Der herzlose Onkel mit der großen Kohle
13.12.2005
Pro:
gelunge Umsetzung
Kontra:
-
Empfehlenswert:
Ja
 Marc12
Über sich:
Filme sind meine große Leidenschaft - in eine andere Welt für wenige Stunden ausbrechen * * * DÜSSEL...
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Erfahrungsberichte:95
Vertrauende:4
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Zum Film: Nach dem Tod des Familienoberhauptes befindet sich die Familie Nickelby ins großen finanziellen Nöten. Wie gut, dass es den wohlhabenden Onkel Ralph in London gibt. Von ihm wird sich erzählt, dass er sehr wohltätig sein soll. So macht sich Mutter Nickeby mit ihren Kindern Kate und Nicolas auf den Weg vom ländlichen Devon in die Hauptstadt. Schade nur, dass sich der erhoffte Retter als herzloser Tyrann entpuppt. Kaum ist die trauernde Familie beim Onkel angekommen, hat dieser schon scharmlose Pläne geschmiedet. Seine schüchterne Nichte Kate will er gegen bares mit einem widerwärtigen alten Geschäftsfreund verkuppeln. Den potentiellen Störenfried Nicholas schiebt er gleich wieder aufs Land ab. Er soll Hilfslehrer an einem Internat werden. Im Internat Dotheboys Hall soll Nicholas das Geld verdienen, welches seine Familie beim Onkel kostet. Dotheboys Hall entpuppt sich als düsteres Internat, in dem Wackford Squeers mit seiner Gattin ein eisernes Regiment führen. Die kleinen Schüler, sollen eigentlich sorgenfrei lernen können, doch führen sie dort eher ein trostloses Leben. Am schlimmsten von den Kindern hat es Smike getroffen. Da die Squerrs von seinen Eltern seit geraumer Zeit kein Schuhgeld mehr erhalten haben, haben sie Smike als Sklaven einbehalten. Nicholas nimmt sich Smike an und eine Freundschaft zwischen den beiden entsteht. In einer Nacht und Nebel Aktion fliehen die beiden und machen sich auf den Weg nach London. Dort will Nicholas seinem Onkel mal mächtig auf den Fuß treten. Was ihm dort erwartet, hat er selbst wohl nicht geahnt.
Darsteller: Jamie Bell – Smike Jim Broadbent - Wackford Squeers Romola Garai - Kate Nickleby Charlie Hunnam - Nicholas Nickleby Christopher Plummer - Ralph Nickleby Timothy Spall - Charles Cheeryble Juliet Stevenson - Mrs. Steers Filmstab: Regie: Doulgas McGrath Produzenten: Simon Channing Williams, John N. Hart, Jeffery Sharp Drehbuch: Douglas McGrath Filmmusik: Rachel Portman
Weitere Infos: US-Titel: Nicholas Nickleby Genre: Drama Land: USA, Großbritannien, Deutschland, Niederlande Jahr: 2002 Länge: 132 Minuten FSK: ab 12 Jahren Mein Meinung
Regisseur und Drehbuchautor Douglas McGrath hat sich da einen ganz schweren Brocken ausgesucht. Er geringerer als Charles Dickens hat den Roman „Nicholas Nickleby“ geschrieben. Eine über 800 Seiten Roman von Dickens hätte man locker in eine kleine Serie packen können, soviel gibt die Story her. Kaum zu glauben, dass es McGrath gelungen ist, dies in einen 2 Stunden Film zu packen. Für uns Zuschauer hat dies einige Vorteile. Vor allem werden wir so recht kurzweilig Unterhalten. Große Gedankensprünge müssen wir auch nicht machen, denn der Handlung kann man auch so problemlos folgen. Ich habe den Roman von Dickens zwar nicht gelesen, doch hatte ich ab und an mal das Gefühl, dass etwas weggelassen wurde. Ich fand es nicht schlimm und habe es durch die Kurzweiligkeit auch kaum vermisst. Vielleicht war das für den Film auch gar nicht so schlecht, denn eine Detail versessen Beschreibung einen Dickens ist für eine Film sicher nicht gerade hilfreich und kaum umsetzbar. Hauptdarsteller Hunnam hat mich zwar nicht gerade aus den Socken gehauen mit seiner Leistung, doch war sie recht solide. Aus dem Ensemble muss man wohl Christopher Plummer herausheben. Der Altmeister war die beste Besetzung für die Rolle des Onkel Ralph. Eigentlich ist die Story ein recht schwerer Stoff. Wie gut, dass in diesen Film auch der Humor Einzug gehalten hat. Gerade der lakonische Kommentar aus dem Off macht dies aus. Wie Dickens es in seinen Roman immer gehalten hat, sind die Bösen durch und durch böse und die Guten natürlich auch gut. Dies wurde hier auch sehr gut ungesetzt. Den Onkel Ralph kann man wirklich nichts abgewinnen. Mit der Familie Nickleby kann man jedoch sehr schön mitleiden. Dieser Film vereint Tragik mit Vergnügen. Es macht Spaß diesen Film zu schauen, auch wenn er etwas schwerer als gewöhnliche Filme ist. Historische Filme sind eh was für mich. Hier ist es ein historischer Roman, der neu umgesetzt wurde. Ich finde den Film richtig klasse und kann ihn wirklich nur empfehlen. Sollte man wirklich mal gesehen haben.
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14.12.2005 14:24
Milsch hat Recht.
14.12.2005 13:49
Not too bad, aber am Ende haben mich dann doch zuviele Schreibfehler und krude Formulierungen geärgert.
14.12.2005 12:21
Klasse Bericht! LG, andy_cux