Erfahrungsbericht über

NEC ND 1300

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KEIN TOASTER FÜR DIE KÜCHE

4  28.12.2004

Pro:
Formatvielfalt, Verarbeitung, Preis - Leistungsverhältnis, Audio - Grabbing, leichte Installation

Kontra:
kein Dual Layer, im Slave - Modus etwas lahm, Kompatibilitätsprobleme (selten) mit gebrannten DVDs auf anderen Rechnern, kein DVD - RAM

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Geschwindigkeit

Verarbeitung

Zuverlässigkeit

Installation

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mod_che

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Der Brennermarkt war und bleibt immer in Bewegung, hier purzeln die Preise immer weiter, dazu werden stetig neue Geräte mit mehr Brenngeschwindigkeit und höherer Kompatibilität und neuen Brenn-Formaten produziert. So verliert man schnell den Überblick! Nicht immer wird das neuste Topmodell benötigt, da nicht alle neuen Errungenschaften des Marktes erforderlich sind. Da empfiehlt es sich Gerät der etwas älteren Generation anzusehen und schnell einige Euro zu sparen. Daher stelle ich heute meinen DVD-Brenner „NEC ND 1300A“ vor, der vor etwa einem Jahr als einer der ersten Geräte alle vier DVD-Formate brennen konnte und auch heute noch gut mithalten kann…


VORSTELLUNG DES GERÄTS / TECHNISCHE DEATAILS

-Brennertyp: DVD±RW - 5.25"
-Lesegeschwindigkeit 40x (CD) / 12x (DVD)
-Schreibgeschwindigkeit 16x (CD) / 4x (DVD)
-Geschwindigkeit bei wiederbeschreibbaren Medien
10x (CD) / 2x (DVD-RW) / 2.4x (DVD+RW)
-Unterstützte CD-Formate
CD Text, CD Extra, CD-DA (audio), CD-ROM XA, Photo CD, Video CD, CD-ROM
-Unterstützte Aufnahmemodi
Multisession, Disk-at-Once, Track-at-Once, Packet Writing, Session-at-Once
-Unterstützte Medientypen
CD-ROM, CD-R, CD-RW, DVD-ROM, DVD-R, DVD-RW, DVD+RW, DVD+R
-Puffergröße 2 MB Zugriffszeit 120 ms (CD), 140 ms (DVD)

Die Interpretation dieser technischen Informationen ist eigentlich selbsterklärend. Meiner Meinung nach ist es jedoch wichtig einige Informationen genauer zu betrachten. Der NEC ND 1300A ist ein DVD-Brenner der ersten Generation. Er brennt keine Dual-Layer-DVDs, dies wird gerade in den Medien sehr diskutiert. Wohingegen dieses Produkt im Vergleich zu den Vorgängern ND-1000 und ND-1100 erstmals Minus-Rohlinge brennt.
Die maximale Brenngröße ist als 4,7 GB. Weiterhin sind die Formate interessant. Das Gerät brennt bei maximal mit 4facher Geschwindigkeit DVD-Medien und zwar DVD-R und +R sowie die wiederbeschreibbaren Typen +RW und –RW (die Minusmedien sind meistens weitaus billiger im Handel). Die CD-Brenngeschwindigkeit ist mit 16fach ebenfalls nicht mehr aktuell, nichtsdestotrotz können 700 MB Daten oder 80 Minuten Musik zwischen 5 und 6 Minuten gebrannt werden. Die Aufnahmemodi sind heute auch noch aktuell, der NEC-Brenner unterstützt hier alles (eben keine Dual-Layer-DVD, dies wird ja erst heute langsam aktuell). Bis auf DVD-RAM sind wirklich alle Formate vertreten, natürlich unterstützt das gerät das Auslesen von Daten im RAW-Modus.
Die 2 MB Puffergröße werden heute von den neusten Brennern manchmal übertroffen. Da das Gerät aber die volle BufferUnderrun-Funktionalität besitzt, gehören die gefürchteten Schreibfehler aufgrund Datenstromunterbrechungen der Vergangenheit an. Die Zugriffszeiten liegen mit 120 bis 140ms ebenfalls nicht mehr im Bereich der neueren Geräte, welche Zeiten weit unter 100ms aufweisen. Der Hersteller NEC bat damals beim Kauf 2 Jahre Garantie auf das gerät an.

Hersteller: NEC
Modell: NEC ND 1300A
Service: http://www.de.nec.de/productoverview.php/id/212
(hier gibt es auch Listen kompatibler Rohlinge, Firmware, Datenblätter und Handbücher sowie Treiber für ältere Betriebssysteme wie DOS)


EINBAU UND INSTALLATION

Kein Problem, funktioniert wie bei allen DVD- oder CD-Geräten für den Computer. Der Brenner kann fest und sicher mit den mitgelieferten Schrauben in einem freien 5.25“-Schacht eingebaut werden. Er bietet einen analogen und digitalen Anschlussport, so kann das Gerät mit der eingebauten Soundkarte verknüpft werden. Dazu kommen IDE-Anschlussport und ein Steckerplatz für den Betriebsstrom, sowie ein Feld für Jumpereinstellungen.

Hier schon eine wichtige Erfahrung! Der Brenner kann als Master oder Slave betrieben werden. Ich möchte hier nicht zu weit ausholen, nur soviel: herkömmliche PCs bieten auf dem Mainboard zwei IDE-Ports zum Anschluss von vier Endgeräten (Festplatten oder CD- bzw. DVD-Laufwerke). An jedem Port kann ein Master- und ein Slave-Gerät betrieben werden. Es gibt zahlreiche Tutorials darüber, welche Vorgehensweise bei einer bestimmten Gerätekombination die sinnvollste ist.
Sinn macht es die Boot-festplatte mit dem Betriebssystem am ersten IDE-Port als Master laufen zu lassen, dies bringt die beste Performance. Ich hatte den Brenner über ein Jahr als Master am zweiten Port laufen, weil ich Brenner und Festplatte einen schnellen Datenaustausch ermöglichen wollte. Seit einiger Zeit habe ich eine zweite Festplatte und einige Kombinationen ausprobiert. So stellte ich fest, dass meine neue Festplatte ausgebremst wurde, wenn ich sie am gleichen Kabel wie die Bootfestplatte angehängt habe. Da ich dies nicht wolle, habe ich die beiden Festplatten sozusagen getrennt und jede an einen eigenen Port angeschlossen, dafür musste der Brenner als Slave konfiguriert werden und teilt sich nun am zweiten IDE-Port das Kabel mit der zweiten Festplatte. Ich brenne zwar Daten von beiden Festplatten und so habe ich wieder eine Bremse in meinem System, allerdings gibt es hier etwas zu beachten! Die Brenngeschwindigkeiten liegen bei diesem Brenner in einem Bereich, der es durchaus möglich macht Brennvorgänge durch ein Anschlusskabel (von festplatte zu Brenner) laufen zu lassen, ohne das mein System stockt oder nicht mehr funktioniert.
Seit der Neukonfiguration hat der Brenner längere Einlesezeiten und reagiert meiner Meinung nach etwas langsamer, der eigentliche Brennvorgang ist jedoch kein Problem mehr. Für die optimale Performance der beiden Festplatten musste sozusagen mein Brenner etwas zurückstehen – diese Variante finde ich für meinen PC-Gebrauch aber am besten. Für Highspeedfanatiker vielleicht nicht die schönste Methode und normalerweise sollte ein Brenner auch als Master konfiguriert werden, was bei mir aus den oben genannten Gründen eben nicht mehr so ist.

Nach diesem Technikexkurs nun aber weiter: Ich denke alle gängigen Computer erkennen den Brenner beim Start als CD/DVD-Laufwerk an, auch mein Windows XP meldet sofort ein neues Gerät und fügt es ins System ein. Erst das Brennprogramm macht den Brenner zum Brenner, hierfür nutze ich Nero, welches den Brenner auch sofort mit allen Formaten und Features richtig erkennt. Übrigens ist ein vertikaler Betrieb und Gebrauch in externem Gehäuse (FW oder USB) möglich, ich habe dies aber nie getestet.


SPEED

Komischerweise musste ich nach dem Kauf damals erst einmal die Firmware des Brenners updaten. Danach stand für alle einmalbeschreibbaren DVD-Medien die angekündigte 4fache Geschwindigkeit beim Brennen zur Verfügung. Die Brenngeschwindigkeiten bei CD und DVD stimmen nicht überein, d.h. die Geschwindigkeit bei 10fach-CD ist langsamer als bei 10fach-DVD. Eine voll gepackte DVD-R brennt der NEC in etwa 14 Minuten. Bei normalen CDs (ebenfalls voll mit Musik oder Daten) dauert diese wie gesagt unter 6 Minuten.


KOMPATIBILITÄT

Nach über einem Jahr Gebrauch keine Probleme. Alle Medientypen gingen problemlos und auch mit verschiedenen Herstellern hatte ich beim Brennen keinen Ärger. Es waren auch alle gebrannten Medien bei mir lesbar. Etwas anders sieht es bei anderen PCs aus. So konnten Freunde von mir öfters gebrannte ISO-DVD nicht lesen oder haben viele Einleseversuche benötigt. Selbst beim gleichen Gerät in einem anderen PC gab es schon Probleme.
Musik-CDs waren dagegen immer ein Erfolg und wurden auf allen CD-Playern, Autoanlagen und Discman’s angenommen. Hier rate ich bei Problemen generell dazu die Brenngeschwindigkeit auf beispielsweise 4fach zu drosseln, da dies die CD auf älteren Geräten oft besser lesbar macht. Bei wiederbeschreibbaren DVDs und CDs hatte ich ebenfalls keine Probleme, auch beim löschen dieser Datenträger mit Nero nicht.


VERARBEITUNG

Das Gerät ist solide verarbeitet und funktioniert heute noch einwandfrei. Die Schublade ist auch nach einem Jahr noch gut verankert und schließt und öffnet sich problemlos, weiterhin auch ohne die Ejecttaste zu benutzen (d.h. die Schublade kann auch zugeschoben werden). Die Anschlussports sind ebenfalls solide verarbeitet. Die LED an der Frontseite zeigt den Betriebsstatus weiterhin korrekt an. Kopfhörerausgang und die Lautstärkeneinstellung auf der Vorderseite funktionieren fehlerfrei und bieten ein gutes Ergebnis.


MUSIK-CDs AUSLESEN

Hier für nutze ich die Freeware Audiograbber, die sich nach wie vor gut mit dem NEC versteht. Die maximale Geschwindigkeit liegt bei 16fach, da ich einen aktuellen Rechner besitze kann direkt in MP3-Format gerippt werden. Das Laufwerk wird dabei nicht heiß und liest alle Tracks sauber aus (dies hängt natürlich auch von Kratzern auf der CD ab). Eine volle Musik-CD kann so in etwa 5 bis 6 Minuten ausgelesen und gespeichert werden.
Freunde und Berichte im Internet gehen von bis zu 30facher Auslesegeschwindigkeit aus, was die ganze Prozedur natürlich sehr beschleunigen würde. Ich kann dieser Werte nicht bestätigen und eigentlich ist mein Rechner auch keine Bremse für den Brenner in punkto Auslesespeed. Auf jeden Fall hängt die Geschwindigkeit auch mit der CPU zusammen, bei schwächeren Prozessoren empfiehlt sich immer der Umweg über eine WAV-Datei – dies dauert länger, führt aber dann zu besseren Ergebnissen anstatt zur CPU-Überbelastung und Knacksern in den Tracks.


SOFTWARE

Anbei lag Nero (damals noch in einer älteren Version) als Vollversion. Nero ist ein Klassiker-Brennprogramm für Audio und Daten und hat immer gut mit dem Brenner zusammengearbeitet. Alle Features des Geräts zeigt die Software ordnungsgemäß an. Die Version konnte über die Nero-Website (www.ahead.de) geupdatet werden. Der Brenner wurde bzw. wird in verschiedenen Versionen ausgeliefert, teilweise mit, teilweise ohne Software - dies ist beim Kauf zu beachten. Wer gebrauchte ware kauft, sollte hier nachfragen.


DVD-FILME

Das Laufwerk hat bis heute zahlreiche DVDs fehlerfrei abgespielt und keine Zicken gemacht. Auch die neuen DVD 9 + DVD 5 Medien werden erkannt und abgespielt. Von Haus auf ist das Gerät natürlich auf den regional Code 2 für Europa eingestellt.


ERFAHRUNGEN

Was mir gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass die maximale Geschwindigkeit des Laufwerks nie über 40fach hinaus geht. Zusammen mit einer robusten Hülle von NEC entsteht so kein Flugzeuglärm unterm Schreibtisch. Mein altes ASUS-CD-Rom mit 52x-Speed war dagegen mehr als laut und nervig. Da mir die einzelnen Brenn- und Lesegeschwindigkeiten absolut ausreichen, bin ich sehr froh, dass man so von einem sehr ruhigen Brenner sprechen kann. Auch das erste Einlesen und Anfahren beim einlegen einer Programm-CD ist nicht auffällig laut. Allerdings muss ich sagen, dass die Reaktionszeit des Geräts beim Einlesen nur als Master-Konfiguration sehr gut bis gut ist (siehe Exkurs weiter oben). Seitdem der Brenner als Slave konfiguriert ist, zögert das System immer etwas bei neu eingelegten Medien.
Die Kompatibilitätsprobleme bei gebrannten DVDs sind natürlich nicht schön, für mich aber hinnehmbar. Dagegen konnte ich bis heute alle gebrannten Medien mit dem Brenner einlesen, allein andere PCs hatten ab und zu Mühe mit meinen DVDs. Bei CDs sieht es im Daten- und Audio-Bereich dagegen sehr gut aus was die Kompatibilität angeht.
Zur Fehlerkorrektur kann ich ebenfalls ein positives Fazit geben. Das Laufwerk fährt sich herunter und versucht das Medium bei geringerer Geschwindigkeit zu lesen, danach wird der Motor und die Speed wieder hochgefahren Bei harten Kratzern kann auch der NEC nix ausrichten, ich bin mit der Fehlerkorrektur aber zufrieden.
Alle technischen Angaben können umgesetzt werden, ein Firmwareupdate ist immer interessant und sollte auf der Herstellerhomepage ab und an überprüft werden, bei mir hat es gut funktioniert.
Die Zugriffszeiten und Erkennungszeiten von beschreibbaren Medien sind nicht Spitze, aber noch im guten Bereich. Windows und Nero brauchen schon mal ein paar Sekunden bis das eingelegte Medium erkannt ist bzw. der Brennvorgang gestartet werden kann.


HINWEIS ZUM MODELL

Der NEC ND 1300A ist kein aktuelle Brennermodell mehr und brennt auch keine Dual-Layer-DVDs. Nichtsdestotrotz ist er fähig alle „alten“ DVD-Typen zu brennen, DVDs und CDs fehlerfrei zu lesen (auch DVD-Filme). Die 4fach Speed beim DVD-Brennen ist eigentlich auch nicht mehr aktuell, es ist eben ein Brenner der 1. Generation, wenn auch nicht wirklich alt, dennoch aufgrund der rapiden Entwicklung auf diesem Markt nicht mehr neu.
Und ich habe auch gelesen, dass ein Update auf Windows XP SP2 Ärger mit dem Brenner machen kann, weil dieser dann nur noch CDs liest und brennt. Hier würde ich mich (habe noch SP1) davor genau informieren, wie es nach dem Update aussieht und ob seitens Hersteller aktuelle Treiber und Informationen dazu gibt.


PREIS

Ich habe den Brenner mit meinem neuen Rechner inklusive gekauft. Der damalige Preis (November 2003) lag bei 150 EUR. Heute (1 Jahr später) variiert der Preis sehr stark, liegt bei manchen Händlern immer noch bei unglaublichen 150 EUR und geht herunter bis 80 EUR. Gebrauchte Geräte gibt es bei eBay schon ab 1 EUR, erfolgreiche Auktionen habe ich in letzter Zeit bei 40 bis 50 EUR enden sehen. Beim Discounter arlt.com gab es den Brenner vor kurzem noch für 79 EUR im Angebot.
Die große Preisspanne macht hier eine Analyse und das Einholen verschiedener Angebote wirklich sinnvoll, ich denke ein funktionsfähiges Gerät kann auch ruhigen Gewissens gebraucht gekauft werden.

FAZIT

Dieser Brenner ist heute nicht mehr up-to-date und beherrscht neueste Features nicht, zeigt im Zugriff und Einlesen von Datenträgern keine herausragenden ms-Zeiten auf. Er brennt jedoch alle „alten“ vier DVD-Formate und CDs aller Formate sowieso. Die Kompatibilität der gebrannten Medien ist gut bis befriedigend, die Benutzung des Brenners einfach und die Verarbeitung und Technik sehr gut.
Wer auf der Suche nach einem etwas älteren Modell ist, trotzdem viele verschiedene Medien brennen möchte und ein solides Gerät zu einem guten Preis haben will, ist hier richtig beraten. Da der Preis laufend sinkt halte ich das Preis-Leistungsverhältnis für sehr gut bis gut, auf jeden Fall eine Alternative für alle, die keinen neusten Top-Brenner brauchen und ein paar Euro sparen wollen. Daher meine Empfehlung und eine 4-Sterne-Bewertung!


Viele Grüße…
mod_che
© 27. Dezember 2004 | für ciao.com


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Spuddl

Spuddl

10.01.2005 16:22

sehr detailierter Bericht, klares bh von mir :o)

helko2000

helko2000

04.01.2005 18:47

klares bh

jason_the_second

jason_the_second

03.01.2005 13:49

Hoi mod_che, habe umbewertet wie du wohl schon bemerkt hast, hatte die bewertungen ein wenig zu sehr darauf bezogen wie gut ich das produkt brauchen kann, anstatt zu bewerten wie gut der bericht an sich ist. sorry, kommt nicht noch mal vor. greetz und frohes neues Jason

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