Nikita

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La Femme Fatal

4  05.06.2002

Pro:
gewaltätig, monströs, perfekter stil, anspruchsvoll

Kontra:
gewaltätig, monströs

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Humor

Spannung

Action:

Romantik:

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PaulKH

Über sich: Moin. Meine Interessen liegen im Bereich Games, Action-Filme und elektronische Musik. (Was für ein K...

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Vertrauende:4

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Da letztes Wochende auf dem Oldi-Sender Kabel 1 das Orginal des Filmes Nikita.lief, ist dies ein guter Anlass ein Review über diesen alten, und dennoch stylistisch fast Zeitgenösserischen Film zu schreiben.

-- Story --
Nikita ist das typische Strassenmädchen. Sie ist Drogenabhängig, lebt auf der Straße, hat keine Geld, keine Familie und keine Zukunft. Eines Tages überfällt ihre Clique eine Apotheke um sich etwas Stoff zu besorgen. Der Überfall geht allerdings nach hinten los, da sie vom Besitzer überrascht werden. Am Ende ist Nikitas Clique ausgeschaltet und ein Polizist beugt sich über sie, um sie festzunehmen – doch Nikita entwendet seine Waffe und erschießt ihn, mehr oder weniger im Rausch und völlig geistesabwesend. Das war der Anfang vom Ende...
Nikita wird der Prozess gemacht, sie soll durch eine tödliche Injektion sterben und ihr Leichnahm danach 30 Jahre aufbewahrt werden. Als es soweit ist, fleht sie ein letztes Mal um ihr Leben, aber die Vollstrecker kennen kein Mitleid...
Sie wacht auf, leigend auf einem Bett in einem kalten, weißen Raum, der nur über die notdürftigsten Sanitären Anlagen verfügt. Die schwere Eisentür öffnet sich, und herein kommt ein Mann, Michael, wie man später erfahrt, und sagt ihr sie hätte die Wahl: Entweder ein Leben als Agentin für die Regierung, oder Alee 8, Grab 30.

Nikita weiß zuerst nicht, was sie davon halten soll, und natürlich willigt sie zuerst ein, und unternimmt dann einen ersten Fluchtversuch – und schon bei diesem wird die Brutalität von Sektion 1, so heißt die „Agentur“ der Regierung für die sie Arbeiten soll, klar. Sie reißt Michael seine Waffe aus dem Halfter und nimmt ihn somit als Geisel. Als sie bald keine anderen Ausweg mehr sieht, will sie ihn erschießen. „Die erste Kammer ist leer, das ist hier oberste Regel“ sagt Micheal, überwältigt Nikita und schießt ihr in den Oberschenkel. „Damit du nicht nocheinmal versuchst zu Flüchten“.

Nach diesem Ereignis wird Nikita in allem Ausgebildet, was ein Agent in seinem „alltäglichen“ Leben braucht: Nahkampf, Waffen, Infiltration etc. – der Hauptaugenmerk in Sektion 1 liegt dabei im gezielten Ausschalten von potentiellen Bedrohungen, was nichts anderes heißt als Terroristen und Colaboreteure zu identifizieren und zu töten.

-- Stil und Zielgruppe --
Der Stil des Film ist einfach einzigartig! Nikita ist in einem ständigen Kampf mit dem unmenschlichen Leben und Entscheidungen der Sektion, ihrem harten Job und dem Selbsterhaltungstrieb. Grade aufgrund dieser Tatsachen ist der Film recht Anspruchsvoll und nichts für schwache Gemüter. Gewalt wird zwar selten direkt gezeigt, aber spätestens an der Stelle, wo der Sauberman Jean Reno alias Victor der Aufräumer (eine Einheit von Sektion 1 die auf das „klären“ der Lage spezialisiert sind) säure über vermeindliche Leichen kippt, um diese unidentifizierbar zu machen und eine noch in den letzten Zügen ihres Lebens vor Schmerzen schreit wird klar, das Sektion 1 alles andere als ein Menschenrechtsverein ist.

Das gesamte Flair in Nikita passt hervorragend. Ok, man muss einige Zugeständnisse machen, da der Film aus dem Jahre 1989 ist. Wenn man diesen Punkt alelrdings beachtet muss man sagen, das die Umsetzung einfach perfekt ist. Passende Musik untermalt es, wenn Nikita einen Einsatz hat oder wenn ihre Clique die Apotheke überfällt, man wird sofort in den Bann gezogen und es lässt einen einfach nicht mehr los.

-- Kritik --
Es gibt allerdings einen Punkt, der mir am Film im Vergleich zur Serie nicht so gut gefällt: Die Charaktere und das „Leben“ in und mit Sektion 1 wurden nicht so beschrieben, bzw. es es nicht genügen Zeit, damit sich diese Merkmale entwicklen können. Nikita ist eindeutig die Hauptdarstellerin, und die anderen Rollen kommen nach meinem Geschmack fast etwas zu kurz. Andererseits gibt es viele mehr oder weniger kleine Anspielungen und Hinweise auf die verschiedensten Charaktere, die den Anpsruch des Films um einiges erhöhen.

-- Fazit --
Wer einen Film sucht, der die verschiedensten gesallschaftlichen und ethische Probleme anspricht, wer mit einer Gewissen monströsen, indirketen Gewalt leben kann oder grade auf der Suche danach ist, der sollte sich diesen Film unbedingt ansehen!
Auch die/das Remake(s) sind nicht zu verachten, reichen, bis auf die Serie, aber nicht an das Orginal heran.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
rolemodel_83

rolemodel_83

24.10.2002 11:58

Hmm, scheint ja ein interessanter Film zu sein! LG Chrissie

lost_angel

lost_angel

05.06.2002 21:31

Ich ärgere mich immer noch so, dass ich den Film verpasst habe! Na ja, da muss ich wohl doch mal in die Videothek *g* Schöner Bericht überings! Liebe Grüße lost_angel

JoWi

JoWi

05.06.2002 20:02

Interessante und ausführliche Meinung! Machs gut, JoWi :o)

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