The End of Evangelionen
5. Aug 2004
Pro:
Flüssige Animationen, Beeindruckende Bilder, Das Ende in der Realen Welt
Kontra:
Viele neue Fragen werden gestellt, zu wenige Beantwortung, Shinji in neuen Dimensionen des Selbstmitleids
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Action:
Anspruch:
Humor:
Romantik:
Spannung:
mehr
 Vivichibi
Über sich:
Mitglied seit:31.07.2004
Erfahrungsberichte:5
Vertrauende:1
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 26 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Die TV-Serie war nach 26 Folgen beendet. Doch die eigentlich Handlung von Neon Genesis Evangelion wurde in den letzten 2 Folgen völlig offen gelassen. Das Fanlager war aufgerührt und wollte eine Fortsetzung, die endlich erklärt wie die eigentliche Story zu ende geht. Gainax legte dann zwei Kinofilme nach, die aber keineswegs alles erklären, was in der TV-Serie an Fragen aufgeworfen wurde... The Death & Rebirth of Evangelion:
Der erste Film behandelt die Handlung der ersten 24 Folgen noch einmal neu. In hoher Geschwindigkeit wird nocheinmal die bislang präsentierte Handlung rekapituliert. Dabei werden was ausschließlich Szenen aus der TV-Serie wiederverwendet. Allerdings erkennt man dort schon, dass es sich um einen Kinofilm handelt: Die Animationen sind flüssiger und das Chara Design noch detaillierter. Ein paar kleine neue Szenen zeigt "Death" dann schon, aber die sind so nichtssagend, wie das TV-Ende. Der 2. Teil des ersten Kinofilms wirkt wie ein überlanger Trailer auf den zweiten Movie "The End of Evangelion". Hier wird die 25. Folge in einer
Alternativen Fassung gezeigt. Aber auch hier wird eigentlich nur angedeutet. Dank des dicken Budgets wurde auf Standbilder völlig verzichtet. The End of Evangelion:
Der zweite Film zeigt nun die beiden TV-Episoden 25 & 26 aus einer anderen Sichtweise. Befand man sich im TV Ende noch in der Gedankenwelt von Shinji und den anderen Charakteren, spielt End of Evangelion in der "realen" Welt von Neon Genesis Evangelion. Seele versucht ohne Rücksicht auf Verluste das NERV Hauptquartier einzunehmen. Dabei fällt den Mitarbeitern von NERV schnell auf, dass so ein Szenario von vornherein geplannt war, denn gegen eine Infanterie Angriff hat das NERV-Hauptquartier absolut keine Mittel. Als es dann noch zum Angriff der EVA-Massenproduktionreihe kommt, handelt NERV. Doch da Shinji einmal mehr nicht auffindbar ist, muss die immer noch schwer verletzte Asuka die gegnerischen EVA's bekommen. Diese ist zwar immer noch total verstört, schaft es aber sich aufzurappeln und gegen die EVA's in beeidruckenden Bildern einen Kampf bis auf die Knochen zu kämpfen... Ganz im Gegenteil zu Shinji der völlig Selbstmitleidig in einer Ecke des NERV Hauptquartiers steht. Und auch nachdem Misato es geschafft hat, ihn zu seinem EVA zu bringen, kann Shinji nicht kämpfen. Die um Hilfe schreiende Asuka kann ihn - zumindest anfangs - nicht dazu bringen in seinen EVA zu steigen... Doch das war noch lange nicht alles. Eigene Meinung:
War ich nach "Death & Rebirth" noch enttäuscht, nichts über den Fortgang der Handlung erfahren zu haben, erfüllte "The End of Evangelion" schon eher meine Erwartungen. In brachial orpulenten Bildern wird hier der Untergang der Welt auf den heimischen Fernseher gebracht. Die Charaktere erreichen neue Ebenen der philosophischen Tiefe und auch einige Teile des gesamten Storykerns werden beantwortet. Auch das Ende weiß in seiner Gainax typischen Darstellungsweise absolut zu überzeugen. Allerdings stellt sich nach dem sehen der Filme doch die Frage, ob diese Fortsetzung umbedingt notwendig war. Wer die TV-Serie schon brutal fand, wird bei End of Evangelion wohl das ein oder andere mal die Augen schließen. Hier wird kein Blatt vor dem Mund genommen, sondern alles gezeigt, was man uns wohl ürsprünglich vorenthalten wollte. Aber auch die Charaktere überzeugen nicht mehr so 100%ig wie in der TV-Serie. Shinjis Selbstmitleid nimmt so erschreckende Ausmaße an, dass man kaum noch verständnis für ihn haben kann. Natürlich gerät seine Seele absolut aus den Fugen, aber die Art der Darbietung war dann doch ein wenig zu nervig. Die Technische Seite überzeugt ohne Wenn und Aber. Die Animationen sind ultraflüssig. Die Zeichnungen sehr detailreich und auch Standbilder sucht man vergeblich. Hier hat Gainax wirklich einmal Top Qualität abgeliefert. Fazit:
Was bleibt schlußendlich zu sagen? "The End of Evangelion" ist auf jeden Fall nicht DER Film, der das 100% eindeutige Ende in die Welt von Neon Genesis Evangelion brachte. Er ist eigentlich ein kleines Schmackerl, dass zeigt, unter welchen Bedingungen sich die "reale" Welt weiterentwickelte. Inwiefern Serien und Movie Ende übereinstimmen, sollte jeder selbst entscheiden, ebenso wie die letzte Szene in "End of Evangelion" zu deuten ist. Sehenswert ist der Film aber alle male.
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05.08.2004 16:52
Glaub nicht, dass ich mir den Film angucken werde, aber guter Bericht