Nasser See Kreuzfahrt, Ägypten

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Nasser See Kreuzfahrt, Ägypten

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Erfahrungsbericht über "Nasser See Kreuzfahrt, Ägypten"

veröffentlicht 13.04.2017 | hollfehrenbach
Mitglied seit : 19.12.2003
Erfahrungsberichte : 100
Vertrauende : 1
Über sich :
Ich bin neugierig. Will (fast) alles wissen und gebe gerne meine Erfahrungen weiter... :-)
Ausgezeichnet
Pro Schöne Kreuzfahrt abseits der Hauptroute Luxor-Assuan
Kontra Für mich nichts.
sehr hilfreich
Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Sehenswürdigkeiten
Sicherheit
Gastfreundlichkeit

"Eine angenehme und ruhige Kreuzfahrt"

MS Steigenberger Omar El Khayam, Deck mit Barbereich

MS Steigenberger Omar El Khayam, Deck mit Barbereich

Kreuzfahrten auf dem Nassersee werden seit etwa der Mitte der 1990iger Jahre angeboten. In den guten Jahren vor der Revolution waren etwa ein halbes Duzend Schiffe unterwegs. Als ich meine Nasserseekreuzfahrt im Februar 2016 unternommen hatte, lagen mehrere Schiffe im Hafen von Assuan. Neben dem Schiff, auf dem ich unterwegs war (Steigenberger Omar El Khayam), hatte auf mich lediglich ein weiteres Schiff, das Mövenpick MS Prince Abbas den Eindruck gemacht, als sei es noch in Betrieb. Die anderen Schiffe, die für eine Kreuzfahrt infrage gekommen wären, etwa vier Stück an der Zahl, erweckte den Eindruck, als seien sie außer Betrieb (von außen dreckig, auf dem Oberdeck waren keinerlei Möbel (auch keine Sonnenschirme, man hat den blanken Holzboden gesehen, da kein Teppichboden verlegt war, Pools ohne Wasser), sämtliche Vorhänge auf allen Etagen zugezogen, Motoren aus, keinerlei Personal bzw. Leben an Bord des Schiffs. Der Anblick war gerade zu Beginn der Kreuzfahrt sehr trostlos. In wie weit sich an dieser Situation seit Februar 2016 geändert hat, weiß ich nicht.

Das von mir gebuchte Nasserseekreuzfahrtschiff Steigenberger Omar El Khayam war zum Zeitpunkt meiner Reise nicht mal zur Hälfte belegt (Februar 2016). Ich hatte die Reise bei OFT Reisen gebucht und war auf dem Teil der Reise alleiniger Gast dieses Reiseveranstalters. Für den Reiseleiter eine Katastrophe, dass die Gruppe nur aus einer Person besteht, für mich war es ein nicht gebuchter Luxus, einen Guide ganz für mich alleine zu haben. Ich will darüber keinesfalls schimpfen – mir tat der Reiseleiter nur unendlich leid. Er war als Freiberufler (was dort üblich ist) für insgesamt zwei Wochen gebucht und in jeder der beiden Wochen hatte er nur einen Gast zu betreuen.


Reiseverlauf:

Reisedauer von 3-, 4- und 7 Tagen ist möglich. Einschiffung in Assuan immer montags für die 4- und 7-tägige Reise. Für die 3 Tage in Assuan am Freitag.

Im Rahmen des Ausflugspakets werden folgende antike Stätten besucht (von Nord nach Süd):

1. Tempel von Kalabsha mit der Felsenkapelle des Dedun, dem Felsentempel von Beyt el Wali, Tempel von Gerf Hussein und dem Kiosk von Kertassi (Eintritt: 40 L.E.)

2. Tempelgruppe New Sebua mit den Tempeln von Sebua, Dakka und Maharraka (Eintritt: 50 L.E.)

3. Tempelgruppe New Amada Areal mit dem Tempel von Amada, der Felsentempel von Derr und das Felsengrab des Pennut (Eintritt: 50L.E.)

4. Fort Qasr Ibrim und

5. Felsentempel von Abu Simbel (ggf. Besuch der Ton- und Lichtshow am Abend) (Eintritt: 100 L.E. für die reine Besichtigung; ca. 20 Euro extra für die Ton- und Lichtshow)

Die Preise sind alle Stand Februar 2016. Der Wechselkurs damals war 1 Euro = ca. 8,6 L.E., 1 L.E. = ca. 0,10 Euro.


Zufriedenheit mit dem Ausflugspaket:

Vorneweg nehmen möchte ich, dass ich auf dem Nassersee den Reiseleiter meines Veranstalters für mich alleine hatte. Mir war vorher bewusst, dass die Nasserseekreuzfahrt nicht so häufig gebucht wird wie eine Nilkreuzfahrt zwischen Luxor und Assuan. Ich war eine Woche auf dem Nassersee und die Zeit war sehr erholsam und die Ausflüge waren in ihrer Dauer (für die Punkte 1 bis 3 jeweils ca. 2 Stunden)optimal bemessen.

Eigentlich hätten sich die Ausflüge über die ganze Woche hingezogen, davon wich ich aber ab. Ich hatte mich mit einer anderen Reisegruppe (3 Personen) angefreundet, die nur die Strecke Assuan – Abu Simbel gebucht hatten. Es war auf dem kurzen Weg die Entscheidung getroffen, dass wir gemeinsam die Ausflüge gemacht haben. So hatte ich auf dem Rückweg Erholung auf dem Schiff. Da ich nach der Nil- und Nasserseekreuzfahrt (Dauer 2 Wochen) wieder heim geflogen bin und keinen Strandurlaub gebucht hatte, war ich froh um die drei Ruhetage nachdem ein Teil des Urlaubs rum war.

Die einzelnen Ausflugsziele habe hier bei ciao schon bewertet. Die Tempel, ein Grab und ein Fort sind in unterschiedlichen baulichen Zuständen. Hier ist alles dabei – von „kann man vergessen“ (dem Fort Qasr Ibrim) bis zu den sehr schönen Tempel von Amada und Derr.


Daten des Kreuzfahrtschiffes auf dem Nassersee:

Name: Steigenberger Omar El Khayam

Sterne in der Landeskategorie: 5 Sterne Deluxe

Kabinen: 68 Doppelkabinen, 8 Grand Suiten, 4 Royale Suiten

Anzahl Etagen: 4

Eirichtung:
- Lounge-Bars, Souvenirladen, Tagungsräume, Sonnenterrasse mit Whirlpool, Pool und Bar an Deck des Schiffs und Hauptrestaurant „Abu Nawas“
- Gesundheitsclub, Fitnessraum und Schönheitssalon, Wellness- und Massagebereich, Cleopatra-Spa

Kabinenausstattung: Klimaanlage, Minibar, Safe, Dusche, Fön, Balkon und TV

Wichtig: WLAN für’s Laptop gibt’s auf dem Nassersee nicht. Das Smartphone bekommt auch nur in der Nähe der Tempelanlagen ein Signal – die restliche Zeit unterwegs auch nicht. Internetjunkies haben also unterwegs ein Problem mit dem Entzug zur lieben weiten Welt.


Sicherheit:

Auf dem Schiff fährt auch ein Polizist in Zivil mit. Aufgefallen ist er mir nur dann, wenn wir einen Ausflug gemacht haben und uns begleitet hat. Sonst habe ich ihn nie gesehen. Es wird wohl so gewollt gewesen sei, dass man als Gast nicht ständig mit den Sicherheitsvorkehrungen konfrontiert wurde. Am New Amada Areal waren auch noch ein Soldat und ein Mitarbeiter der Antiquitätenbehörde mit vor Ort beim Ausflug dabei. Auf dem Schiff und auch sonst auf der restlichen Reise habe ich die beiden Herren nicht angetroffen. Warum ausgerechnet dort ein erhöhtes Sicherheitsaufkommen war, kann ich nicht sagen.


Zufriedenheit mit dem Service auf dem Schiff:

Bei meinem Aufenthalt war das Schiff zwischen einem Drittel und knapp der Hälfte ausgelastet. Ich empfand es als sehr angenehm, dass es auf Deck keinen Kampf um Sitzplätze und Liegen gab. Entspannt war die Situation auch im Restaurant bei den Mahlzeiten – keine langen Schlangen am Büffet und das Angebot war immer reichlich und üppig.

Mein Zimmer war immer im Laufe des Vormittags fertig gereinigt. Die Mitarbeiter, die für die Reinigung der Zimmer und des restlichen Schiffes zuständig waren, waren immer irgendwo auf dem Schiff unterwegs und sind ihrer Arbeit nachgegangen. Gründe zum Klagen gab es in der ganzen Woche nicht.


Gesamtfazit der Woche auf dem Nassersee:

Die Idee zu der Nasserseekreuzfahrt kam mir nach der ersten Nilkreuzfahrt Ende 2004. Ich hatte mir im Nachgang ein Buch über Ägypten gekauft und dieser Reiseführer hatte mir die Nase lang gezogen, eine weitere Kreuzfahrt zu unternehmen. Bei der reinen Nilkreuzfahrt hatte es mich darüber hinaus gestört, dass man für den Besuch des Tempels in Abu Simbel einen ganzen Urlaubstag „verbrät“, wenn man mit dem Bus unterwegs ist.

Diese Kreuzfahrt war für mich genau richtig – in Ruhe die Sehenswürdigkeiten entlang des Nassersees besuchen ohne einem größeren Ansturm. Die Sehenswürdigkeiten des Nassersees habe ich hier bereits separat bewertet. Bei einem Ausflug hat man nicht nur eine antike Stätte besucht, sondern meist eine Gruppe von mindestens drei Tempeln. Es gab eine Durchmischung von guten bis sehr guten historischen Stätten und nur teilweise versetzten historischen Orten, die durch ihre Unvollständigkeit und Schlichtheit eher enttäuschend gewesen sind.
Unter dem Strich war das Ausflugspaket interessant, weil hier die ägyptische Geschichte sehr „Nubien-lastig“ gewesen ist und keine 100%ige Fortführung der Tempel vom Nil. Diese anderen Darstellungen, Reliefs und weiteren (lokalen) Göttern hat bei mir keinen Überdruss von „noch mehr Tempeln“ aufkommen lassen.

Was für andere eine Woche am Hotelstrand am Roten Meer ist, war für mich diese Woche auf dem Nassersee – trotz der Ausflüge habe ich mich hier aus der täglichen Hatz und Trott herausgerissen gefühlt. Da das Schiff nicht im Konvoi unterwegs war, hatte man unterwegs auf dem Nassersee einen Rundumblick und immer einen perfekten Liegeplatz. Am Tempel von Abu Simbel liegt der Liegeplatz parallel zu der Tempelanlage (Der Weg parallel zum Schiff zum Seiteneingang des Tempels ist schmal und man muss trittsicher sein). Näher an einem Tempel als hier war man an sonst keinem Tempel während dieser Woche.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • Myhnegon veröffentlicht 25.04.2017
    sh
  • Bianca--- veröffentlicht 18.04.2017
    Super Bericht.LG :)
  • Wachbergindianer veröffentlicht 17.04.2017
    Prima
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