Mit der schönen Jahreszeit kommt auch wieder alles was kreucht und fleucht hervor - leider auch die schmarotzenden Schädlinge wie Blattläuse, Raupen, Spinnmilben, Zikaden, Schild- und Wollläuse, weiße Fliegen und viele, viele andere.
Wenn man sie entdeckt hat, sollte man etwas dagegen unternehmen. Oft helfen einfach vorbeugende Maßnahmen nicht mehr aus. Gegen diese Schädlinge gibt es aber neue, umweltverträgliche Mittel, die sich für Zierpflanzen, Obst und Gemüse eignen. Dazu zählt das
Neudorff Spruzit Schädlingsfrei
das aus den natürlichen Wirkstoffen Pyrethrine und Rapsöl hergestellt wird.
Trotzdem muss man, wie bei jedem Mittel, die Anwendungsbestimmungen, Gefahren und Verträglichkeiten nachlesen und sich entsprechend verantwortungsvoll verhalten!
Hersteller
W. Neudorff GmbH KG
Postfach 1209
31857 Emmerthal
Tel.: 0 51 55 / 62 40
www.neudorff.de
dessen Produktpalette den gesamten Gartenbereich in Pflege, Düngung, Bekämpfung von Krankheiten/Schädlingen umfasst
Preis
Für mein 50ml Konzentrat, das für 5Liter Spritzmittel reicht, habe ich 4,95Euro bezahlt. Der Preis ist hoch, aber neue Pflanzen wären teurer.
Was mir mein "Berater" nicht gesagt hat – obwohl ich ihn um ein Präparat für einen sehr großen Garten gebeten habe - ist, dass es dieses Mittel auch in 100, 250 und 500ml gibt, wodurch sich der Preis entsprechend verringern würde.
Verpackung
In dem Pappkarton, auf dem alle wichtigen Informationen angegeben sind - außer leider das Mischungsverhältnis - befindet sich eine kleine, grüne Plastikflasche mit einem Dosierbecher als Deckel. Dieser lässt sich problemlos aufschrauben, was man bei einem solchen Mittel nicht unbedingt erwartet, denn diese natürlichen Wirkstoffe töten Saugschädlinge und ist deswegen kein harmloses Mittel - auch wenn es nicht einmal Bienen gefährdet.
Deshalb - und auch sonst - immer weit weg von Kinderhänden stellen, auch die restliche Brühe in der Sprühflasche!
Die Dosierung
steht leider nur auf der beiliegenden Gebrauchsanweisung (sonst hätte ich gleich nach einer größeren Flasche gefragt), was einerseits unvorteilhaft ist, weil so ein Zettel schnell mal in der Versenkung verschwindet, anderseits ist sie leicht zu merken.
Sie ist einfach und auf kleine Mengen abgestimmt: 10ml auf 1 Liter Wasser.
Wichtig beim Spritzen: Das Laub sollte am Ende tropfnass sein, und die Blätter müssen auch auf der Unterseite benetzt werden. Um auf Nummer Sicher zu gehen, sollte man die Behandlung nach 12 Tagen wiederholen.
Trotzdem sollte man die Pflanzen auch danach noch im Auge behalten.
Daraus erkennt man schon, dass man mit 5 Liter nicht mehr als einen Kleingarten behandeln kann.
Eigene Erfahrung
Allgemein würde ich mich nicht als die bekennende Giftmischerin bezeichnen und deshalb habe ich auch, als ich die ersten Blattläuse an meinem Pfaffenhütchen (Bild 4) bemerkt habe, nach Alternativen Mitteln gegriffen. Spüllauge, Schmierseife etc.
Ich habe sogar die Radikalkur angewandt und alle Äste mit Blättern abgeschnitten in der Hoffnung, dass die Kerlchen nichts mehr zu futtern finden - war nix! Kaum zeigte sich ein neuer Trieb, waren die Sauger wieder da. (Bild 5)
Das Dumme daran ist, dass die sich dann auch auf die restlichen Pflanzen verbreiten Bild 6 + 7) und da habe ich was gegen, denn ohne Blüten brauche ich auch keine Rosen, ohne Früchte keinen Obstbaum und ohne Bohnen keine Sträucher.
Früher habe ich dann ein Mittel verwandt, das dermaßen stank, dass man selber fast erstickt ist. Dafür konnte man auch bald zusehen, wie die Blattläuse auf den Rücken fielen. Leider war das auch für alle nützlichen Insekten tödlich und für Haustiere nicht ungefährlich.
Deshalb habe ich mich diesmal beraten lassen und so für Neudorff (Bild 1) entschieden, womit ich ja schon bei der Wespen- und Maulwurfbekämpfung großen Erfolg erzielen konnte.
Das Fläschchen (Bild 2) lässt sich, wie geschrieben, leicht aufdrehen (Bild 3). Das ölig dickflüssige, durchsichtige Konzentrat riecht wie parfümierte Seife.
In meine 2Liter Pumpflasche habe ich 20ml Schädlingsfrei gegeben, geschüttelt, gepumpt und dann gespritzt.
Dabei sollte man darauf achten, dass der Wind vom Rücken kommt und die Sonne nicht zu stark brennt, weil die Blätter sonst "verbrennen" - also am besten morgens früh oder in der Abendstunde und natürlich nicht im Regen.
Die 2 Liter haben gerade so für 12 größere Pflanzen gereicht, da man wenn schon, die gesamten Blätter und gefährdeten Blumen besprüht und nicht nur den Bereich, wo man schon die Schädlinge erkennt.
Mit weiteren 10ml habe ich dann die "nicht so wichtigen" Kleinpflanzen besprüht.
Bei der Nachbehandlung gingen dann noch einmal 20ml drauf und schon war das Fläschchen leer.
Zum Glück sind meine Obstbäume nicht befallen, denn das hätte mich arm gemacht.
Aber, was tut man nicht alles für eine wundervolle Blütenpracht und einen gesunden Garten?
Tatsächlich war es so, dass ich schon am nächsten Tag erkennen konnte, dass die Sauger den Löffel abgaben und nach dem nächsten Regenguss komplett verschwunden waren. (Bild 8)
Fazit
Ich werde Spruzit Schädlingsfrei von Neudorff wieder kaufen - in einer größeren Flasche - und verwenden, weil es relativ harmlos, leicht zu handhaben ist und tatsächlich wirkt.
spritzige Grüße sendet Euch - Dinxda ©
PS
Dumm ist, dass der kleine Rest, der in dem Dosierbecher bleibt, über die Finger läuft, wenn man für den Erfahrungsbericht die Flasche dreht und wendet.
Dadurch konnte ich aber gerade ungewollt feststellen, dass es die Haut nicht reizt und auch dem Schreibtisch aus Holz nicht schadet. ;o)
Auf den Bildern sieht man dadurch auch, wie ölig es ist.
24.01.2010 16:06
cooler titel :)) LG Tina
15.12.2009 11:45
manchmal muss man gegen diese Tierchen härtere Geschütze auffahren, LG Katrin
28.07.2009 15:24
Brauch ich auch..... LG