Neil Pryde VS

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locker lässig

5  16.07.2002

Pro:
handling, easy surfing

Kontra:
etwas langsam

Empfehlenswert: Ja 

IntelligenzAllergiker

Über sich:

Mitglied seit:06.03.2002

Erfahrungsberichte:113

Vertrauende:41

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 37 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

moin!

alle nichtsurfer bitte weiterklicken, es wird nämlich sehr speziell!

die zielsetzung dieses segels ist klar:

- leich fahrbar, durch flaches profil und "nur" einen camber
- relativ druckpunktstabil, dadurch einigermaßen schnell
- relativ manöverfreundlich.

wie man sieht ein klares kompromisssegel, das durch, für neil-pryde verhältnisse, einen günstigen kurs den aufsteiger ansprechen soll.

aber ich bin nun mal kein aufsteiger, habe mich aber trotzdem für dieses segel in der größe 5.7 qm entschieden. warum, will ich gern erklären:

meine speedsegel sind alle fürchterlich schwer und unhandlich, viele camber erschweren die manöver und das schnelle starten in der brandung. das VS hat eine enge masttasche, die kein wasser reinlässt. dadurch ist auch in hohen wellen ein schneller wasserstart möglich. unterstützt wird das durch einen carbonmast, der sehr leicht aus dem wasser zu heben ist.

ja aber: warum kein wave segel für die welle?

unter 5 qm schon, aber ich wollte ein maximal großes segel, das sich noch auf einem waveboard fahren lässt (tiga 254). denn auch bei mageren 5 windstärken möchte ich genug power haben, bin ja schließlich keine halbe waverider-portion, sondern tempobolzer.

ja, und gerade das ist mit diesem VS sehr gut möglich. durch einen kurzen gabelbaum und ein weit vorne liegendes profil gibt es auch auf einem sehr kurzen brett wenig probleme, (die optimallösung ist es sicher nicht) und man kann auch in flautenlöchern noch vor den wellen der nordsee flüchten. denn wer mag schon von einem 4m klopfer verfolgt werden, wenn seinem 5er die puste ausgeht! das ist NICHT lustig.

ja aber: solch ein "billig" und "lite" segel kann man doch nicht mit einem carbonmast in der welle fahren!

genau! anfänger sicher nicht! aber anfänger sollten auch nicht mit einem sinker in 4m wellen gehen. dazu gibt es doch orte wie "baggersee" oder "stausee".

die fahreigenschaften des segels sind durchaus als "easy" zu bezeichnen: wenig druckpunktwanderung, durch sehr flaches und weit vorne liegendes profil; leichte rotation, die nur wenig durch einen roller cam behindert wird; leichtes handling durch leichte materialien, wenige latten (nur 5) und leichten carbonmast. was dem segel fehlt ist natürlich die druckpunktstabilität im oberen windbereich und demzufolge auch der zugang zum oberen windbereich. auch im unteren windbereich hat das segel leider durch das flache profil angleitprobleme. segel wie das V8 oder VX (oder deren nachfolgern) haben da ganz andere möglichkeiten.

die ausstattung ist gut. eine integrierte trimmhilfe, vollverkleidete lattenenden ohne flatternde gurte und ein kleiner in die masttasche integrierter neoprenmastprotektor werten das segel auf. eine spezielle topkonstruktion mit einem "nöppel" der im mast verschwindet ziehen das gesamtbild nach unten. man bekommt zwar neue obere mastverschlüsse mitgeliefert, aber nur zwei, von denen eigentlich auch nur einer passt. hat man nun mehr als 2 masten, die man mit dem segel fahren möchte, oder möchte ein kumpel das segel "mal eben" ausprobieren (mit seinem mast), dann geht das einfach nicht.

der aufbau ist wahrlich unkompliziert. die latten bleiben im gespannten zustand und liegen so optimal, dass das segel auf diese weise auch eng gerollt werden kann. allerdings muss man sagen, dass die lattenspannverschlüsse nach mehreren jahren fast nicht mehr aufzubekommen sind. höchstens so, dass man sie direkt neu kaufen darf. getrimmt wird das segel nur über das vorliek, d.h. spannen bis top flattert, dann den gabelbaum nur noch einhängen.

fazit:
nicht sehr schnell, aber ausreichend.
nicht frühgleitend, aber locker zu fahren.
nicht sehr manöverfreundlich, aber auch nicht störend.
nicht für schwergewichte über 90 kg die leistung wollen, aber sehr gutes segel für frauen und leichtgewichte, bei denen der spass im vordergrund steht.

und da es sich um ein 7 jahre altes segel handelt, noch ein wort zur haltbarkeit: direkt am ersten tag habe ich ein 50cm großes loch mittels scharfkantigem gegenstand in das segel gezaubert. aber der aufkleber (nicht mal vom segelmacher) hält, und hält...
und der rest auch. wird nur wenig knitterig, aber nicht instabil.

noch ein wort zur bewertung:
jedes segel hat seinen einsatzbereich, und obwohl es so aussieht, als könne dieses segel viel, aber nichts richtig, ist der einsatzbereich trotzdem voll getroffen. man darf nicht alles verlangen, und deshalb ergibt die summe der mittelmäßigkeit hier ein sehr gutes segel mit breitem einsatzbereich.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
LP13

LP13

04.08.2002 19:36

Hi toler Bericht, da mir deine Schreibart gefällt werd ich dir Vertrauen! schönen gruß lp13

Flittarder

Flittarder

16.07.2002 14:41

Toller Bericht, aber kannst du dir denken warum ich dir ein wh gegeben habe? Oder mal anders. Schonmal was von GROSS und kleinschreibung gehört?!? Das stört wirklich sehr beim lesen. Pfeil mal daran und melde mich wenn du's verbessert hast. Dann wird es ein sh Bericht. Grüße aus Köln. Simon

Nilote

Nilote

16.07.2002 14:39

ES WÄRE SCHÖN, WENN DU AUCH MAL ZWISCHEN GROß UND KLEIN WECHSELN KÖNNTEST... Greetinx Nilote

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  2. LP13
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