Naturhistorisches Museum, Wien

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Naturhistorisches Museum, Wien

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Erfahrungsbericht über "Naturhistorisches Museum, Wien"

veröffentlicht 22.05.2017 | Ciaochsi
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Gegenleser, nutze nur noch Kommispalte. Lange BH-Liste, daher die Kommentare: BH-Warteliste: wartet bis ich bh erhalte / BH-Stau: bh hat Termin, dauert aber sehr lange!
Ausgezeichnet
Pro überwältigend, umfangreich, einmalig, faszinierend, ...
Kontra nichts für Museumshasser
besonders hilfreich
Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Öffnungszeiten
Spaßfaktor

"Alt, aber beeindruckend riesig"

Naturhistorisches Museum, Wien

Naturhistorisches Museum, Wien


Die Attribute könnte man beliebig fortsetzen. Doch das hilft niemanden, wenn er sich dafür interessieren möchte oder den Besuch dahin planen möchte, wozu ich auf jeden Fall rate. Die Rede ist von unserem Ziel am 2. Tag des Wien-Besuchs, das

Naturhistorische Museum Wien


Auf http://www.nhm-wien.ac.at findet man alles Wissenswertes über das Museum. Aber die Vielzahl der Infos dürfte die meisten erschlagen, weshalb ich hier die mir am wichtigsten Informationen daraus zusammenstellte und gleich bewerte.

Allgemeines

Das Museum beherbergt weltberühmte und einzigartige Exponate, etwa die 29.500 Jahre alte Venus von Willendorf, die vor über 200 Jahren ausgestorbene Stellersche Seekuh oder riesige Saurierskelette. Weiters zählen die weltweit größte und älteste Meteoritenschausammlung mit dem spektakulären Neuzuwachs, dem Marsmeteoriten „Tissint“, die anthropologische Dauerausstellung zur Entstehung und Entwicklung des Menschen und die neuen Prähistorischen Schausäle mit dem Venus- und dem Goldkabinett zu den Höhepunkten eines Rundganges durch 39 Schausäle. Weil aber auch in einem Palast der Wissenschaften die Zeit nicht stehen bleibt, wurde zum 125. Jubiläum das neue Digitale Planetarium präsentiert, das mit Fulldome-Projektionstechnik neue Besucherinnen und Besucher virtuell, aber wissenschaftlich exakt, zum Beispiel an den Rand der Milchstraßengalaxie oder zu den Saturnringen bringt. In den Forschungsabteilungen des Naturhistorischen Museums Wien betreiben etwa 60 Wissenschafterinnen und Wissenschafter aktuelle Grundlagenforschung in den verschiedensten Gebieten der Erd-, Bio- und Humanwissenschaften. Damit ist das Museum wichtiges Kompetenzzentrum für öffentliche Fragen und eine der größten außeruniversitären Forschungsinstitutionen Österreichs.

Öffnungszeiten

Donnerstag bis Montag 9:00 - 18:30
Mittwoch 9:00 - 21:00
Dienstag geschlossen
Einlass bis 30 Minuten vor Schließzeit

Ausnahmen:
Di, 11. April 2017: 09:00 - 18:30 Uhr geöffnet
Di, 15. August 2017: 09:00 - 18:30 Uhr geöffnet
So, 24. Dezember 2017: 09:00 - 15:00 Uhr geöffnet
Di, 26. Dezember 2017: 09:00 - 18:30 Uhr geöffnet
Di, 2. Jänner 2018: 09:00 - 18:30 Uhr geöffnet

Schließtage:
Mo, 25. Dezember 2017
Mo, 1. Jänner 2018

Eintrittspreise

Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren* frei
Erwachsene € 10,-
Mitglieder des Vereins Freunde des NHM Wien* frei
Senioren, Besitzer der Vienna-Card, Ö1 Club-Mitglieder u. a. Ermäßigungsberechtigte* € 8,-
Studenten, Lehrlinge, Soldaten und Zivildiener bis 27 Jahre* € 5,-
Gruppen (ab 15 Personen) pro Person € 8,-
Jahreskarte** € 27,-
Menschen mit gültigem Behindertenpass und eingetragene Begleitperson € 8,-
Menschen mit Kulturpass ("Hunger auf Kunst & Kultur"), Rollstuhlfahrer frei
Audioguide (deutsch, english, franÒ«ais, italiano, español) € 4,-
Digitales Planetarium (zuzüglich Museumseintritt) € 5,-
Digitales Planetarium (bis 19 Jahren) € 3,-
  • Gültiger Lichtbildausweis erforderlich (sofern nicht eindeutig, wie bei unserer 9 Jährigen Kleinen)
  • * gültig ein Jahr ab Kaufdatum

    Zu Beachten ist, dass man das integrierte Planetarium wirklich nicht separat besuchen kann. In der Eingangshalle ist eine Info und separate Kasse, so dass man sich auch nachträglich für den Besuch entscheiden kann.
    Wir waren nicht im Planetrarium, so dass ich dazu nichts weiter sagen kann.
Schließfächer

Direkt nach dem Eingang findet man gleich rechterhand mehrere Räume mit Schließfächern. Man braucht 1-Euro Münzen, die man aber wieder bekommt. Da kann man Rücksäcke, Taschen und Jacken einschließen. Schirm hat man besser nicht mit. Kommt man zu spät, dann wird es aber schwierig noch ein Schließfach zu ergattern. Daher sollte man immer einen Rucksack dabei haben, wo alles rein passt. Proviant kann man auch mit einschließen, da man auch zwischendurch da hin kann. Allerdings kann der Weg weit sein.
Nicht alle Schließfächer sind behindertengerecht aufgestellt, aber es gibt auch solche, wobei auf Behinderte nicht Rücksicht genommen wird.

Kinderwagen und Buggies

Wer mit Kleinen Kindern unterwegs ist und daher auf Kinderwagen oder Buggy angewiesen ist, dem rate ich vom Musumsbesuch abzusehen. Kinder in diesem Alter dürften am Museum wenig oder nur kurz Freude finden und die Abstellmöglichkeiten sind begrenzt, die Wegstrecken sind zu lange und viele Exponate sind für Kleinere zu hoch. Daher sollten die Kinder gut 1,20 m groß sein und auch gut zu Fuß. Außerdem ist es hilfreich, wenn sie schon gut lesen können, also etwa ab 2. Klasse wird es dann interessant. Unsere Kleine ist bereits in der 3. Klasse und auch etwas größer und da passte das hervorragend.
Wir beobachteten aber auch Eltern mit kleineren Kindern und bedauerten diese, denn weder Eltern noch Kinder hatten was davon und das Gequengel ließ nicht lange auf sich warten.

Anreise

Es soll zwar auch Parkhäuser geben rund um das Museumsquartier, aber davon kann ich nur abraten, denn die Anzahl der Plätze ist beschränkt, rundum gibt es sehr viele Museen und die Preise sind exorbitant hoch. Unter 3-4 € pro Stunde gibt es kaum was. Der öffentliche Nahverkehr ist da günstiger. Wir fuhren mit der U-Bahn bis Karlsplatz und stiegen dann in die U2. Nach 2 Stationen bei Volkstheater stiegen wir aus und gingen dann rechts um das Museumsgebäude herum zum Eingang. Aufgrund des Schneeregens und Windes waren das recht ungemütliche 5 Minuten Weg.

Gliederung der Ausstellung

Plan siehe http://www.nhm-wien.ac.at/ausstellung/dauerausstellung__schausammlung
Beginnend im Hochpaterre (Treppe rechts hoch) dem Rundgang folgend:
Saal 1 - 4: Mineralien, Gesteine
Saal 5: Meteoriten
Saal 6 - 9: Fossilien
Saal 10: Saurier
Saal 11 - 13: Urgeschichte
Saal 14 - 15: Anthropologie
Saal 16: Planetarium
Saal 17 - 19: Sonderausstellung
weiter übers Treppenhaus hoch ins erste Stock wieder beginnend über Saal 1:
Saal 21: Mikokosmos
Saal 22 - 23: Einzeller, Korallen, Weichtiere
Saal 24: Krebse, Spinnentiere, Insekten
Saal 25 - 26: Fische
Saal 27 - 28: Reptilien, Amphibien
Saal 29 - 32: Vögel
Saal 33 - 39: Säugetiere

Sonstiges

Toiletten findet man je auf der Rückseite ser Säle 10 und 30 im Umgang ums Treppenhaus. Ein Restaurant ist über dem Eingang zwischen Saal 21 und 39.

Erfahrungen


Ich schliderte ja schon im Bericht zur Digitalkamera meiner Tochter http://www.ciao.de/Panasonic_Lumix_DMC_FT25__Test_9139940, dass sie hier im NHM alleine im Saal 1 - 2 "unendliche" viele Bilder schoss bis der Akku ohne Saft war.
Dies zeigt, dass sie fasziniert war vom Umfang und der Präsentation der vielen Exponate. Man findet in den Sälen 1 - 4 ca 4500 verschiedene Mineralien der ca. 5000 verschiedenen Mineralien, die auf der Erde bekannt sind.
Wenn man sich dafür interessiert, dann zeigt dieses Beispiel, wieso das NHM zurecht bezeichnet wird mit "Das Naturhistorische Museum in Wien (NHM) zählt mit rund 30 Millionen Sammlungsobjekten zu den bedeutendsten Naturmuseen der Welt und ist eines der größten Museen Österreichs."
Wir waren eigentlich schon hier komplett erschlagen und verbrachten in diesen ersten 4 Sälen bereits gut 3 Stunden. Vom kurzen Bericht von dieanke zum NHM wussten wir, dass im oberen Geschoß das Restaurant recht teuer ist und sie riet etwas mitzunehmen zur Verpflegung. Genau daran hielten wir uns und gingen an die Schließfächer entnahmen nur den Verpflegungs-Rucksack und beließen den Rest da und versorgten uns selbst. In den Umgängen rund ums Treppenhaus fanden wir auch noch ein Plätzchen, wo gerade eine Schülergruppe wieder aufbrach. Das ist zwar keine Toplösung aber sicher besser als das teure Angebot des Restaurants, das aber trotzdem sehr gut besucht war. Diese Besucher taten mir fast schon leid.
Wohl gestärkt setzten wir die Runde fort, bestaunten die Meteoriten, wobei ich das meiner kleinen erst mal erklären musste was das überhaupt ist. Hilfe hatte ich mit der Ausstellung dabei sehr viele und so lernte ich auch wieder vieles Neues, was ich selbst noch nicht wusste.
Die folgenden Säle bis zu den Sauriern in Saal 10 durchschlenderten wir dann nur, betrachteten manche auffälligen Exponate etwas mehr, aber das nächste Ziel waren die Dinos. Ein wenig hatte meine Kleine die Sorge, dass das Video zu dem "lebendigen Dino" im NHM-Portal der Realität entspräche und dass dieser sie jagen könnte. Als wir dann davor standen und er sich ein wenig bewegte und Töne von sich gab, da lachte sie nur noch darüber und ihre Sorge. Das Video war natürlich eine Animation, die nicht der Realität entsprach, auch nicht der musealen.

Ansonsten war sie fast enttäuscht über die wenigen Exponate zu den Dinos. Da gibt es schon andere Museen, die da mehr zu bieten haben, aber man kann ja nicht überall die Superlative sein.

Im Bereich Urgeschichte interessierte mich dann die bekannte Venus. Kaum zu glauben, dass die so alt sein soll. Ein Bild davon (ich hatte auch meinen Foto mit, aber der blieb bei mir!) liegt hier bei.

Spannen fand die Kleine die abgebildeten Urmenschen stark behaart und die Frau klar kleiner als sie selbst. Dass diese nackt dargestellt wurden, war für sie mehr als logisch, denn die Affen im Zoo sind ja auch unbekleidet.

Da wir das Planetarium nicht besuchen wollten und wir vor allem auch noch die komplette Tiersammlung im oberen Stock etwas näher betrachten wollten, gingen wir durch die Sonderausstellung relativ zügig durch. So musste ich auch nichts über die Entstehungstheorien der Erde ihr erklären, die hier das Kernthema darstelten.

Nach einer Toilettenpause ging es dann im oberen Stock weiter. Gleich im Saal 21 standen dann Mikroskope vorbereitet. Ich staunte wieder einmal, welche Ausdauer sie aufbrachte bis sie genau sah, was da vorbereitet war.

Raum für Raum arbeiteten wir uns dann durch die Welt der Tiere. Es ist beeindruckend welche Vielfalt hier geboten wird. Kein uns bekannter Zoo kann bei den heute lebenden Tiere auch nur in einem Bereich mit dieser Vielfalt mithalten und so sahen wir unzählige Tiere von deren Existenz (aktuell oder früher) keiner von uns etwas wusste.Im letzten Saal kam dann auch ein Pandabär dazu und dieser zeigte sich wenig scheu von vorne, was ja der im Zoo 2 Tage später uns nicht bot. (ich schrieb davon ja bereits im Bericht zum Fotoaparat (Lnk s.o.)

Am Ende der Runde war es inzwischen schon fast halb sechs Uhr Abends und die Mägen ingen schon fast in unseren Kniekehlen. So beschlossen wir die Geschichte des Museums uns zu sparen und verließen das Museum nach einem Gang durch den Souveniershop hinter dem Ausgang ging es in die FuZo zu Fuß zum Wienerwald, den sich die Kleine am Vorabend vorher schon ausgeschaut hatte.

Das Wetter war an diesem Abend winterlich und stürmisch, so dass wir die letzten Schritte zum Hotel im Schneematsch erlebten. Ja, wir hatten eindeutig das bestmögliche aus diesem Tag gemacht, der auch vielen Österreichern und Wiener noch lange in Erinnerung bleiben wird, denn die Autobahnen waren wegen Schneeglätte und vielen Fahrzeugen mit Sommerreifen fast 24 Stunden gesperrt durch liegen gebliebene LKWs und PKWs.

Fazit


Selbst bei schlechtestem Wetter kann man fast immer in Wien in diesem Museum der Museen verweilen. Es darf nur kein Dienstag sein. Diese Lücke in den Öffnungszeiten ist auch fast das Einzige, was ich hier noch bemängeln könnte. Leider aber nur fast, denn die Toiletten waren in geringer Zahl und in einem extrem veralteten und erbärmlichen Zustand und hier waren meine Frau und ich uns einig.
Trotzdem kann dies den Gesamteindruck nicht schmälern, so dass wir zu einstimmigen 5 Sternen kommen und den Besuch nur jedem sehr ans Herz legen können. Wir werden sicher nochmal wieder Wien besuchen und dann wieder mindestens einen Tag für das NHM reservieren.

Vielen Dank für Eure Lesungen und Bewertungen


Bei der Wahl der Bilder tat ich mir wieder schwer, einige findet ihr ja beim Bericht zum Fotoapparat. Ich hoffe doch dass die Aswahl am Ende doch den meisten zusagen wird.

Liebe Grüße
Ciaochsi

(C) 22.05.2017

P.S.: Ich habe noch einige Reisebeichte zu Wien in Vorbereitung, ihr dürft also weiter gespannt sein.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • BellaSwan veröffentlicht 17.08.2017
    BH Irgendwann möchte ich auch mal nach Wien
  • manu63 veröffentlicht 14.08.2017
    viele Grüße von Manuela
  • fun953 veröffentlicht 25.07.2017
    b.h. Ich fahre oft nach Wien und war natürlich in dem Museum. Das erste Mal als meine Tochter 4 Jahre war, da spielte sie fangen mit ihrem Freund. Anstrengend. Das 2. Mal mit meiner am 4. Juli verstorbenen Freundin. Ich kaufte eine Karte, konnte sie aber an der nächsten Ecke nicht mehr finden. Kam trotzdem rein, weil mir dort versichert wurde, dass die Tasche der Frau ebenso unergründlich war. Als ich rausging erzählt mir dieser Herr, dass er von seinen 32 Zähnen nur mehr 16 besaß. Naturhistorisches Museum eben! lg Maria
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Produktbeschreibung des Herstellers

Haupteigenschaften

Kontinent: Europa

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