Natursteinpflaster,Granit

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Nicht ganz billig - aber fein!

5  02.08.2001 (04.08.2001)

Pro:
-

Kontra:
-

Empfehlenswert: Ja 

lutschlolli

Über sich: Man sollte doch ein wenig vertrauen haben, auch wenn es manchmal sehr schwer erscheint. Es gibt imm...

Mitglied seit:11.09.2000

Erfahrungsberichte:84

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 122 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hi ihr, ich habe es mal wieder geschafft, mich aufzuraffen, einen Bericht zu schreiben.

Das dieser wieder etwas mit meinem Beruf zu tun hat, liegt daran, das ich einen Bericht gelesen habe zu diesem Thema, der mir so nicht ganz zusagte, da mir einiges gefehlt hat. (ich habe als Nichtmitglied gelesen, also auch nicht bewertet, wenn ich bewertet hätte, dann wäre es bestimmt kein sehr hilfreich geworden, ich glaube es wäre nicht einmal ein hilfreich geworden. Das liegt wohl daran, das ich mit diesem Material schon mehr als 12 Jahren arbeite.) Wobei ich diesen Bericht nicht schlecht machen will, das was dieses Mitglied geschrieben hat, ist ja nicht falsch, es fehlte mir nur eine Menge.

Ich möchte gleich sagen, das ich nicht nur über Granit etwas sagen werde, sondern auch noch über Basalt, um genau zu sein über Blaubasalt, da es sich hierbei auch um einen Naturstein handelt. Hauptsächlich soll es in diesem Bericht aber um Granit gehen, und was man so alles anstellen kann.


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1) Was ist Granit oder Basalt?
2) In welchen Formen bekomme ich diesen Stein?
3) Wie berechne ich, wieviel Material ich brauche?
4) Verlegung?
5) Welche Möglichkeiten habe ich mit diesem Material?
6) Nach dem verlegen?
7) Warum mag ich Granitpflaster ( Naturpflaster)

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* 1)Was ist Granit oder Basalt *
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Der Lehrer auf der Meisterschule die ich besuchte, hatte einen Spruch, womit man sich die Hauptbestandteile von Granit leicht merken kann, diesen möchte ich hier wiedergeben.
„Feldspat, Quarz und Glimmer, diese drei vergess ich nimmer.“
Diese drei Bestandteile sind Verantwortlich für die Farbe und die Festigkeit des Steins.

Granit gibt es hauptsächlich in grau und rötlich.
Je mehr Glimmer enthalten ist, desto mehr schimmert der Stein als wäre da Gold oder Silber drin.

Das rötliche Granit enthält statt des normalen Feldspat, den sogenannten Kaliffeldspat.

Granit ist ein Tiefengestein und sehr hart und schwer zu spalten. Man sagt nicht umsonst, das man einen Naturstein kaputt schaut, wenn man nämlich einfach wie wild darauf herumschlägt mit einem Hammer, dann hat man später nur noch Granitsplitter mit denen man nichts mehr anfangen kann.

Kommen wir nun zum Basalt, das ist ein Gestein dessen Ursprung man als vulkanisch bezeichnet. Es ist auch ein sehr fester und zäher Stein.

Ich werde in diesem Bericht nur beiläufig vom Basalt berichten, da die Kategorie ja „Naturstein, Granit“ heißt, obwohl Basalt ja auch ein Naturstein ist.
Ich rate von Basalt ab, da es bei regen sehr rutschig wird und man sich ganz leicht die Ohren brechen kann.


* 2) In welchen Formen bekomme ich diesen Stein? *
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Mosaik, ist die wohl kleinste Form, die man als Pflasterstein bekommt, es ist in der Regel nicht größer als 5 mal 5 mal 5 cm, also ein Würfel.

Die nächste Variante bezeichnet man als Kleinpflaster, dieses ist in der Regel nicht größer als 10 cm als Würfel.

Als nächstes wäre da das sogenannte Großpflaster, darunter fällt alles was größer ist als Kleinpflaster.
Hier muß ich noch sagen, das es sich um Naturstein handelt, und dieser selten die genauen Abmessungen entspricht, sie haben meistens gewisse Abweichungen.

Dann gibt es noch Naturbordstein die gibt es in vielen verschiedenen Größen, die ich jetzt aber nicht aufzählen bzw. auflisten möchte.


* 3) Wie berechne ich wieviel Material ich brauche? *
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Großpflaster : 1 Tonne ergibt ca. 2,9 Quadratmeter, Stückzahl etwa 90.
Kleinpflaster : 1 Tonne ergibt ca. 5 Quadratmeter, Stückzahl etwa 480.
Mosaik : 1 Tonne ergibt ca. 7 Quadratmeter, Stückzahl etwa 2000


* 4) Verlegung *
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Am besten verlegt man es mit dem für die Pflastergrößen zugeordnetem Hammer, diese unterscheiden sich nur vom Gewicht.
Der sieht folgendermaßen aus: Als erstes wäre da der Stiel,(*ggggg) vorn hat er eine Schneide, damit lockert man den Untergrund etwas auf, der hintere Teil des Hammers ist quadratisch, mit diesem schlägt man den Stein auf die gewünschte Höhe.
Bei der Verlegung ist der Unterbau auch sehr wichtig, damit es nicht zu Sackungen kommt, muß die Verdichtung des Unterbaus stimmen. Ich möchte hier jetzt aber nicht schon wieder über den Unterbau sprechen, das habe ich nämlich schon in meinem Bericht „Terrassenbau mit Köpfchen“ getan. ( nicht das jetzt jemand meint, daß ich mir Lesungen erschleichen will, wer es wissen möchte kann den Bericht ja als Nichtmitglied lesen.) *ggggg
Wenn man das Pflaster nicht mit dem Hammer richtig glatt bekommt, gibt es die Möglichkeit, das man die Pflasterfläche mit einem Rüttler noch einmal abrüttelt.

Das Pflaster kann man in Kies oder Beton verlegen, wobei ich empfehle, das man auf Terrassen oder Einfahrten Kies(Sand) verwendet, da man, wenn man später mal etwas verändern will oder eventuell Lunken ausbessern muß, das Pflaster nicht großartig reinigen muß.
Treppenstufen sollte man in Beton setzen, da man die Steine sonst nicht fest bekommt. Der Beton sollte erdfeucht sein. Bevor man die Steine in dem Beton verlegt, sollte man diesen verdichten, damit es keine Hohlräume gibt, wo sich Wasser sammeln kann und die Treppe beim ersten Frost kaputt friert. Wie schon in meinem Terrassenbericht erwähnt, sollte man es auf jeden Fall vermeiden, das sich unter einer Pflasterflächen Mutterboden befindet, da es auch hier zu Frostschäden kommen kann.

Man sollte möglichst nicht weniger als 2,5% Gefälle einbauen, da es sonst dazu kommen könnte, das Oberflächenwasser auf der Fläche stehen bleiben könnte. Ich kann mir nicht vorstellen, das man unbedingt Pfützen auf seiner Hofzufahrt oder Terrasse haben möchte.


*5)Welche Möglichkeiten habe ich mit diesem Material?*
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Hierzu muß ich gleich sagen, das ich nicht alles aufzählen werde, das würde ich nicht in einer Meinung unter kriegen.
Wer am Ende des Berichtes noch Fragen hat, kann diese gern im Gästebuch, in der Kommentarspalte oder per E-mail stellen, ich werde diese dann gerne beantworten, was aber manchmal etwas dauern kann.

Ich werde hier nun die Varianten auflisten, die am Häufigsten angewandt werden.

a)
Der sogenannte „Wilde Verband“, hierbei gibt es nicht viel zu sagen, Außer, das man bei der Verlegung darauf achten sollte, das man einigermaßen gleichmäßige Fugen behält.
Die Fugen sollten nicht durchlaufend sein, sondern so oft wie möglich unterbrochen werden und zwar in allen Richtungen. Das ist nicht sonderlich schwer, da das Pflaster niemals gleichmäßig groß ist.
Diese Art der Verlegung kann man mit jeder von mir aufgezählter Steingröße praktizieren außer natürlich mit Bordsteinen.
In der Regel nimmt man hierzu aber Groß- und Kleinpflaster, da es mit Mosaik sehr teuer werden kann.

b)
„Segmentbögen“

Hier muß man als erstes mal die Breite der Fläche ausmessen, um dann die Breite der einzelnen Bögen zu berechnen.
Man arbeitet hier mit einem Viertelkreis, das ganze ist mit ein wenig rechnen verbunden.
Wenn man die Bogenbreite ausgerechnet hat, beginnt man damit, den bogen zu setzen. Hierbei ist darauf zu achten, das man für jede Reihe die man im Bogen ansetzt ziemlich gleich große Steine benutzt, da man sonst sehr schnell keinen Bogen mehr hat, sondern ein Osterei. Das sieht dann sehr doof aus.
Der Bogen muß sehr gleichmäßig laufen, sonst wird es sehr unansehnlich, Ich denke, wenn man so etwas macht, sollte man immer daran denken, das man da jeden Tag draufschaut und das sehr lange.

Ich könnte hier noch eine Menge Varianten mehr aufzählen, aber ich denke das es als kurzer Einblick reicht.

* 6) Nach dem Verlegen *
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Noch einmal, wenn man das Pflaster nun verlegt hat, sollte man, wenn man es abrütteln möchte, auf jeden Fall vorher die Fugen mit Kies einfegen. Wenn man das nicht macht, könnte es passieren das man das ganze Pflaster beim rütteln verschiebt und man müsste das ganze Spiel wiederholen.
Allerdings, vor dem abrütteln muß man den überschüssigen Kies abfegen um Schäden zu vermeiden.
Nun, wenn wir das dann getan haben, werfen wir wieder Kies auf die Fläche und schlämmen das ganze ein.
Danach warten wir bis der Kies trocken ist und fegen ihn ab.

Wenn ich noch etwas Vergessen habe, dann sagt mir Bescheid und ich werde noch einen Punkt hinzu fügen.


* 7) Warum mag ich Granitpflaster (Naturpflaster) *
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Also, erstens gibt es sehr viele Verlegearten, wobei ich jede gut finde.
Zweitens ist das Naturpflaster so gut wie unverwüstlich, es dauert sehr lange bis es verwittert.
Der Nachteil ist, das es sehr kostspielig ist.
Ich habe absichtlich keine Preise reingeschrieben da es von Region zu Region ziemliche Unterschiede gibt.
Wenn also jemand Preise wissen Möchte, kann ich ihm nur den Rat geben sich bei den örtlichen Baustoffhändlern zu erkundigen.
So nu is aber Schluß, bei Fragen könnt Ihr euch gern noch mal an mich wenden.

Euer lulo

P.S. Ich hoffe er war nicht zu lang und ich bedanke mich bei allen, die bis hierher durchgehalten haben.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Sternenfee160868

Sternenfee160868

06.11.2001 20:51

Hallo Du:-) Dein Bericht war sehr interessant zu lesen. Wir haben vor drei Jahren gebaut und uns bis heute noch nicht entscheiden können was wir für unsere Garageneinfahrt als Belag nehmen sollen. Nun werden wir uns mit Sicherheit mal mit Natursteinpflaster beschäftigen. Viele Grüße Sternenfee

Nicilove

Nicilove

12.09.2001 12:04

Kuckuck Ralf - ich hab zwar keine Ahnung davon, aber interessant ist der Artikel allemale! Greetinx - Nici

Cappuccino-Mama

Cappuccino-Mama

14.08.2001 20:17

Außerdem findet Granit auch Verwendung im Haus, z.B. als Bodenfliesen und Arbeitsplatten.

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