Erfahrungsbericht über

SNK SKG NeoGeo

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Meine Lieblingskonsole.. ein ausführlicher Bericht

5  18.04.2000

Pro:
Die Traumkonsole überhaupt, orginal Spielhalle für zuhause

Kontra:
sehr teuer

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Benutzerfreundlichkeit

Spieleauswahl

Ausstattung

Grafik

Sound


AndiBcool

Über sich:

Mitglied seit:01.01.1970

Erfahrungsberichte:168

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 8 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Angefangen hat alles 1990, da erblickte das Neo Geo das Licht der Welt.
Produziert von dem japanischen Hersteller Shin Nihon Kikaku ( kurz SNK ), war es damals die leistungsfähige Konsole die es gab.
Nicht umsonst hat es den Untertitel "Advanced Entertainment System", denn Damals gab es ja nur das Megadrive und das Super Nintendo als vergleichbare Konkurenten und Denen war das NeoGeo in allen belangen haushoch überlegen.
Ja selbst heutigen Next Generation Konsolen ( wie Playstation und Saturn ) gelingt es nichtmal, mit allen Anstrengungen und Ramerweiterungen, NeoGeo Spiele 1:1 zu konvertieren. D.h. wenn NeoGeo-Spiele für Playstation oder Saturn erscheinen sind immer einige
Abstriche klar zu sehen, sei es nun in den Animationsphasen der Sprites,
Bewegungen im Hintergrund oder einfach nur der Sound und die Sprachausgabe.
Schon toll sowas bei einer fast 10 Jahre alten Konsole (ich liebe mein NG) ! Woran liegt das ? Nun, das NeoGeo besitzt eine bemerkenswerte Hardwarearchietektur, die neben den beiden parallel arbeitenden Hauptprozessoren 68000 ( 16Bit, auch im Amiga und Megadrive
zu finden) und einen Z80A ( 8Bit, im Master System ) auch noch eine Menge Customchips zum bearbeiten spezieller Grafik- und Soundaufgaben.
Außerdem besitzt das NG ein gewaltiges internes Ram, mit dem die tollsten 2D Fähigkeiten, wie detaillierte 2D Animationen ( quasi Zeichentrickqualität ) und auch Vorgerenderte Animationen
( wie bei Pulstar ), kein Problem darstellen.
Als Arcardekonsole wurde das NeoGeo mit soliden eckigen Joyboards mit vier Feuerknöpfen ausgeliefert.
Die Joypads kamen erst später mit dem erscheinen des NeoGeo CD, das war dann auch das Ende der alten Joyboards, die dann nicht mehr hergestellt wurden. Stattdessen gab es nur noch billigere runde Joyboards, die aber nicht ganz so gut waren wie die alten.
Zwar hatten die Neuen auch Mikroschalter aber die Alten waren irgendwie besser, deshalb sind die alten Joyboards auch ein sehr begehrtes Sammlerobjekt. Den Kultstatus erreichte das NeoGeo durch eine Eigenschaft, die bisher keine andere Konsole ( auch
der Dreamcast nicht ) bieten kann. Durch die absolut identische Hardware von Arcardesystem ( MVS ) und Homekonsole des NeoGeos sind die Spiele exackt die selben wie in der Spielhalle. Also keine Umsetzungen sondern 1:1 die selben Games !
Na das sowas nicht gerade billig ist kann man sich denken.
Für ein Grundgerät mußte man so ca. 1200 DM locker machen und für ein Spiel damals etwa 300 DM.
Heutige ( ja es werden immer noch Spiele hergestellt ) Spiele kosten meist 700 DM, das liegt daran, daß heutige Spiele aufwendiger sind und mehr Modulspeicher brauchen.
Der Rekord liegt derzeit bei 708 Megs ( MegaBit ) von Metal Slug 3.
Klar damals wie heute eine absolute Traumkonsole, denn wer hätte denn nicht gerne die Spielhalle zuhause ? Na ja leider kann sich aber nicht jeder sowas leisten und deshalb war und ist das NeoGeo eine absolute Freak Konsole und purer Luxus.
Der Erfinder der Memorycards zum Speichern von Spielständen ( 14 möglich ) war übrigens auch SNK und der besondere Clou dabei war, daß man diese auch in die Spielhalle mitnehmen konnte um dort weiter zu spielen oder umgekehrt. Leider hatten nur NeoGeo Automaten in Japan und Amerika häufiger diese Slots, in Deutschland suchte man vergebens. Nebenbei sind NeoGeos aus allen Ländern kompatibel dh. es laufen alle Spiele auf einer Pal- oder NTSC Konsole. Egal ob japanisch oder englisch 50 oder 60 Hz, die Sprache und Geschwindikkeit paßt sich automatisch an .
Einige Spiele unterstützten sogar das seltene NeoGeo-Linkkabel, von den mir bekannten waren das Trash Rally und League Bowling die Spezielle Gehäuse mit Buchsen an der Oberseite hatten.

Technische Daten:
Prozessoren: 68000 ( 12 Mhz ), Z80A ( 3,58 Mhz )
Arbeitsspeicher ( RAM ): 64 KByte (68000) bzw. 2 KByte ( Z80A )
Video-RAM: 68 KByte
Farben: 65536 davon max. 4096 gleichzeitig
Auflösung: 320x224 Pixel
Sprite-Größe: 16x512 Pixel
Anzahl der Sprites gleichzeitig: 380
Soundkanäle: 15 ( Stereo ) davon 7 für Sprachausgabe
Direkter ROM Zugriff: Max. 330 MBit
Maße in cm: Länge: 32,5 Höhe: 6 Breite: 23

Für mehr Infos besucht einfach meine Homepage, dort sind auch etliche gute Bilder der verschiedenen Systeme vorhanden.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
bmx-er

bmx-er

05.10.2001 13:36

wow. sehr gut geschrieben. "Einige Spiele unterstützten sogar das seltene NeoGeo-Linkkabel, von den mir bekannten waren das Trash Rally und League Bowling die Spezielle Gehäuse mit Buchsen an der Oberseite hatten." -> da hab' ich sogar noch was gelernt. ich hab' mein neo schon etliche male nach einer link-buchse abgesucht. *g* naja. hab' leider erst 3 module und spare gerade auf metal slug 3. ;-) mfg bmx-er

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