Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
schnelle Routenberechnung, kein Schnickschnack, unmissverständliche Ansagen, hohe Akkulaufzeit |
| Kontra: |
teilweise "seltsame" Routenführung, nicht ohne Hilfsmittel abschaltbar, Updates nur unter Windows |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
1. Einleitung
Eigentlich habe ich immer gesagt "Wir brauchen kein Navi, Google Maps reicht für unsere Zwecke vollkommen aus." Das stimmte bislang auch. Da aber im Sommer ein Urlaub mit Mietwagen-Rundreise ansteht, wir die einzelnen Etappen nicht im Voraus planen möchten und ein Leih-Navi rund 100 EUR kostet, haben wir uns schlussendlich doch entschieden, ein Navigationssystem anzuschaffen. Folgende Anforderungen sollte es erfüllen:
- Kartenmaterial für ganz Europa
- kein Schnickschnack, nach Möglichkeit nur Navigationsfunktion
- gute Ergebnisse in Testberichten
- Preis: max. 200 EUR
Nach einiger Recherche fiel die Wahl auf das 2110 max von Navigon, das wir bei discount24 für 174 EUR bekommen haben - zwar 74 EUR teurer als das Leih-Navi, dafür dürfen wir es nach dem Urlaub aber behalten :).
Unsere Anforderungen wurden von diesem Gerät optimal erfüllt: Kartenmaterial für 40 Länder, außer der Navigationssoftware nur ein Bildbetrachter, gute Platzierungen/Kritiken in diversen Tests/Testberichten und preislich im Rahmen.
(Ich werde im Folgenden berichten, welche Erfahrungen ich bislang mit dem Navigon 2110 max gemacht habe. Manche Funktionen habe ich aber noch gar nicht genutzt (z.B.: Fahrtenbuch - brauche ich nicht; TMC - funktioniert zwar laut Anzeige, bislang bin ich aber nur durch staufreie Gebiete gefahren; etc.). Daher sollte man für eine vollständige Feature-Liste lieber mal auf navigon.de nachlesen.)
2. Auspacken und erster Eindruck
Mein erster Eindruck, als ich die Verpackung sah: Das soll alles sein?Ja, das war tatsächlich alles - aber so platzsparend verpackt, dass doch einiges in dem kleinen Karton Platz fand. Konkret:
- das Navigationsgerät mit eingelegter SD-Speicherkarte (die Karten sind vorinstalliert),
- eine (zweiteilige) Halterung für die Windschutzscheibe,
- ein KFZ-Ladekabel für den Zigarettenanzünder mit integrierter TMC-Antenne,
- ein USB-Kabel für die Verbindung mit dem Computer,
- eine Schnellinstallationsanleitung,
- ein FreshMaps-Code für ein günstiges Kartenupdate (s.u.)
Das Gerät selber macht einen äußerst hochwertigen Eindruck: handliches Format, Klavierlackoptik, gute Verarbeitung, dezenter Lautsprecher auf der Rückseite, keine überflüssigen Bedienelemente - es gibt lediglich einen Ein/Aus-Schalter, einen Reset-Knopf, einen Anschluss für das USB- bzw. Ladekabel und einen (abgedeckten) Anschluss für einen externe Antenne (die für den Betrieb aber nicht erforderlich ist).
Der äußere Eindruck überzeugt also durchaus. Jetzt wollen wir aber mal schauen, was so drin steckt!
3. Inbetriebnahme
Wie heutzutage üblich liegt dem Gerät keine gedruckte Anleitung dabei. Es befindet sich lediglich eine pdf-Datei mit dem Handbuch auf der Speicherkarte (auf der Navigon-Website gibt's dasselbe Dokument zum Herunterladen). Die Schnellinstallationsanleitung beschreibt in 9 Sprachen im Wesentlichen, wie man die Halterung zusammenbaut, ist also auch nicht wirklich brauchbar. Das Schöne ist aber: man braucht auch nicht wirklich eine Anleitung. Die Bedienung und die Menüführung des 2110 max sind so intuitiv, dass man einfach loslegen kann. Allerdings muss man erst den Akku laden, was sowohl mit dem KFZ-Ladekabel (über den Zigarettenanzünder) als auch mit dem USB-Kabel (über den eingeschalteten PC) funktioniert. Nach ca. 3 Std. ist der Akku komplett geladen, was durch eine LED signalisiert wird, die während des Ladens leuchtet und erlischt, sobald der Akku voll ist.Das 2110 max lässt sich dann durch Betätigung des Ein/Aus-Schalters einschalten, zeigt einen Startbildschirm und ist nach ca. 15 Sekunden einsatzbereit. Man kann dann über den Touchscreen "Navigation", "Bilder" oder "Optionen" anwählen. Die Optionen und der Bildbetrachter sind mir erstmal schnurz, ich will sehen, was die Navigationssoftware zu bieten hat, wähle also das Navigations-Icon aus. Der Touchscreen reagiert übrigens sehr präzise und die "Tasten" sind (zumindest für meine Finger) immer groß genug, so dass der nicht mitgelieferte Stylus in meinen Augen kein Manko darstellt.
Der erste Schritt bei der Navigation ist die Adresseingabe. Nacheinander müssen PLZ oder Ort, Straße, Hausnummer angegeben werden. Ist die Hausnummer unbekannt, kann man auch die nächste Querstraße angeben. Sehr komfortabel ist die "intelligente Adresseingabe": Das 2110 max blendet automatisch die Buchstaben aus, die nicht mehr in Frage kommen; gebe ich also z.B. als ersten Buchstaben F ein, werden danach Buchstaben wie C, D, ... ausgeblendet, da es keinen Ort gibt, der mit dieser Buchstabenkombination beginnt. Gibt es nur noch einen möglichen Ortsnamen, der mit den eingetippten Anfangsbuchstaben beginnt, kann man diesen direkt durch Tippen auf ein grünes Häkchen auswählen und spart somit oft eine Menge Tipparbeit. Ich gebe zu Testzwecken die Adresse meiner Eltern ein und warte ab, was passiert.
Nach der Adresseingabe berechnet das 2110 max die Route, sofern der Satfix bereits erfolgt ist. Wurden noch nicht genug Satellitensignale empfangen, erscheint ein entsprechender Hinweis und die Route wird automatisch berechnet, wenn die Signale ausreichend sind. Nach der Routenberechnung wird eine Übersichtslandkarte angezeigt, auf der man den ungefähren Streckenverlauf ablesen kann (aber wirklich nur ungefähr, da die Darstellung besonders bei längeren Strecken recht klein ist). Meine Testroute wird wirklich fix berechnet: keine 10 Sekunden für den Satfix und ca. 3 Sekunden für die Routenberechnung (für eine Strecke von ca. 125 km). Der Satfix hat bei späteren Tests schon mal länger gebraucht, aber nie länger als 1 Minute. Wichtig ist wohl, dass man das Gerät nicht bewegt, bis die Satellitensignale ausreichend sind, weil sonst der Satfix schwieriger ist und (erheblich) länger dauern kann.
Bevor es losgeht, kann man jetzt noch z.B. das Routenprofil ändern. D.h., man kann wählen, ob man auf "schnellem", "kurzem", "optimalem" oder "schönem" Wege ans Ziel kommen möchte. Bislang habe ich immer optimal oder schnell gewählt, was bei einer 90-km-Strecke aber schon mal bis zu 15 Min. Zeitunterschied bedeutet. Jetzt nur noch auf "Navigation starten" tippen und es wird ein oranger Pfeil auf einer 3D-Karte angezeigt, der meine aktuelle Position markiert. Auch eine nahe gelegene Autowerkstatt wird durch ein entsprechendes Symbol angezeigt. Des Weiteren kann ich bereits ablesen, nach wie vielen Metern ich in welche Richtung abbiegen soll und wie die folgende Straße heißt.
Ich tippe auf "Optionen" und spiele ein wenig mit den Einstellungen rum: Man kann zwischen 2D- und 3D-Ansicht wechseln, den Zoom einstellen, Straßennamen im 2D-Modus ein- oder ausblenden, zwischen Tag- und Nachtmodus (dunkleres Farbschema) umschalten etc. Was z.B. nicht geht: das Farbschema individuell einstellen, andere Stimmen auswählen. Das sind aber auch beides Funktionen, die ich nicht benötige.
Da ich immer noch am Schreibtisch und nicht im Auto sitze, ist der erste Test hiermit beendet; die Praxistauglichkeit wird am Wochenende auf die Probe gestellt. Also schalte ich das Gerät aus...zumindest versuche ich das und stelle fest, dass es nicht wirklich geht: Eine Betätigung des Ein/Aus-Schalters versetzt das Gerät lediglich in einen Standby-Modus. Das ist einerseits praktisch, da es beim Einschalten ohne Zeitverzögerung dort weitergeht, wo man aufgehört hat; andererseits leidet die Akku-Laufzeit extrem unter diesem Verhalten. Benutzt man das Gerät längere Zeit nicht, ist der Akku komplett entladen und man muss erst 2-3 Minuten laden, bevor es sich überhaupt einschalten lässt. Das 2110 max schon mal am Schreibtisch zu programmieren, um dann direkt losfahren zu können, fällt damit flach: Das Ladekabel für die Steckdose gehört nämlich interessanterweise *nicht* zum Lieferzubehör. Behelfen kann man sich aber zumindest mit dem USB-Kabel. Schließt man das 2110 max an den PC an, wird ebenfalls der Akku geladen - programmieren lässt sich das Gerät allerdings erst, wenn das Kabel wieder entfernt wird, da der USB-Betrieb ausschließlich für den Datenaustausch vorgesehen ist. Die Kombination "Gerät lässt sich nicht ausschalten" - "Gerät lässt sich mit angeschlossenem USB-Kabel nicht bedienen" - "Ladekabel für die Steckdose ist nicht dabei, kann aber gesondert erworben werden" wirkte auf mich zunächst, als hätte man das bewusst so konstruiert. Im Nachhinein habe ich dann jedoch herausgefunden, wie man das Gerät doch komplett ausschalten kann: Ein/Aus gedrückt halten und gleichzeitig den Reset-Knopf betätigen. Das funktioniert, ist aber - da man den Reset-Knopf nur mit einer Nadel oder einem Zahnstocher erreichen kann - leider etwas unpraktisch.
4. Update / "Latest Map"-Garantie
Nach den ersten Spielereien habe ich das 2110 max an meinen PC angeschlossen, um zu schauen, welche Möglichkeiten sich hier bieten. Schließt man das USB-Kabel an, wird das Gerät - bzw. genauer: die eingelegte Speicherkarte - als Wechseldatenträger erkannt. Man kann darüber auf das Handbuch und die auf der Karte gespeicherten Beispielbilder (für den Bildbetrachter) zugreifen. Die einzige Schnittstelle zur Navigationsanwendung ist die Software "Navigon Fresh", die zwar kostenlos auf navigon.de heruntergeladen werden kann, allerdings nur als Windows-Version. Das ist ein bisschen schade, da ich als Linux-Nutzer somit immer erst Windows hochfahren muss, um Kartenupdates etc. vorzunehmen. Insbesondere kann man bei Navigon keine Updates in Form von Dateien herunterladen und dann auf die Speicherkarte kopieren - es muss Navigon Fresh benutzt werden. Naja, so oft spielt man keine Updates ein, aber es geht ja ums Prinzip ;).Navigon Fresh ist ähnlich intuitiv zu bedienen wie das 2110 max. So war es z.B. kein Problem, die Navigationssoftware auf die aktuelle Version zu bringen (kostenlos). Nach einer Registrierung des Gerätes gibt es die Möglichkeit, verschiedene (kostenpflichtige) Zusatzfunktionen zu installieren, z.B. Text-to-speech (damit Straßennamen vorgelesen werden) für ca. 20 EUR oder zusätzliche Stimmen für ca. 30 EUR - in meinen Augen unnötige Spielereien. Deutlich interessanter ist die "Latest Map"-Funktion: Hier kann man einmalig nach der Registrierung das aktuelle Kartenmaterial kostenlos herunterladen, braucht also keine Angst zu haben, ein Gerät mit veralteten Karten zu kaufen.
Vor dem Kartenupdate wird empfohlen, eine Sicherheitskopie der Speicherkarte zu machen, falls beim Update etwas schief geht. Die Sicherheitskopie wird auch von Navigon Fresh gemacht - und zwar problemlos. Wie bei heutiger "benutzerfreundlicher" Software (leider) üblich habe ich keine Wahl, wo das Backup gespeichert wird, sondern muss es aus den Tiefen meines Dateisystems fischen, wenn ich es z.B. auf einer DVD sichern möchte.
Beim nun folgenden Kartenupdate habe ich nicht bedacht, dass über 1,5 GB an Daten heruntergeladen werden müssen (das komplette Kartenmaterial für 40 Länder) - da ich das beim ersten Mal ungern unbeaufsichtigt laufen lassen wollte und es sich auch nicht abbrechen ließ, wurde das eine kurze Nacht für mich - aber das kann ich wohl schlecht Navigon zur Last legen :). Das Update an sich lief problemlos durch und damit war das 2110 max perfekt gerüstet für den Praxistest.
5. Praxiserfahrungen
5.1. Erster Test
Beim ersten Test sollte uns das 2110 max von Dortmund ca. 90 km weit ins Sauerland (und wieder zurück) lotsen. Das hat wunderbar geklappt: Zieladresse eingegeben, ein paar Sekunden auf den Satfix gewartet, losgefahren. Gut eine Stunde später waren wir da - ohne uns dabei verfahren zu haben :). Das 2110 max lotst sehr zuverlässig mit rechtzeitigen Ansagen und ist meistens "einen Schritt voraus", zeigt also in irgendeiner Form an, wie es nach dem nächsten Abbiegen weitergeht. Der Akku ist sehr leistungsfähig: Er war vor der Fahrt zu schätzungsweise 90% geladen und hat die Hinfahrt, zwei Tage im Standby-Betrieb und die halbe Rückfahrt ausgehalten. Wenn der Akku fast leer ist, wird die Navigationssoftware ausgeblendet und ein Symbol weist darauf hin, dass der Akku geladen werden muss. Da das Ladekabel wegen der integrierten TMC-Antenne eh schon am Gerät steckte, musste ich nur noch das andere Ende in den Zigarettenanzünder stecken und die Navigation ging weiter, während der Akku geladen wurde.
Nun aber zur eigentlichen Navigationspraxis: Auf der linken Seite des Displays wird angezeigt, wie lange man noch geradeaus fahren muss und in welche Richtung dann abgebogen werden muss. Muss man direkt nach dem Abbiegen erneut abbiegen, wird das durch einen kleinen zusätzlichen Pfeil symbolisiert, damit man sich da schon drauf vorbereiten kann. Steht das Abbiegen kurz bevor, zeigt ein wachsender gelber Balken an, wie lange es noch dauert. Das habe ich als hilfreicher empfunden als die Meter-Angaben.
Im unteren Bereich des Displays wird die Straße angezeigt, auf der man sich gerade befindet sowie die nächste Straße/Anschlussstelle etc., an der ein Richtungswechsel erfolgt. Gegenüber (am oberen Displayrand) wird bei Autobahnen und Landstraßen oft eine blaue bzw. gelbe Beschriftung eingeblendet, die der tatsächlichen Straßenbeschilderung entspricht - das hat einen großen Wiedererkennungswert und gibt zusätzliche Sicherheit.
Am rechten Displayrand können verschiedene Informationen eingeblendet werden. Ich habe mich für verbleibende Kilometer und voraussichtliche Ankunftszeit entschieden, es können aber auch noch verbleibende Zeit, aktuelle Geschwindigkeit und Höhe (über NN) eingeblendet werden.
In der linken oberen Ecke werden aktuelle Geschwindigkeitsbegrenzungen eingeblendet, die allerdings mit Vorsicht zu genießen sind: Nicht alle Begrenzungen sind im Kartenmaterial erfasst und insbesondere temporäre Tempolimits (Baustellen etc.) sind unbekannt. Die Funktion, die audiovisuell vor einer Geschwindigkeitsüberschreitung warnt, habe ich übrigens nach der ersten Fahrt ausgeschaltet, da ich lieber selbst entscheiden möchte, wann ich zu schnell fahre und wann nicht :).
Eine nette Spielerei (mehr aber auch nicht) ist "Reality View": Autobahnabfahrten und -kreuze werden hier laut Navigon "realistisch" dargestellt, um zusätzliche Orientierung zu bieten. In der Praxis wird aber immer dasselbe gerenderte Standbild einer Autobahnabfahrt angezeigt, das durch die tatsächliche Beschilderung und einen orangen Pfeil ergänzt wird, der die Fahrspur markiert, die man nehmen sollte. Wie gesagt: Ganz nett und auch einigermaßen hilfreich, aber das unter der reißerischen Bezeichnung "Reality View" zu verkaufen...naja.
Wirklich sinnvoll hingegen ist die RadarInfo-Funktion, die vor fest installierten Blitzern warnt - und zwar sowohl optisch als auch akustisch als auch rechtzeitig! Auf der Rückfahrt ist mir durch diese Funktion vermutlich ein teures Foto erspart geblieben - der Blitzer stand einigermaßen versteckt direkt nach einer Tempo-30-Beschränkung, aber dank des 2110 max wusste ich rechtzeitig Bescheid. Man sollte sich nur nicht darauf verlassen, dass der Software *alle* Blitzer bekannt sind :).
Wie gesagt kommen die Ansagen des 2110 max immer rechtzeitig und auch die visuellen Hinweise sind tadellos. Trotzdem bin ich auf dem Rückweg an einer Straße vorbeigefahren, in die ich eigentlich hätte abbiegen sollen ("menschliches Versagen"). Also folgte ein unfreiwilliger Test, wie das 2110 max mit solchen Situationen umgeht. Ich hatte ja mit einer "Bitte wenden"-Ansage gerechnet bzw. mich darauf eingestellt, erst mal rechts ran zu fahren, bis das Gerät eine Alternativroute berechnet hat - aber da wurde ich "enttäuscht": Ich war an der Straße vorbeigefahren, eine Sekunde später hat das Navi es gemerkt und nochmal 2 Sekunden später stand die Alternativroute - Wahnsinn! Das alles läuft im Hintergrund, so dass man als Fahrer gar nicht erst verunsichert wird, sondern einfach weiterfahren kann. Was mich allerdings ein bisschen stutzig gemacht hat: Die Alternativroute war rund 15 Min. kürzer als die ursprünglich ermittelte. Gut, ich hatte "optimale Route" eingestellt und nicht "schnellste Route", aber eine Viertelstunde Zeitabweichung halte ich bei einer 90-km-Strecke schon für etwas viel.
Also: Der erste Test war alles in allem erfolgreich.
5.2. Zweiter Test
Für den zweiten Test habe ich ein Ziel innerhalb unserer Stadt ausgewählt, das ca. 10 km entfernt liegt. Da ich den Stadtteil nicht kenne, habe ich mich blind auf die Anweisungen des 2110 max verlassen - und stand leider kurz vor dem Ziel in einer Sackgasse mit der Anweisung, geradeaus zu fahren. Das ist natürlich weniger erfreulich - ich bin dann einfach die Straße zurückgefahren, bin anders abgebogen und habe gehofft, dass das Navi spontan eine andere Route vorschlägt, die ans Ziel führt. So war es dann auch, allerdings denke ich, dass so etwas nicht passieren darf - zumal das Kartenmaterial aus dem 1. Quartal 2009 stammt und die Sackgasse offensichtlich schon vorher existierte.
Positiv hervorheben kann ich aus diesem Test allerdings den "Fahrspurassistenten": In einer eingeblendeten Skizze der Fahrspuren wird durch Pfeile angezeigt, welche Spuren ich nehmen kann; dabei wird auch schon das übernächste Abbiegen mit einkalkuliert. Die Anzeige ist sehr unaufdringlich und bei großen und unübersichtlichen Straßen wirklich hilfreich.
Etwas seltsam verhält sich das 2110 max in der Nähe unserer Wohnung: Da wird schon mal die kurvige Straße mit Ampeln und Bahnübergang der direkten(!) Verbindungsstraße vorgezogen. Oder man wird erstmal in die verkehrte Richtung gelotst, um dann auf einer Parallelstraße wieder zurückzufahren. Das ist alles nicht dramatisch, da wir uns zu Hause ja eh auskennen und bislang immer am Ziel angekommen sind - aber man fragt sich schon, wie solche seltsamen Routen entstehen (bzw. ob andere Navis das besser könnten).
6. Kartenupdates
Dem 2110 max liegt ein FreshMaps-Gutschein bei. FreshMaps heißt das Navigon-Konzept für Kartenupdates und funktioniert folgendermaßen: Man kauft für 99 EUR (oder günstiger z.B. bei Amazon für 80 EUR) einen FreshMaps-Code, mit dem man (mittels Navigon Fresh) 2 Jahre lang alle 3 Monate ein Kartenupdate installieren kann. Auch wenn andere Navi-Hersteller sich Updates noch teurer bezahlen lassen, so finde ich 99 EUR doch schon recht happig. Der dem 2110 max beiliegende Gutschein stimmt mich da aber versöhnlich: Wenn man ihn innerhalb von 30 Tagen nach dem ersten Einschalten des Gerätes einlöst, bekommt man das 99-EUR-Update einmalig für 19,95 EUR. D.h., unter dem Strich habe ich für rund 200 EUR ein Navigationssytem erworben, das noch 2 Jahre lang mit aktuellen Karten versorgt wird.
(Das Navigon 21 max ist im Übrigen baugleich zum 2110 max, wird jedoch ohne FreshMaps-Gutschein ausgeliefert.)
7. Fazit
Das 2110 max bietet für einen Preis unter 200 EUR im Wesentlichen das, was man von einem Navigationssystem erwartet. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Durch das schicke Design, die durchdachte intuitive Menüführung und die eindeutigen Ansagen macht das Benutzen Spaß; ein wenig getrübt wird der Gesamteindruck durch eine manchmal seltsame Routenplanung (die durchaus Zeiteinbußen mit sich bringen kann) und die Tatsache, dass man das Gerät nicht (ohne Hilfsmittel) ausschalten kann.Man sollte auch immer daran denken, dass das Navi letztendlich nur ein einfaches Stück Elektronik ist und bei weitem kein Autopilot! Sprich: Wenn man sich nicht allzu sklavisch an die Anweisungen und Anzeigen hält und seinen gesunden Menschenverstand nicht komplett abschaltet, ist das Navigon 2110 max ein prima Gerät, das einen zuverlässig ans Ziel bringt.
Technische Daten
Die folgenden Informationen stammen von der Navigon-Website:
- Betriebssystem: Windows CE 5.0
- GPS: Nemerix
- Display: 4,3"-Touchscreen-Display im Format 16:9
- Prozessor: Samsung 2443
- Abmessungen: 122 mm x 77,1 mm x 18,7 mm
- Gewicht: 178 g
- Speicher: 64 MB ROM/64 MB RAM
- Batterie: ~ 3 Stunden, 1200-mAh-Lithiumbatterie
- Zusätzliche Informationen in Karte bzw. Display:
* Reality View Pro
* Fahrspurassistent Pro
* Radar Info
* Geschwindigkeitsassistent
* automatische Umstellung Tag- und Nacht-Modus
* Picture Viewer
* Reale Beschilderungsanzeige
* Optimale Route
* Fahrtenbuch (kompatibel zur WISO-Software)
* PIN-Abfrage
* Staumeldungsinfo: Verkehrsinfo über integriertes TMC verfügbar in A, B, CH, CZ, D, DK, E, F, FIN, GB, I, N, NL und S. (Für F/FIN/GB: TMC-Empfang kostenpflichtig)
* Kartenmaterial: Kartenmaterial auf Speicherkarte vorinstalliert
| weitere Erfahrungsberichte |
Na vi findet Ihr das?
Bewertung für Navigon 2110 MAX von
buster98
Pro: preiswert, aktuelle Technik, 1a Navigation, gut verarbeitet
Kontra: Kreditkarte für Kartenupdates notwendig, kein Netzteil, keine Tasche
<<<<<<<<Inhalt>>>>>>>>
1. Einleitung
2. Der Kauf
3. Zuhause angekommen
4. Funktionen
5. Der Praxistest
6. Technik
7. Fazit
<<<<<<<<Einleitung>>>>>>>>
Schon seit einiger Zeit hatte ich mir vorgenommen, ein Navigationsgerät zu kaufen. Mein ...
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|
sehr hilfreich
03.07.2008
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B-Ware in Golfballoptik
Bewertung für Navigon 2110 MAX von
tobiw83
Pro: Text
Kontra: Text
...HI, Da ich mein Navigon 2110Max schon seit einigen Monaten um Betrieb habe, möchte ich Euch nun meine Erfahrungen kund tun.
Zum Kauf kam es, da mein Garmin Nüvi schon über 2 Jahre auf dem Buckel hatte, und es schon ein paar Lücken im Kartenma ...
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sehr hilfreich
21.10.2008
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Navigation steht im Vordergrund
Bewertung für Navigon 2110 MAX von
bagihra.1974
Pro: Preis / Leistung
Kontra: Teilweise Irreführende Routenführung in Großstädten
...Hallo Ihr Anhänger der Modernen Technik, Da ich sehr schlechte Ortskenntnisse habe, und auch so nie weiß welche Autobahn wohin führt, hatte ich mich endlich durchgerungen und mir ein Navigon 2110 max bei Media Markt für 199,95 Euro gekauft ...
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22.08.2009
(07.01.2010)
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Von wegen ich find den Weg nicht
Bewertung für Navigon 2110 MAX von
BellaSwan
Pro: Preis, Handhabung
Kontra: Akku
Wer kennt das Problem nicht, man muss irgendwo hin wo man noch nie war und kennt den weg nicht. Dieses Problem hatte ich immer, vor allem weil mein Orientierungssinn nicht gerade der beste ist. Ich verfahre mich ständig, fahre Umwege oder erst vollkommen ...
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sehr hilfreich
04.02.2010
(16.02.2010)
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Nicht versklaven lassen!
Bewertung für Navigon 2110 MAX von
Sybis
Pro: siehe Bericht
Kontra: kein Netzteil ( bei Amazon aber für 5 Euro erhältlich) ,kurze Akkuzeit ( bis zu 3 h) ,keine Navi T
Für mich war es endlich mal Zeit ein Navigationsgerät zu kaufen , von den Rundreisen in Köln und anderen Städten habe ich schon genug. Bis dato habe ich mir immer die Strassenkarte , die Wegbeschreibung ausgedruckt und mit viel Mühe und Schweiß das Ziel ...
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05.04.2009
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