Das wohl beste Need for Speed aller Zeiten!!!
20. Mar 2002
Pro:
sehr preisgünstig, gute Grafik, sehr gute Fahrphysik & Realismus, spannender Evolutions - & Werksfahrermodus, sehr viele Fahrzeuge, detaillierte Fahrzeug - Polygonmodelle, malerische Strecken, Langzeitspaß
Kontra:
auf eine Marke beschränkt, keine AddonCars designbar wie bei Nfs4, keine AddonTracks designbar wie bei Nfs4, schlechte Autobahnstrecke
Empfehlenswert:
Ja
 CoHo14
Über sich:
Mitglied seit:17.09.2000
Erfahrungsberichte:57
Vertrauende:9
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 35 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Alles begann 1996, als der erste Teil der begehrten Rennspiel Serie Need for Speed erschien: "The Need for Speed". Das besondere an Need for Speed waren die exotischen Traumwagen, die für damalige Verhältnisse durchaus überzeugend für den PC (später auch Sega Saturn) umgesetzt wurden. Nach einigen Nachfolgern; das eher weniger gelungene Nfs II, das bahnbrechende Nfs III, dessen "Nachfolger" Nfs: Brennender Asphalt nur eine kleine Verbesserung bzw. Erweiterung darstellte, folgte im Jahre 2000 der fünfte Teil der Serie, Need for Speed: Porsche. Electronic Arts verstand es bisher, Traumwagen aller Marke in seine Top-Rennspielserie einzubinden. Bei Need for Speed: Porsche beschränkte es sich allerdings, wie sich am Namen unschwer erkennen lässt, nur auf die Zuffenhausener Sportwagenschmiede. (c) by Coho In Need for Speed: Porsche hat man im Gegensatz zu den Vorgängern nicht nur moderne Fahrzeuge zur Auswahl, sondern auch ältere; so gut wie alle Porsche-Modelle, die seit der Gründung der Firma durch Ferdinand Porsche im Jahre 1950 gebaut worden sind, sind im Spiel vertreten. U.a.:
'50 Porsche 356 1100 '51 Porsche 356 1300 '52 Porsche 356 1500 '53 Porsche 356 1500 Super '54 Porsche 356 1300 Super '56 Porsche 356 A 1300 '56 Porsche 356 A 1300 Super '56 Porsche 356 A 1600 '56 Porsche 356 A 1600 Super '56 Porsche 550 A Spyder '60 Porsche 356 B 1600 '60 Porsche 356 B 1600 Super '60 Porsche 356 B 1600 Super 90 '62 Porsche 356 B 2000 GS Carrera 2 '65 Porsche 911 '67 Porsche 911 S '70 Porsche 914/4 1.7 '72 Porsche 911 S 2.4 '73 Porsche 914/4 2.0 '73 Porsche 911 Carrera RS 2.7 '74 Porsche 914/4 1.8 '75 Porsche 911 Turbo 3.0 '78 Porsche 911 Turbo 3.3 '78 Porsche 935/78 "Moby Dick" '82 Porsche 944 '87 Porsche 944 S '87 Porsche 959 '88 Porsche 944 Turbo S '89 Porsche 944 S2 Cabriolet '89 Porsche 911 Carrera 4 (964) '90 Porsche 911 Carrera 2 (964) '91 Porsche 944 Turbo Cabriolet '91 Porsche 911 Turbo 3.3 (964) '92 Porsche 928 GTS '93 Porsche 911 Turbo 3.6 (964) '94 Porsche 911 Carrera (993) '95 Porsche 911 Carrera 4 (993) '95 Porsche 911 Turbo 3.6 (993) '96 Porsche 911 Carrera 4S (993) '97 Porsche 911 Carrera S 3.6 (993) '97 Porsche Boxster '97 Porsche 911 GT2 (993) '98 Porsche 911 Carrera 3.4 (996) '98 Porsche 911 GT3 cup (996) '98 Porsche GT1 '99 Porsche 911 Carrera 4 (996) '00 Porsche Boxster S '00 Porsche 911 Turbo (996) Dazu kommen noch die ganzen Karosserievarianten, sprich Coupé, Cabriolet oder Targa. Insgesamt beinhaltet
Need for Speed: Porsche also ca. 70 Fahrzeuge, was eine ganze Menge ist. Diese Vehikel kann man auf insgesamt 16 malerischen Strecken steuern, die meiner Meinung nach sehr abwechselungsreich und gut, sowie auch realistisch sind. An Anfangs hat man lediglich vier Strecken zur Verfügung - Coute d'Azur, Normandie, Pyrenees und Monte Carlo. Anhand dieser Namen sieht man, dass sich Need for Speed: Porsche an reale Landstriche Europa's, diesmal nicht den USA, gehalten hat. Sehr schön, dass macht das Spiel vor allem für den europäischen Markt attraktiv, da hier potenzielle Käufer ihre Heimat wiedererkennen. Viele Strecken sind v.a. französichen Landstrichen nachempfunden, man kann auch erkennen, dass diese Strecken diese Landschaft verkörpern. Normandie z.B. ist eine Strecke durch typische, nordfranzösische landwirtschaftliche Betriebe, mit riesigen Feldern, einem kleinen Dorf, Küstengebirge u.v.m. Zum ersten Mal in Need for Speed sind hier auch animierte Personen, wenn auch nur vereinzelt, zu sehen. Cote d'Azur ist eine Strecke am südfranzösischen Küstengebirge entlang, hier kommt man durch ein kleines, romantisches Fischerdorf. Pyrenees führt durch das Grenzgebirge zwischen Spanien und Frankreich, die Landschaft ist hier echt beeindruckend. Die malerische Idylle wird zusätzlich durch ein Schloss, durch das man mit seinem deutschen Sportwagen hindurchfahren kann, betont. (c) by Coho. Monte Carlo ist eine Sammlung von Strecken. Insgesamt gibt es fünf Variationen, d.h. unterschiedliche Streckenverläufe. Auch diese Strecke ist sehenswert, hier fährt man durch Monaco bei Nacht. Schade ist allerdings, dass der Original-Formel-Eins Streckenverlauf nicht nachgebildet wurde. Man fährt allerdings an bekannten Gebäuden, wie etwa das Kasino, vorbei.
Im Evolutionsmodus kann man die komplette Geschichte der Zuffenhausener Automobilschmiede nachempfinden, indem man sich als Rennfahrer immer die neuesten Porsche-Modelle kauft und damit Turniere gewinnt. Man beginnt im Jahre 1950 mit der Porsche 356-Serie. Diese Modelle sind für Need for Speed untypisch langsam, die maximale Geschwindigkeit, die man mit so einem Fahrzeug erreicht, beträgt maximal 160 km/h. Der Evolutionsmodus ist daher in drei Abschnitte eingeteilt - der Klassischen Ära von 1950 bis 1969, der Goldenen Ära von 1970 bis 1989 und der Modernen Ära von 1990 bis 2000. Weiter geht das Spiel nicht. Denn ist bereits seit 2000 auf den Markt. Daher gibt es neu hinzugekommene Porsche-Modelle, etwa den 911 GT2 (996) oder den bald erscheinenden Cayenne im Spiel nicht. Vier Fahrzeuge (959, 928 GTS, GT2, GT3 cup), die in obiger Liste nicht aufgeführt waren, sind standardmäßuig im Spiel nicht mitgeliefert. Diese sind auch nicht in den Evolutionsmodus integriert und dort nicht käuflich. Diese vier Fahrzeuge muss man nachträglich aus dem Internet herunterladen, ein Fahrzeug ist jedoch nur ein Megabyte groß. Eine Adresse, wo man die zusätzlichen EA-Fahrzeuge runterladen kann: www.muchspeed.de Der Evolutinsmodus ist insgesamt sehr langwierig, man benötigt schon einiges an Zeit, um die ganzen Turniere durchzuspielen. Dabei sollte man keinen Fehler machen, denn ein Neustart eines verpatzten Rennens bedeuted einen kompletten Neuanfang des jeweiligen Turniers, welches meistens eine Anfangsgebühr kostet. Und alle Schäden, die man während eines Rennens an seinem Fahrzeug verursacht hat, kann man nicht nur sehen, sondern muss sie auch hautnah fühlen: Reparaturen muss man aus seinem hart verdienten Geld bezahlen. Nach jedem Turnier muss man mindestens dritter sein, um weiterzukommen. Die Computergegner verhalten sich im Laufe der Zeit immer intelligenter, die Rennen werden später immer schwieriger. Gut abgeschnittene Turniere bringen aber Geld - und das wird entweder für Reparaturen am Fahrzeug, Tuningteile (sehr große Auswahl) oder sogar ein komplett neues Fahrzeug ausgegeben. Das alte kann man dann entweder behalten, damit es im Wert steigt (Oldtimer-Wert), oder verkaufen. Den Kaufpreis kann man selbst festlegen, die Käufer bezahlen aber meistens kaum mehr, als das Fahrzeug wert ist.
Neben dem Evolutionsmodus gibt es auch noch einen Werksfahrer-Modus, der nicht minder interessant ist. In diesem Modus startet man eine Karriere als Werksfahrer bei Porsche. In insgesamt 36 Missionen muss man sein fahrerisches Können unter Beweis stellen. Nach einer kleinen, einfachen Aufnahmeprüfung bekommt man es bald mit einem arroganten Kollegen, Billy zu tun, der für das gleiche Ziel kämpft wie sie: Super-Testfahrer. Und sie müssen ihm in zahlreichen Missionen beweisen, dass sie der bessere Fahrer sind. Z.B. müssen sie Rennen gegen andere Kollegen gewinnen, einen aufgebauten Parcours auf dem Testgelände in einem vorgegebenen Zeitlimit bestreiten, durch die Stadt rasen und dabei der Polizei entkommen, nagelneue Fahrzeuge unter Zeitdruck an Kunden abliefern, ohne einen Kratzer an den Wagen zu machen. Insgesamt ein ebenfalls sehr interessanter Modus, allerdings nicht besonders abwechselungsreich. Eine lineare Story bedeuted, dass man ein Level auf jeden Fall beenden muss, um weiterzukommen. Man kann sich daher an manchen Levels ganz schön die Zähne ausbeißen, was nicht gerade motiviert. (c) by Coho Wenn man im Evolutionsmodus weiterkommt, bekommt man bald auch zusätzliche Strecken, die nicht weniger attraktiv sind. U.a. gibt es da die Industrielle Zone. Ein französiches Industrieviertel mit zahlreichen, dreckigen Fabriken im typischen Baustil des 19. Jh. Eine sehr interessante Strecke! Die langen Gerade machen es dem Fahrzeug außerdem möglich, die Höchstgeschwindigkeit zu erreichen. Neben den Fabriken gibt es auch einen Hafen mit animierten Menschen, sowie eine Eisengießerei, wo ebenfalls Leute eifrig hämmern oder schweißen. Corsica ist eine malerische Strecke, die das Bedürfniss nach Urlaub wiedererweckt. Die Strecke hat allerdings auch mit den zahlreichen Abkürzungen und engen Kurven einen Rallye-Charakter. Dann gibt es noch den Schwarzwald, wo man durch einen tiefen Wald sowie ein Sägewerk und kleine Dörfer fährt. Eine weitere französiche Strecke ist die Auvergne im Herzen Frankreichs. Hier fährt man durch eine große Stadt mit heruntergekommenen Häusern und engen Gassen. Die Stadt hat mittelalterliches Flair, und wenn man aus der Stadt herausfährt, kommt man an einem alten Äquadukt sowie römischen Gebäuden vorbei. Ein animierter Wasserfall zieht ebenso seine Blicke auf sich. Als eine typisch deutsche Strecke ist noch die Autobahn nennenswert. Allerdings errinnert die Strecke weniger an eine Autobahn, die Kurven sind hier extrem überhöht und übertrieben eng, die Ausfahrten ebenso. In der Mitte fehlt jegliche Leitplanke! Man kann einfach auf die Gegenfahrbahn wechseln. Der Gegenverkehr verhält sich hier mindestens genauso bescheuert, wie die Strecke ist. Das hier ist keine richtige Autobahn. Aber es gibt ja noch die Alpen-Strecke, die schon etwas mehr überzeugt. Hier klettert man langsam das Hochgebirge im Herzen Europas hoch, wo die Luft immer dünner, die Straßen immer verschneiter werden. Als Belohnung kann man dann seinen Porsche über einen zugefrorenen See quälen. Die Strecken sind insgesamt bis auf die Autobahn also kaum verbesserbar. Hier hat EA erstklassige Arbeit geleistet. (c) by Coho
Die Fahrphysik und Steuerung von Need for Speed: Porsche ist deutlich realistischer als noch bei NFS4. Hier hat man richtig das Gefühl, in einem Auto zu sitzen. Das Spiel zählt wirklich zu den Realitätsnahesten Spielen in diesem Genre, v.a. mit Lenkrad und Pedalen mutiert das Rennspiel immer mehr zu einer beinharten Simulation. Ich wünsche mir, dass das Handling und der Realismus in Need for Speed: Hot Pursuit 2 von Nfs: Porsche übernommen wird. Denn besser kann man es nicht mehr machen! Die Grafik ist, trotz zwei Jahre Alters, noch relativ aktuell. Die Autos sehen sehr gut aus, lassen sich auf Anhieb erkennen. Ebenso die Landschaft. Man hätte zwar etwas mehr Animationen in das Spiel einfügen können, aber die Performance sowie die Detailtreue ist beeindruckend. Nfs: Porsche hat eine echt sehr ausgereifte Grafikengine, die trotz hoher Auflösung und vielen Details nicht ruckelt und mit den noch billigsten Grafikkarten (bei mir: onBoard SiS730s) zusammenarbeitet. Der Sound ist auch überzeugend und wirkt fortschrittlicher als bei Nfs4. Die InGame-Musik kann man allerdings vergessen - diese nervt nur und lenkt vom Fahrgeschehen ab. Die Motorengeräusche sind aber, bis auf die des Gegenverkehrs, wo man den Eindruck hat, diese würden 60 km/h im ersten Gang fahren, überzeugend.
Need for Speed: Porsche gab es bei ALDI zeitweilig für 15 DM (7,67 Euro) zu kaufen. Für diese Qualität und Ausgereiftheit des Spiels hätte ich aber auch den vollen Neupreis bezahlt, wenn ich das vorher gewusst hätte. Need for Speed: Porsche ist wirklich empfehlenswert, und das nicht nur für Porsche-Fans. Bevor sie sich das Spiel kaufen, sollten sie aber noch ihre Systemleistung überprüfen, ob diese für das Spiel ausreicht:
Minium: - Windows 95/98 - Pentium 200 MMX oder kompatibel - 32 MB RAM - 4x CD-ROM Laufwerk - 250 MB Festplattenplatz - 4 MB PCI- oder AGP 3D-Grafikkarte mit DirectX 7.0 Unterstützung
Optimal: - Pentium 300 - 64 MB RAM - 8x CD-ROM Laufwerk - 8 MB PCI- oder AGP 3D-Grafikkarte mit DirectX 7.0 Unterstützung
Gesteste Konfiguration, ruckelfrei 800x600 volle Details: - Duron 800 - 96 MB RAM - 52x CD-ROM Laufwerk - 32 MB SiS730s onBoard DirectX 8.0
(c) by Coho
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09.08.2002 15:08
Hi toller Bericht,,, .....
02.04.2002 15:33
Super Bericht! Weiter so, man liest sich!
21.03.2002 10:22
Ich selbst hab die Entwicklung dieses spiels nur bis Need for Speed 3 miterleben können.