Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Grafik, Atmosphäre |
| Kontra: |
Schwer für Einsteiger; Nur für PS3 und Xbox 360 |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Wie auch schon Madden 10, dass nicht offiziell in Deutschland erscheint, hat auch NHL 10 eine Besonderheit, denn diese Version gibt es nur für PS3 und XBox 360, wodurch besonders spannend wird, wie man die übrigen Spieler dann zu diesem Titel bringen will und welchen Schaden das Ganze mit sich führt.
--Die Lockmittel der Entwickler--__
Doch nun erstmal zu den angepriesenen Fakten dieses neuesten Eishockey-Titels aus dem Hause EA Sports.
- "Be a Pro" und "Be a General Manager"-Modus
- Ganz neues Boardplay
- Verschiedenste, intensive Trainingsmöglichkeiten
- Erstellen eigener Spielzüge
- Kämpfe in der Ego-Perspektive
--Der erste Eindruck--__
Beim ersten Start des Spiels wird man auch schon gleich mit der Sportart konfrontiert, denn nachdem man seinen Namen, Wunschposition und Schusshand eingegeben hat, geht es auch schon gleich zum Feldspieler-Tutorial, in dem man zum einen mit dem Schießen vertraut gemacht wird, aber auch gleich das neue Kampf-System und das Board-Play kennen lernt. Bei letzterem geht es darum, dass man seinen nah an der Bande stehenden Gegner an die Bande drücken kann, um ihm so den Puck abzunehmen. Dieses Feature wurde extra neu integriert, da es auch in der Realität immer wieder zu solchen Situationen kommt, in denen der Gegner meist nur die Möglichkeit besitzt, den Puck mit dem Fuß, was erlaubt ist, zu einem Mitspieler zu bringen.
Nachdem also dieser erste Einstieg geschafft ist, kann man sich sofort einen Überblick über das Menü machen. Auf den ersten Blick fällt dort allerdings nicht viel auf, auch nicht, wenn man sonst eher ein Spieler der FIFA- oder NBA-Reihe ist, denn alle drei verwenden nun schon seit einiger Zeit das identische Menü, wodurch man sich sehr gut zurecht findet.
Jedoch wird bei den einzelnen Menüpunkten auch schnell deutlich, dass das Menü teilweise sehr tief ist, denn es gibt eine riesige Anzahl von Variationen, was vor allem den Trainingsmodus betrifft, der jedem Neueinsteiger zu empfehlen ist, denn dort lernt man nicht nur als Feldspieler, sondern auch als Goalkeeper die einzelnen Situationen zu meistern.
Und dabei kann man so wirklich jede Konstellation einstellen bzgl. Überzahl- und Unterzahl- Spiel oder aber die fast Ausweglose Situation, einer gegen alle.
--Die Welt der Schieberegler, auch Optionen genannt--__
Nach meinen ersten kleinen Trainingssessions, habe ich mich erst einmal mit den Optionen dieses Spiels beschäftigt. Vor allem wenn man bisher nur Spiele mit wenigen Einstellungsmöglichkeiten kannte, wird man sich hier recht schnell erschlagen fühlen, denn man kann so wirklich alles einstellen.
Angefangen wird aber erst einmal mit den Standardeinstellungen wie Stärke der CPU, die in vier Stufen unterteilt ist und mich auf "Pro" schon sehr fordert, obwohl noch zwei weitere folgen, Drittellänge, Kampf- und Strafenhäufigkeit und der Steuerungsmethode.
Komplettiert durch die Soundeinstellungen, wo man die Geräusche der Arena, Kommentatorenlautstärke und die des Hallensprechers aufeinander abstimmen kann und zu guter letzt noch durch die visuellen Optionen, wie Kamera und ob man lieber nur von unten nach oben/ rechts nach links bzw. jeweils umgekehrt spielen möchte, oder aber die alternierende Lösung bevorzugt, sprich nach jedem Drittel wechselt die Richtung.
An sich wäre man an dieser Stelle nun fertig mit den Einstellungen, doch in Wirklichkeit geht es jetzt erst so richtig los, da man auch sämtlichste Gameplay-Einstellungen verfeinern kann.
Dabei unterscheidet man zwischen verschiedenen Kategorien wie z.B. der KI der Mitspieler und Gegner, die darüber entscheidet, wie geschickt sich die jeweiligen Spieler während des Spiels anstellen und wie viel Aggressivität sie mitbringen sollen, was sich natürlich auch auf Strafen auswirken kann.
Weiter geht es dann mit mehreren Einstellungen für den Goalkeeper, bei dem sich unter anderem bestimmen lässt, ob er einen Puck sofort sichert, oder aber des Öfteren den Pass zu einem Mitspieler riskiert, was bei mir leider schon recht häufig daneben ging und zu einem Gegentor führte.
Zum Abschluss kann man dann noch einiges am Puckverhalten drehen, was diesen je nach Einstellung, schneller oder aber auch langsamer über das Eis gleiten lässt und somit einen erheblichen Einfluss auf das Spiel hat.
--Steuerung--__
Bevor es nun so langsam aufs Eis geht lohnt natürlich schon mal ein Blick auf die Steuerung, die sich diesmal in drei Kategorien unterteilt und somit für jeden das Richtige bieten dürfte.
Zum einen gibt es da die "NHL94"-Steuerung, sprich die der ersten Stunde. Das Besondere hier ran ist, dass man neben dem Steuerkreuz mit nur zwei Tasten auskommt. Eine ist zum Schießen/Checken und die andere für den Pass/Spielerwechsel.
Als nächstes gibt es die klassische Steuerung, die ebenfalls recht übersichtlich gestaltet ist, denn hierbei sind nur die vier Standardtasten, sowie die Schultertasten vertreten. Somit wird es zwar schon ein wenig komplexer, aber dadurch bieten sich auch wesentlich mehr Möglichkeiten, die vor allem in der Abwehr sehr wichtig sind, wenn man sich z.B. in einen Schuss werfen möchte.
Die letzte Art bietet die Möglichkeiten sämtliche Steuerungsfunktionen zu nutzen, allerdings ist sie auch sehr komplex und gerade als Neueinsteiger wird man hier einige Zeit benötigen, bis man damit klar kommt. Selbst mir wird das immer wieder bewusst, wenn ich auf die schnelle versuche mich zu erinnern, welche Funktion ein bestimmter Knopf hat und einfach nicht darauf komme.
Die Besonderheit bei dieser Steuerung liegt darin, dass sie sich sehr stark auf die beiden Analogsticks und die Schultertasten konzentriert. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem rechten Stick, mit dem man zum einen die verschiedenen Schüsse und Antäuschungsmanöver ausführt und in der Defensive die Gegner von den Kufen stößt.
Erweiternd kommen dann die Schultertasten hinzu, mit denen man Pässe zu den Mitspielern spielt, zwischen den Spielern wechselt oder aber ein Schussblockmanöver ausführt.
Je nach Automatismus der Taktiken und Reihenwechsel muss man sich dann noch mit den vier Standardknöpfen, über die man separat zwischen den offensiven und defensiven Reihen durchwechseln kann, und dem Steuerkreuz beschäftigen, über das die verschiedensten Taktiken eingestellt werden können.
Zu den beiden ersten Möglichkeiten sei noch angemerkt, dass diese zwar wirklich sehr einfach und überschaubar sind, man aber massiv eingeschränkt ist und viele Aktionen nicht ausführen kann. Dies hindert allerdings nicht den Gegner seine Aktion so wie gewohnt auszuführen, wodurch man stark im Nachteil ist.
--Es geht endlich aufs Eis--__
Nachdem nun die wichtigsten Einstellungen getroffen sind und wir anhand der Tutorials die wichtigsten Dinge über die Steuerung erfahren haben, kann es endlich zum ersten Spiel gehen.
Doch bis dahin müssen wir uns erst einmal für ein Team entscheiden. Und als hätte die NHL nicht schon eine Menge an Teams zu bieten, kann man zusätzlich zwischen der deutschen, schwedischen, finnischen, tschechischen oder schweizerischen Liga wählen oder aber man entscheidet sich für die extra integrierte AHL, der amerikanischen Liga für zukünftige NHL-Stars, die auch eine Daseinsberechtigung in diesem Spiel gefunden hat oder eines der zahlreichen Nationalteams, wobei das deutsche Team weit hinter denen aus Amerika oder Kanada liegt.
Sobald die Teams, Trikots und eventuelle Aufstellungsänderungen vollzogen wurden trennt uns nur noch ein kurzer Ladebildschirm von der Action auf dem Eis.
Zwar ähneln sich die Animationen vor jedem Spiel recht stark, aber dennoch wird man sehr gut auf das Spiel eingestimmt, so wie es eben auch bei einem echten Spiel ist.
Dazu gehört erst einmal eine Kamerafahrt durch die Halle, wo man mit den wichtigsten Fakten zu dieser ausgestattet wird und auch schon einen Blick auf die tosende Menge werfen kann, die ungeduldig auf ihre Heimmannschaft warten. Denn während die Spieler des Gegner nach und nach das Eis betreten, erfolgt eine Schaltung in die Kabinengänge, wo man dann die Heimspieler sieht, die sich nach der Ankündigung durch den Hallensprecher dann auch auf das Eis begeben, dass während dieser Zeit stets mit dem Heimteamlogo und einigen Spots beleuchtet wird, wodurch eine wirkliche tolle Atmosphäre entsteht.
Nach ein paar weiteren Kamerafahrten, die die sich vorbereitenden Spieler zeigen, geht es dann auch schon mit dem ersten "Face-Off" (Bully) los und man ist gleich mitten drin im Spiel und kann sich dabei schon leicht überfordert fühlen, da so viele Eindrücke auf einen wirken uns man sich zeitgleich auch noch auf das Spiel konzentrieren muss.
Allen vorankommen dabei die Zuschauer zum tragen, die nicht nur durch ihre Reaktionen ihrer Begeisterung bzw. ihrem Unmut freien Lauf lassen, sondern auch die diversen optischen Effekte, die einen sehr großen Reiz ausmachen.
Dabei fallen vor allem die vielen Spiegelungen auf, sei es auf dem Eis oder in den Plexiglasscheiben, die so detailliert sein, dass ich manchmal dazu geneigt habe, lieber durch Betrachten der Spiegelung zu spielen, anstatt mich direkt auf das Geschehen zu konzentrieren.
Verstärkt wird das Ganze dann noch durch die Bewegungen der Zuschauer, die auch schon mal dazu neigen, gegen die Scheiben zu schlagen oder sonst irgendwie auf sich aufmerksam zu machen. Sehr erfreulich finde ich es hier auch, dass man nur sehr selten die genau gleiche Person sieht, was bei früheren Titeln leider viel zu oft der Fall war und mir absolut nicht gefallen hat.
Ein weiteres Highlight sind die Unterbrechungen, die beim Eishockey absolut keine Seltenheit sind. Dieser werden zum einen mit typischen Sounds untermalt und man darf sich auch noch mal die schönsten Momente der letzten Spielzüge ansehen. Oder aber, wenn eine Strafe ausgesprochen wurde, noch einmal genau beobachten was da überhaupt vorgefallen ist, denn manchmal passiert es, dass man überhaupt nichts mitbekommt und nur das Wort "Strafe" in der rechten oberen Ecke vernimmt.
Übrigens ist diese Stelle sehr wichtig, denn dort erscheinen auch die Abseitswarnungen oder die Info, dass der gegnerische Keeper vom Eis ist, damit ein weiterer Feldspieler mitwirken kann.
An dieser Stelle noch ein Hinweis zu den Unterbrechungen, denn dies bedeutet nicht, dass das Spiel in eine Wiederholung wechselt, sondern das Geschehen bleibt noch ein wenig auf dem Eis, denn diese Phase kann man auch dafür nutzen noch ein wenig den Gegner anzurempeln oder sogar eine Schlägerei zu beginnen, wobei man dann in die Ego-Perspektive versetzt wird und seinem Gegner direkt in die Augen sehen kann, um ihn dann mit gezielten Schlägen aufs Eis zu befördern oder aber sich nach ein paar eingesteckten Treffern selbst auf selbigem zu befinden.
Nach dem Schlusspfiff, der zuvor je nach Spielstand noch einige spannende Momente mit sich gebracht hat, erfolgt die übliche Krönung der drei besten Spieler des Abends, was an sich aber auch nur eine Sache für Statisten ist.
Wesentlich interessanter ist da schon die Highlight-Liste, über man die direkt auf die Wiederholungen der Tore, der spektakulärsten Checks oder auch Verletzungsszenen zugreifen kann.
--Genug getestet, jetzt wird's ernst--__
Natürlich gibt es neben dem Sofortspiel noch viele andere Spielmodi und die wollen natürlich auch ausprobiert werden.
Shootout:
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Zunächst noch mal ein kleiner Übungsmodus, denn man will ja schließlich vorbereitet sein, wenn es darum geht, dass ein Penaltyschießen ansteht und man dieses nicht als Verlierer verlassen möchte. Hier bekommt man ausgiebig die Möglichkeit zu üben und wird sich sehr freuen, wenn man es endlich mal geschafft hat, den Keeper zu überwinden.
Saison:
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Letztes Jahr noch gestrichen, so ist dieser Modus diesmal wieder dabei und bietet so ziemlich alles was man sich wünscht, denn es gilt eine komplette Saison zu bestreiten und die ist bekanntlich nicht gerade kurz. Dabei kann man aus sämtlichen verfügbaren Ligen wählen und zu Beginn entscheiden, ob mit den Originalteams gespielt werden soll, oder aber erst noch mal ein Draft, sprich eine Neuverteilung der Spieler an die Teams, erfolgen soll, wodurch sich ein ganz anderes Bild ergibt.
Playoff:
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Hier kann man einfach mal so tun, als hätte man eine Saison erfolgreich absolviert und direkt in die Entscheidungsspiele einsteigen, um evtl. am Ende den begehrten Pokal in den Händen zu halten
Be a Pro:
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An dieser Stelle dürfen wir nun auch mal unseren anfangs erstellten Spieler nutzen und versuchen uns nach und nach über die AHL in Richtung NHL zu arbeiten und evtl. nach ein paar Saisons zum entscheidenden Spieler zu reifen, der sich mit seinem Team den Stanley Cup krallt.
Zusätzlich besteht auch die Möglichkeit direkt einen NHL Spieler zu wählen und mit diesem das Ziel zu erreichen.
Doch egal für welche Möglichkeit wir uns entscheiden, wir stehen unter ständiger Beobachtung unseres Managers, aber auch unseres Coachs, denn nach jedem Spiel und auch in den Drittelpausen erfolgt eine Bewertung unserer Leistung in den Bereichen Teamplay, Offensive und Strategie. Sollten wir uns also nicht genug anstrengen kann es passieren, dass wir in Zukunft nicht mehr zu den wichtigsten Akteuren auf dem Eis gehören.
Leider darf man in diesem Modus nicht die europäischen Ligen nutzen, was das Ganze sicherlich noch wesentlich attraktiver machen würde.
Be a GM (General Manager)
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Dieser Name klingt zwar nach etwas ganz neuem, doch in Wirklichkeit verbirgt sich dahinter nichts anderes als der schon aus früheren Titeln bekannte Dynasty-Modus. Dies bedeutet nichts anderes, als dass wir die komplette Kontrolle über ein zuvor gewähltes Team übernehmen. Müssen uns also mit dem ganzen Drumherum eines Managers beschäftigen, wobei sicherlich die jährlichen Transfers die interessanteste Aufgabe sein dürften, in der Rolle des Trainers die richtige Aufstellung finden und zu guter letzte auch noch auf das Eis um das Spiel zu gewinnen und somit stets dafür zu sorgen, dass alle zufrieden sind.
Insgesamt werden uns 25 Jahre angeboten, in denen wir diesen Modus spielen können, doch leider gilt hier das gleiche wie bei "Be a Pro", dass die europäischen Ligen außen vor sind.
--NHL in aller Welt--__
Irgendwann wird sicherlich einmal der Zeitpunkt kommen, an dem man keine Lust mehr hat gegen den Computer zu spielen und auch gerade niemand neben einem sitzt. Was liegt dann also näher, als einen Blick in die Welt der Onlinefunktionen von NHL10 zu werfen und gegen irgendeine Person auf dieser Welt anzutreten.
Doch statt nur irgendwelche mehr oder weniger bedeutsame Ranglistenspiele zu absolvieren, wird hier wesentlich mehr geboten.
Als erstes sticht dabei die "EA Sports Hockey League" ins Auge, die im monatlichen Rhythmus ausgetragen wird und stets auf der Suche nach dem besten Spieler der Welt ist.
Des Weiteren gibt es die Möglichkeit mit bis zu 12 Spielern ein 6 gegen 6 Spiel zu veranstalten, wobei sogar der Keeper von einem menschlichen Spieler gesteuert, was z.B. bei FIFA bisher noch nicht möglich war.
Oder aber man eröffnet eine Liga mit bis zu 32 Teams, in der man dann gegen Freunde antreten kann, um zu sehen wer der beste ist.
An sich ist es aber egal für welchen Modus man sich entscheidet, denn einen ganz wichtigen Punkt haben alle und dieser bezieht sich auf die Verbindungsqualität die stets einen sehr stabilen Eindruck macht. Dabei ist es wirklich gleichgültig, ob die Person in Deutschland, Europa oder sogar Amerika sitzt. Dies hat absolut keinen Einfluss auf das Spiel und somit merkt man fast keine Unterschied zwischen einem Online- und Offline-Spiel, was bei mir einen sehr guten Eindruck hinterlassen hat.
--Die Statistikflut--__
Wie nicht anders zu erwarten, wird man mit sehr vielen Statistiken überflutet, wobei man sich manchmal fragt, wer sich das alles anschaut.
Doch es gibt glücklicherweise auch welche bzw. Auswertungen davon, die einem wirklich weiterhelfen. Dazu gehören natürlich erst einmal die Live-Statistiken während des Spiels, die z.B. deutlich machen, dass man in Sachen Bullys absolut miserabel abschneidet und dies evtl. ein Grund dafür sein könnte, dass man es einfach nicht schafft seine Spiele zu gewinnen.
Und um genau dem vorzubeugen, gibt es in jeder Drittelpause eine Übersicht für beide Teams, die besagt, was man bisher gut gemacht hat und worauf man achten sollte, damit es im Spiel besser läuft.
So wird z.B. darauf hingewiesen, dass man bisher gut die gegnerischen Angriffe abgeblockt hat, die sich ergebenden Chancen eiskalt ausgenutzt hat oder aber der Hinweis darauf, dass man etwas weniger Strafen bekommen sollte, um nicht dauerhaft in Unterzahl spielen zu müssen.
Somit ergibt sich eine wirklich schnelle Übersicht, die einem ein langes Auswerten der Statistiken erspart.
Doch auch im "Be a Pro"-Modus gibt es eine solche Funktion, die einen dann zusätzlich noch bewertet und man dadurch noch besser feststellen kann, in welchen Bereichen sich etwas tun muss. Schließlich macht es gerade in diesem Modus recht wenig Spaß, sich das Spiel ständig von der Strafbank aus anzuschauen, denn so schadet man nicht nur seinem Team, sondern auch der eigenen Karriere.
Zum Abschluss wurde noch eine schön übersichtliche Funktion, in Form einer Player-Card, eingebaut, die sowohl die Offline-, als auch Online-Spiele analysiert, und aufzeigt, wo sich die Stärken und Schwächen des eigenen Spielstils aufzeigen. Aufgrund dieser kurzen und knackigen Darstellung kann man sich auch sehr gut mit Freunden vergleichen und evtl. voneinander lernen, um schneller noch besser zu werden.
--Ich darf so vieles selber machen--__
Neben der für den "Be a Pro"-Modus wichtige Spielererstellfunktion, wurden von den Entwicklern noch einige weitere Features geboten, die das ganze Spiel noch persönlicher machen.
Zunächst einmal gibt es einen Editor, der es uns ermöglicht eigene Sounds zu integrieren, die dann beim gewünschten Team als Eingangs- oder Tormusik abzuspielen, wodurch man sich noch mehr das Gefühl vermitteln kann, man wäre bei einem Spiel seines Lieblingsvereins.
Die weitere Möglichkeit betrifft die Spielzüge und dürfte aufgrund der Komplexität eher etwas für Hardcore-Spieler sein, denn Neulinge könnten hierbei schnell den Überblick oder einfach das Interesse verlieren.
Hierbei geht es darum, dass man für eine spezielle Spielsituation, wie z.B. dem Überzahlspiel eine Spieltaktik entwerfen kann.
Dies gestaltet sich dann so, dass man einen Puckführenden Spieler bestimmt und nun für jeden einzelnen Spieler festlegt, welchen Weg dieser gehen soll, um möglichst schnell zum Torerfolg zu kommen.
An sich eine nette Sache, doch in der Praxis eher eine langatmige Angelegenheit, denn es dauert einige Zeit, bis man die Laufwege gut aufeinander abgestimmt hat und dann muss zunächst einmal ein Testspiel her, um zu sehen, ob diese Taktik wirklich etwas bringt. So können also schon ein paar Stunden vergehen und die Zeit ist mir dann doch ein wenig zu schade.
Schön ist allerdings, dass diese Spielzüge dann auch Online angewendet werden können.
--Grafik--__
Im optischen Bereich gehört die NHL Serie schon seit mehreren Jahren zu den besten Produkten der EA Sports Reihe. Daher braucht man sich von vornherein nicht so viele Gedanken darüber machen, ob es eine gute Grafik ist oder nicht. Eher ist die Frage interessant, was sich die Entwickler neues haben einfallen lassen, um sich ein weiteres Mal zu übertreffen.
Während das Menü in dieser Hinsicht absolut nicht besonderes bietet, ändert sich dieser Eindruck bei der Spielpräsentation gewaltig. Vor allem der Einblick in den Kabinengang mit den wartenden Spielern sorgt für eine gelungene Atmosphäre und die vielen verschiedenen Fans, die sich nur sehr selten wiederholen, tun ihr bestes, um für einen rundum gelungenen Gesamteindruck zu sorgen.
Sehr beeindruckend sind auch die sehr realistischen Bewegungen der Spieler, die um einige weitere Aktionen erweitert wurden und somit fast keine Wünsche übrig lassen.
Abschließend muss hier noch die Kameraführung erwähnt werden, die stets auf Augenhöhe ist, und vor allem die Aufbereitung der Wiederholungen, damit man sich noch einmal die vor wenigen Augenblicken stattgefundene Aktion in aller Ruhe ansehen kann.
Somit lässt sich für diesen Bereich zusammengefasst feststellen, dass die Entwickler eine erneute Steigerung schaffen konnten.
--Sound--__
Die akustische Abteilung bietet bei NHL 10 das absolute Highlight und wirkt am meisten dazu dabei, dass die Atmosphäre so hervorragend rüber kommt.
Wie schon angedeutet, haben die Zuschauer einen sehr großen Anteil daran, doch auch auf dem Eis vermitteln die Spieler durch ihre Zurufe und deren Bewegungs- und Schussgeräusche den Eindruck, man würde ein echtes Spiel ansehen.
Abgerundet wird dieser Gesamteindruck durch den Hallensprecher und die Musikeinspielungen in den kurzen Pausen.
Auf Wunsch kann man noch die beiden Kommentatoren hinzuschalten, die zwar auf Englisch sind, was dem einen oder anderen sicherlich nicht gefallen wird, doch wenn ich den deutschen Sprecher aus dem Tutorial höre, dann bin ich doch ganz froh drum. Zudem informieren diese recht gut über das aktuelle Spielgeschehen und führen damit nicht dazu, dass man sie gleich wieder abstellen muss.
--Für den Trophäensammler in dir--__
Natürlich gibt es auch bei diesem Spiel wieder eine Menge Trophäen, die insgesamt über einen sehr durchwachsenen Schwierigkeitsgrad verfügen.
Zu den einfacheren Aufgaben gehört es da, dass man das anfängliche Tutorial komplett abschließen soll, was sich aber mehr oder weniger im Vorbeigehen erledigt.
Etwas anspruchsvoller wird es dann schon, wenn man ein Online-Spiel absolvieren soll, ohne dabei ins Abseits zu geraten. Und sicherlich am interessantesten sind die Trophäen bzgl. des "Be a Pro"-Charakter, der u.a. 25 Tore und 30 Assists erzielen soll oder aber in der Spielgesamtbewertung in allen Bereichen eine A-Bewertung erhalten soll, was wohl mit einem Verteidiger am einfachsten funktionieren wird.
Insgesamt ergibt sich eine Trophäenanzahl von 41, die sich auf 26 bronzene, 10 silberne, 4 goldenen und eine in Platin verteilen.
--Der Preis--__
Preislich bin ich bei diesem Titel eigtl. wie immer ganz gut weggekommen, denn mich hat dieser Spaß auf dem Eis nur 51,99Euro gekostet, während man in den hier bekannten Online-Shops mindestens 60Euro bezahlen muss.
Durch die nicht immer ohne Kämpfe auskommenden Spiele wurde die Altersbeschränkung für diesen Titel auf 12 Jahre festgesetzt.
--Mein Fazit--__
EA Sports NHL-Umsetzung für 2009 zeigt deutlich, dass man sich auf einem sehr hohen Level bewegt, was vor allem in den Bereichen Grafik und Sound deutlich wird. Allerdings birgt das Spiel auch eine gewisse Komplexität in sich, wodurch es Neueinsteiger etwas schwerer haben, in das Spiel herein zu finden. Für alle anderen dürfte es aber genau das richtige sein.