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Liebe Leser,
da ich grad aus dem Urlaub komme, hatte ich mal wieder etwas mehr Zeit zum Lesen. Leider kommt das bei mir immer zu kurz, aber dafür genieße ich es umso mehr, wenn ich mal Zeit habe. Dann verschlinge ich innerhalb kürzester Zeit mehrere Titel. Als Fan der Kriminal- Psycho- und Wissenschaftsromane kam ich beim Letzten Spaziergang durch die Lieblingsbuchhandlung an Michael Crichtons "NEXT" nicht vorbei und da ich es grad zu Ende gelesen habe, hier meine Erfahrung:
Michael Crichton "NEXT" Wilhelm Golmann Verlag, München 3.Auflage August 2008 539 Seiten
Der Autor
Ihr kennt Michael Crichton nicht? Aber ihr kennt die Filme "Jurassic Park" und "Enthüllung"? Denn die Romanvorlagen zu diesen Blockbustern hat eben jener Herr geschrieben. 1942 in Chicago geboren, studierte er in Harvard Medizin und schreibt Romane seit Mitte der 60er Jahre. Getrieben durch seine fundierten Grundlagen als Mediziner greift er immer wieder gekonnt neueste wissenschaftliche Themen auf und integriert sie geschickt in seine Bücher.
Cover
Der Buchumschlag ist im schlichten Weiß gehalten. In großen roten Lettern strahlt einen im oberen Drittel der Name des Autors an. Der untere Teil wird von einem schwarzen Strichcode gestaltet, hinter dem sich ein roter Schimpanse befindet.
Inhalt
Michael Crichton greift in seinem Roman "Next" ein topaktuelles Thema auf: Gentechnologie. Die Medien bombardieren uns mit Meldungen über genmanipuliertes Gemüse, geklonte Tiere, die Entschlüsselung des menshlichen Genoms oder die Vererbung von Krankhiten... Genau darum dreht sich auch der Roman. Tragischer Protagonist ist Frank Burnet, ein Bauarbeiter in den 50ern erkrankte an Leukämie und wurde an der UCLA behandelt. Dort entdeckte man, dass seine Zellen einen Tumorzerstörenden Stoff (Zytokine) bilden wodurch er geheilt wurde. Die entnommenen Zelllinien werden von der Universität für 3 Milliarden Dollar an ein florierendes BioTech Unternehmen verkauft. Doch Herr Burnet sieht davon keinen Cent, weshalb er vor Gericht zieht. Doch wie sind seine Erfolgsaussichten? Dann die Geschichte zweier transgener Tiere, d.h. ihnen wurden menschliche Gene verpasst. Das Ergebnis: Ein sprechender Schimpanse und ein rechnender Papagei... Nachdem Frank Burnets Zellen im Labor verunreinigt werden, ist er plötzlich verschwunden. Eine rasante Kopfgeldjagd beginnt. Wer wird am Ende siegen... Die Industrie oder doch die Menschlichkeit? Einfach nachlesen...
Das Buch beginnt mit einem Prolog und endet mit einem Nachwort des Autors. Ausserdem schließt Michael Crichton einen Quellennachweis an. Dieser beinhaltet einige ziemlich interessante Aufsätze, wer das Thema also gern etwas intensiver bearbeiten möchte, dem wird geholfen. Die Story wird immer wieder durch grau unterlegte Artikel unterbrochen. Einige davon real, einige nicht, was nach dem Lesen nicht eindeutig ist, denn gekonnt verknüpft er Wahres mit Erfundenem. Treffend schreibt der Autor im Einband: "Dieser Roman ist reine Fiktion, bis auf die Pasagen, für die das nicht gilt" Sehr clever
Fakt ist: Viel von dem was hier geschrieben ist, ist bereits real. Es gibt transgene Tiere, es gibt geklonte Tiere, es gibt im Labor gezüchtete Steaks, es gibt funktionierende Gentherapie. Einige seiner Visionen sind beängstigend... Wird die Kommerzialisierung der Forschung bald ihr Ende bedeuten? Genpatente werden täglich vergeben, warum? Weil sich Unternehmen dadurch eine goldene Nase verdienen...
Fazit
Ich habe das Buch verschlungen, es ist spannend und informativ bis ´zur letzten Seite. Michael Crichton verdeutlicht seinen Standpunkt zum Thema, áber es gibt mehr als Genung Spielraum, um sich eine eigene Meinung zu bilden. Gentechnologie ist ein Thema, was uns alle angeht und welches unsere Zukunft bestimmen wird.
es: gutes Genmaterial. Gentechnologie-Unternehemen sichern sich die Rechte an profitablem Gewebe. Dies wird Frank Burnet zum Verhängnis. Die Rechte an seinen Immunzel...
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07.01.2009 13:38
prima Lesetipp !
07.01.2009 08:50
Von dem habe ich schon lange nichts mehr gelesen, scheint mal wieder Zeit zu werden ;-)
07.01.2009 00:45
Kurz und bündig, lesen will ich es auch noch, aber noch liegt es beim Buchhöker auf der Merkliste, lg Chrissy