... Teil der Annafest Bierfolge… diesmal geht es um die Brauerei Neder, Forchheim.
Alle Jahre wieder Ende Juli findet in Forchheim der Ausnahmezustand statt, nämlich das Annafest. Hier werden in Biergartenatmosphäre und Blasmusik leckeres Bier, Brotzeiten und fränkische Spezialitäten genossen.
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Erfahrungsbericht von Sesamkorn über Neder St. Anna-Festbier 06.07.2006
Produktbewertung des Autors:
Geschmack:
so sollte ein Bier sein
Pro:
Süffig und gut
Kontra:
nix
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Es folgt der 2. Teil der Annafest Bierfolge… diesmal geht es um die Brauerei Neder, Forchheim.
Alle Jahre wieder Ende Juli findet in Forchheim der Ausnahmezustand statt, nämlich das Annafest. Hier werden in Biergartenatmosphäre und Blasmusik leckeres Bier, Brotzeiten und fränkische Spezialitäten genossen.
Das Annafest hat seine Wurzeln im Jahre 1516. Seit diesem Jahr wurde eine Wallfahrt zum Annakirchlein in Unterweilersbach begonnen. Auf dem Rückweg kehrten die durstigen und hungrigen Wallfahrer im Kellerwald ein, um dort Speis und Trank zu bekommen. Auch der Schützenverein spielte in der Vergangenheit eine große Rolle, es wurde zur Ehre der heiligen Anna Schützenfeste veranstaltet, die ebenfalls auf dem Kellerberg stattfanden.
Heute ist das Annafest ein gemütliches Volksfest, das ca. 30.000 Sitzplätze bietet und jedes Jahr ca. 500.000 Besucher hat. Angefangen vom Wedelhering über Schweinehaxen und Bratwürsten, Zuckerwatte, gebrannte Mandeln, Langos oder Pizza - für jeden Geschmack ist etwas dabei. Zahlreiche Fahrgeschäfte, Los und Schießbuden, Karuselle und vieles andere mehr sorgen für Kurzweil. Natürlich kommt auch die Blasmusik nicht zu kurz und auch für die jüngeren unter Euch ist musikmäßig gesorgt.
Auf den schattigen Bierkellern, die die Bierkeller bedecken, ist es herrlich sich niederzulassen und den lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen. Die Keller sind aber auch vor und nach dem Annafest ein Ort, den man gerne aufsucht. Wir spielen gerne unseren Schafskopf auf dem Eichhörnlakeller oder auf dem Hebendanzkeller. Einige der Keller sind ganzjährig geöffnet, andere nur zur warmen Jahreszeit.
Ein Bier, das natürlich auf dem Annafest nicht fehlen darf, ist das Festbier der Brauerei Neder. Die Brauerei hat ihren Sitz in der Sattlertorstraße 10, 91301 Forchheim. Telefon 0 91 91/24 00. Die Brauerei besteht seit dem Jahr 1552, ist also noch älter als die Brauerei Hebendanz, die es seit 1579 gibt.
Neder braut außer dem Annafestbier auch noch
Pils, Export, Helles, Kellerbier, die Schwarze Anna, ein Weihnachtsbier, die Anna Weiße und das Forchheimer Braunbier.
Ihr seht, es gibt eine große Auswahl, die zudem noch in der brauereieigenen Gaststätte genossen werden kann.
Das Bier ist in Flaschen abgefüllt und es sind 20 davon in einem Kasten. Dieser kostet handelsüblich ca. 10,99 Euro, was ein durchaus akzeptabler Preis ist.
Die Flasche wird von 2 Etiketten geschmückt. Die Halskrause ist rot und weiß / gold umrahmt. Darin steht "St. Anna Festbier". Die Bauchbinde zeigt ein Bild vom Annafest, wobei das Schild vom Neder Keller im Vordergrund steht. Fahnen, Lampions und die Besucher des Annfestes runden dass Bild ab.
Über dem Bild steht noch mal "St Anna Festbier" und das Mindesthaltbarkeitsdatum. Unter dem Bild noch "Brauerei Neder, Forchheim" und in einem runden Emblem "Aus Tradition privat, gebraut nach dem Reinheitsgebot".
Die Zutaten sind ergo Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, so soll es sein und nicht anders.
Der Alkoholgehalt ist mit 5,6 % schon stärker als das Hebendanz Bier.
Auf dem Kronkorken ist das Wappen der Brauerei Neder gedruckt, das aus einem Fass mit 3 Werkzeugen zum Bierbrauen besteht. Wir lesen noch "Nach dem Reinheitsgebot, Deutsches Bier, die deutschen Brauer".
Nun aber zum Flaschenöffner gegriffen und den Deckel entfernt. Mit einem leisen Zisch heben wir die Kapsel ab und vernehmen einen zarten Hopfengeruch. Sanft rinnt das Bier in den Krug und wir sehen ein wunderschön braun schimmerndes Bier, das eine zarte Schaumkrone entwickelt. Wie auch das Hebendanz Bier ist es untergärig gebraut und hat relativ wenig Kohlensäure.
Nun aber zum Wichtigsten, dem Geschmack….. *schleck*
Der Geschmack ist herber als das Hebendanzbier. Was nicht heißen soll, es ist unangenehm. Nein, ich habe es gut gekühlt und es erfrischt schon ungemein. Es ist angenehm vom Kohlensäuregehalt und angenehm bitter. Der Geschmack bleibt auch lange auf der Zunge im hinteren Bereich haften, was einem ein lang anhaltendes Geschmackserlebnis bietet. Der Hopfen dominiert dieses Bier, vom Malz ist wenig zu spüren.
Fazit:
Das Neder Bier ist ein leckeres, bitteres Bier, das den Festbiercharakter innehat. Es ist frisch, süffig und sehr lecker.
Auch hier werden 5 von 5 vergeben...
Es ist halt, wie die anderen Biere der Forchheimer Brauereien halt kein Bier von der Stange sondern ein individuelles Bier mit Charakter. Auf jeden Fall ist es empfehlenswert, aber nur, wenn man nicht mehr fahren muss. Also, vor dem Genuss abklären wer fährt oder gleich ein Zimmer in Forchheim reservieren. Denn Forchheim hat nicht nur das Annafest, das sehenswert ist. Auch die Altstadt und die Fußgängerzone, durch die übrigens ein Bach führt, ist sehenswert. Alleine das Rathaus mit seinem Fachwerk und den Schnitzereien ist einen Besuch wert.
So, dies war der 2. Teil der Trilogie des Forchheimer Bieres. Der 3. behandelt die Brauerei Greif, die ein ebenso vollmundiges Festbier einbraut wie die beiden anderen. Halt, ich habe noch die Brauerei Eichhorn vergessen, hier muss ich mir noch das Festbier besorgen…. *gg*
In diesem Sinne wünsche ich Euch eine schöne Zeit und freue mich auf Eure Bewertungen und Kommentare.