Mit Firewall, Router und VPN am Internet
10.01.2005
Pro:
Leicht zu installieren, unkompliziert, robust
Kontra:
bisher keine erkennbar
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Ausstattung
Benutzerfreundlichkeit
Zuverlässigkeit
Handbuch/Dokumentation/Hilfe:
Stromverbrauch:
 Interessent
Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
Erfahrungsberichte:6
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 32 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
..:: Zusammenfassung ::.. Eigentlich könnte man es kurz machen – auspacken, anschliessen, einschalten, ein bisschen konfigurieren – fertig. So einfach kann man den NETGEAR FVS318 als Internet Router mit Firewall einrichten und verwenden. Das er noch weitere tolle Feature, wie VPN-Unterstützung hat kann man dann schon als Luxus sehen. Aber für alle die nicht so viel mit Netzwerken und Internetanschlüssen zu tun haben hier die leichter verdaubarere Version. Der Netgear FVS318 ist eine Router mit dem man ein kleines Heimnetzwerk über ein ADSL oder SDSL – Modem bzw. andere Standleitung an das Internet anschliessen kann. Er bietet 8 Ethernet – Ports für das LAN, so dass man bis zu 8 einzelne PCs an den Router direkt anschliessen kann ohne einen weiteren HUB oder Switch zu benötigen. Der Router verfügt über eine Firewall, schützt also vor Eindringlen in das lokale Netzwerk, und lässt sich bequem über eine Webseite konfigurieren. Dazu ist er noch super günstig und seine Bedienungsanleitung ist ziemlich ausführlich. Leider war sie auf English. ..:: Bestellung ::.. Wir haben den Netgear FVS318 bei misco.ch im Internet für 210 CHF (ca. 140 Euro) gekauft. Wie ich heute feststelle, leicht zu teuer also. Er sollte heute für ca. 80 – 90 Euro zu haben sein. Die Bestellung ging eigentlich problemlos. Wir haben bei misco.ch (gibt es auch als .de) online nach „Routern“ gesucht der mindestens 8 Ethernet RJ45 – Ports und eine Firewall hat sowie NAT beherrscht. In der Ergebnissliste fanden wir einige die aber weit mehr Ports hatten und auch teurer waren. Da ich mit Netgear bereits gute Erfahrungen gemacht habe, entschlossen wir uns für den Netgear FVS318. Kaufentscheidend war letztendlich, dass der Router per Webseite konfigurierbar ist. Also ausgewählt, in den Warenkorb gelegt und ab zur Kasse, dort haben wir dann per Rechnung bestellt. Das klappt bei misco.ch sehr gut. Bedenken sollte man, dass mit dem Router nur ein Ethernetkabel geliefert wird. Möchte man gleich mehrere Computer anschliessen, sollte man weitere Kabel kaufen. Ein zusätzliches Kabel benötigt man auf jeden Fall. Je nach Entfernung der Computer 5 – 10 Meter lange Ethernet – Patchkabel z.B. der CAT5 mit RJ45 – Steckern an jedem Ende.
..:: Lieferung / Verpackung ::.. Ungefähr 4 bis 5 Tage nach der Bestellung traf das Paket per Post ein. Es war ordentlich in einem Umkarton mit anderen Artikeln verpackt. Der Router selber kam auch in einem ordentlichen Karton und alle Einzelteile waren in Karton bzw. Plastikfolie gebettet. Enthalten waren folgende Einzelteile: Der Router selber Das Netzteil Ein Cat5 Ethernetkabel (RJ45) Die CD mit Installationsanleitung und Handbuch (alles Englisch) Garantieregistrierungskarte Supporthinweise Hinweise für Apple Macintosh User
Der Router selber ist nicht sehr gross, aber eben auch nicht so klein dass man Angst haben muss, die Stecker nicht mehr einstecken zu können. Höhe ca. 4 cm, Breite ca. 26 cm und Tiefe ca. 18 cm. Hinten sind die Anschlüsse. Das sollte man bedenken, wenn man sich einen Platz für den Router sucht, die Kabel werden hinten eingesteckt und man braucht mindestens noch einmal 5 cm Platz dafür. Bevor ein Laie den Router installiert sollte er sich die Bedienungsanleitung ordentlich durchlesen und den Anweisungen dort folgen. Sie befindet sich auf der mitgelieferten CD und ist auf Englisch. Aber auch erfahrenen Netzwerkern empfehle ich die Anleitung durchzulesen. Sie ist ordentlich und übersichtlich geschrieben und lässt sich mit einem Browser aufrufen.
..:: Installation ::.. Die Installation des Routers war ziemlich einfach. Nach dem Auspacken, habe ich ein Ethernetkabel hinten an den ersten Port und an meinen Computer angeschlossen, dann das Kabel an den WAN-Anschluss das zum Kabelmodem geht. Das Kabel habe ich natürlich in das Kabelmodem gesteckt. Dann habe ich das Netzteil an den Router angeschlossen und ihn eingeschaltet. Der Router ist so vorkonfiguriert, das er mit dieser Situation zurechtkommt und ordentlich hochfährt. Zum Beispiel erkennt er automatisch ob an den Ports Computer angeschlossen sind oder ob es sich um einen UpLink handelt. Der angeschlossene Computer, in meinem Fall ein Apple Macintosh G5 iMac, bekam seine IP – Adresse per DHCP im LAN nach dem Einschalten und Hochfahren von dem Router zugewiesen. Das WAN (also den Internetanschluss) muss man erst konfigurieren, da dort ja eventuelle Daten abgefragt werden können und die Einwahl sich bei jedem Provider unterscheidet. Was ich wirklich toll fand war, dass in der Anleitung sogar ein Blatt zum ausdrucken war in das man die ganzen Daten für den Internetzugang eintragen kann. Um den Router zu konfigurieren ruft man an dem angeschlossenen Rechner einen Browser auf und gibt http://192.168.0.1 ein und drückt Return. Danach wird ein Username und ein Passwort abgefragt. Beides ist „admin“ (kleingeschrieben). Danach erscheint eine Webseite von dem Router mit verschiedenen Möglichkeiten. Der einfachste Weg die Internetverbindung zu konfigurieren ist das Aufrufen des „Setup Wizards“.
..:: Erste Schritte ::.. Der „Setup Wizard“ versucht automatisch festzustellen was für Einstellungen benötigt werden um den Internetanschluss richtig zu konfigurieren. Dabei unterscheidet er in drei Kategorien – Einwahl über PPPoE (z.B. T-DSL), Vergabe einer dynamischen IP-Adresse oder Verbindung über eine feste IP-Adresse. Je nachdem was der Router am WAN-Anschluss erkennt bietet er eine Seite an, in die man die Daten eingeben muss. Das ist sehr praktisch für die schnelle Installation oder den unerfahrenen Benutzer. In meinem Fall habe ich aber die manuelle Installation gewählt und für die dynamische Vergabe der IP-Adresse am Kabelmodem die Daten eingegeben. Für viele kleinere Netzwerke reicht diese Konfiguration bis hierher bereits aus um voll funktionsfähig im Internet zu surfen. Es wird hier dringend empfohlen das Passwort des Administrator – Accounts nach der Konfiguration zu ändern. Übrigens lässt sich auch einstellen, dass der Router von Extern administriert werden kann. Diese Funktion sollten aber nur erfahrene Netzwerkadministratoren einstellen.
Der Router macht NAT (Network-Address-Translation) zwischen dem Internet und dem LAN (lokalen Netzwerk). D.h. er übersetzt die interne Adresse eines Rechners in die externe Adresse des Anschlusses. Das ist die erste Hürde die Eindringlinge (Hacker) von Aussen nach Innen überwinden müssten. Die zweite ist eine Firewall die bestimmte Datenpakete aus dem Internet aber auch das Versenden dieser aus dem LAN nach draussen verhindert. Weiterhin sind einige Feature in den Router eingebaut, die es Angreifern schwer machen Ihren Anschluss zu stören. Über spezielle Konfigurationsseiten lässt sich ein VPN (Virtuelles – Privates – Netzwerk) aufbauen. D.h. ein Rechner der an einem anderen Standort in das Internet geht kann so in Ihr lokales Netzwerk von Aussen eingebunden werden, als wäre er mit seinem Computer bei Ihnen im Büro und an dem LAN-Anschluss angeschlossen. Dabei werden die Daten die über das Internet gesendet werden verschlüsselt. Der Netgear FVS318 bietet bis zu 8 gleichzeitigen Computern eine VPN-Verbindung nach dem Industriestandard.
Im LAN können bis zu 253 Computer an den Router, natürlich nur über weitere HUBs oder Switches, angeschlossen werden. Natürlich sind über den Router auch alle Rechner im LAN miteinander verbunden, so dass diese untereinander auch Daten austauschen können. Wenn das konfiguriert wird. In unserem Fall haben wir uns für feste IP-Adressen im LAN entschieden und die DHCP-Funktion ausgeschaltet. Das bedeutet zwar, dass man sich einen Adressraum ausdenken und diesen verwalten muss, hat aber den Vorteil, dass nicht ständige „Broadcast“ - Datenpakete im lokalen Netz rumfliegen und eventuell andere Funktionen stören können. Damit bekam unsere Router und die Rechner intern feste IP-Adressen. Die Einrichtung dieser war über das Webinterface angenehm und einfach. Das wir den Router mit einem Apple Computer konfigurierten, spielte keine Rolle.
Auch der Anschluss einer Apple AirPort Basisstation im LAN entpuppte sich als einfach. Denn der Netgear Router erkannte das AirPort Netzwerk als UpLink und somit genau so wie wir wollten. ..:: Feature ::.. Internet-Router mit 8 x LAN RJ45 Ethernetports und 1 x WAN RJ45 Ethernetport Sicherer Router zwischen LAN und WAN mit NAT Vertrauenswürdiges VPN für bis zu 8 Verbindungen nach Industriestandard Installations – Wizard Vorkonfiguriert für schnellen Einsatz Leichte Installation Eine umfangreiche und gute Firewall Abwehrmechanismen gegen Eindringlinge (DoS, Ping of Death, SYN Flood, etc.) Inhaltsfilter (Filterung nach Schlüsselwörtern) der Webseiten für das LAN Automatische Erkennung von UpLinks im LAN Unterstützung verschiedenster Protokolle (WAN) PPPoE, PPPTP, DHCP, Fixed IP, DNS Proxy. Gute Dokumentation (wenn auch auf Englisch) LEDs an der Frontseite zur Überprüfung der Funktionen 5 Jahre Garantie (2 Jahre auf das Netzteil) laut www.netgear.de
..:: Besonderheiten ::.. Als Besonderheit würde ich die Inhaltsfilterung für das LAN bezeichnen. Es ermöglicht, bestimmte Webseiten, über den Inhalt, vom Aufruf im LAN auszuschliessen. D.h. man kann z.B. verhindern, dass Webseiten mit erotischem Inhalt vom LAN aus aufgerufen werden können. Die Schlüsselwörter dafür kann man selber festlegen. Ausserdem kann man bestimmte Webseiten z.B. von der Konkurrenz ganz ausschliessen, in dem man im Inhaltsfilter den Domainnamen angibt. Sie können dann vom LAN aus nicht mehr aufgerufen werden.
..:: Einsatzgebiet ::.. Das Einsatzgebiet liegt aus meiner Sicht in kleinen und mittleren Firmen, Kanzleien, Arztpraxen etc. die in ihrem Büro ein kleines Computer – Netzwerk auf Basis TCP/IP aufbauen, in das Internet über ein Kabel oder xDSL-Modem wollen und das ganze so sicher und einfach wie möglich. Wenn man z.B. zwei Büros betreibt kann man durch den Einsatz von zwei Routern und dem Aufbau eines VPNs über das Internet – beide Büros, relativ sicher, so miteinander verbinden als hätte man alle Rechner in einem lokalen Netz. Aber auch bei Familien in einem Haus mit mehreren Computern, die alle in das Internet wollen ist der Router eine tolle Lösung.
..:: Erweiterung ::.. Wie schon weiter oben beschrieben kann man über UpLinks oder ein VPN das Netzwerk weiter ausbauen und mehrere LANs verbinden.
..:: Systemanforderungen ::.. Alle erdenklichen Betriebssysteme die Netzwerke mit TCP/IP unterstützen. Netzwerkarten in den PCs. Verkabelung über CAT5 oder höher / RJ45. Stromanschluss. Internetanschluss mit Kabel – oder xDSL-Modem sowie Festnetz.
..:: Konkurrenz ::.. Da gibt es natürlich viele, aber wahrscheinlich nicht zu dem Preis und mit der Leistung. Ich würde vielleicht bei Bintec, Belkin, D-Link oder ZyXel noch schauen. Vielleicht hat Allnet auch einen in der Preisklasse mit der Leistung. Ich habe da aber keinen Überblick. Der von Netgear schien mir aber hier im Moment am günstigsten im Preis-/Leistungsverhältnis.
..:: Weitere Informationen ::.. Bekommt Ihr auf der Webseite von Netgear unter http://www.netgear.de oder zum Beispiel auf http://www.forum.netzwerkrouter.de.
..:: Fazit ::.. Der Netgear FVS318 ist für mich ein gelungenes Produkt für kleine oder mittlere Unternehmen oder Grossfamilien, die über eine günstige Lösung, geschützt in das Internet, oder eventuell mehrere Standorte über ein VPN verbinden wollen. Aber auch im professionellen Einsatz kann ich mir den Router gut vorstellen. Durch sein gutes Preis- / Leistungsverhältnis und die gute Ausstattung können sich das vielleicht auch wieder ein paar Werbeagenturen leisten. ;-)
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10.01.2005 18:48
sehr guter bericht. mfg m
10.01.2005 16:22
ich kenn mich da ja net so aus aber der bericht ist echt gut.. lg dany
10.01.2005 15:09
@ mod_che Der WR-1200 ohne VPN kostet laut offizieller Homepage 239,- Euro. Fragezeichen??