Give Brett an Oscar!!
1. Aug 2004
Pro:
genial, humorvoll
Kontra:
leider nur 159 Seiten
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Niveau:
Unterhaltungswert:
Spannung:
Humor:
Aufmachung:
mehr
 LaDiva
Über sich:
"Das Problem mit der deutschen Wirklichkeit ist, dass sie inzwischen eine satirische Qualität e...
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Liebe Ciao´oisten ;-) eigentlich sollte mein Erstbericht ja über mein Lieblingsparfüm sein, da das aus technischen Gründen noch nicht geht, hier also ein Bericht, über meine Lieblingsautorin, bzw. deren Buch
Lily Brett – New York – Mein Bericht bezieht sich auf das Taschenbuch aus dem Suhrkamp Verlag, Erste Auflage 2001. Alles in allem sind es 159 Seiten, die man leider viel zu schnell durchgelesen hat.
## Die Autorin ## Lily Brett, 1946 in Deutschland als Tochter jüdischer Eltern geboren, siedelte 1948 aus verständlichen Gründen mit ihren Eltern nach Australien aus. Ihre Eltern lernten sich im Ghetto von Lodz kennen, wurden in Auschwitz getrennt, und fanden sich erst 12 Monate nach Befreiung des Vernichtungslagers wieder. Ihre persönliche Vergangenheit, bzw. die ihrer Eltern findet sich immer irgendwie in ihren Büchern wieder. Mit 19 Jahren wurde sie Journalistin bei einem australischen Rockmagazin und lebt heute in New York.
## Das Buch & meine persönlichen Eindrücke davon ## Wer jetzt einen Roman erwartet hat, den muss ich enttäuschen. New York ist ein Sammelsurium von Texten, die Lily in der „Zeit“ veröffentlicht hatte (übrigens der einzige Punkt warum ich diese Zeitung damals kurzfristig abbonierte), die sich aber irgendwie doch zu einer Art Roman zusammenfügen. Diese Geschichten sind mitten aus dem Leben gegriffen, das sich in einer Stadt abspielt, die seit dem 11.09. wohl so ziemlich jedem ein Begriff ist.
Sie beschreibt unter anderem das Verhältnis der Menschen in New York zueinander , die Lebensumstände, und die urkomischen Geschichten die einer Frau in dieser Stadt so passieren können. Dies tut sie mit einer Leidenschaft und einem ihr ureigenen Humor, das man sich vor Lachkrämpfen bald nicht mehr halten kann. Eine große Rolle spielt auch ihr Vater, der in so ziemlich jeden Buch von ihr auftaucht. Sie schafft es intime Gefühle so in Worte zu packen, das sich LeserINNEN sofort ein Bild der Situation machen können. Wie real dieses Bild ist, konnte ich auf einer Lesereise der Brett feststellen, bei der auch ein alter Mann anwesend war, und ich auf Grund der Kenntnis ihrer Bücher sofort wusste, das konnte niemand anders als ihr Vater sein. Das nur kurz als Beweis ihrer genialen schriftstellerischen Fähigkeiten. Ich konnte mir selbst ein Bild von dieser Stadt machen bevor ich dieses Buch gelesen habe.
Da ich mit Vorliebe in der Wanne lese (ich hab ansonsten nicht die Ruhe um Bücher zu lesen), kam meine bessere Hälfte des Öfteren ins Bad gerannt, weil ich wegen Lachkrämpfen und Ausrufen „Genauso isses“ manchmal drohte zu ertrinken. ;-) Sie zeichnet das Bild dieser Stadt, die ich gerne als „Moloch“ bezeichne, mit soviel Liebe, Humor und Sarkasmus, das man dieses Buch eigentlich nicht mehr aus der Hand legen möchte. Leider hat es, wie bereits erwähnt nur 159 Seiten. Aber es ist ein Buch, das man auch gerne ein zweites und drittes Mal lesen kann.
## Fazit ## Geniale, kurzweilige Unterhaltung für alle die von Büchern mehr erwarten, als Konsalik und Hera Lind jemals im Stande wären zu bieten. Zu einem Preis von 7,50 € eine mehr als lohnenswerte Investition.
In diesem Sinne Eure Diva
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01.09.2004 02:10
ich versuchs mal mit deinen berichten - der anfang war schon ganz gut - ciao cso
02.08.2004 19:25
ich mag kurze bücher nicht.. nur wenn sie schlecht sind, dann bin ich froh. aber als Balkon-, Bett-, und im Stehen Leserin brauch ich immer mehr als 150 Seiten - das Ende naht zu schnell.. wie bei allem.. achjaaaaaaaa ,)
02.08.2004 15:14
super erster Bericht. Gruß, der dinovater