Neuseeland, Allgemeines

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Erfahrungsbericht über "Neuseeland, Allgemeines"

veröffentlicht 24.12.2016 | happy150748
Mitglied seit : 19.01.2001
Erfahrungsberichte : 45
Vertrauende : 15
Über sich :
Wir wohnen im Raum Frankfurt. Schon die Nähe zum "Weltflughafen" und die damit verbunden guten Startchancen weckt ständig meine Reiselust. Kann man ja sicher gut den diversen Reiseberichten entnehmen.
Ausgezeichnet
Pro Sowohl die Weltstädte Sydney und Melbourne als auch Neuseeland einmalig. Gastfreundlich. Hoher Fre
Kontra die extrem weite Anreise
besonders hilfreich
Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Sehenswürdigkeiten
Sicherheit
Gastfreundlichkeit

"Australien und Neuseelandkreuzfahrt mit Celbrity Solstice"

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Alb (Traum) Reise
Australien- + Neuseelandkreuzfahrt Celebrity Solstice 24.11.-9.12.2016

Donnerstag, 24.11.2016 -Anreise-

Meine Reise ans andere Ende der Welt, von der ich seit Jahren „geträumt“ hatte, stand von Anfang an unter keinem sehr guten Stern.
Zunächst hatte ich eine hartnäckige 3-wöchige Erkältung. Zum Glück rechtzeitig vor Beginn der Reise überwunden. Erstaunlicherweise Erika nicht angesteckt. Dann kam Opa ins Krankenhaus. Aber auch gutgegangen. Als kurz vor Reisebeginn auch Oma einen Zusammenbruch hatte und ins Krankenhaus musste, dachte ich schon, dass wir wiederum von der Reiskostenrücktrittversicherung Gebrauch machen müssten. Aber auch hier ging alles gut.
Als nächstes das Erdbeben in Neuseeland. Hatte aber trotz der relativen Stärke auf die Durchführung der Reise keine Auswirkungen.
Dann der große Schock. 2 Tage vor Reisebeginn bekam Erika im Unterleib heftigste Schmerzen. Um es kurz zu machen, mehrere konsultierte Ärzte hatten ihr wegen einer Darmentzündung und anderer unklarer Diagnosen striktes Reiseverbot auferlegt.
Selbstverständlich wäre ich auch zu Hause geblieben, aber angesichts der enormen Vorbereitung für diese Reise und da Erika sehr gut innerhalb der Familie versorgt und umsorgt wurde, trat ich auf ausdrücklichen Wunsch meiner Frau die Reise an.
Ohne richtige Vorfreude ging es ab Frankfurt am Main mit dem ICE los. Welch Zufall, genau hinter mir saß eine langjährige Bekannte aus der Wetterau. Sie hatte einen Vortrag in Amsterdam zu halten und nutzte zur Anreise den durchgängigen Zug. Schon verrückt das Leben. Bin ich auf dem Weg nach Australien und treffe aus der Nachbarschaft eine Frau, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe.
Erste bürokratische Erfahrungen bei der Fahrkartenkontrolle. Es war ja nicht so einfach die beiden Sparpreise zu bekommen. Man muss sofort nach Freischaltung der Sonderpreise online buchen. Da gibt es bei uns immer Schwierigkeiten mit Passwort etc. Aber schließlich geschafft. So wie wir das kennen, die Kreditkarte zum Zugticket gelegt. Der Schaffner verwies aber auf die Neuregelung, welche auf Seite 2 zu finden sei, wonach der Personalausweis vorzulegen wäre. Zum Glück plant Erika immer „worst case Situationen“ ein und den Perso hatte ich mit.
Vor Köln kamen wir zum Stehen. Signalstörung. Zwar hatte ich Zugbindung, aber das war ja dann wohl höhere Gewalt. Außerdem hatten wir wohlweislich 5 Stunden Karenzzeit eingeplant.
In Köln 10 minütiger Aufenthalt. Der Zugbegleiter warnte über Lautsprecher vor Dieben, die diesen Aufenthalt für ihre kriminelle Machenschaften nutzen würden. Daher schnell den Koffer aus der fernen Ablage geholt und neben mich gestellt. Platz war ja genug im Zug.
Der Düsseldorfer Bahnhof ist recht überschaubar und macht einen properen Eindruck. Ganz anders als der Frankfurter Hauptbahnhof, der ja durch die ausufernde Drogenszene und die Verschmutzungen in letzter Zeit ganz heftig in die Kritik geraten ist.
Mit der S Bahn Linie Nr. 11 kann man alle 20 Minuten direkt bis in Flughafenterminal fahren. Außerdem gibt es aber auch noch mehrere andere Bahnen die über den Flughafen gehen. Nur muss man dann noch ein Stück mit dem Shuttle fahren. Insgesamt eine optimale Anbindung.
Erstaunlicherweise konnte ich, obwohl so früh, sofort einchecken. Überhaupt war alles extrem ruhig. Vielleicht auch eine Auswirkung des großen Lufthansastreiks.
Abflug pünktlich 21.00 mit einem Airbus Richtung AbuDhabi mit Air Berlin als Kooperationspartner von Ethiad. Sehr freundlicher und sympathischer Service. Die 6 Stunden gingen wahrlich wie im Flug vorüber.
AbuDhabi riesige Schlange im Transitbereich. Wieder die nervige Personenkontrolle. Dann von Terminal 1 in Terminal 3. Alles gut ausgeschildert und fußläufig kein Problem.
Internetzugang kostenlos und schnell mal nach Hause geschrieben. Anruf wäre wohl nicht so angebracht, denn in Deutschland war es mitten in der Nacht.
Freitag, 25.11.2017 -Flug von Abu Dhabi nach Melbourne-
Weiterflug mit der großen Boeing 777. Auch alles reibungslos. Ist halt immer stressig bis so viele Menschen Bord Pass vorgelegt haben, dann blockieren manche Zeitgenossen in aller Seelenruhe den Gang anstatt sich erstmal zu setzen, damit die anderen Passagiere auch durchkommen.
Pünktlicher Abflug. Kurz darauf die Horrordurchsage des Kapitäns. Hier stoße ich mit meinem Englisch an Grenzen. Habe nur verstanden, dass wir in Perth zwischenlanden. Oh je. Ich muss doch sofort nach der Landung in Melbourne mit Quantas Airlines weiter nach Sydney. Dort das Ibis Airporthotel gebucht. Vor Schreck schmeckte mir das Essen nicht mehr. Dann ein Glücksfall. In der Nachbarschaft deutsche Laute gehört. Ich die Mitreisenden angesprochen ob sie alles verstanden hätten. Zum Glück alles halb so schlimm. Wir landen nur in Perth um aufzutanken und dann geht es nach Melbourne weiter. Das Ganze soll mir eine Lehre sein. Werde solch lange Strecken nie mehr um einen sofortigen Inlandsflug ergänzen. Lieber einen Tag Hotelaufenthalt dazwischen schieben oder am besten in einer festen Gruppe reisen. Denn für derartige Fälle sind meine Sprach- und Reisekenntnisse nicht ausreichend.
Der Tankstopp in der südwestlichen australischen Stadt Perth ging zum Glück recht flott über die Bühne und wir kamen um 7.00 Ortszeit in Melbourne an. Einreiseformalitäten angenehm unbürokratisch und schnell. Koffer auch sofort da. Wunderbar die kostenlosen Gepäckwagen (da kann sich der Weltflughafen Frankfurt am Main mal ein Beispiel für Kundenfreundlichkeit nehmen). Auch der Wechsel zum speziellen Terminal für die Quantas Fluglinie unproblematisch. So entgegen der Befürchtungen bereits um 8.00 Uhr eingecheckt und noch viel Zeit bis zum Abflug um 10.30 Uhr nach Sydney. Damit auch wirklich nichts schiefgeht, sofort zum Abflug Gate und dort nochmal Rückbestätigung geholt. Die Australier bislang als sehr freundlich kennengelernt, aber deren Englisch ist unglaublich schnell für mich. Erfahren, dass sich der Abflug auf 11.30 Uhr verspätet. Kleiner Flieger von Qantas. Was für ein Unterschied zu den beiden großen Fernreiseflugzeugen. Neben mir saß ein rücksichtsloser kräftiger junger Mann, der mir dauernd seine, voll die gemeinsame Armliege beanspruchenden, Ellenbogen in die Rippen drückte. Auf Räuspern und andere Missfallens Gesten reagierte er nicht. Mit meinem schlechten Englisch wollte ich auch keinen Streit heraufbeschwören und blieb daher die gute Stunde Flugzeit ruhig. 1.000 Kilometer sind ja wohl im Vergleich zu den zurückgelegten fast 20.000 Kilometern ein Klacks.

Samstag, 26.11.2016 - Inlandsweiterflug von Melbourne nach Sydney + Übernachtung -

Melbourne hatte trübes und recht frisches Wetter. Schon beim Anflug fand ich die flache, eintönige Landschaft etwas langweilig. Dieser Eindruck wurde beim Weiterflug nach Sydney bestätigt. Richtung Sydney wurde das Landschaftsbild immer attraktiver. Die blauen Berge, einige beeindruckende Trails durch das Gebirge, Stauseen und insbesondere die sensationellen Strände Sydneys sehr schön gesehen.
Bei der Planung der Reise hatten wir einige grobe Schnitzer gemacht. Insbesondere nicht beachtet, dass wir von Sydney eigentlich so gut wie nichts mitbekommen würden. Gilt auch für den Abschluss der Kreuzfahrt in Auckland. Im Nachhinein aber wiederum gut, denn sonst wäre ich ja noch länger von zu Hause weggeblieben. 2,5 Wochen „Zwangstrennung“ sind auch mir Reiseonkel zu lang. Dann wären es mindestens 3 Wochen geworden. Allerdings muss ich nach meinen ersten Eindrücken sagen, dass 3 Wochen für dieses Land die unterste Grenze sind.
Der Flughafen Sydney ist, wie Melbourne, einer der größeren Flughäfen in Australien. Fast 40 Mio Passagiere jährlich. Ca. 21 Flugstunden von Frankfurt entfernt. Stadtzentrum Entfernung etwa 15 Kilometer.
Mit der Wahl eines regelrechten Flughafenhotels, welches fußläufig vom Qantas Terminal erreichbar ist, hatten wir richtig gelegen. Das Ibis Budget Hotel reicht für eine Übernachtung vollkommen aus. Saubere, kleine Zimmer. Ordentliche Dusche, bei der allerdings, da ebenerdig, die Gefahr besteht, dass Wasser in das Schlafzimmer läuft.
Leider bin ich mit dem Navi und Google Maps immer noch nicht richtig vertraut. Das Herunterladen der entsprechenden Landkarten von zu Hause hat aber gut geklappt. Auch ohne Inanspruchnahme mobiler Daten funktionierte alles recht gut. Von der Abzocke bei unbeabsichtigter Verwendung mobiler Daten im Ausland haben uns 2 Frauen die unglaublichsten Horrorgeschichten erzählt. Einmal Kosten von 400 Euro für ein paar Minuten und dann für eine WhatsApp 100 Euro.
Das Ibis Hotel hat freies WLAN. Übrigens auch die Flughafen Melbourne und Sydney. Als die Dame an der Rezeption 150 Dollar Kaution und 139 AD Vorauszahlung für das Zimmer wollte, habe ich ein wenig gestaunt. Solche Regeln bislang nicht erlebt.
Nach diesem Negativerlebnis aber ein äußerst positives Erlebnis.
Ich hatte zwar versucht etwas zu schlafen aber das Wetter war einfach zu genial und ich war auch nicht richtig müde. Daher zur Rezeption und nach dem Weg in die Stadt gefragt.
Die Rezeptionistin zeigte mir 2 Möglichkeiten auf, mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die City zu kommen. Einmal mit dem Zug ab Domestik Airport. Fußweg 10 bis 15 Minuten und Kosen von 15 AD einfache Fahrt oder Fußweg 17 Minuten und Fahrt für 5 AD ab Mascot Train Station. Als ein Zimmermädchen bemerkte, wie schwer ich mir tat, den Weg über Googlemaps zu recherchieren, bot sie mir an, dass ich einige Minuten warten solle, bis sie Dienstschluss habe und dann müsste sie ohnehin nach Mascot laufen und würde mir den Weg zeigen. Was für ein Glück. Alleine hätte ich mich nie zurechtgefunden. Schon am Flughafen hatte ich mich über die Riesenschlangen von Menschen an den Busstationen gewundert (die Australier haben von den Engländern die schöne Sitte übernommen, vor dem Einstieg in Busse etc. Schlangen zu bilden und nicht wie bei uns nach dem Ellenbogenprinzip um die Plätze zu kämpfen). Also des Rätsels Lösung. Samstag und Sonntag wurden anscheinend fast alle Zuglinien grundüberholt und voll gesperrt. Das Zimmermädchen, eine junge Frau aus Nepal die mit ihrem Bruder zusammenlebt und momentan Krankenschwester studiert (muss sie selbst bezahlen und die Ausbildung ist hier sehr anspruchsvoll) wusste von der Bahnstreckensperrung auch nichts. Weil man beim Busfahrer möglichst nicht bar bezahlen soll bzw. auch nicht kann, kaufte sie mir in einem Kiosk eine Art Wertkarte für 20 AD. Entsprechend des zurückgelegten Weges erfolgt dann die Abbuchung von dieser Wertkarte. Man muss also beim Einstieg und beim Ausstieg seine Karte über ein Feld ziehen. Weil aber an diesem Wochenende so viele Linien stillgelegt sind, hat Sydney auf allen Buslinien freie Fahrt erlaubt. Die Wertkarte habe ich der netten Reiseführerin natürlich geschenkt, obwohl sie sie nicht haben wolle. Ich solle sie bis zu meiner nächsten Sydney Reise aufheben. Die wird es höchstwahrscheinlich aber nie geben.
Eigentlich schade. Schon die Busfahrt ins Herz Sidneys war ein Knaller. Viel erinnert mich an England. Tolle Parks, sehr schöne alte Villen im viktorianischen Stil. Dazu als Kontrast supermoderne Wolkenkratzer. Bei herrlich blauem Himmel, also richtigem Kaiserwetter, dann das Highlight. Die riesengroße Hafenbrücke, die Uferpromenade und die sensationell schöne Oper. Ich habe ja schon viele echt schöne Städte gesehen, aber Sydney toppt sie alle. Natürlich hat ja auch an diesem Samstagnachmittag einfach alles gestimmt. Mitten in der Stadt lag ein riesiger Kreuzfahrtdampfer. Anders als z.B. in Venedig stört der Kreuzfahrtriese m.E. aber nicht das Stadtbild sondern bereichert das Ambiente. Passend natürlich auch das sehr schöne Kreuzfahrtterminal, die vielen Straßenmusikanten und Straßenkünstler. In den Strandkneipen Livemusik. Jede Menge extrem hübscher, sehr aufreizend gekleideter junger Damen, die so etwas wie ein „Schaulaufen“ veranstaltet haben. Zur Livemusik wurde auch getanzt. Einfach ein unglaublicher Wirbel und ein richtiges „Flirren“ in der Luft, wie ich das so noch nirgendwo erlebt hatte. Noch nicht einmal die weltberühmten Ramblas in Barcelona kamen an die Atmosphäre heran. Ich wurde gar nicht müde vor lauter Schauen und Staunen. Z.B. auch über die vielleicht fast einen Kilometer lange Menschenschlange die zur Besichtigung in die Oper wollten und die Geduld der Menschen. Hätte ich nie!
Sehr schön auch die vielen alten Fähren. In 30 Minuten kann man von hier z.B. an die sensationell schönen Strände von Manley fahren. Schade, dass die Zeit zu kurz war um den bekannten Bondibeach zu besichtigen. Im Reisepreis von ca. 40 Euro für den Hoho Bus als Haltestelle vorgesehen. Für Senioren gibt es übrigens Rabatt. Vielleicht weil wir ohnehin nicht mehr so gut zu Fuß sind?
Gegen 19.00 Uhr ins Hotel zurück. Dort noch einen Tee gemacht und versucht zur Ruhe zu kommen, denn die vielen Eindrücke waren echt überwältigend, Außerdem weiß mein Körper überhaupt nicht, ob Tag oder Nacht ist. Schon erheblich diese Zeitverschiebung.

Sonntag, 27.11.2016 - Check In auf der Celebrity Solstice + Abfahrt Richtung Melbourne –
Vorab der zusammengefasste Kreuzfahrtverlauf:
Reiseverlauf Ankunft Abfahrt

Tag 2 Seetag
Tag 3 Melbourne, Australien 08:00 17:00
Tag 4 Seetag
Tag 5 Seetag
Tag 6 Seetag -Kreuzen durch 3 Fjorde-
Tag 7 Dunedin, Neuseeland 09:00 19:00
Tag 8 Akaroa, Neuseeland 07:00 18:00
Tag 9 Wellington, Neuseeland 08:00 18:00
Tag 10 Seetag
Tag 11 Tauranga, Neuseeland 08:00 19:15
Tag 12 Bay of Islands, Neuseeland 08:00 19:00
Tag 13 Auckland, Neuseeland 06:00

Verständlicherweise aufgrund der enormen Zeitumstellung nur temporär mal geschlafen. Zwischenzeitlich des erstaunlich schnelle WLAN-Netz für Ausflugsrecherchen genutzt. Um 8.00 Uhr das Hotel verlassen Richtung Mascot-Station. Auf halben Weg ein Schreck in die Glieder gefahren. Die 150 AD Kaution vergessen. Ob die Rezeptionistin, die das bestimmt bei auschecken gesehen hat, nicht mit einem kleinen Hintergedanken meinen Fehler nicht bemerkte? Hätte ich schon auf dem Schiff eingecheckt wäre das Geld weggewesen und vielleicht in der Kaffeekasse der Hotelbediensteten gelandet. Wieder ein Fehler, der Erika nie passiert wäre. Zu meiner Entschuldigung muss ich sagen, dass ich auf meinen Urlaubsreisen bislang noch nie um die Hinterlegung einer Kaution gebeten wurde.
Inzwischen das Busnetz ganz gut im Griff. Auch die Verwendung von Google Maps klappt immer besser. Heute kein Kaiserwetter, aber angenehm warm.
Zunächst vor dem Schiff nur den Koffer abgeben können. Mir wurde empfohlen um 10.300 Uhr und nicht erst ab 11.30 Uhr wie es im Sailpass steht. Später gäbe es lange Wartezeiten.
Wenn mehr als 2.000 Menschen gleichzeitig ein Schiff verlassen herrscht schon ein immenser Trubel. Busse über Busse. Gleichzeitig große Laster, die neuen Proviant an Bord bringen. Interessant zuzuschauen.
Ich nutzte die Zeit um mal über die Harbour Brücke zu laufen. Ein wirklich beeindruckendes Stahlbauwerk. Kommt auf den Bildern die man sonst von Sydney so sieht gar nicht rüber.
Heute, am Sonntag waren viel Jogger auf der Brücke unterwegs. Der besonders von den Autospuren und der Bahnlinie abgegrenzte Fußweg ist mit Stacheldraht nach oben abgesichert. Bestimmt um Selbstmörder vom Sprung in die Tiefe abzuhalten.
Die „Brückenwanderer“ bewundert. Da muss man ja absolut schwindelfrei sein, um über den Brückenbogen zu klettern. Sicher kann nichts passieren, weil eine intensive Einweisung erfolgt und außerdem die Gruppenteilnehmer wie Bergsteiger angeseilt sind. Übrigens ein nicht gerade preiswertes Vergnügen, wie überhaupt das Preisniveau in Australien höher ist als bei uns.
Der Altstadtbereich um die Brücke und das Hafengebiet herum (The Rocks bzw. historischer Rock Bezirk) hat einen speziellen Flair. Nicht ganz so „touristisch“ wie man das sonst von solchen Attraktionen her kennt.
Im Schnelldurchgang noch das Museum besucht. Die sehr modernen Bilder und Skulpturen bzw. Kunstwerke sprechen mich nicht an. Da bin ich wohl zu dumm für. Z.B. ein altes Fahrrad alleine stehend in einem relativ großen weißen Raum.
Die Sicherheits- und Einreiseformalitäten nerven immer wieder. Nochmal mehrere Formulare ausgefüllt. Sogar eine Gesundheitserklärung musste ausgefüllt werden. Dann wieder die amtliche Zollkontrolle durch australische Beamte. Warum nur, denn wir fahren doch erst noch nach Melbourne? Unklar blieb mir auch, warum wir zu Hause in stundenlanger Arbeit den sog. Sailpass ausfüllen mussten und vor Ort nochmals alle Daten aufgenommen wurden. Obwohl vom Atlantis Reisebüro Erika als nicht teilnehmend gemeldet wurde, ist sie überall noch als Mitreisende aufgeführt.
Das Schiff besichtigt, weil die Kabine noch nicht freigegeben war. Ein echter Knaller. Viel Liebe zum Detail, wenngleich alle modernen Schiffe dem Grunde nach gleich strukturiert sind. Aber dennoch immer wieder eine Freude ein neues Schiff zu erkunden.
Die Celebrity Solstice wurde 2008 auf der Meyer Werft in Papenburg gebaut. 15 Decks. Platz für rund 2.800 Passagiere.
Vorbildlich die Sauberkeit. Für jede öffentliche Toilette ist eine Reinigungskraft zuständig. Fehlt nur noch, dass sie einem die Hände abtrocknet. Einmalhandtücher. Zum Öffnen der Türe benötigt man keine Hände. Beim Betreten des Speisraums wird von höflich darauf aufmerksam gemacht, sich die Hände zu desinfizieren. Kann man alles nur begrüßen.
Tolle Fitnessgeräte mit Blick nach vorne auf die offene See. Gymnastikraum bescheiden. Sehr hohe Preise für Yoga Kurse etc. Auch der Spabereich kostet extra. Was lobe ich mir da doch das Aida-Konzept.
Mittagessen auf Deck 12 im sehr schönen Selbstbedienungsrestaurant. Minutensteak und Fischcurry. Als Nachtisch Eis. War sicher wieder der alte Fehler gleich im Anfang zu viel und insbesondere zu viele Geschmacksrichtungen auszuprobieren. Aber gegen seine Grundstrukturen kommt der Mensch halt schlecht an.
Im Heck des Schiffes mit traumhaften Blick auf Harbor Bridge und Oper gegessen bzw. den Reisebericht weitergeschrieben. Ein unglaublich schöner Anblick. Ständig kommen Fähren, Segelboote oder Ausflugsschiffe vorbei. Man hat andauernd etwas zu schauen. Die Lage am Overseaterminal zwischen Harbour Bridge und Sydney Opera House ist einfach nicht zu toppen. Ein echter „Hotspot“.
Nachmittags mal den Innenpool getestet. Gefühlte 28° also gerade so angenehm.
Obligatorische Seenotrettungsübung. Meine Sammelstation ist im Theater. Da der Altersdurchschnitt bei dieser Reise nach meinem Bauchgefühl 70+ ist, wird das alles im Ernstfall nicht klappen. Einige der ganz allen Mitreisenden kamen ja schon jetzt kaum noch die Treppen runter. Die Aufzüge sind bei der Seenotrettungsübung gesperrt, um den Ernstfall besser zu simulieren.
Dann die Einladung zur Präsentation besonders anspruchsvoller und daher auch extrem teurer Ausflüge mal teilgenommen. Geschickt präsentiert wurden Ausflüge für Passagiere die entweder alles schon gesehen haben oder sich mit der Buchung eines solchen Ausflugs aus der Masse herausheben möchten. Nicht mein Fall z.B. das Schiff zu verlassen um Tagestouren mit anschließender Übernachtung in Spitzenhotels und Gourmetrestaurants zu machen und später wieder aufs Schiff zu kommen.
Zum Auslaufen um 18.00 Uhr einen sehr schönen Platz auf Deck 12 im Heck ausgesucht. Dazu ein Getränk und etwas Obst. Richtig genussvoll. Die Lage von Sydney hat ein klein wenig Ähnlichkeit mit der von Stockholm. Auch viele Inseln. Dazu aber richtig hohe Steilküsten. Einfach sensationell!
Abendessen die beiden Suppen gekostet. Sind auf den Schiffen immer etwas Besonderes. Mein Vater hat mal gesagt an der Qualität der Suppen erkennt man die Klasse eines Kochs. Herrlich und sehr geschmackvoll präsentiert das viele Obst.
Whirlpool im Hallenbadbereich getestet. Ein echter Genuss. Dann in die Sauna. Welch ein Absturz für solch ein neues und anspruchsvolles Schiff. Der Spa-Bereich wird einem fast aufdringlich angeboten, aber diese Mondpreise bin ich nicht bereit zu zahlen. Da kann ich ja eine Tageskarte für die Taunustherme nehmen und bekomme wesentlich mehr geboten. Außerdem ist der Spa m.E. auch kein Renner. Also nur einen Gang in dieser kleinen, alten und hässlichen Sauna gemacht.
Normalerweise richtig müde und Verlangen nach Bettruhe gehabt, aber die Show um 21.00 Uhr doch sehen wollen. Das lieben wir ja immer so auf den Schiffen. Meistens sind sie ausgesprochen gut und anspruchsvoll. Aber diese erste, eine Stunde dauernde Show, hätte Erika auch nicht gefallen.
2 afroamerikanische Sänger und eine nicht mehr ganz so junge rothaarige Amerikanerin präsentierten Soul Songs. Im Bordprogramm als „Groove“ angekündigt. Dazu eine 7 Mann starke Liveband. Künstlerisch bestimmt anspruchsvoll, aber die Musik überhaupt nicht unsere Richtung. Obwohl sehr laut, zwischendurch mehrmals fast eingeschlafen. Jetlag doch inzwischen spürbar. Aus Respekt gegenüber den guten Künstlern aber nicht vorher das Theater verlassen.

Montag, 28.11.2016 - Seetag auf dem Weg nach Melbourne -

Jetzt kommt die Müdigkeit ordentlich durch. Eigentlich um 7.30 Uhr die Gymnastik mitmachen wollen, aber so fertig gewesen, dass mich erst das zaghafte Klopfen des Zimmermädchens um 9.30 Uhr weckte. Übrigens nicht nachvollziehbar, warum ausgerechnet an Seetagen so früh Sportprogramm angeboten wird. Da haben die Passagiere doch Zeit.
Relativ viel Trubel im Speiseraum auf Deck 14 (Deck 13 wurde ausgelassen, um abergläubischen Passagieren entgegenzukommen?). Alle nur erdenklichen Speisen werden angeboten. Erstaunlich was die relativ schmächtigen Asiaten so verputzen können.
11.00 Uhr Ausflugspräsentation im Theater angesehen. Schlechte Bildqualität. Die Moderatorin, wie sie mehrmals betonte unverheiratet, überschlug sich förmlich in Superlativen. Sie wirkt wie eine hyperaktive Amerikanerin. Im Sprechen fast schneller als im Denken. Richtig nervig. Hat mir wenig gebracht. Allerdings wichtige Tipps bezüglich Umgang mit der Sonne bekommen. Auf der Südhalbkugel der Erde ist die Sonnenstrahlung wesentlich kräftiger, daher auch bei Bewölkung Sonnenschutz! Gestern schon selbst die Erfahrung gemacht. Obwohl es den ganzen Tag stark bewölkt war, hatte ich abends leichten Sonnenbrand im Gesicht.
Auf Deck 4 und 5 riesiger Trubel. Tanzunterricht. Verkaufsveranstaltungen für Schmuck und Bilder. Im Kasino Hochbetrieb. Toll gestaltete Bibliothek. Die Geschäfte brummen. Shopping ist doch für viele Touristen eine Leidenschaft bzw. willkommene Abwechslung.
Leider ist es immer noch bewölkt und relativ frisch. Man kann sich nur mit 2 Bademänteln und auf mehreren Handtüchern sitzend im Freien aufhalten. Glücklicherweise ist das Meer völlig ruhig.
Nachmittags ein mir unbekanntes Sportangebot genutzt. Im Sportflyer als Fitness Class bezeichnet und mit Abs Express ausgeschrieben. Im 20 Jahre allen Übersetzer, den ich glücklicherweise noch eingepackt habe, denn mit dem Smartphone brauche ich anscheinend Internet, das Wort nicht gefunden. Ein Sportlehrer mit der Ausstrahlung eines Feldwebels, dazu noch die heute oft bei Profifussballern zu sehende Frisur, nämlich langes Deckhaar und die Seiten fast glatt rasiert (finde ich persönlich abscheulich und hässlich) machte mit uns Fitnessübungen. Schon die „Warm up Phase“ hatte es in sich. Mich schnauzte er an, weil ich die Seiten verwechselte. Amerikaner, die gerne ihre Späße machen, wurden zur Ruhe aufgefordert, da sie nicht zum Spaßmachen hier seien. Vermutlich handelte es sich um ein neues Sportangebot, bei dem sich die Teilnehmer wünschen wie ein „Rekrut“ behandelt zu werden. So die einzige Erklärung die ich dafür habe. Vielleicht wieder eine neue „Trendsportart aus den USA“. Die Bauchmuskelübungen wurden 3 x wiederholt. Ich wusste gar nicht wie viel Möglichkeiten es gibt, sich derart zu quälen. Zugegebenermaßen mache ich grundsätzlich gerne mit, weil mein Ehrgeiz darin besteht, es den Kids beim Training zu zeigen, dass sich der Alte vor ihnen nicht verstecken muss. ïŠ
Um 19.00 Uhr eine Supershow gesehen. Broken Strings heißt die Eigenproduktion von Celebrity. Tolles Bühnenbild. Mischung aus Saloon, Pub und südländischer Kneipe. Fantastische Beleuchtung. Klasse Kostüme. Liveband mit 6 Personen. Später entdeckte ich dann noch einen Pianospieler in der rechten Säule der Bühne und in der linken Säule einen Schlagzeuger. 6 SängerInnen mit ganz unterschiedlichen Stimmlagen. 8 BaletttänzerInnen mit artistischen Einlagen. Was hätten sich Doris und Uli für ihre Aufführungen hier Anregungen geholt! Lieder von Irish Folk, über Countrymusik bis hin zu spanischem Flamenco.
Anschließend im Foyer Kaptainsempfang. Dazu spielte die Hausband bekannte Songs. Sogar getanzt wurde. Weil sie mir so gut gefallen hat, um 21.00 Uhr die Show nochmals angesehen. Hier kaum noch einen Platz bekommen.

Dienstag, 29. November 2016 -Melbourne-

Herrliches Sommerwetter. Blauer Himmel. Frischer Wind.
Dann erscheint die Skyline von Melbourne. Hätte ich nicht so beeindruckend erwartet. Vergleichbar mit New York oder Chicago.
Weil wir schon um 8.00 Uhr das Schiff verlassen dürfen, allerdings auch schon um 17.00 Uhr ablegen, mein Schlafbedürfnis nicht erfüllt. In der Sonne, Achtern mit Blick auf Melbourne, gefrühstückt. Eigentlich esse ich morgens nicht gerne so viel, aber da wir keinerlei Essbares mit von Bord nehmen dürfen und ich die Zeit in Melbourne auch nicht mit dem Sitzen im Lokal verbringen bzw. einen schlechten Burger etc. zu mir nehmen möchte, doch so richtig zugeschlagen. Es gibt ja wirklich alles. Mehrfach wurden wir schriftlich und über die Bordlautsprecher gewarnt Essen mit von Bord zu nehmen. Vielleicht daher auch am Büfett die halb aufgeschnittenen Bananen. Die nehme ich sonst gerne mit und mir reicht das dann auch. Wenn man so gegen 15.00 Uhr spätestens zurück kommt gibt es ja gleich überall gut zu Essen.
Aufgrund unserer intensiven Vorbereitung wussten wir, dass Melbourne das beste Straßenbahnnetz der Welt hat. Für Touristen war sogar der innere Zirkel (Circleline) kostenlos. Gleich nach Verlassen des Schiffes standen zahlreiche ehrenamtliche Touristenführer. Ich erhielt einen kostenlosen Stadtplan und sehr gute Tipps zur Gestaltung des Tages. Entweder hätte ich ein Tagesticket für die Straßenbahn zum Preis von 14 AD kaufen können oder einen schönen Spaziergang von rund 30 Minuten entlang der Straßenbahnlinie in die City machen können. Die Straßenbahnkarte funktioniert so ähnlich wie in Sydney. Nennt sich Myki. Beim Betreten der Straßenbahn an einem Automaten registrieren und bei Verlassen sozusagen wieder auschecken. Also der genaue Fahrtweg wird nur abgebucht. Da der Spaziergang abseits der Straßen durch Villenviertel lief entschied ich mich für den Fußweg. Dabei nette Gesellschaft eines englischen Ehepaares gehabt. Nach Überquerung des Yarra Rivers (ist praktisch die Grenze der City) auch sofort durchgeblickt, welche Straßenbahnen kostenlos genutzt werden können. Schon toll das Straßenbahnnetz. Andere Weltstädte haben den Verkehr und die Fußgänger unter die Erde verbannt, hier ist man den gegenteiligen Weg aus meiner Sicht mit großem Erfolg gegangen.
Zunächst mal in das neue Hafenviertel gefahren. Das Riesenrad ist zwar nicht so groß wie das im Wiener Prater oder das in London, gibt aber dem Viertel und dem dazugehörenden Einkaufszentrum einen besonderen Touch. Auch die tollen Häuser, die Skulpturen an der Uferpromenade sehr schön und gelungen. Wir haben ja nun schon in unserem Reiseleben viele tolle Hafenstädte gesehen und man merkt doch, dass die Architekten untereinander nicht nur konkurrieren sondern auch „Ideen klauen“. Viele ähnliche Bau- und Stilelemente findet man in Kopenhagen, Stockholm, Oslo, Hamburg und z.T. sogar auch in Frankfurt am Main.
Weiterfahrt mit der Straßenbahn Richtung Rod Lawer Stadion. Die Australien Open sind ja nicht nur dem Tennisspieler ein Begriff. Von Wimbledon war ich ja schon sehr ergriffen. Zumal Boris Becker gerade die Woche zuvor in Queens das Vorbereitungsturnier gewonnen hatte und ganz Deutschland sich im Borisfieber befand. Aber dieser Sportpark ist m.E. gewaltiger und beeindruckender. In einer großzügigen Parkanlage liegen nicht nur mehrere mit ausfahrbaren Dach versehene Tennisstadien sondern auch das riesengroße Football und Kricketstadion. Zwei Sportarten zu denen man bei uns keinen so großen Zugang hat.
Zurück mit einer der laufend kommenden Straßenbahnen in die eigentliche City (Filders Street). Im Tourismusbüro nach Ausflugsmöglichkeiten erkundigt. Gerne hätte ich auf dem Heimweg (da habe ich ja 2 Übernachtungen am Flughafen Melbourne eingeplant) die unbeschreibliche Küstenfahrt „Grand Ozean Route“ gemacht. Aber das geht leider nicht. Ich komme erst nach Mitternacht im Flughafenhotel an. Dann müsste ich morgens um 7.00 Uhr schon in der Innenstadt sein. Das Ibis Hotel liegt zwar unheimlich günstig direkt am Flughafen, man muss aber den Skytrain fast 30 Minuten bis zur City nehmen. Auch müsste ich schon heute die Ausflüge (nicht gerade billig, wie so alles hier) buchen. Aber kein Problem, denn die Innenstadt bietet ja bestimmt noch genug Ausflugsmöglichkeiten.
Sehr erfreulich das freie WLAN. Nur zu Hause hat Niemand reagiert, denn es war noch Schlafenszeit in Deutschland. Eine Kleinigkeit muss ich noch erwähnen. Die öffentlichen Toiletten sind reichlich vorhanden und extrem sauber. Ganz anders als bei uns in Deutschland! Bei der Gestaltung der Wasserhähne haben sich die Ingenieure etwas ganz Originelles einfallen lassen. Der lange Wasserhahn hatte rechts und links so etwas ähnliches wie Haltegriffe. Ich konnte mir den Zweck überhaupt nicht erklären. Erst nachdem ich dran gefasst habe war alles klar. Rechts und links strömt mit großem Druck Heißluft zum Trocknen der Hände heraus.
Weil das Wetter so schön war und ich noch genügend Zeit hatte, dazu entschlossen mit der historischen Straßenbahnlinie Nr. 35 mal die ganze Runde zu machen. Herrliche Bauwerke im viktorianischen Stil und was mir besonders auffiel extrem viele und schöne von den Menschen intensiv genutzte Parks. Der englische Einfluss kommt immer wieder durch. Auch wenn man die Kids in ihren schicken Schuluniformen sieht. Die Rundtour dauerte doch länger als gedacht und so musste ich auf dem Heimweg den Schnellgang einlegen. Insbesondere als alleinreisender Tourist ist es noch gefährlicher als sonst das Schiff zu verpassen. Wäre der Super GAU, auf den ich gerne verzichte.
In den Reiseberichten werden die beiden Weltstädte Melbourne und Sydney oft verglichen. Ich hatte mich ja spontan für Sydney als schönste Stadt der Welt entschieden. Jetzt muss ich meine Meinung relativieren. Mein ganz persönlicher Eindruck ist, dass Sydney echt ein tolles Flair hat, die Sehenswürdigkeiten recht kompakt zusammenliegen, insbesondere Hafen und Strand so richtig in die Stadt integriert sind. Melbourne dagegen mit seiner fantastischen Stadtsilhouette. Den vielen Parks. Seinem tollen Straßenbahnnetz. Die weltbekannten Sportstädten und Sportereignisse. Sehr viele alte extrem gut instandgehaltene Bauwerke. Also alles in Allem beide Städte stehen sich fast gleichwertig gegenüber. Ich bin richtig froh, sie mal im Rahmen einer Stippvisite gesehen zu haben. Besonders haben mich beeindruckt, die Freundlichkeit der Menschen, die Ordnung und Sauberkeit. Nie habe ich mich fremd oder unsicher gefühlt. In Frankfurt z.B. hat man hingegen viel mehr den Eindruck im Ausland zu sein. Dazu die ausufernde Drogenproblematik im Hauptbahnhof, die immer maroder werdenden Verkehrswege, die allgemein zunehmende Verschmutzung des öffentlichen Raums u.ä. Kein Wunder, dass diese Städte in Australien bei der Wahl der weltweit lebenswertesten Orte regelmäßig Spitzenpositionen einnehmen.
17.00 Uhr bei herrlichem Sommerwetter das Auslaufen genossen und gleich die vielen Eindrücke schriftlich niedergelegt. Wegen des traumhaft schönen Wetters (23°) auf den Fitnesskurs und anschließende Sauna verzichtet. War sogar am überlegen, ob ich um 19.00 Uhr die Show ausfallen lasse. Aber die Violinistin Jane Cho war im Bordprogramm als „Weltsensation“ angekündigt und das wollte ich mir nicht entgehen lassen. Jane Cho ist Australierin. Sie spielt sensationell gut auf einer gläsernen Elektrogeige. Wusste gar nicht, dass es solch ein Instrument gibt. Bekannte Songs von den Beatles, Ave Maria und Klassiker. Aufgetreten u.a. schon vor der Queen.
Abends wieder viel zu viel gegessen. Die Speisen sind halt so verlockend präsentiert, dass man alles mal probieren möchte und dann wird es zu viel. Kurzfristig dazu entschlossen nochmal etwas für die Fitness zu tun. Erstaunlich, wie viel jüngere Passagiere anscheinend auch auf die mir viel zu lange dauernden abendlichen Essenssitzungen verzichten und dafür im Fitnesscenter waren. Insbesondere die Frauen toll gestylt. Gehört wohl auch im Fitnesscenter dazu. Jeder ein Smartphone dabei, z.T. auch die riesigen Kopfhörer auf und dann meistens auf dem Laufband. Ich habe das Liegerad und die „Wackelente“ genutzt um den Puls (kann man mit den Geräten messen) auf 160 zu bringen. Danach als einziger Passagier noch das Hallenbad genutzt und müde ins Bett gefallen.

Mittwoch, 30.11.2016 - Seetag durch die Tasmanische See –

Schon wieder sind Formulare auszufüllen. Einreise mit Passangabe etc. dazu ein neues Formular betr. Ausdrücklicher Erklärung, keinerlei Lebensmittel mitzubringen. War schon in Australien streng und ist hier noch viel strenger. Drastische Strafen werden angedroht.
Wir haben durch Zeitumstellung eine Stunde verloren. Leider offensichtlich Pech mit dem Wetter. Zwar wenig Wind (außer dem üblichen Fahrtwind) und geringer Wellengang aber leider bewölkt. Wie wir den Reiseberichten anderer Kreuzfahrer entnommen haben, für diesen Teil des Meeres an Tasmanien vorbei, kann es hier auch ganz anders zugehen.
Auf dem Achterdeck beim Frühstück weitere Deutsche getroffen. Das Ehepaar hat schon 26 Kreuzfahrten gemacht. Mit dem Reisebüro Atlantis schon öfter unterwegs und sehr zufrieden. Sie hatten Glück und das erste Angebot für diese Reise mit Emirates-Flügen nach Sydney bekommen. Da sie vor der Kreuzfahrt bereits 3 Tage in Sydney waren und ihr Heimflug auch ab Sydney geht, fliegen sie ohne weiteren Hotelaufenthalt direkt von Auckland über Sydney und Dubai zurück. Entgegen ihren sonstigen Gepflogenheiten hatten sie gestern die Stadtrundfahrt Melbourne gebucht. Begeistert waren sie von der Formel 1 Rennstrecke. Ansonsten aber nicht so zufrieden mit dem Ausflug. Bestätigt meine negativen Erfahrungen mit den Ausflügen vom Schiff aus. Dauert einfach zu lange bis es losgeht und dann immer wieder Bus raus, Bus rein. Warten auf trödelnde Nachzügler.
10.00 Uhr Ausflugspräsentation im Theater. Wieder mit meiner „Schnellsprechfreundin“. Ich merke dass mein Englischverständnis täglich besser wird, allerdings fehlt mir meine liebe Frau an allen Ecken und Enden. Wir sind doch ein langjährig gut eingespieltes Team, welches sich wunderbar ergänzt. Kann mir gar nicht vorstellen auf Dauer alleine durchs Leben gehen zu müssen. Merke das z.B. an Kleinigkeiten wie dem Verlust meiner Badehose. Entweder in der Sauna oder im Hallenbad vergessen. Bislang nicht aufgetaucht. Zum Glück zwei eingepackt, da Erika meine kleinen, bedauerlicherweise nicht auszumerzenden, Negativeigenschaften kennt. Wenn die Hose einen armen neuen Besitzer gefunden hat soll es mir recht sein.
11.00 Uhr in einem sehr schön gestalteten Raum neben dem Theater die Präsentation der künftigen Ausflugsziele von Celebrity angesehen. Das machen die schon gut. Bereits bei der laufenden Reise den Appetit auf die nächste Reise wecken. Hat uns immer bei Aida gewundert, dass sie nicht mehr Werbungs- bzw. Informationsveranstaltungen über andere Destinations gebracht haben.
Die vielen Ausflugtipps mal versucht zu verarbeiten. Auch hierbei stelle ich schmerzlich fest, wie gut Erika und ich sonst ergänzt haben. Sie behält einfach besser Informationen und ich muss mir sie schwer aneignen.
Dick eingemummelt die frische Seeluft genossen aber länger als eine Stunde hält man es nicht aus. Leider einfach zu kühl.
Beim Mittagessen plötzlich Wetteränderung und Sonnenschein. Auf der Meyerwerft haben sie das Schiff sehr gut durchdacht geplant und gebaut. Überall windgeschützte Ecken und dennoch Sonneneinstrahlung möglich. Also sofort in die Kabine und die große Badetasche geholt. Die Liegen sind wunderbar dick gepolstert. Handtücher gibt es jede Menge. Auch Koltern. Aus dem Fehler des ersten Sonnentages in Australien gelernt und immer Mütze aufgehabt; sogar im Wasser. Toll, dass es die Mediatheken gibt. Einige mich persönlich sehr interessierende Fernsehberichte dabei, die man aber auch gleichzeitig für Unterrichtszwecke nutzen kann. Allerdings lässt bei mir manchmal die Aufmerksamkeit allzu schnell nach und ich schlafe insbesondere bei politischen Themen ein.
Um 14.00 Uhr mal die Hot Class Show angeschaut. Als junger Mann habe ich mal im Rahmen einer beruflichen Fortbildungswoche einen Ausflug zu den Glasbläsern mitgemacht. So schließt sich jetzt mancher Kreis. Die Amis sind ja Meister darin selbst nicht so prickelnde Dinge unheimlich interessant und spannend darzustellen. So auch diese Show. Ein junger Mann moderierte professionell mit Headset ausgestattet. Zwei junge Damen verrichteten das Handwerkliche. Erstaunlich, dass auf einem Schiff, welches ja extrem vorsichtig mit Feuer umgehen muss, solche Events stattfinden.
16.00 Uhr zur Gymnastik ins Fitnesscenter. Anscheinend der jüngere Bruder des schon beschriebenen Animateurs leitete die 30 minütige Veranstaltung. So eine Art Expander, aber nur ein Gummiband. Terraband mit verschiedene Farben. Gelb für Anfänger. Wollte jeder haben und ich bekam leider nur ein blaues. Die roten sind kaum zu bewältigen. Also der Animateur (Vollbart + Kopf fast glatt rasiert) kommandierte in unerträglicher Lautstärke. Dazu noch die dröhnenden voll aufgedrehten Lautsprecher mit aggressiver Musik. Alles überhaupt nicht mein Geschmack. Werde vielleicht überhaupt nicht mehr zu den wenigen angebotenen Fitnessevents gehen und dafür die ungeliebten Geräte in Anspruch nehmen.
Nach dieser schweißtreibenden halben Stunde in den Pool. Trotz angenehmer Wassertemperatur werden die beiden Pools kaum genutzt. Das gilt auch für die 4 Außenwhirlpools. Am Wetter kann es nicht gelegen haben, denn im Wasser war es recht angenehm.
Der Wind wurde immer stärker. Hat sogar die Liegestühle umgeblasen. Erstaunlicherweise immer noch ruhiger Ozean. Gegen 17.00 Uhr wurde es auf dem Sonnendeck doch zu windig und damit frisch. Auf dem Achterdeck hingegen windstill und angenehm warm. Dazu Kaffee oder Tee mit Kuchen und außerdem interessanten Lesestoff. Echt erholsam.
Die sehr nette Zimmernachbarin auf dem Flur getroffen. Hat mir tolle Tipps zu Dunedin gegeben. Sie war mal im Vorstand der Telekom mit Ron Sommer zusammen. Als „Rentnerin“ ist sie gemeinsam mit ihrem Mann 5 Monate im Jahr in der weiten Welt unterwegs. Immer dort wo es ihr gefällt bzw. wo sie noch nicht war und insbesondere wo es warm ist. So ein Leben könnte ich mir auch gut vorstellen!!!
Eigentlich konnte man auch um 19.00 Uhr noch in der Sonne sitzen, aber ich entschied mich doch für den Besuch der Freddy Mercury Show. Der Sänger hatte eine gewaltige Stimme die ich nicht vom Original unterscheiden konnte. Dann machte er noch seine Späße mit dem Publikum. Kaum zu glauben, dass die weltbekannten Songs von Queen für eine volle Stunde ausreichten. Das Publikum war begeistert.
Abendessen wieder im Selbstbedienungsrestaurant. Eine mir unbekannte Suppe probiert. Hat mir den Atem genommen. Den Koch gefragt, was das denn für eine scharfe Suppe sei. Er klärte mich lächelnd darüber auf, dass es sich um eine spezielle thailändische Suppe handele.
Obwohl schon Mittag warm gegessen (Fisch + Chips) abends nochmals Fisch und ein vegetarisches indisches Gericht.
Obwohl schon pappsatt leider nicht beherrschen können und zum Abschluss fantastische Schokoladentorte genascht.
Weil ich die Show nicht noch einmal sehen wollte und mich derart voll fühlte noch mal 30 Minuten ins Fitnessstudio und Rad gefahren. Dabei interessanten Bericht über die russische Mafia gesehen. Das Smartphone erleichtert mir Ball- und Wettkampfsportler die langweiligen und öden Geräteübungen.
Das Hallenbad hat sich in ein Wellenbad verwandelt. Erstaunlich, dass es die doch sonst so vorsichtigen Amis da nicht sperren. Ich war natürlich der einzige „Verrückte“ der um 22.00 Uhr noch das Bad nutzte. Aber alleine habe ich einfach keine Lust durchs Schiff zu bummeln und z.B. den Tanzpaaren zuzuschauen und daran zu denken, wie schön es wäre, wenn ich da jetzt mit meiner Frau mitmachen könnte.

Donnerstag, 1. Dezember 2016 -2. Seetag auf dem Weg nach Neuseeland/Dunedin –
Allgemeines:
Alle Reiseführer schwärmen von diesem Minikontinent. Kiwi-Land oder Antipoden. Kia Ora Aotearoa (Willkommen/Auf Wiedersehen im Land der langen weißen Wolke). Beeindruckende Natur, schöne Städtchen, hilfsbereite und freundliche Menschen. Bestehend aus der Nord- und Südinsel. Nur ca. 4 Millionen Einwohnern und etwa 270.000 km² groß.
9.00 Uhr Passkontrolle und nochmalig darauf hingewiesen kein Essen mitzubringen. Ansage des Kapitäns, dass wir jetzt in Neuseeland seien, obwohl wir doch eigentlich noch auf hoher See sind? Sehr gut organisierte Einreiseabwicklung. Frage mich, wie die neuseeländischen Zollbeamten wohl an Bord gekommen sind? Vielleicht in Melbourne zugestiegen?
Übrigens nachmittags mehrmalige Durchsagen damit sich noch nicht registrierte Passagiere melden. Ein deutsches Paar wurde letztmalig zur Passkontrolle aufgefordert, da ansonsten es nicht möglich sei von Bord zu gehen. Wie soll denn das klappen, denn in Auckland endet doch die Kreuzfahrt?
Ganz plötzlich herrliches Wetter. Tollen Platz in der Sonne und im Windschatten gefunden. Sehr viel gelesen bzw. interessante Berichte (nano von 3 SAT) gesehen bzw. gehört. So richtig entspannt den Tag genossen. 14.30 Uhr zu einer Musikshow gewollt. Im Theater angekommen nichts los. Ich hatte nicht mitbekommen, die Uhr nochmals umzustellen. Wieder so ein Hammer, der nicht passieren dürfte und bei Schiffsabfahrten verhängnisvoll sein kann.
So schnell wie das Wetter warm und fast schon zu heiß war, schlug es um. Daher auch mein Programm geändert und auf Schwimmen, Gymnastik und Sauna umgestellt. Dick eingemummelt die vielen Reiseberichte gelesen, welche wir zu Hause aus dem Internet heruntergeladen haben. Sind für die Planung sehr wertvoll. Zum Kaffetrinken hoch und schon wieder Wetterwechsel und damit Programmänderung. Im Freien windgeschützt in der schönen Sonne Reisebericht geschrieben und schnell mal vor der Show um 19.00 Uhr gebadet. Das Wasser wird immer wärmer und hat bestimmt mehr als 30°. Echt verrückt, zu Hause ist es jetzt morgens 7.00 Uhr!!!
Die Show mit dem Namen Amadeus war eine Kombination aus Klassik und Rock. Hervorragende Balletteinlagen. Songs haben mir nicht so gefallen. 3 athletische SeilkünstlerInnen.
Wegen der 2 Stunden Zeitgewinn auf dem Weg von Melbourne nach Neuseeland war es auf dem Achterdeck noch so richtig schön hell und auch angenehm warm. Welch ein Zufall. Das Ehepaar kennengelernt, welches am Nachmittag mehrmals ausgerufen wurde. Die Beiden hätten fast richtig Stress bekommen, weil sie die Durchsagen bezüglich Einreiseformalitäten nicht mitbekommen haben. Sie hielten sich in Räumlichkeiten auf, die keine Lautsprecherdurchsagen hatten. Sehr nett unterhalten. Beide waren schon mehrfach in Neuseeland und sind auch mit dem Reisebüro Klose/Atlantisreisen unterwegs. Allerdings hatten sie das erste Angebot bekommen mit Flug ab Frankfurt am Main über Djohar nach Sydney.
Freitag, 2.12.2016 - Sounds/Fjordlandschaft -
- Milford Sound + Doubtful Sound + Dusky Sound -
Neuseeland wird als Minikontinent Europa beschrieben. Größe in etwa mit der alten Bundesrepublik vergleichbar. Sehr abwechslungsreiche Landschaften und besonders freundliche Leute.
Im Unterschied zu Sydney kühl. Sydney Tageshöchsttemperatur 33°. Neuseeland nachts 7, tagsüber 18°. Aber das Wichtigste ist, kein Regen. Wolkenloser Himmel. Das Schiffshorn kündigt mit tiefen Ton unser Ankommen pünktlich um 7.30 Uhr im Milford Sound an. Ein gelbes Pilotboot begleitet uns. Da es hier viel regnet sind die Berghänge dicht grün bewaldet. Die hohen Gipfel ähneln den Alpen und sind noch schneebedeckt. Der höchste Berg erreicht stattliche 2.500 Meter.
Toller Anblick. Nicht so eng und tief wie die norwegischen Fjorde. Rechts und links Wasserfälle. Auf den freien Decks ist jede Menge los. Nervig die Passagiere mit den großen Notebooks, die vor mir stehend das DIN A 4 große Tablett minutenlang in die Höhe halten um zu filmen. Wenn alle Passagiere an Deck sind, wird es schon etwas enger, aber nicht eigentlich bedrückend. Die wuseligen Asiaten knipsen und filmen ohne Ende. Wer will sich denn das alles Mal anschauen? Gut dass ich meine Winterjacke etc. dabei habe. Erst als die Sonne über die Berge kommt wird es angenehm warm.
Die Sounds mit ihrer einmaligen Pflanzen- und Tierwelt sind als Welterbe geschützt. Es gibt Pinguine, Delphine (manche Touristen haben welche gesehen) und Seehunde. Wir fahren bis zum Ende machen einen Turnaround und verlassen um 9.00 den ersten Sound.
Von 12.00 bis 14.00 Uhr fahren wir im Doubtful Sound.
Dicht bewaldete Hügel und Berge bilden ein harmonisches Panorama.
SOUNDS sind breiter als ein Fjord.
FJORDE sind lang, haben schmale Eingänge mit steil aufragenden Bergen oder Klippen, die durch Gletschererosion entstanden sind (typisch in Norwegen). Die extra an Bord gekommene junge Reiseleiterin schwärmt in höchsten Tönen von der natürlichen, wunderbar reinen Luft, der friedvollen Umgebung, dem klaren Bergwasser.
Nachmittags von 15.00 bis 16.30 Uhr geht es durch den Dusky (düster) Sound. Das Wetter bleibt genial. Von der Liege aus, in Badekleidung, kann an den größten und komplexesten Sound besichtigen. Manchmal kommt ein frischer Wind auf, dann muss man halt einen windgeschützten Platz suchen.
Weil das Wetter so einmalig schön ist, nicht zum Sport und zur Show um 19.00 Uhr. Stattdessen lange im Pool und auf den Liegen relaxt. Ich lerne inzwischen immer mehr Deutsche kennen. Zum Teil sind es richtige Lebenskünstler. Ein Paar aus Deggendorf „schleicht“ sich so richtig langsam an den 5. Kontinent an. Zwischenaufenthalte in Singapur oder Bali. Dann Cairns (Great Barrier Reef) usw. Insgesamt 6 Wochen. Eigentlich richtig für solch ein großes Land und die vielen Attraktionen.
Von dem Kölner Ehepaar habe ich den Atlantis Ausflug Rotorua übernommen. Da wir keine eigene Reiseleitung an Bord haben bin ich gespannt, wie kompliziert und zeitaufwändig das Zusammentreffen der deutschen Gruppe wird.
Um mit mehr Freude und Appetit zum Abendessen zu gehen 30 Minuten Geräte im Fitnesscenter. Zum Glück kann ich gut das Smartphone vor mich legen und meine Übungen absolvieren. Einmal am Tag Puls auf 150 bringen und das reicht ja dann wohl. Sauna wieder alleine. Meine Badehose ist immer noch nicht aufgetaucht. Eigentlich seltsam.
Die Show um 21.00 Uhr fast bis auf den letzten Platz besetzt. 4 „Trapezartisten“ eingebettet in musikalische und tänzerische Auftritte. Dazu mit Pressluft aufgeblasene Riesenraupen und Drachen. So etwas noch nie gesehen. Hat mich echt beeindruckt. Das Ensemble bekam Standing Ovations.
Samstag, 3. Dezember 2016 - Dunedin –
Die Einfahrt nach Port Chalmers, dem Hafen von Dunedin einfach traumhaft. Landschaften wie aus dem Bilderbuch. Um 8.00 Uhr legten wie an. Ich ging gemütlich zum Frühstücken, da kein Ausflug gebucht. 9.30 Uhr von Bord. Bereits an Bord kamen die Zollbeamten mit Hunden. Welch ein Schreck. Ein Hund schnüffelte so richtig lang an mir rum. Packe ich doch Kaugummi zur Zahnreinigung immer ein. Aber gutgegangen. Eigentlich habe ich zu Hunden einen besonderen Bezug und kann gut mit ihnen umgehen. Auf diesen Stress mit dem Zoll verzichtete ich aber gern.
Entweder hätte ich für 17 Neuseeländische Dollars (ca. 10 Euro) mit dem Shuttle von Celebrity oder für 45 ND mit dem HoHo Bus fahren können. Obwohl mir die Rezeption auf Nachfrage ausdrücklich bestätigte, dass vor dem Kreuzfahrtschiff kein HoHo Bus stünde, war solch ein Bus vorhanden. Weil alles so richtig schnell, freundlich und kundenorientiert ablief, für den HoHo Bus entschieden. Das war auch so richtig. Port Chalmers liegt zwar landschaftlich sehr schön und hat auch einige Wanderrouten anzubieten, aber für einen Tag doch zu wenig. Erwähnenswert, dass wir am Hafenterminal sehr gutes Infomaterial incl. Stadtplan erhielten.
Mit einem Zubringer wurden wir zu Dritt nach Dunedin an den zentralen Ort (Oktogon) gebracht. Schöne 20 minütige Fahrt. Dort Umstieg in einen alten roten ausgemusterten englischen Doppeldeckerbus. Oben und ganz vorne tollen Platz. Die Touren sind hier so organisiert, dass man an den Sehenswürdigkeiten ein paar Minuten hält um Fotos zu machen und dann die Tour fortsetzten aber auch ganz aussteigen kann. Der zeitliche Abstand der Busse beträgt so ca. 20 Minuten.
Von dem zentralen Punkt aus kann man auch weitere Fahrten buchen. Sehr schön muss das einzige Schloss Neuseelands, Larnach Castle, sein.
Doch für einen Tag bot Dunedin viel mehr als erwartet und zum Schluss wurde mir die Zeit sogar knapp.
Dunedin erinnert sehr an die schottische Hauptstadt Edinburgh. Am Oktogon steht ein Denkmal welches an den schottischen Dichter Robert Burns gewidmet ist. Dunedin ist eine UNESCO Literaturstadt. Das kulturelle Interesse der Bevölkerung habe ich auch am Nachmittag erlebt, als ich den 15.00 Uhr Bus verpasste und in der nahe gelegenen Bibliothek wartete. War die gut besucht und auch ausgestattet!
Die Rundtour ging an wunderbaren viktorianischen Gebäuden vorbei. Allerdings trotz des relativ geringen Verkehrs an allen Kreuzungen Stau. So etwas wie die grüne Welle ist hier nicht eingeführt.
Erstaunlich viele Kirchen. Typischer Stil, wie man sie so von England/Schottland her kennt. Fotostopp an der Baldwin Street. Die steilste Straße der Welt. Auf meiner 2. Rundtour habe ich eine Gruppe Mountainbiker gesehen, die es anscheinend geschafft hatten, die Straße zu bezwingen. Die jungen Leute waren allerdings völlig fertig. Bezüglich Radfahrer ist mir aufgefallen, dass die Kiwis hier fortschrittlich denken. Wo es der Platz erlaubt sind rechts und links besondere Fahrradstreifen markiert. Die Busse haben oft Fahrradgepäckträger vorne an der Stoßstange angebracht oder Anhänger.
Am Botanischen Garten vorbei zur ältesten Universität Neu Seelands. Für Start up Unternehmen ist Dunedin anscheinend ein Mekka. Aber besonders hat mir die über 100 Jahre alte Universität gefallen. So ein schönes mit schwarzen und weißen Steinen gebautes Gebäude. Wie man das von „Harry Potter“ Filmen her kennt. Weiter ging es am Otaga Nationalmuseum vorbei zum weltbekannten Bahnhof. Was für ein Bilderbuchgebäude. Von hier aus gehen „historische“ Züge zu echten Abenteuerfahrten ab. Wer Zeit und auch das nötige Geld hat, bestimmt ein tolles Erlebnis. Einige unserer Passagiere sind direkt vom Schiff aus in einen solchen Zug eingestiegen.
Weiter auf der ersten Runde vorbei an der Speighs Brauerei und der St. Pauls Kathedrale zum Oktogon zurück. Also, wer sehr gut zu Fuß ist, kann diese Tour auch per Pedes machen, aber das ist dann schon recht anstrengend. Ich blieb gleich im Bus auf meinem schönen Platz im Oberdeck ganz vorne zur 2. Runde. Hier am Botanischen Garten ausgestiegen. Hat mir sehr gut gefallen. Welch Zufall, Rolf getroffen. Seine Frau ist Hobbygärtnerin und er kann sehr schlecht laufen und wartete daher im Kaffee auf sie. Bei dieser Gelegenheit erfahren, dass zum Ticket auch ein Kaffeegutschein gehört. Diesen konnte ich dann mit Nationalmuseum einlösen. Man konnte unter zig Kaffeesorten wählen. Mein Cappuccino war in der Tat ein Genuss. Aber noch mehr das Museum. Nach neuesten Kriterien gebaut und ausgestattet. Maori Geschichte und Kunst. Zum Beispiel ein riesiges Kriegsschiff ausgestellt. Dann Waffen, Gebäude, Gebräuche etc. wunderbar interessant dargebracht.
Mit dem nächsten Bus die paar hundert Meter zum historischen Bahnhof und diesen in aller Ruhe besichtigt. Im ersten Stock gibt es eine Ausstellung für die Sporthelden. Footballweltmeister. All in Black. Das Footballstadion befindet sich am Ortseingang.
Dunedin (ca. 150.000 Einwohner) ist nicht nur Zentrum der Region Otago sondern auch Ausgangspunkt der historischen Tairi Gorge Bahn, die sich durch eine spektakuläre Felslandschaft entlang des gleichnamigen Flusses schlängelt.
Daneben ist ein weiteres Museum. Übrigens auch freier Eintritt. Erstaunlich, was sie Neuseeländer für ihre Kultur erübrigen. Das Toitu Museum enthält die Siedlergeschichte. Auch ganz fantastisch interessant präsentiert. Eisenbahnwagen und Kutsche kennt man aus vielen Cowboyfilmen. Beeindruckend der Nachbildung des Schlafraumes eines alten Segelschiffs und eines Bergwerkes, welche die Goldsucher gebaut haben. Toll, dass ich gerade passend dazu kam um eine Vorführung eines Frauenchors mitzuerleben. Das sind immer so die positiven Überraschungsmomente einer Reise.
Die Cadbury Schokoladenfabrik ausgelassen. Eine Führung hätte über eine Stunde gedauert. Außerdem schon in Kanada und in Hattersheim solche Fabriken besichtigt.
Die First Church angesehen. Anglikanischer Glaube.
Rückfahrt wieder mit dem Minibus. 10 km. Enge Straßen. Für Radfahrer und Fußgänger überhaupt nicht geeignet. Da immer mehr Kreuzfahrtschiffe Radtouren anbieten, dürfte dies hier aus Sicherheitsgründen wohl entfallen. Allerdings habe ich ja schon auf der AIDA 2 Radausflüge mitgemacht. Da durfte man sich hinsichtlich Sicherheit auch keine allzu großen Gedanken machen.
Im Minibus ganz vorne unter lauter Engländern/Amerikanern gesessen. Als ein Drittel des Busses ausstieg, obwohl wir noch 1 km vom Kreuzfahrtschiff entfernt hielten, einfach mitausgestiegen. War ein Fehler, denn der Bus fuhr den Rest der Gruppe doch direkt bis ans Kreuzfahrtterminal. Vor dem Schiff wieder jede Menge Personal die übers Internet mit zu Hause Kontakt hielten. Bestimmt große Zugangsprobleme. Aber ich hatte ja in Dunedin praktisch an allen öffentlichen Stellen prima Internetzugang. Nur leider schläft meine liebe Frau während bei mir der Tag erst so langsam zu Ende geht. Jetzt bitte nicht lachen. Ich bin fast nicht auf das Schiff zurückgekommen. Die Vorlage der Bordkarte war nicht ausreichend. Ich hätte auch den Pass mitnehmen müssen. Den habe ich aber aus Vorsicht im Safe gelassen. Zum Glück auf meinem Smartphone Fotos des Passes vorzeigen können. Nun habe ich doch schon so viele Kreuzfahrten und Fernreisen gemacht, dass mir das eigentlich nicht hätte passieren dürfen. Aber als Alleinreisender macht man doppelt so viele Fehler wie sonst.
Weil wieder innerhalb Minuten das Wetter gewechselt hatte und ich meinen Schirm gut gebrauchen konnte, aber meine Strümpfe nass waren, schnell zum Klamottenwechsel und Frischmachen in die Kabine. Um 17.00 Uhr war dann wieder herrlicher Sonnenschein. Auf dem Achterndeck entgegen meinen Absichten viel zu viel gegessen. Es gibt halt täglich etwas Neues. Zum Glück mit Süßigkeiten zurückgehalten, denn sonst hätte ich abends wieder keinen Appetit gehabt. Ich bin mal gespannt, ob endlich besserer Fisch kommt. Das Essen ist zwar insgesamt superklasse, da ich aber im Urlaub sehr gerne Fisch esse, bin ich in dieser Hinsicht etwas enttäuscht. Überraschend hingegen wieder, dass neben zig normalen Eissorten auch Softeis angeboten wird. Hier natürlich nicht wiederstehen können, zumal man auf dem Schiff von äußerster Sauberkeit ausgehen kann.
Auf Deck 14 sitzend. Gedämpfte Musik im Hintergrund. „Wake me up when all is over“; die vielen Erlebnisse aufgeschrieben. Ein Blick auf die Landschaft von „Mittelerde“. Wie im Film. Eine wirklich sensationelle Natur. Innerhalb von Minuten Sonne weg und es schüttete wie aus Kübeln. Wenn man auf einer Tour solch einen „Aprilschauer“ abbekommt, dann „Gute Nacht“. Zumal es nach kurzer Pause noch heftiger weiterging. Konnte gar nicht die paar Meter zurück in meine Kabine flüchten sondern hängte mir alles was ich in meiner großen Tasche hatte um.
Wegen des miserablen Wetters schnell umdisponiert. Kurzer Saunabesuch. Erstmals Mitreisende angetroffen. Ein Saunagast gehörte dem Showensemble an. Er machte in der Sauna seine Stretchübungen. Einfach unglaublich. Solch ein durchtrainierter und dazu noch beweglicher Körper. Hätte bestimmt den Damen gefallen, aber die Saunen sind hier getrennt und es ist üblich Badekleidung zu tragen.
19.00 Uhr mit gemischten Gefühlen zur Zauberer Show. Anscheinend engagiert Celebrity nur erstklassige Künstler. Der Illusionist war Weltmeister der Zauberer. Zum Teil schon langweilige alte Tricks, aber auch faszinierende neue Zauberkunststücke. Ich habe mich extra nicht ganz vorne hingesetzt, weil hier die Gefahr besteht, dass man auf die Bühne muss. Angesichts meiner fragmentarischen Englischkenntnisse eine Horrorvorstellung. Die Amis machen das aber recht gerne.
Weil es immer noch regnet und für morgen lediglich 15° angekündigt sind (heute war es über 20° warm) nicht böse darüber, dass die beabsichtigte Buchung des Transfers nach Christchurch nicht geklappt hat. Ein infrage kommender Ausflug hatte noch einen Platz frei. Aber 100 Euro für den Besuch einer Schaffarm und anschließend Christchurch mit Führung war mir zu teuer und auch nicht ganz mein Geschmack. Hätte halt den Vorteil, dass es um 8.15 mit Treffen im Theater und 9.00 Uhr mit dem Tendern losgeht. Außerdem das lästige Besorgen des Tendertickets nicht erforderlich. Atlantisreisen bietet die gleiche Tour für 70 Euro. Allerdings bestimmt nicht einfach mit dem gemeinsamen Treffen, da die Gäste doch unterschiedliche Tendertickets haben werden. Bin auf Berichte der Mitreisenden gespannt. Bislang waren die deutschen Gäste mit den Ausflügen nicht so zufrieden. Ich werde wetterabhängig kurzfristig eine Entscheidung morgen früh treffen.

Sonntag, 4. Dezember 2016 - Akaroa + Christchurch -

Was für eine Einfahrt in die langgezogene „Bucht“. Hochaufragende Steilküste. Überall sattes Grün. „50 Shades of Green“. Unsere Freunde aus dem Memmingen würden sagen, dass die Landschaft eine XXL Ausführung des Allgäus ist. Auf den Wiesenhängen viele Schafe, aber auch Kühe. Alles macht einen extrem ruhigen, friedlichen und ausgeglichenen Eindruck.
Infolge des Erdbebens gibt es in Akaroa keinen Schiffsanleger mehr und wir müssen Tendern. Ich bin gegen 7.00 Uhr los um das Tenderbootticket zu holen. Befürchtete viel Andrang und Schlange stehen hasse ich nicht nur im Urlaub. Lässt sich allerdings bei dieser Urlaubsform nicht umgehen. Den Amis und Engländern scheint das überhaupt nichts auszumachen. Bewundere immer ihre Disziplin im Anstehen und ärgere mich dann über Mitreisende, die geflissentlich das Ende einer Schlange übersehen und sich dazwischen drängeln. Aufgefallen sind mir als „Drängelweltmeister“ manch kleine Asiaten. Also ich bekam Tenderbootticket Nr. 5. In aller Ruhe Frühstücken gegangen. Da kam schon der erste Aufruf für die Tickets 1 bis 3. Daher nur eine Kleinigkeit gegessen und in die Kabine. Wegen der Ausweispflicht extra erkundigt. Es reicht der Perso. Pass zu verlieren ist ja ein Horror. Daher Portemonnaie eingesteckt. Natürlich vergessen, dass ich gestern das neuseeländische Geld extra in den Brustbeutel getan hatte. War aber glücklicherweise kein Problem weil ich ja erst mal mit dem Tenderboot an Land wollte um zu schauen, was an Ausflügen möglich ist. Leider ist es mit 15° sehr frisch. Zum Glück meine dicke Winterjacke, Stirnband und Mütze dabei. Auf den Booten zieht es gewaltig. Über einige Mitreisende gewundert. Kurze Hosen, T-Shirt und barfuß in Gummilatschen. Müssen die eine Hitze in sich haben. Ich wäre danach todsterbenskrank. Erstaunlich auch was sich manche Rollstuhlfahrer zutrauen. Alt und dazu noch richtig wohlbeleibt mit dem Rollstuhl ins Tenderboot. Unglaublich. Manchmal für das Bordpersonal fast eine Zumutung. Aber vielleicht würde ich auch in einer solchen Lebenssituation versuchen „mitzunehmen“ was nur irgendwie möglich ist?
Am Land wieder von vielen Volunteers (Freiwilligen) empfangen worden. Wenn das Wetter gut wäre gäbe es extrem viele Ausflugsmöglichkeiten wie z.B. Kanu, Schwimmen mit Delphinen, Pinguine beobachten usw.
Ich habe mich für den einfachen Transfer nach Christchurch entschieden. Mehrere große weiße Busse fahren um 9.30 oder 10.30 Uhr. Kostet 45 ND = ca. 30 Euro.
Da ich bis zur Abfahrt noch genügend Zeit hatte zurück an Bord. In Ruhe gefrühstückt. Vor der Abfahrt des Busses noch Akaroa angesehen. Schön, dass es überall WLAN gibt. Ich war in der Bibliothek weil dort der Empfang am besten ist.
Akaroa liegt im Herzen eines alten Vulkans in einer großen Hafenbucht vor der Halbinsel Banks. 1770 kam als erster Europäer Captain Cook an den von Maori besiedelten Küstenstreifen. 1838 kam ein französisches Walfangschiff. 57 Einwanderer blieben zurück. Es entstand 1840 eine englische Kolonie mit französischem Flair. Heute hat Akaroa ca. 500 Einwohner. Leuchtturm, Kirchen etc. alles fußläufig erreichbar. Gemütliche Lokale und kleine Geschäfte. Bei schönem Wetter sicher ein tolles Flair.
Die Fahrt mit dem bis auf den letzten Platz besetzten Bus nach Christchurch dauert 90 Minuten. Eine fantastische Panoramafahrt. Blicke auf die Südalpen und die Bucht. Wir haben wieder eine Fahrerin. Auf dieser Reise schon mehrfach festgestellt, dass Busfahren hier weiblich dominiert zu sein scheint oder waren es Zufälle? Sie hat unterwegs auch sehr viel erzählt. Leider scheint das hier gesprochene Englisch genauso schwer verständlich für mich zu sein, wie amerikanisches Englisch. Eine tolle Verkehrseinrichtung ist mir aufgefallen. Es gibt regelmäßig so etwas Ähnliches wie Haltebuchten. Wenn einige schnellere PKW hinter uns waren, fuhr sie einen kleinen Schlenker in diese Buchten und die PKWs huschten vorbei.
In Christchurch hatten wir 3 Stunden zur freien Verfügung. Die Busfahrerin händigte uns einen Stadtplan aus. Legte Treffpunkt um 15.00 Uhr am Botanischen Garten fest und los ging es. In Christchurch kann man eine sehr schöne Stadtrundfahrt mit einer historischen Straßenbahn machen. Es gibt einige Fußgängerzonen. Richtig schöne englisch geprägte historische Bauwerke. Von den gewaltigen Zerstörungen des Erbebens sieht man noch etwas. Besonders fällt es an der Kathedrale im Stadtzentrum auf. Ein großer Teil der Kirche ist völlig weggebrochen. Das gesamte Kirchenareal ist mit einem Bauzaun gesichert. So richtig wird der Wiederaufbau erst in den kommenden Jahren vonstattengehen. Total zerstörte Häuser wurden beseitigt und vorübergehend die Flächen mit Rasen eingesäht. Der Innenstattbereich wird durch den kleinen Fluss geprägt. Kanufahrten und Stechpaddeltouren sind insbesondere durch den herrlichen Botanischen Garten möglich. Mittags wurde es endlich etwas angenehmer und ich kam so leicht ins Schwitzen, weil ich möglichst viel von der Stadt sehen wollte. Besonders haben mich wieder die Museen beindruckt. Meine ehemaligen Chefs wären von der Qualität der Objekte und der Form der Präsentation begeistert. Kaum zu glauben auch hier wieder freier Eintritt. Christchurch ist sozusagen die Hauptstadt des „Landes“ Canterburry. So heißt dann auch das Museum im Botanischen Garten. Außer der Geschichte der Maoris und der Siedler wird ein Ausstellungsbereich auch Asien gewidmet. Das supermoderne Museum mit dem komplizierten Namen „TE PUNA O WAIWHETU CHRISTCHURCH ART GALLERY“ ist in einem Glaspalast untergebracht. Hat mich überhaupt nicht angesprochen.
Auf dem Heimweg machte die Busfahrerin extra noch einen Fotostopp. Fantastisch der Blick auf Akaroa. Wer wollte konnte schon am Ortseingang aussteigen und so ca. 20 Minuten bis zum Hafen laufen. Ich stieg insbesondere deshalb aus um nochmals mein Glück mit dem Internet nach Hause zu versuchen.
Dann der Schock am Anleger. Was für eine lange Schlange! Schon öfter erlebt, dass die großen Pötte hier ihre Probleme haben. Wie leicht und flüssig ging das doch auf der kleinen Celistal. Dann auch noch Computerprobleme beim Betreten des Schiffes. Genervt gleich umgezogen, frisch gemacht und in den Speisesaal. 17.30 Uhr eigentlich noch nicht Abendbufett, aber Celebrity war hier flexibel und bot das ganze Programm dar. Meinen Heißhunger sofort mit 2 Pizzastücken gestillt. Dann ein besonderer Leckerbissen Spanferkelkruste. Weil man die mit dem Messer nicht schneiden konnte, aß ich sie still und heimlich wie ein Wilder aus der Hand. Egal, aber hat toll geschmeckt.
Der Kapitän um 18.00 Uhr mitgeteilt, dass noch 600 Gäste zurückerwartet würden und wir mit einer Stunde Verspätung ausliefen. Da hatte ich ja fast noch Glück. Kurzer Saunagang. Heute mal zu Viert. Werden anscheinend immer mehr. Aber wie unterschiedlich doch die Bräuche sind. Bei uns ein absolutes „No go“ die Benutzung der Badelatschen in der Sauna. Andere Länder andere Sitten.
Die Broadway Show mit gemischten Gefühlen besucht, da überhaupt nicht mein Geschmack. Bis auf die letzte Viertelstunde auch mir völlig unbekannte Songs von den 6 Sängern und der Liveband dargeboten. Dafür aber zum Finale Phantom der Oper und Elvis (Falling in Love). Hat mir so gut gefallen, dass ich extra nochmals um 21.00 Uhr die letzten 15 Minuten runter bin.

Sonntag, 4. Dezember 2016 - Wellington –

Windy Wellington begrüßt uns friedlich und ruhig. Bedeckter Himmel aber nicht kalt. Was für eine schöne stundelange „Hafeneinfahrt“. Leider noch zu müde, um das richtig genießen zu können. Würde am liebsten mal einen ganzen Tag nichts machen, weil es langsam fast zu viel mit den neuen und fremden Eindrücken wird. Dazu immer noch ein gewisses Unruhegefühl in mir. Alleine alles zu organisieren ist schon nicht einfach und belastend. Außerdem braucht man unbedingt einen geliebten Menschen mit dem man die Erlebnisse austauschen kann.
Wir liegen im Industriehafen ca. 2 km vom Zentrum entfernt. Fußweg ca. 20 Minuten. Aus Sicherheitsgründen stellt Wellington jedoch einen Shuttleservice zur Verfügung. Sehr großzügig, denn sonst hätten wir ein Ticket von Celebrity für 10 Euro erwerben müssen. Herrlicher Blick auf die Stadt und das direkt vor uns liegende Westpacstadion.
Auf Deck 4 Landgangkarte abgeholt. Ich hätte die Nummer 4 bekommen können, aber nach den gestrigen Erfahrungen wollte ich mich nicht unter Stress setzen und habe die Nr. 9 genommen. Kleinigkeit gefrühstückt. Das macht Celebrity richtig gut, denn es werden nur Passagiere von Bord gelassen, wenn auch Busse zur Verfügung stehen. Das sonst oft übliche Gedrängel entfällt daher.
Ausstieg an der Drahtseilbahn (CableCar). Dort, wie wir das bislang so oft an zentralen touristischen Punkten festgestellt haben, auch wieder auffällig gekleidete Volunteers die Infomaterial aushändigten und Auskünfte erteilten. Weil mir die Schlange vor der Kasse der Kabelbahn zum Botanischen Garten zu lang war, zunächst Richtung Waterfront.
Wellington ist ja wesentlich kleiner als Auckland, aber dennoch Landeshauptstadt. Ca. 300.000 Einwohner. Es liegt unglaublich malerisch auf mehreren Hügel oder besser gesagt schon kleinen Bergen.
Die Hauptstraße -Lambton Quai- ist verkehrsberuhigt. Rote Busse mit Oberleitungen fahren ruhig durch die Straßen. Mehrmals bot man mir unaufgefordert Hilfe an, als ich mit dem Stadtplan in der Hand Orientierung suchte. Sehr viele schön restaurierte alte Häuser wechseln sich mit modernen Hochhäusern ab.
Der ganze Hafenbereich wurde anscheinend in den letzten Jahren neu gestaltet. Sehr gelungen. Wie anscheinend alle Weltstädte die Bedeutung des Wassers für Tourismus und Lebensqualität erkannt haben. Beim Spaziergang entlang der wunderschönen Waterfront daran gedacht, wie mir mein Vater als kleinen Jungen stolz die Vorzüge des Frankfurter Nizza am Mainufer erklärt hatte. Leider war dieser sehr schöne Teil Frankfurts dann jahrzehntelang einem gewissen Verfall preisgegeben, ist heute aber attraktiver denn je bzw. das Mainufer wurde ständig gut gelungen erweitert. Vielleicht erlebe ich es auch wieder, dass man im Main Flussbäder eröffnet. Mir hatte damals Vater versprochen, dass ich die Wahnsinnssumme von 10 Mark bekäme, wenn ich den Main am Eisernen Steg durchschwimmen könne.
Am Circa Theater vorbei zu einer der Hauptattraktionen Neu Seelands, dem Te Papa Museum. Unglaublich, aber auch hier wieder freier Eintritt. Die störende Regenjacke und Umhängetasche an der Garderobe abgegeben. Sofort mit Infomaterial versorgt worden. Zunächst aber erstmal die Gelegenheit zu einem langen WhatsApp Livechat mit zu Hause genutzt. Meine liebe Ehefrau wusste besser Bescheid als ich, was ich unbedingt in Wellington besichtigen müsse. Aber den Botanischen Garten habe ich mir für Nachmittag aufgehoben, denn Boarding Time ist erst 17.30 Uhr und aufgrund der Sichtnähe zum Schiff kann hier wenig passieren.
Das Museum ist der Hammer. Alle technischen und künstlerischen und pädagogischen Erkenntnisse umgesetzt. Gezeigt werden Kunstwerke und Leben der Maori, der Pazifikvölker und der „Siedler“. Wenn das Wetter schlecht und die zur Verfügung stehende Zeit länger gewesen wäre, hätte ich mich auch länger dort aufgehalten. Aber die Waterfront wollte noch erkundet werden. Mein Vorhaben bis zum öffentlichen Strand zu laufen gab ich angesichts der doch zu großen Entfernung auf.
Der Botanische Garten wollte noch erkundet werden. Er liegt quasi eingebettet in einen der Berge, die Wellington umgeben. Vergleichbar ein wenig mit dem Kasseler Weltnaturerbe Bergpark Wilhelmshöhe. Auf dem Berggipfel ist ein Observatorium. Fantastische Ausblicke. Sehr viele Themenbereiche wie z.B. Rosengarten etc. Mir haben die unterschiedlichen Wege imponiert. So eine Art Dschungelpfad gewählt. Teile des Botanischen Gartens sind nach dem Stil des Englischen Landschaftsgartens konzipiert. Wertvolle Skulpturen z.B. auch von Henry Moore gesehen. Sogar an Mountainbiker ist gedacht. Für sie ist auf den breiteren Wegen eine Spur abgemarkert. Der letzte Teil des Hauptwanderweges führt an Friedhöfen vorbei und endet im Regierungsviertel.
Als „Silversurfer“ muss ich altersbedingt immer mal nach öffentlichen Toiletten Ausschau halten. Als ich eine Bank mit dem Schild Museum sah, dachte ich mir, da kannst du es ja mal probieren. In der Tat, es handelte sich um die Nationalbank und auch hier untergebracht ein Museum. Unglaublich, wie viele Museen es hier gibt. Im Regierungsviertel das Parlament und das umstrittene neue Gebäude, den sog. Bienenkorb angesehen. Sieht in der Tat wie ein riesengroßer Bienenkorb aus.
Da ich noch Zeit und Kraft hatte wieder einen anderen Teil der Waterfront besichtigt. Bei gutem Wetter kann man sehr viele sportliche Tätigkeiten ausüben.
Abschließend noch ein weiteres „must have“ Besichtigungsobjekt abgehakt. Das Wellington Museum. Ich muss in der Tat sagen abgehakt, denn die Aufnahmefähigkeit war erschöpft. Schade für dieses ebenfalls fantastisch eingerichtete und präsentierte Museum. Am Eingang geht man durch dunkle Räumlichkeiten. Nachgebildet ist ein Handelskontor. So ähnlich haben wir das Live auf unserer Indienkreuzfahrt kennengelernt.
Mit einem Shuttle, die in kurzen Abständen fahren schon um 15.00 Uhr zurück in die „Heimat“. Wieder sehr streng kontrolliert worden. Bewundert und bedauert, in welch körperlich angeschlagenen Zustand sich manche Passagiere solch eine Reise zutrauen. Das Bordpersonal hebt und schleppt sie quasi durch die Bordkontrolle. Ob ich mir so etwas in hoffentlich noch ferner Zukunft zutrauen würde?
Ab Mittag war das Wetter übrigens sehr gut. Sonnenschein. Windstill. Ruhigen Platz mit fantastischem Blick auf Wellington ausgesucht aber vor Müdigkeit und Erschöpfung eingeschlafen.
Der Nachmittagsschlaf hat gut getan. Daher um 17.30 zum Stretch und Relax. Weil der Animateur zu spät anfing mehreren Mitgliedern des Showensembles beim Training zugeschaut. Wow!!! Vergleichbar intensiv wie ein Leistungssportler.
Eigentlich sollte die Entspannungsgymnastik 30 Minuten dauern, aber der Trainer strahlte eine derartige Lustlosigkeit aus, wie ich das bislang noch nie erlebt habe. Wenn ich mit den Kids solch ein Training machen würde, kämen sie bald nicht mehr. Interessant zu klären wäre auch die Frage, ob man inzwischen wieder das sog. Kopfkreisen mit vollem Umfang macht. Als ehemaliger Fußballer hatte ich noch volle Kreise gelernt. Bei einem Wochenendtenniskurs wurde extra darauf hingewiesen, dass das Halsgelenk nur Halbkreise nach vorne verträgt. Hier wurden jetzt wieder ganze Kreise gemacht. Was gilt denn nun? Nach Abschluss dieser frustrierenden Sporteinheit wieder die jungen Frauen vom Showensemble bewundert, die noch immer in äußerster Intensität ihre schweißtreibenden Übungseinheiten absolvierten. Alle Achtung!
Das Wetter wurde immer besser. Daher mein vorgesehenes Programm geändert. Eigentlich war nach kurzem Saunabesuch 19.00 Uhr Showbesuch geplant. Aber mein Umdisponieren war richtig.
Solch eine tolle Hafenausfahrt. Dauer eine Stunde. Ähnliche Gefühle wie bei der Fahrt durch die Schären bei Stockholm oder Oslo. Ich konnte echt nachvollziehen, warum Fachleute so von diesem Land schwärmen.
Erstaunlich, dass vielleicht gerade ein Dutzend Passagiere dieses Highlight miterlebt haben. Die Bekannten aus Köln getroffen. Zum gemeinsamen Abendessen auf dem windgeschützten Achterdeck verabredet. Die Beiden haben schon mehrfach mit dem Wohnmobil Neuseeland erkundet und sind immer wieder begeistert. Als hätte der Tag nicht schon genug geboten, auch noch einen herrlichen Sonnenuntergang erlebt.
Das war es aber noch nicht. Die Show „La Zorca“ hatte es in sich. 2 Sänger mit tollen Stimmen brachten Songs die meine amerikanische Sitznachbarin zu Freudenschreien veranlasste. Leonard Cohen und sein Halleluja brachten den vollbesetzten Saal zu Standing Ovations.
Montag, 5. Dezember 2016 - Seetag/Ruhetag/Sonnentag –
Was für ein Traumwetter. Windstill. Sonne wärmt, brennt aber nicht. Verzicht auf das Frühstück, weil gestern Abend wieder alles durchprobiert und daher noch knüppeldick satt. Richtig froh, heute keinen Ausflug zu haben. Die vielen Eindrücke müssen erstmal verarbeitet werden, sonst erschlagen sie mich. Insbesondere die sensationell schöne Ausfahrt von gestern Abend wirkt noch nach. Auf meinen vielen Seereisen solch faszinierendes Erlebnis noch nicht gehabt.
Rolf beim Frühstück auf dem Außendeck getroffen. Der von seiner Frau beabsichtigte Ausflug nach „White Island“ kam nicht zustande. Also nimmt Hermine doch an dem Rotorua Ausflug von Atlantis teil. Ich werde mal um 9.00 Uhr am Bus sein. Wenn ich mit kann ok, ansonsten fahre ich mit dem HoHo Bus und schaue mir Tauranga an. Soll ja auch sehr schön und interessant sein.
Auf Deck 12 keinen Sonnenplatz mehr bekommen. Wenn man aber mehrmals seine Kreise dreht findet man doch einen Wunschplatz. Sonnig und windgeschützt. Es hat mittags um die 20°. Also ganz ideal. Allerdings abends trotz Sonnencreme leichte Hautrötung. Zum Glück den ganzen Tag Mütze auf, denn da bin ich schon immer recht empfindlich gewesen.
Viel gelesen und insbesondere die Heimreise nochmals intensiv durchdacht. Dank der guten Tipps einer Tennismum, die aus Auckland kommt, dürfte es mit der Kofferaufbewahrung und dem Transfer zum Flughafen keine Probleme geben. Schwierigkeiten können aber leicht mit dem Check In im Ibis Hotel Melbourne auftreten.
Für einen Tennisfreund soll ich neuseeländischen Honig mitbringen. Wegen der unglaublich strengen Kontrollen hier und in Australien sicherheitshalber nachgefragt, ob ich das mitnehmen darf. Weil ich ja von Neuseeland kommend in Australien einreise und dort übernachte konnte mir Niemand zusichern, dass es keine Probleme gibt. Also muss ich das leider seinlassen, denn die Reise war schon aufregend genug.
Obwohl ich 2 Tage in Melbourne bin, keine stressfrei realisierbare Möglichkeit gefunden, einen Ausflug zur „Grand Ocean Route“ und den „12 Aposteln“ zu machen. Einfach zu weit und die Ausflugsdauer zu lang. Vielleicht klappt es aber mit dem Besuch einer Insel. Die abendliche Heimreise der Pinguine vom Strand in ihre Höhlen muss ein Renner sein. Dann bekäme ich auch noch Kängurus, Koala Bären etc. zu sehen. Ggf. fahre ich bei schönem Wetter auch in das Seebad von Melbourne oder schaue mir die Stadt etwas intensiver an. Beim ersten Durchgang habe ich ja lediglich mal einen Einblick bekommen.
Mittagessen mal wieder Fish + Chips mit viel Genuss gegessen.
Eigentlich nur mal so gegen 16.00 Uhr eine Tasse Tee trinken wollen, aber da hat die menschliche „Gier“ mich wieder gepackt. Toller Mohnkuchen. Dummerweise gleich 2 Stücke genommen und gemütlich auf dem Achterndeck in die Sonne gesetzt. Dann meinen Fehler bemerkt. Es handelte sich um „Blaubeerkuchen“. Sah beim oberflächlichen Betrachten in der Tat wie Mohnkuchen aus, den ich so gerne esse. Also, was auf dem Teller ist wird gegessen, zumal wenn man es sich selbst ausgewählt hat. So jedenfalls meine Erziehung, die fest in meinem Verhalten verankert ist. Natürlich zum Abendessen keinen richtigen Hunger. 2 x die tolle asiatische, scharfe Suppe geholt. Ganz einfach Brot dazu, ähnlich wie zu Hause, schmeckt und bekommt mir am besten.
Da das tolle Wetter auch am späten Nachmittag anhielt, nicht zur Entspannungsgymnastik sondern in den warmen Pool. Nettes Ehepaar aus Niederbayern kennengelernt. Auch sie „schleichen“ sich so richtig an entfernt liegende Urlaubsziele an. Sind natürlich dann mindestens 6 Wochen unterwegs. Würde mir auch gefallen.
Die Abendshow hielt was der Titel versprach. Rock-City. Bereits beim ersten Song vibrierte und dröhnte das Theater. Ich musste schmunzeln als eine große Gruppe Inder fluchtartig das Theater verließ. Es war den Frauen in ihren farbenprächtigen Saris offensichtlich peinlich aus der zweiten Reihe heraus den Weg nach oben gehen zu müssen. Obwohl auch mir diese harte Musik nicht gefällt, muss ich doch anerkennt feststellen, dass das Showensemble, die Musiker, die Sänger und die Artisten ihr Bestes gegeben haben. Bei „High way to Hell“ tobte der Saal. Ich musste an den Anschlag in Paris denken. Denn bei diesem Titel richteten die fanatischen IS-Kämpfer ihr Blutbad an.

Mittwoch, 7. Dezember 2016 - Tauranga + Rotorua -

"Kia Ora" steht in Tauranga auf dem Hafenterminal. Es heißt bei den Maori so in etwas „Welcome“. Die Maori sind das ursprüngliche Volk Neuseelands. Ich muss mal nachlesen, aber so vom Gefühl her große Ähnlichkeit mit Südseevölkern und Hawaii. Insbesondere beim Gesang den Eindruck gehabt.
Unser Traumwetter bleibt bestehen. Um 7.30 Uhr in Tauranga angelegt. Gut gefrühstückt, weil heute ein Tagesausflug ansteht. Die Gruppe „Atlantisreisen“ auch schon vor 9.00 Uhr vor dem Hafenterminal vollständig. Ich fragte die deutsche Reiseleiterin, ein junges Mädchen, ob noch Platz frei wäre und ich mitkommen könnte. Sie erkundigte sich und sagte zu. Mein Name würde an Atlantisreisen gemeldet und dann bekäme ich wegen der 90 Euro Kosten für den Ausflug eine Rechnung.
Das Ehepaar aus Franken hat übrigens den gleichen Ausflug vorab übers Internet zum halben Preis gebucht. Auf dem Schiff hätte es doppelt so viel wie bei Atlantis gekostet. Wie man sieht, enorme Preisunterschiede. Auch vor dem Schiff werden unzählig viele Ausflüge von privaten Anbietern offeriert. Grundsätzlich braucht man sich demzufolge nicht verrückt machen. Man bekommt immer etwas.
Wer ganz auf einen Ausflug verzichtete, wie z.B. das Ehepaar neben mir, kann einen schöne Wanderung auf den „Hausberg“ von Tauranga machen. Sollen herrliche Wanderwege, tolle Ausblicke auf Meer, Stadt und insbesondere Strände sein.
Der Bus war fast voll besetzt. Die Fahrt ging entlang des Sahnestückes von Tauranga. Die Beachfront. Der Pazifik ist zwar nicht besonders warm (18°) hat anscheinend aber für Surfer ideale Wellen, so jedenfalls mein Eindruck. Ganz toll der lange helle Sandstrand mit Dünen dahinter. Anscheinend sind fast alle alten kleinen Häuser der ersten Strandreihe abgerissen und an ihre Stelle beeindruckend schöne Villen gestellt worden. So ein Hauch „Sylt“. Abgesehen von den Villen an der Strandpromenade wirkt die Stadt nicht so luxuriös wie die anderen Städte, die wir bislang besucht haben. Schon ein wenig älter und oft einfache Holzhäuser. Zum Teil hatte ich den Eindruck, dass Ähnlichkeiten mit unserer „Kalifornien Rundreise“ gegeben sind. Aufgefallen sind mir die überdimensioniert hohen Zäune vor den Häusern. Vielleicht auch wegen des Windes. Eine der wenigen Erklärungen unserer Reiseleiterin besagte nämlich, dass z.B. die Kiwis durch hohe Hecken und Zäune vor dem beständigen Wind geschützt werden müssen. Da hatten wir heute anscheinend wieder echt Glück. Windstille und so um die 21°. Sonne bis nach Mittag.
Zur Reiseleiterin ganz kurz. Das junge Mädchen hat deutsche Eltern, die ausgewandert sind. Allerdings haben sie ihre Tochter offensichtlich nicht richtig zweisprachig erzogen. Oft fehlten der bedauernswerten Reiseleiterin nämlich die Vokabeln. Selbst Texte, die sie leise und kaum verständlich ablas, verhaspelte sie. Im Bus regten sich einige Reisende über die derart schlechte Reiseleiterin auf. Mir tat das Mädchen richtig leid. Sie wird schon selbst gemerkt haben, dass sie den falschen Job gewählt hat. Sogar dem Busfahrer ist ihre absolute Hilflosigkeit aufgefallen. Er hat auf dem Heimweg ihren Job grandios wahrgenommen. Leider halt nur in einem schnellen Englisch. Da stoße ich dann wieder ganz klar an meine Grenzen.
Die Fahrt ins „Maori Land“ dauerte 1.30 Stunden. Erster Stopp an einem der großen Seen und den Thermalbädern. Dann der Höhepunkt des Ausflugs. Brodelnde und dampfende Löcher in der Erde. Passen gekommen und den Ausbruch eines Geysirs zu erleben. Fontäne bis 10 m hoch. Vorführung der Kochkünste. Kartoffeln und Gemüse wurden in „Erdlöchern“ gegart. Überall roch es ordentlich nach Schwefel. Insgesamt große Ähnlichkeit mit unserem Ausflug in Island.
Ganz toll die Maori Show. Traditionelle Tänze und Lieder. Mir hat der Kriegstanz, der sog. Haka am besten gefallen. Die Männer wirken in der Tat furchterregend mit ihren rollenden Augen, den Grimassen und Drohgebärden und insbesondere der lang herausgestreckten Zunge.
Um 15.00 Uhr wieder auf dem Schiff zurück. Gerne hätte ich mal eine WhatsApp nach Hause geschickt, aber wie schon eingangs erwähnt, ist die Infrastruktur nicht mit den großen Städten vergleichbar.
Wenn man so richtig hungrig ist, schmeckt die Pizza doppelt gut. Um 15.45 Uhr ging das Programm gleich weiter. Im Theater trat eine professionelle Maoritruppe auf. Nochmals die schönen melodischen Lieder und Tänze angeschaut. Diese Gruppe machte mehr auf „Tourismus“. Aus dem Publikum wurden Mitwirkende gesucht. Weil ich wie üblich ganz vorne saß wollte mich eine wohlbeleibte Tänzerin auf die Bühne holen. Ich lehnt ab mit der Begründung kein Englisch zu sprechen. Ein Horror, sich vor dem vollen Saal zu blamieren.
Abendshow wieder ein Solointerpret. Muss ein sehr bekannter Künstler und Schauspieler sein, denn einige Besucher begrüßten ihn ganz euphorisch. Mir hat nicht ein Lied gefallen. Alles die Richtung Frank Sinatra.
Morgen wird getentert. Da ich um 9.15 Uhr den Halbtagsausflug von Atlantisreisen (Bay of Island + Besichtigung einer Glühwürmchenhöhle) mitmachen will, muss ich um 7.30 Uhr versuchen die ersten Tenderboottickets zu bekommen.
Abendessen wieder Suppenkasper gemacht. Muschelcremesuppe toll. Dann auch noch die Tomatensuppe probiert. Hat mir fast die Stimme verschlagen. Der Zusatz neben dem Wort Tomatensuppe wies bestimmt auf ihre besondere Schärfe hin. Weil sich die Reise so langsam dem Ende nähert auch noch Englisch Stue (Eintopf sagt mir mein Wörterbuch) getestet. Abschluss wieder Torte, die aber viel zu süß war. Wann lasse ich das endlich sein?
Donnerstag, 8. Dezember 2016 - Bay of Island -
Extra um 7.15 Uhr zu „nachtschlafender Zeit“ Tenderbootticket holen wollen, weil uns das dringend empfohlen wurde. Aber, oh Schreck, Tickets werden erst ausgegeben, wenn die Solstice fest angelegt hat. Also bis 7.45 Uhr verärgert gewartet. Dann eigentlich bei den ersten gewesen, aber Ticket Nr. 5 bekommen. Zum Frühstück auf Deck 14. Da wurden auch schon die ersten 3 Tickets aufgerufen. Diesmal nicht verrückt gemacht, denn das Verfahren kannte ich ja jetzt. Auch relativ stressfrei um 8.45 Uhr das Tenderboot bekommen. Gefreut, dass mein Lieblingsplatz direkt am Ausgang noch frei war. Hat sich auch gelohnt. Zwei Delphine sind in Reichweite am Boot langsam vorbeigeschwommen. Ich hätte sie streicheln können! Überfahrt dauert etwa 15 Minuten bis zum Waitangi Pier.
Leider ist das Wetter für diese wunderschöne Destination relativ schlecht. Sogar leichter Nieselregen, aber zum Glück warm und kein Wind. Celebrity wird schon wissen, warum kostenlos Regenschirme ausgeliehen werden.
Am Abend zuvor hatte uns der Kreuzfahrtdirektor schon vor den strengen Kontrollen in Paihia gewarnt. Es sollen extra ausgebildete Lebensmittelhunde eingesetzt werden. Hat zwar nicht gestimmt, aber dafür musste das Handgepäck durch einen Scanner. Neuseeland versucht mit aller Gewalt seine Natur zu schützen. Bislang gibt es in der Tat hier auch keine Ratten, Schlangen etc.
Mit einem kostenlosen Shuttle vom Pier nach Paihia. Hätte man in 20 Minuten auch gut laufen können, zumal der Weg sehr schön am Ufer entlang geht.
In Paihia werden jede Menge Ausflüge angeboten. Mich für die Fährüberfahrt zur Nachbarinsel Russell entschieden. Preis lediglich 12 Dollar. Lohnt sich. Russell ein wunderschönes Städtchen mit herrlichem Strand und schöner Uferpromenade. Dazu entschlossen zunächst mal den 30 minütigen Trail zum Long Beach zu machen. Was für ein toller Weg. Wieder nur für Wanderer zugelassen. Richtig abenteuerlich. Ähnlich wie in Wellington. Eine Natur- und Blumenpracht. Sogar zwei Kiwis beobachten können. Am Queensview den Blick auf den langen Strand genossen. Auf dem Rückweg einen Italiener, der immer ein halbes Jahr hier lebt gefragt, ob es sich lohnt den Trail zum Flagstaff Hill zu gehen. Da es noch immer recht trüb war nur den halben Aufstieg gemacht. Aber auch hier waren wunderbare Blicke auf die verschiedenen Inseln möglich. Ein echtes Paradies.
Zurück in Paihia das Glück gehabt eine Schulaufführung traditioneller Tänze und Gesänge miterleben zu können. Zum Abschluss natürlich auch hier der „Kriegstanz“.
Mittagessen auf dem Schiff. Weil heute der letzte Tag ist, nochmal so richtig experimentiert. Crocodil Stew. Nicht schlecht geschmeckt. Im Übersetzer aber nichts gefunden. Denke nicht, dass es Krokodileintopf war?
Nachmittags wieder mit dem Tenderboot nach Waitangi. Staune immer wieder in welch bedauernswerten gesundheitlichen Zustand einige Passagiere sich in die Boote förmlich quälen. Momentan bin ich ja noch fit, wer weiß wie ich handele und denke, wenn es mich gesundheitlich mal so beutelt?
Das Waitangi Treaty Ground Museum nur von außen angesehen. Angesichts meiner knappen Zeit waren mir 20 Dollar Eintritt zu viel. Das wichtigste Objekt, 3 riesige Kriegskanus lediglich aus der Ferne fotogerafiert. Dieses Museum ist für die Geschichte Neuseelands von unglaublicher Bedeutung.
Dafür aber mal einen weiteren Trail getestet. Aufgrund der bisher gemachten Erfahrungen faszinieren mich diese Art Wanderwege. Eigentlich wieder mehr ein „Abenteuer- und Dschungelpfad“. Er geht 6 km zu einem Wasserfall. Nicht einen Schiffspassagier gesehen. Mein latentes Unsicherheitsgefühl hat mich davon abgehalten den ganzen Weg zu gehen. War aber auch so ein Erlebnis.
Den späten Nachmittag nochmals ausgiebig im Pool bzw. Whirlpool verbracht. Von den netten Mitreisenden aus Köln und Hannover verabschiedet. Jeder Passagier hat seine individuelle Heimreise bzw. viele haben noch einen richtigen Urlaub drangehängt. Sehr vernünftig angesichts der langen Heimreise. Hoffentlich klappt bei mir alles, insbesondere mit dem Code für das Ibis Hotel in Melbourne habe ich da so meine Befürchtungen!
Da heute überall Stromausfall war (sogar Kreditkarten konnten nicht angenommen werden) bin ich nun leider schon den dritten Tag ohne Kontakt nach Hause. Morgen in Auckland wird das bestimmt klappen. Freue mich schon darauf.
Letzte Abendveranstaltung war die Farewell Show. La Forza sang weltbekannte Lieder. Inzwischen waren sie zu Dritt. Tom Burlinson präsentierte wieder Songs aus den 40zigern und 50zigern. Weil sie mir die ersten 15 Minuten der 3 Sänger so gut gefallen hat auch um 21.00 Uhr die Show angesehen.
Der Kapitän hat über Bordfunk mitgeteilt, dass wir 3.120 Seemeilen gereist sind. Eine Seemeile hat 1,85 km.
Danach Koffer gepackt und vor die Tür. Habe ja mit 9.00 Uhr den letztmöglichen Termin für das Ausschecken gewählt und hoffe damit dem sonst üblichen Trubel zu entgehen.

Freitag, 9. Dezember 2016 - Auckland -

Unverständlicherweise erstmals extrem schlecht geschlafen. Die nicht einfache Rückreiseabwicklung beschäftigt mich im Unterbewusstsein doch mehr als ich mir das zugestehen will. Dafür die wunderbare Anreise in der Nacht nach Auckland erlebt. Die beleuchtete Millionen- und Weltstadt ist ein toller Anblick.
Um 8.00 Uhr beim Frühstück schon recht ruhig. Die meisten Passagiere sind bereits in ihren Wartebereichen und warten darauf, dass ihre Koffernummer aufgerufen wird.
Dann hatte ich natürlich wieder etwas nicht mitbekommen. Um 8.30 Uhr schloss schon das Frühstücks Büfett. Im letzten Moment noch ein Omelett bekommen. Eierspeisen kann ich übrigens nach solch einem Urlaub lange nicht mehr sehen. Immer wenn es auf längere Ausflüge ging habe ich morgen Egg und Ham oder Spiegeleier etc. gegessen, weil das halt gut vorhält.
Vom Deck 14 schon mal einen guten Überblick verschaffen und meine Pläne für die Stadtbesichtigung machen können.
Auckland war ja lange die Hauptstadt von Neuseeland. Von der Größe und Bedeutung her müsste sie das eigentlich auch heute noch sein.
Auckland ist eingebettet in 48 nicht mehr aktive Vulkane. Hier gibt es die größte polynesische Stadtbevölkerung der Welt. Der Stadtkern liegt an einer Meeresenge zwischen dem Manukau Hafen an der Tasmanischen See und dem Waitematehafen am Pazifik.
An der Rezeption mir noch einen Stadtplan geholt und dann vom Dampfer. Kaum zu glauben, wieder schnüffelten Hunde an mir herum. Fehlt nur noch, dass sie auch meine Bonbons, sie gut verpackt sind und die ich immer gerne dabei habe wittern.
Im Fährterminal den Koffer abgeben können. 5 Dollar Gebühr für die hiesigen Verhältnisse extrem günstig. Dann erstmal erkundigt, wo der Flughafenbus seine Haltestellen hat. Erstaunlich, dass eine solch bekannte und mit 1,4 Millionen Einwohnern nicht gerade kleine Stadt keine Zugverbindung zum Flughafen hat.
Guten Stadtplan geholt. Bei Mc Donalds hervorragende Internetverbindung nach Hause bekommen. Die Queensstreet ist eine wichtige und sehr schöne Straße. Prachtvolle alte Häuser im viktorianischen Baustil und daneben moderne Wolkenkratzer. Die Queensstreet führt gerade aus hoch zur Town Hall. Am Civic Theater (hier werden regelmäßig wechselnde Theaterstücke, Komödien etc. aufgeführt) den Berg hoch Richtung Auckland Art Galerie. Eine Ausstellung die sich besonders den Maori widmet angesehen. Erstaunlich wie respektvoll die „Kiwis“ mit den Ureinwohnern umgehen. Wenn ich die Erläuterungen under einem wichtigen Bild richtig verstanden habe, kommen die Maoris aus der Südsee/Polynesien.
Im Albert Park ein „Back Packer“ Paar aus Frankreich getroffen. Sie wollen auch die Universität und das bekannte Auckland Museum besichtigen. Die Uni zählt zu den 100 besten Universitäten der Welt, so jedenfalls ein großes Hinweisschild auf einem der Hauptgebäude. Der recht steile Weg zum Auckland Museum ging am Tennisstadium vorbei durch einen wunderbaren englischen Landschaftsgarten. Parnell Rosegarden genannt.
Für den Rückweg riskierte ich wieder einen Trail. Genauso schön und abenteuerlich gestaltet wie ich das nun schon mehrfach in Neuseeland kennengelernt habe.
Vorbei an der Vector Arena auf der Quaistreet Richtung Hafen. Ein sehr schöner Spaziergang. Als leidenschaftlicher Radfahrer darüber gefreut, dass für die Radler ein ins Auge fallender breiter grüner Streifen zur Verfügung gestellt wurde.
Das am Morgen noch etwas trübe Wetter war am Mittag echt toll und fast schon heiß geworden.
Auckland hat wie fast alle Weltstädte seinen Hafenbereich extrem aufgehübscht. Ich habe mir mal in aller Ruhe das Wynyard Quartier angesehen. Echt was los. Tolle Atmosphäre. Eine Schulklasse hat sogar im abgegrenzten Hafenbecken geschwommen.
Ganz klasse Mittag gegessen. Ein einfacher asiatischer Schnellimbiss. Weitaus besser geschmeckt als auf dem Luxusdampfer. Schon seltsam, was im Kopf so vor sich geht, denn das Essen auf der Solstice war Spitzenklasse. Bestimmt macht es die große Auswahl, die zu solch einer Reaktion führt.
Den Anblick der stolzen Solstice und die Sonne und das Treiben um mich herum genossen. Blick auf die Harbour Bridge von Auckland geworfen. Nicht ganz so beeindruckend wie die von Sydney. Liegt auch zu weit weg, daher nicht hingegangen. Außerdem für Fußgänger gesperrt.
Die Kiwis lieben anscheinend den Nervenkitzel. Sowohl vom Fernsehturm als auch von der Brücke kann man Bungeesprünge machen.
In der Queensstreet sind Rasenflächen mit Liegestühlen, die frei verfügbar sind. Blick auf den Hafen und das Hafenterminal. Einmalig schön. Vor dem Mc Donalds spielen Aborigines auf einem Diteritou. Schon beeindruckend.
Ja, was habe ich angesichts der kurzen Zeit nicht gesehen. Insbesondere den berühmten Zoo. Die Fahrt auf den Sky Tower. 328 Meter. Die wunderschönen Strände ganz in Stadtnähe.
Obwohl man mir beim Verkauf des Skybustickets zum Flughafen gesagt hat, ich solle mit 15 Minuten Transferzeit rechnen auf Nummer sicher gegangen. Trotz des einmalig schönen Wetters um 15.00 Uhr zu Haltestelle. Erste Überraschung. Wir mussten in einen anderen Bus umsteigen. Schöne Fahrt durch die hübsch anzusehenden Vororte von Auckland. Aber dann Freitagnachmittagstau. Zwei Stunden gebraucht. Wehe, wenn man dann knapp in der Zeit ist. Der Verkehr war noch schlimmer als bei uns.
Mir ist als Fußgänger übrigens aufgefallen, dass es ewig dauert bis die Fußgängerampel auf grün schaltet. Auch wenn rechts und links kein Auto zu erkennen ist, halten sich die „Kiwis“ streng an die Verkehrsregeln. Als „Frankfurter Bub“ zuckte es bei mir so manchmal in den Beinen und ich wollte angesichts freier Straße einfach losgehen.

Mein Fazit für Neuseeland:

Neuseeland wird in den Reiseführern als „Minieuropa“ bzw. als das vielseitigste Land der Erde beschrieben. Die Fjorde Norwegens, hier Sounds genannt, Alpen mit bis fast 4.000 m hohen Bergen, Vulkane + Geysire wie in Island, Landschaften dem Allgäu etwas ähnelnd und wie gemalt (nicht umsonst fanden hier die Filmaufnahmen für die Hobbits etc. statt, mildes Klima, herrliche Strände und palmengesäumte Strandpromenaden. Dazu faszinierende, freundliche, multikulturelle Städte wie Auckland und Wellington mit enormen kulturellen Angebot und faszinierendem Hinterland.

Horror-Flugreise Auckland – Melbourne:

Check in bei Qantas unglaublich schnell. Auch die Sicherheitskontrolle überraschend zügig. Dann dennoch aufpassen müssen. Erst sollte ich auf Gate 15 abfliegen. Umdisponierung auf 16a. Nicht genau gelesen und auf 16 gewartet. Als Niemand kam doch nochmal intensiver hingesehen und festgestellt, dass 16 a zwei Stockwerke tiefer im Keller liegt. Man muss ständig voll aufmerksam sein!
Der Qantasflieger ist vollbesetzt. Sehr zuvorkommende und freundliche Stewardessen. Ständig Getränke angeboten. Wein, Bier und Spirituosen kostenlos. Auch das Essen kam schnell und schmeckte gut. Flugdauer für die ca. 2.000 km 4 Stunden. Abflug 20.00 Uhr. Wegen der Zeitumstellung 2 Stunden gewonnen. Habe mich schon gefreut, dass alles so rund läuft, dann der Horror. In Melbourne Passkontrolle eine riesige Schlange. Einheimische oder Passinhaber bestimmter Länder können relativ schnell durch eine automatische Einreisekontrolle. Dann Koffer geholt. Jetzt der Schreckt. Nochmalige Personenkontrolle mit Koffer und Handgepäck. Wieder unheimlich lange Wartezeit. Oh, wo ist denn nun das bereits im Flugzeug ausgefüllte Einreiseformular? Wie oft ich auf dieser Reise Formulare ausgefüllt und meinen Pass vorgezeigt habe, weiß ich nicht mehr. Unheimliches Glück gehabt, denn der streng dreinblickende Einreiseoffizier schickte so ca. jeden 10. Bis 20. Passagier zur besonders intensiven Kontrolle. Wer weiß, was ich unzulässiger Weise im Koffer oder Handgepäck gehabt hätte!
Ibis Hotel mit Hilfe des Navi-Gerätes und der guten Beschilderung gut gefunden. Wenn man gleich den richtigen Weg findet sind es gerade mal 5 Minuten. Also ideal gelegen. In der Dunkelheit und da meine innere Uhr schon so 2 Uhr nachts zeigte, leider etwas länger gebraucht. Dafür die freudige Überraschung, dass die Rezeption besetzt war. Obwohl ich dieses Hotel ohne Rücktrittsmöglichkeit unter Angabe einer Abbuchungsmöglichkeit über die Visa Card geordert hatte, musste ich nochmals die Kreditkarte vorlegen. Die Abbuchung erfolgte erst beim Check In.
Das Hotel ist mit 3 Sternen ausgezeichnet, verdient aber höchstens 2 Sterne. Ist mir aber egal, da sauber und Bett gut. Schnell noch unter die sehr einfache Dusche und völlig erschöpft eingeschlafen. Nach diesen negativen Erfahrungen vorgenommen, nur noch Direktflüge oder Flüge ohne Einreiseformalitäten über Transitbereich und nochmaligen Kurzaufenthalt. Lieber den ganzen Reisestress auf einmal, als in Etappen. Solche Erlebnisse verderben mir den ganzen Urlaubsspaß. Hätte ich niemals so stressig erwartet.

Samstag, 10. Dezember 2016 - Melbourne -

Die 2 Stunden Zeitverschiebung gemerkt, denn obwohl so wenig geschlafen um 8.00 Uhr wach. Zum Flughafen und einen Ausflug „Grand Ocean Route“ buchen wollen. Aber zu spät gekommen. War gut so, wie sich hinterher herausstellte.
Ticket für den Skybus in die City gekauft. Ca. 25 Euro Hin- und Rückfahrt. Etwa 20 km. In einem hochmodernen Einkaufszentrum am Ethiadstadion befindet sich das große Busterminal. Obwohl ja schon einen ganzen Tag auf eigenen Faust die Innenstadt erkundet viel mir anfangs die Orientierung nicht so leicht bis ich die historische Straßenbahn gefunden hatte. Wollte in aller Ruhe mal einen Rundumschlag machen und einige historische Bauten/Museen intensiver ansehen. Parlament ausgestiegen. Da Samstag keine Führung weiter durch die vielen Parks zur Universität. War hier ein Trubel. Anscheinend Abschlußfeier College oder Bachelor. Viele junge Menschen mit stolzen Eltern. Mit „Hut“ und Talar schwarz/weiß. Sahen wie eine Pinguinkolonie aus. Dazwischen anscheinend Professoren mit roter Schärpe. Alles wie man es aus den Filmen kennt. Im Nationalmuseum welches im Park neben der Universität liegt großer Andrang. Daher mit der Straßenbahn, übrigens längstes und bestes Straßenbahnnetz der Welt, zum Viktoriamarkt. Da ich schon sehr viele Märkte gesehen habe, kannte ich das schon. Aber immer wieder herrlich anzuschauen die verschiedenen Bereich für Fleisch, Fisch, Obst etc. Was mir besonders gefallen hat, die diversen Angebote der Straßenmusikanten. War schön in der inzwischen gekommenen Sonne zu sitzen, etwas zu Essen der Musik zuzuhören und das geschäftige Treiben zu beobachten. Da auf dem Markt sehr gute Internetverbindung eine Stunde Live-WhatsApp mit meiner lieben Frau der das auch gefallen hatte. Ich hatte den Eindruck, die ganze Stadt ist auf den Beinen. Überall ein Gewusel, aber nicht stressig. Die weltberühmte Flinterstreet entlang. Station am zentralen Platz „Federation Square“. Dort die Hölle los. Anscheinend so etwas wie ein multikulturelles Fest zu Gange. Herrlich, die Band und insbesondere die Tänzerinnen über die große Videoleinwand sehen zu können.
Weiter ging es. Runter zum Yarra River. Auch hier mehrere Bands und insbesondere Essensangebote der verschiedenen Kulturen. Was für ein Flair! Uferspaziergang. Ein Cricket Club hatte einen Platz am Ufer abgesperrt. Zugang aber für Jedermann ohne Eintritt zulässig.
Beeindruckend die riesige Bühne und dazu gehörende Besuchertribühnen. Die Musikbühne war einem alten Kofferradio nachgebildet. Im Hintergrund blauer Himmel und die gewaltige Hochhaussilhoutte Melbournes.
Weiter entlang der wunderbaren Uferpromenade. Vorbei fahren Ausflugsschiffe. Weil ich ja den ganzen Tag Zeit hatte auf den langen Weg nach St. Kilda gemacht. Sehr schöner Weg. Immer wieder die Möglichkeit genutzt durch verschiedene Parks zu gehen. Davon gibt es ja mehr als genug. Wie stark diese genutzt werden. Sehr viele Kricketspieler in ihrer weißen Sportkleidung.
Dann der wunderbar lange helle Sandstrand. Kilometerlang. Sehr schöne Promenade. Überall ist etwas los. Es fanden Segelweltmeisterschaften statt. Mir hat das internationale Kiteboard-Rennen besonders gefallen. Steckt doch in mir immer noch die alte Windsurfer Leidenschaft. Die extrem sportlich aussehenden Männer und Frauen surfen mit unglaublicher Geschwindigkeit auf der Kante ihres Boards. Am Ende der langen Seebrücke von St. Gilda (hat große historische Bedeutung) lange in der Sonne sitzend dem Treiben zugeschaut und die Atmosphäre genossen. Leider hat der frische Wind plötzlich nachgelassen und das Rennen wurde abgebrochen.
Lange Strandwanderung bei inzwischen 25° zurück über den Albert Park. Ebenfalls mit großer hisotirscher Bedeutung zum ehemaligen britischen Empire. Typisch englisch geprägte Yachtclubs. Wie eigentlich immer wieder festgestellt hat jede Sportart ihre besondere teils stylistische Kleiderordnung.
Erstmals 3 junge Frauen gesehen, die im Pazifik gebadet haben. Bei max. 20° im Januar kann ich verstehen, dass sie zitternd aus dem Meer kamen.
Auf dem Weg zum botanischen Garten etwas verlaufen. Sind doch recht große Entfernungen. An einer Schule (genau im Stil von Harry Potter) nach dem Weg erkundigt. Ein Professor mich im Auto zum „Kriegerdenkmal“ (Erinnerungsbau an den 1. Weltkrieg) mitgenommen. Wie so häufig, wieder mal einen besonders netten und hilfsbereiten Aussi angetroffen. Toller Blick vom riesigen Denkmal auf die Skyline von Melbourne. Wirkt alles etwas surreal und hat ein unbeschreibliches Flair.
Weiter ging es in den Botanischen Garten. Eigentlich nichts Besonderes erwartet, weil auf dieser Reise schon so viele und tolle Gärten gesehen, aber das Gegenteil erlebt. Mit Recht bin ich wie viele meiner Freunde stolz z.B. auf die schönen englischen Gärten in Wilhelmsbad, Bad Homburg oder den Frankfurter Palmengarten. Aber kein Vergleich hierzu. Ich hätte ohne Langeweile zu bekommen den ganzen Tag in diesem großen, abwechslungsreichen und hervorragend gestalteten Botanischen Garten verbringen können. Natürlich wieder eine Hochzeit erlebt; ich kann mich an keinen Urlaub erinnern, an dem wir nicht ein Hochzeitspaar gesehen haben. Solch ein riesiges Zelt direkt am See. Die Hunderte von Gästen unglaublich gut und schick gekleidet. Bildhübsche Braut. Bestimmt aus der „upper class“, so wie das alles aufgezogen war.
Auf einer riesigen abschüssigen Wiese mit Blick auf die City fand abends eine Filmvorführung im Freien statt. Immens viele junge Leute strömten dazu, natürlich mit wärmender Kleidung, Decken etc. ausgestattet. Wenn die Sonne untergeht wird es erstaunlich kühl.
Die Erläuterungen zu den einzelnen Bäumen, Pflanzen oder Themenbereichen waren mit sehr viel „Umweltbewusstsein“ formuliert. Ich habe den Eindruck, dass die Australier ihre Umwelt lieben und recht achtsam mit ihr umgehen.
Aufgefallen ist mir auch, mit welcher Selbstverständlichkeit die Australier auf ihren wunderbar saftig grünen und weichen Rasenflächen Picknick machen. Nirgendwo ein Verbotsschild.
Innerhalb des Parks befindet sich auch in einer Art Muschel eine riesige Freiluftbühne. War mit beweglichen Gittern rundherum abgesperrt, da anscheinend heute Abend eine Veranstaltung.
Weiter am Yarra River zurück. Auf diesem Ufer stehen jede Menge Grillstationen. Saubere Edelstahlausführung. Fast alle waren mit feiernden Jugendgruppen besetzt, die gemeinsam grillten.
Bei Dunkelheit nochmals mit der Straßenbahn den Circle gefahren. Die öffentlichen Bauwerke wunderbar beleuchtet. Eigentlich viel zu spät mit dem Skybus zurück. Ich hatte Bedenken wegen der ab 22.00 Uhr nicht besetzten Rezeption und bin daher, nicht wie beabsichtigt nochmals in den Airport um zu fragen, wann ich morgen einchecken kann.
Mehrmals mir selbst die Frage gestellt, welche Stadt denn meine Nummer eins sei. Anfangs war ich ja fest von Sydney überzeugt. Nach Ablauf dieses beeindruckenden Tages meine Meinung doch geändert. Da sieht man wieder mal, wie beeinflussbar der Mensch ist. Beurteilungen von Ereignissen oder auch Personen sind so schwierig. Vielleicht nur, weil gestern Samstag und in der Stadt extrem viel los war, für Melbourne entschieden. Als Sportler fasziniert mich ganz besonders das enorme Sportangebot. Man könnte fast denken, dass jeder Einheimische heute irgendwie sportlich aktiv war. Die Vielfalt und insbesondere das Ambiente sind einfach unglaublich.

Sonntag, 11. Dezember 2016 - Heimreise -

Um 10.00 Uhr das Zimmer räumen müssen. Flughafen erkundigt, welcher Schalter für Ethiad zuständig ist. Bei der Gelegenheit zwei Weltenbummler kennengelernt, die seit 15 Jahren gemeinsam Reisen machen. Sie ist Berlinerin und er aus Bad Vilbel. Die Rentnerin hat schon 3 Kreuzfahrten rund um die Welt gemacht. 6 Monate auf der Phönix. Er hatte u.a. mal ein Reisebüro und liebt mehr die Natur als Kreuzfahrten. Regelmäßig ist er von Oktober bis April nicht in Deutschland. Beide fliegen nach Frankfurt am Main. Allerdings schon um 16.00 Uhr. Den Tipp bekommen, mal nach einer Umbuchungsmöglichkeit zu fragen. Bedauerlicherweise ist der Flieger ausgebucht. Noch ärgerlicher, dass ich bis 19.00 Uhr mit dem Check In warten muss. Da hätte ich mich doch gestern erkundigen sollen, ab wann ich den Koffer abgeben kann. Dummer Fehler! Weil um die Mittagszeit wieder die Sonne herauskam im direkt gegenüberliegenden HolidayInn in den Garten gesetzt bei Mc Donalds Junkfood geholt, Reisebericht geschrieben und gelesen. Hauptsächlich nochmal die Wärme der „Wintersonne“ genossen. Weil Ethiad von Melbourne aus noch so wenige Flüge hat, wurde der Schalter sogar erst 19.20 Uhr wieder geöffnet. Der Flughafen Melbourne (AU) hat mehr als 30 Mio Passagieren pro Jahr. Ethiad ist aber noch nicht so richtig stark wie z.B. Singapure Airlines hier vertreten.
So schwierig und zeitaufwändig die Einreise in Australien war, so zügig ging es mit der Ausreise. Diesmal ohne auch nur eine Minute warten zu müssen alle Formalitäten hinter mich gebracht. Wie unterschiedlich das doch manchmal so ist oder war es vielleicht auch nur die Einreise, die so bürokratisch streng erfolgte?
Mit großer Mühe es geschafft bei der Bahn mein LIDL Ticket für die Heimreise einzulösen.
Abflug Melbourne pünktlich. Zwischenlandung und Umstieg von Ethiad auf die Tochtergesellschaft Airberlin in AbuDhabi. Wieder sehr konzentriert vorgegangen. Hatte zwar 2 Stunden Zeit, aber bei der Größe des Flughafens und der Kontrollzeitdauer kann es schnell im Fiasko enden. Auch wieder ein halbes Fiasko erlebt. In einem engen Schlauch standen bestimmt in einer 100 m langen Schlage Menschen zur nochmaligen Gepäckkontrolle an. Unglaublich! Obwohl doch eigentlich im Transit. Es war so eng, dass selbst ich kaum noch Luft und fast schon leichte Panik bekam. Wenn da Jemand ohnmächtig wird oder Panik aufkommt gibt es eine Katastrophe wie bei der Love Parade. Über derartige Zustände beim Check In beschwert. Air Berlin sind die Probleme bekannt. Hängt mit dem derzeitigen Bauboom zusammen. Also diese mehrfachen äußerst negativen Erlebnisse machen das Fliegen zum puren Stress und ich werde wahrscheinlich meine extreme Reiselust etwas einschränken. Wenn ich allerdings die Alternative bedenke, also den Vergleich mit einer Autobahnfahrt nach Italien ziehe, ist dies auch kein reines Vergnügen!

Montag, 12.12.2016 - Fortsetzung Heimreise -

Von AbuDhabi bis Düsseldorf nochmals 7 Stunden Flugzeit die sich dann doch zogen. Der große Flieger ist nur gut zur Hälfte besetzt. Insbesondere die von der „Holzklasse“ sich durch größeren Sitzabstand unterscheidenden Plätze sind frei. Zum Glück tolles Videoprogramm. Fast alle Folgen der neuesten Staffel von Games of Thron gesehen. So lange habe ich in meinem Leben noch nicht Fernsehen hintereinander gesehen.
Düsseldorf pünktlich 13.00 Uhr. Meine innere Uhr ist total durcheinander. Ich schwitze wie verrückt und sehne mich nach einer Dusche. Hoffentlich bekomme ich nicht noch eine richtige Erkältung.
Sensationell schnell durch die automatische Passkontrolle und noch schneller den Koffer. Oh Wunder! Unmittelbar S-Bahn zum Hauptbahnhof bekommen. Da war ich auf der Hinreise ja so schlau und habe mit dem Smartphone die Fahrzeiten fotografiert und mir die Lage der S-Bahn schon mal angesehen.
Das Lidl Bahnticket hat keine Zugbindung. War mir bei der Vorbereitung der Reise durch die Lappen gegangen. Mir einigen Stress ersparen können, wenn ich die Bedingungen genauer gelesen hätte. Allerdings bei der Zeitdauer der Flugreise wäre es sehr riskant gewesen, vorher das Ticket einzulösen.
Auf die Sekunde den Sprinter nach Frankfurt am Main bekommen. Großstörung in Köln hatte keine erheblichen Auswirkungen auf die zügige und angenehme Heimreise mit der Bahn.

Mein Fazit für den Einblick in „Südaustralien“:
Zwei absolute Weltstädte mit unglaublichem Flair, kulturellen und landschaftlichen Attraktionen, kennengelernt. Kann die Bewertungen für die Wahl der lebenswertesten Städte nach diesem kurzen Einblick in jeder Hinsicht nachvollziehen und bestätigen.
Mein Gesamtfazit zu dieser diese Reise:
Für eine derart ereignis- und erlebnisreiche Reise bin ich fast schon zu alt. War allerhöchste Eisenbahn, dass ich mir diesen Lebenswunsch erfüllt habe.
Extrem viel gesehen und erlebt. Auch mein persönlicher Erfahrungshorizont stark erweitert. Wiedermal bedauert, dass ich in der Schule zu faul gewesen bin. Mit meinen fragmentarischen Schulenglischkenntnissen ist es sehr schwer in besonderen Situationen klar zu kommen.
Mal schauen, wie ich in einem halben Jahr über alles denke!

Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen - Aristoteles -

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • manuelmama veröffentlicht 13.02.2017
    BH
  • Mogli2309 veröffentlicht 29.01.2017
    Auch hier kann ich leider kein bh geben, da es fast nicht möglich ist den Bericht zu lesen. Du hast alles ineinandergeklatscht, schade.
  • jaros veröffentlicht 29.12.2016
    beha!!!
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