Street King in 3 Tagen - mal nervig, mal geil
28.11.2007 (12.12.2007)
Pro:
Abwechslungsreich, innovativ .
Kontra:
Sprecher bei Renntagen wiederholt sich oft, Steuerung manchmal sehr sensibel, manchmal eher träge . . .
Empfehlenswert:
Ja
 Molf
Über sich:
27.10.05: Wieder ein neues Foto in der Visitenkarte! Mein kleiner Träumer...
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Gerade mitten in der Nacht aus der PS2-Versenkung aufgetaucht möchte ich heute gerne mal meine Meinung zum am Donnerstag, den 22.11.2007 erschienen neuesten Need for Speed Teil näher bringen. Die neue PS2-Version nach "Underground I und II", "Most wanted" und "Carbon" meines persönlichen Rennspielklassikers heißt "Pro Street", und es sind wieder einige Unterschiede und Neuerungen zu den alten Teilen dabei.
Zum ersten Mal habt ihr einen Namen, Ryan Cooper. Ihr seid dem Untergrund entflohen, es sind keine grün-weißen Trachtengruppen mehr hinter euch her und ihr schlagt euch wieder alleine durch, ohne Team, ohne Canyons. Dafür sind die Rennen legal organisierte Großveranstaltungen. Freie Fahrten in der Stadt gibts nicht mehr, nur noch Rennen der verschiedensten Formen. Zum ersten Mal seit ich NFS kenne, können die Autos kaputt gehen und man muss sie mit Geld oder Reparaturgutscheinen wieder instandsetzen. Für Komplettausfälle (Risiko besonders hoch bei Speedrennen) gibts Totalschadengutscheine. Normale Rennen (wer als Erster im Ziel ist, gewinnt) heißen jetzt Grip Rennen. Beim Zeitfahren gehts um die schnellste Runde. Beim Sektor-Shootout sammelt man Punkte für vier Sektoren. Drifts gibt es wie eh und je, allerdings in erheblich kürzerer Distanz als früher. Drags sind immer noch da, in drei Variationen. Viertelmeile, halbe Meile und Wheelie-Wettbewerbe über die Viertelmeile. Während es bei den ersten beiden drauf ankommt, Schnellster zu sein, muss man beim Wheelie-Wettbewerb so weit wie möglich auf den Hinterrädern fahren. Sehr geile Idee wie ich finde. Speedrennen sind Hochgeschwindigkeitsrennen, die im späteren Verlauf enorme Konzentration kosten, wenn man punktemäßig was reißen will. Davon gibt's zwei Sorten, einfach so heizen (Speed-Challenge) und das, was früher die Radarfallenrennen waren (Top-Speed-Lauf).
Wie schon erwähnt, die Rennen sind alle legal geworden und es gibt dafür regelrechte Renntage und Showdons mit Organisation, Publikum, Sprecher und so weiter. Je nach Renntag hat man entweder eine wilde Mischung aus den verschiedenen Renntypen oder nur eine Sorte von Rennen, bei denen man sich durchsetzen muss. Für jedes Rennen bekommt man Punkte, ab einer gewissen Anzahl Punkte hat man den Renntag gewonnen, Ziel des Renntages ist es aber, ihn zu dominieren, die Latte dafür liegt doppelt so hoch. Es gibt insgesamt 5 "Endgegner", jeder ist ein King, ;-) einer für Drags, einer für Speedrennen, einer für Drifts und Einer für Griprennen. Der Ober-King ist der Showdown-King, der auch während des Spiels immer mal wieder interviewt wird und euch richtig schön provoziert. :-) Der Kerl steht am Ende und man hat 10 Rennen vor sich, bevor man endlich seine Karre gewonnen und seine Ruhe hat. Die normalen Kings geben schon nach drei Rennen auf. Hat man alle fpnf Kings besiegt, ist man der Street King und das Ding ist durch.
Zum persönlichen Empfinden: Vieles, was gut war, ist gut geblieben, Drags zum Beispiel sind sogar noch besser geworden. Die Idee mit den Wheelies z.B. find ich wie obern schon erwähnt sehr cool. Auch dass man bei Drags nicht mehr lenken muss und dass die Rennen nicht ewig weit gehen wie bei den Vorgängern finde ich besser. Die Speed-Challenge hat mich manchmal an den Rande des Wahnsinns gebracht, weil es verdammt schnell vorkommen kann, dass man meilenweit in Führung ist, dann aber mit über 300 Klamotten abfliegt weil man ein Fitzelchen zuviel oder zuwenig gelenkt hat. Das Auto ist dann im Regelfall ein Totalschaden. Da ist wirklich Konzentration und Beherrschung angesagt, man will immer so schnell wie es geht, aber oft ist es besser, auch mal rollen zu lassen statt Gas zu geben. Eine Driftstrecke hab ich auch gefressen, die musste ich beim Showdown bestimmt 40 mal fahren, bevor ich mehr Punkte hatte als dieser verkackte Endgegner.
Tuning ist natürlich auch wieder vertreten, man hat die Möglichkeit, Pakete oder Einzelteile an seinem Auto zu verbauen, weil ein Serienwagen natürlich irgendwann nicht mehr reicht. Insgesamt stehen einem 46 verschiedene Autos und was weiß ich wie viel hundert Teile zur Verfügung. Die verschiedenen Autos muss man sich natürlich erst freispielen. Mir gehts aber eher um die Rennen als um die Rumfrickelei an 100 Einstellungen. Gekostet hat mich das Spiel bei amazon.de übrigens 42,95 Euro, wovon 25,-- Euro zum Glück ein Gutschein waren. Mittlerweile hab ich das Spiel aber auch schon bei Karstadt für 55,-- Euro und bei Saturn für 39,-- Euro entdeckt, also kauft nicht direkt drauf los. ;-)
Alles in Allem würde ich sagen, ein NFS Fan kommt daran nicht vorbei, auch wenn einige Sachen manchmal wirklich nerven können. Andere coole Dinge entschädigen einen wieder dafür. Ich finde das spiel empfehlenswert, nicht uneingeschränkt, aber im Großen und Ganzen schon. Sollte euch irgendwas fehlen, bitte kommentieren, ich guck dann wie ich das noch eingebaut kriege.
So, und jetzt geh ich schlafen, das hab ich mir verdient. Bis dahin. Der Molf.
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13.02.2009 16:40
hört sich interessant an. ich bin ja auch NFS fan und habe schon viele ausprobiert. mich würde noch interessieren ob es das spiel nur für playstation 2 gibt oder auch für PC? gruß, ch.abstauber
10.02.2008 15:10
Ich persönlich finde, dass Underground 2 der beste Teil war, da er verdammt lang und abwechslungsreich war.
04.01.2008 17:16
Durchgespielt in 3 Tagen klingt entweder nach Dauereinsatz oder zu geringer Spieltiefe :o) Ist man wirklich so schnell durch? Das war nämlich das, was mich im Vergleich zu "Most Wanted" am meisten bei "Carbon" gestört hat: man ist voll schnell durch. Was nützt mir die ganze Kohle und die große Wagenauswahl, wenn ich keine Gelegenheit, sprich: Rennen und Wettkämpfe, mehr habe, um dies auszuprobieren? Feiner Bericht! Beste Grüße, Z.