entfernt werden ist nicht ersichtlich.

Noch ein Punkt der mich stutzig macht: Man kann Sein Adressbuch in mehrere Gruppen sortieren. Also z.B. Freunde, Arbeitskollegen, Golfclub etc.
Aber die Gruppen kann man nicht nutzen. Ich kann also nicht eine SMS zum Treffen in einer Kneipe verfassen und einfach an die Gruppe "Freunde" schicken, wie es beim Siemens ging. Nein, ich muß dann immer noch jeden einzelnen Empfänger selber einzeln auswählen.

Wagt man sich mit dem Handy ins i-Mode Netz empfindet man die kurzen Ladezeiten der (sehr Textorientierten) Seiten sehr angenehm. Zwar lockern hier und da mal ein winziges Firmenlogo die Textwüste auf, aber um Übermittlungsgebühren zu sparen habe ich eh die Grafiken so gut wie immer ausgeschaltet.
Neben (meiner Meinung nach) reichlich nutzlosen Abos wie die typischen Single-Chat-Treffs und Minütlich aktualisierten Sportinfos (bin halt kein Fußballfan, sorry), kann man den Routenplanservice der Bahn nutzen, Börseninfos einholen, sich über Aktuelle Spieletrends informieren und Textbasierte Spiele daddeln (meistens Multiple Choice Textadventures mit Grafiken, wie damals zu Amiga/ST/64er Zeiten mit "The Pawn" oder "Guid of Thieves"). Da das N22i nicht Java-Fähig ist, gibt es auch keine Spiele zum Runterladen.

Dafür sehen die beiliegenden Spiele dank Farbbildschirm etwas unterhaltsamer aus als das Nokia-Snake. Bei einem wird gepokert, beim andern muß man mit einer Untertasse kleine Männchen aufsaugen, mit einem Juwelendieb durch Monsterverseuchte Labyrinthe wuseln oder farbige Geschenkpakete über Förderbänder in die entsprechenden Laster plumpsen lassen. Ein Puzzlespiel was Bilder in ein quadratisches Schiebepuzzle verwandelt darf natürlich auch nicht fehlen.

Weitere Zubehör Zuckerlis sind ein Währungsrechner, eine ToDo Liste und ein Terminkalender. Alles prima Ideen die eventuell meinen Palm Vx ersetzt hätten, aber irgendwie hatte der Programmierer des Terminplans plötzlich keine Lust mehr gehabt. Man kann zwar Termine im Kalender mit entsprechender Uhrzeit angeben, aber das Telefon reagiert bei der Fälligkeit des Termins wie ein normales Rindsleder Filofax. Es schweigt. Bei der normalen Uhr kann man einen Wecker stellen, warum geht das beim Terminplan nicht? Ein dickes "Buuuh" für diesen Faux-Pas.

Wo ich gerade von Zubehör rede: Kann man hier in Deutschland so gut wie vergessen. E-Plus bietet in seinem Shop ein Freisprech-Ohrhörerkabel an und ein KFZ Ladekabel.
Bisher hab ich in keinem Geschäft in meiner Nähe oder im Internet ein Datenkabel, echtes Car-Kit oder sonstiges Zubehör finden können.
Ein Datenkabel von Nec hätte ich in Frankreich zu einem Horrenden Preis bestellen können. Und auf der Hauptseite von Nec versteckt sich das Telefon auch sehr tief in der Produktstruktur. Von Zubehör weit und breit nichts zu sehen.

Alles in Allem ist das N22i ein gutes Telefon, solange man es nur zum Telefonieren benutzen will oder an i-Mode interessiert ist.
Sobald man mehr damit machen will, ist man bei anderen Telefonen deutlich besser aufgehoben.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
skloiber13

skloiber13

17.05.2004 15:24

Wo Bekomme ich NEC N22i Software her????? Bitte melden skw13@web.de

Ruff-Ryders

Ruff-Ryders

29.12.2003 18:29

Guter Bericht. LG: Ruff-Ryders

easy_two_spot

easy_two_spot

14.10.2003 18:00

Sehr ausführlicher Bericht, am besten gefallen mir die Vergleiche zu deinem alten Handy. Mit Abstand am meisten würde mich an diesem Handy aber stören, dass T9 nicht lernfähig ist! :-) Lg easy

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