kompakte Digi, einfache Bedienung und super Bilder
07.01.2003 (24.01.2003)
Pro:
schwenkbares Objektiv, sehr gute Bildqualität, einfache Bedienung
Kontra:
kein opt . Sucher - wen es stört, Stativgewinde aus Plastik
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Verarbeitung
Ausstattung
Bildqualität
Akkulaufzeit
Bedienung
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 poiuztrew
Über sich:
Biologie-Student in Salzburg;
79er Jahrgang;
liebe Photographie, Programmieren, Homepage-Gestaltun...
Mitglied seit:07.01.2003
Erfahrungsberichte:4
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 48 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Die Coolpix 3500 ist die bessere Schwesterkamera der Coolpix 2500. Ausser der Farbe unterscheiden sich die Kameras nur durch den besseren Sensor in der 3500. Die Berichte der Coolpix 2500 behalten somit ihre Gültigkeit - auch der leichte Blaustich, welcher aber kaum auffällt. Technische Daten: ~~~~~~~~~~~~~~~~~ Wer die technischen Daten der Coolpix 3500 wissen möchte, der soll diese doch BITTE bei http://www.nikon.de nachlesen. Die sind dafür schliesslich die Spezialisten und man kann sich auch sicher sein, dass alles stimmt. Trotzdem hier ein ganz grober Umriss (für die Clickfaulen):
+ 3,2 Millionen Pixel effektive Auflösung + CompactFlash-Speicherkarte vom Typ I + Nikkor-Objektiv mit 3fachem optischen Zoom (37-111mm bei Kleinbild)und 4fach Digital-Zoom + 12 Motivprogramme + Multiautofokus mit 5 Messfeldern + integriertes Blitzgerät mit 5 Betriebsarten + 256-Segment-Matrixmessung + Makroaufnahmen bis zu 4 cm + Schnelle Bildkontrolle ohne Betriebsartenwechsel + Einfaches Plug-and Play über USB-Schnittstelle + Heller LCD-Monitor mit 1,5 Zoll Diagonale und 110.000 Bildpunkten + Akkukapazität für ca. 80 Betriebsminuten + Zubehör im Lieferumfang: Trageriemen 16-MB-CompactFlash-Speicherkarte Typ I, USB-Kabel, Lithium-Ionen-Akku EN-EL2, Akkuladegerät MH-60, Nikon View 5.0, Fotostation Easy, Adobe Photoshop Elements, Arc Soft Panoramamaker; Meine Anforderungen: ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Eigentlich fotorafiere ich gerne mit meinen analogen Spiegelreflexkameras. Aber die sind sperrig und etwas schwer. Ich suchte also eine kompakte, kleine, leichte Kamera, die sich leicht mitnehmen lässt. Ausserdem arbeite ich an mehreren Homepages und bei einer kleinen Studentenzeitung. Dort lässt sich eine Digital-Kamera meist auch besser verwenden, da ich die Bilder meist schnell in digitlaer Form benötige. Um auch bei grösseren Bildern für die Zeitung noch eine gute Qualität zu bekommen musste es eine 3 Megapixel-Kamera sein. Das schwenkbare Objektiv hatte mich schon bei der 2500 fasziniert. Kein Wunder also, dass ich fast ausflippte als die 3500 auf den Markt kam. Eine weitere wichtige Hilfe war mir folgende Seite, auf der die 3500 mit der 4300 verglichen wird und auch Testfotos der beiden zu sehen sind. Natürlich liegt zwischen den Beiden eine ganze Qualitäts- und auch Preisklasse. Dennoch ist beeindruckend, wie gut die 3500 mithält. http://www.a-digital-eye.com/Nikon3500Main.html
Bedienung: ~~~~~~~~~~ Die Bedienung ist kinderleicht und lässt sich schnell erlernen. Zu Silvester besass ich die Kammera gerade mal 3 Tage und ich konnte bereits ohne jedes Problem die Kammera im Dunkeln bedienen. Die Bedienungsanleitung ist sehr verständlich und spätestens nach 15 Minuten Lektüre kann man die ersten einfachen Aufnahmen tätigen. (Diese Angaben sind natürlich sehr subjektiv, wie ein Kommentar dieses Artikels zeigt.) 12 Motivpogramme: ----------------- Die Kamera bietet 12 verschiedene Aufnahmemotive an. Damit kann jeder (auch mit wenig fotografischer Erfahrung) tolle Bilder schiessen - und das in so ziemlich jeder Situation. Neben den Aufnahmemotiven gibt es auch noch eine einfache Automaik.
Die Reaktionszeit auf den Auslöser (mit Scharfstellen) beträgt 1sec bis manchmal 2sec. Schnappschüsse sind also kaum möglich. Dem entsprechend gibt es unter den 12 Motivprogrammen auch kein Sportmotiv. Mit dem Aufnahmemodus Nachtportrait lassen sich tolle Aufnahmen von Personen machen (3m Blitzreichweite beachten - bei Tele ca. 2m). Man sieht dann nicht nur die Personen in Blitzreichweite, sondern auch die nächtliche Umgebung. Eine halbwegs ruhige Hand braucht man da schon, um den Hintergrund nicht zu verwackeln - ist aber halb so schlimm. Der Blitz blitz EINIGE Male vor bis er dann das Foto wirklich schiesst. Dadurch wirken die Leute in ihrer Haltung viel natürlicher (zumindest so lange, bis sie diesen Umstand kennen). Über rote Augen konnte ich mich bis jetzt nicht beschweren.
Das Motivprogramm Feuerwerk funktioniert natürlich am besten mit Stativ. Aber auch so kommen akzeptable Fotos zustande - man braucht aber eine sehr ruhige Hand. Für Feuerwerk wird die Reaktionszeit auf den Auslöser deutlich verbessert. Das mag wohl daran liegen, dass die Optik fix auf unendliche Entfernung eingestellt wird. (Wer fotografiert auch schon eine explodierende Rakete freiwillig aus 50cm Entfernung...) Ein weiteres Motivprogramm für nächtliche Ausflüge ist Nachtlandschaft. Was man damit aufnimmt ist wohl klar. Ausprobiert habe ich es bis jetzt nur bei Strassenbeleuchtung. Hier liefert die Kamera tadellose Bilder - und zwar nicht nur im beleuchteten Teil. Sobald man den Zoom betätigt wird die Verwacklungsgefahr zu hoch - ohne Stativ läuft dann nichts. Es kennt wohl jeder diese gelben Natriumdampflampen, die in den letzten Jahren immer häufiger wurden. Hier sollte man besser das Motivprogramm ausschalten, den Blitz ausschalten und den Weissausgleich auf Innenbeleuchtung stellen. (Dies ist jedoch nur möglich, wenn auf manuellen Betrieb umgestellt wurde. s.u.) Der gelb-rot-Ton schaut dann viel realitätsnäher aus.
Das Party/Innen Motiv stellt eine gute Möglichkeit dar, statische Innenaufnahmen oder Aufnahmen von Personen, die sich wenig bewegen zu machen. Die Belichtungszeit ist für sonstige Fälle einfach etwas zu lang. Die Farbmischung ist aber sehr gut. Stellt man das Motivprogramm ab und das Vorblitzen ein, so leuchten die Augen, die in Richtung Kamera sehen zum Teil weiss auf -friert Personen aber gut ein. Sollte das Blitzen einmal nicht erlaubt sein (z.B. in Museen), so kann man das Motivprogramm Museum nutzen. Durch die lange Belichtungszeit besteht die Gefahr, dass das Bild verwackelt wird. Darum nutzt die Coolpix der BestShotSelector (BSS). Die Kamera macht automatisch mehrere Aufnahmen uns sucht selbstständig das beste Foto heraus und speichert es ab. Ein Stativ macht sich aber an sich viel besser.... - sofern dieses erlaubt ist.
Das Makromotiv ist eher ein Scherz, aber wer Makroaufnahmen machen will sollte sich sowieso eine Profi-Digitalkamera, die so etwas wirklich kann anschaffen oder wie ich die gute alte Spiegelreflex benutzen. (Selbst eine 5 Megapixel kann in dieser Disziplin die Qualität einer guten Spiegelreflex mit gutem Film schwerlich erreichen.) Das soll jetzt nicht heissen, dass das Motivprogramm nicht funktioniert. Bei einem Lineal schaffte ich immerhin dass ca. 5,5cm Länge das Bild der länge nach füllte. Aber mit meiner analogen Spiegelreflex (+ entsprechende Optik) schaffe ich bis zu 0,8 cm bildfüllend... Mit einem Motivprogramm hätte einer meiner Professoren seine wahre Freude: das Kopiemotiv. Damit sollen z.B. Wandtafeln leicht fotografiert werden können, um sie dann als "Kopie" für diverse Zwecke (z.B. M$ PowerPoint) verwenden zu können. Ausdrucken gehört natürlich auch zu diesen Zwecken. Der Effekt dieses Motivprogrammes ist, dass die Konturen auf Kosten der Farben (=Graustufen) genauer dargestellt werden. Ich hab es jedenfalls noch nie verwendet.
Für Portrais verwendet man das gleichnamige Motivprogramm. Durch eine etwas grössere Blendenöffnung soll der Hintergrund weich gezeichnet (= leicht unscharf) werden. Funktioniert auch im Grossen und Ganzen, wenngleich ich eine stärkere Unschärfe des Hintergrunds bevorzugen würde. (Derartiges würde aber wahrscheinlich mit der Scharfstellautomatik Schwierigkeiten machen.) Manchmal fotografiert man ein Portrai gegen das Licht. Dadurch ist das Gesicht nicht ordentlich ausgeleuchtet. Damit es in solchen Situationen zu keiner Unterbelichtung des zentral gelegenen Objektes (z.B. Gesicht) kommt wurde das Motivprogramm Gegenlicht entwickelt. -Keine Ahnung, ob es funktioniert; Ich habe es bis jetzt noch nicht ausprobiert.
Das Schnee-/Strandmotivprogramm hilft bei intensiven Licht die richtige Belechtung zu finden. Ich bin damit ganz und gar zufrieden und es ist eine echt grosse Hilfe. Das Sonnenuntergangmotivprogramm ist eine nette Spielerei. (Ich habe bis jetzt noch nie einen Sonnenuntergang Fotografiert - davon gibt es eh schon viel zu viele Fotos ;o) ). Das Programm soll in dieser Situation die perfekte Farbmischung zusammenstellen.
Für das Fotografieren der schönen Landschaft gibt es natürlich ein eigenes Motivprogramm. Es arbeitet mit grosser Blendenöffnung und kurzer Beleuchtung, damit das Bild nicht verwackelt werden kann. -ja... Automatik: ---------- Neben den 12 Motivprogrammen bzw. der normalen Automatik kann man noch folgende Punkte beeinflussen.
Aktiviert man den Selbstauslöser hat man 10 sec Zeit sich zu Positionieren. Die vorne montierte rot blinkende Diode, welche kurz vor der Aufnahme länger leuchtet zeigt den Abschusszeitpunkt an. Der Blitz ist standardmässig auf automatisch eingestellt. Auf Wunsch kann man ihn ausschalten, auf vorblitzen (gegen rote Augen) oder auf (Aufhell)blitz einstellen.
Wer möchte kann einen 30sec langen Stummfilm mit 15 Bildern/sec drehen. Weiters kann man die Bildqualität (jpeg-Komprimierung)auf Fein (1/4); Normal (1/8)oder Basis (1/16) einstellen.
Auch die Auflösung kann in unterschiedliche Stufen eingestellt werden: 2048 (2.048 x 1.536 Pixel); 1600 (1.600 x 1.200 Pixel); 1280 (1.280 x 960 Pixel); 1024 (1.024 x 768 Pixel)oder 640 (640 x 480 Pixel); Die Belichtungskorrektur lässt sich in folgende Stufen einstellen: +2.0; +1.7; +1.3; +1.0; +0.7; +0.3; 0; -0.3; -0.7; -1.0; -1.3; -1.7; -2.0;
Manuelle Aufnahmen: ------------------- Die manuelle Aufnahme sollte man besser "Automatik mit erweiterten Funktionen" nennen. Freie Wahl von Blendenöffnung und Belichtungszeit fehlen also -derartiges habe ich auch bei einer Kompaktkamera nicht erwartet. Die beiden Parameter lassen sich nur indirekt über die Motivprogramme steuern und das zahlt sich nicht wirklich aus. Überhaupt sollte man den Automatikmodus vergessen und generell auf Manuell umschalten. Denn die zusätzlichen Funktionen sind dann standardmässig sowieso auf automatisch gestellt und wenn man sie einmal brauchen sollte, dann kann man sie schneller benutzen. (Die 12 Aufnahmemotive sind auch bei manuellen Aufnahmen verwendbar.) Automatische Aufnahmen sind wohl eher für den DAU (Dümmsten Anzunehmenden User)entwickelt worden. Zusätzlich zum den Möglichkeiten des Automatikmodus findet man folgende Funktionen:
Der Weissabgleich bietet die übliche Automatik und folgende Einstellungen. Sonnig, Kunslicht (Glühbirnen),Leuchtstoffröhre, Bewölkt, Blitzgerät und Weisspunkt Setzen. Bei letzteren braucht man eine kleine weisse Fläche (z.B. A4 Papier oder Wand) unter der Beleuchtung der Lichtquelle. Dieses Weiss wird anvisiert und daraus die richtge Farbmischung ausgerechnet. Die Coolpix bietet auch die Möglichkeit von Serienaufnahmen. Entweder sie werden kurz hintereinander geschossen und ganz normal abgespeichert oder die Kamera nimmt 16 Bilder in Serie auf und kachelt diese als 640 x 480 Pixel grosse Fotos als ein grosses Bild zusammen - Lomografie lässt grüssen.
Den BestShotSelector (BSS) haben wir ja schon beim Motivprogramm Museum, wo er sich automatisch einschaltet kennengelernt. Aber auch bei anderen aufnahmen mag diese Funktion ganz nützlich sein. Unter manueller Aufnahme kein Problem. Die Kamera nimmt die Bilder nicht nur auf, sie werden auch gleich verarbeitet -nämlich geschärft. Diese Verarbeitung kann auf Automatik, Mehr Schärfen, Normal, Weniger Schärfen oder Nicht schärfen eingestellt werden.
Datenübertragung: ~~~~~~~~~~~~~~~~~ An sich verwende ich Windows98se nur mehr als zweit-Betriebssystem. Die Datenübertragung auf Linux habe ich aber noch nicht probiert. Unter Windows läuft sie jedenfalls problemlos und sehr einfach. Ich verwende dazu Mass-Storage bzw. das Programm NikonView. Die Kamera unterstützt aber auch den neueren Standard PhotoTransferProtocol (PTP). Rennt unter Linux (am Besten mit kernel ab 2.4.18 mit allg. usb-unterstützung)als Wechseldatenträger unter Modul/Kernelunterstützung für "usb-masstorage" und wird somit als scsi Platte angesprochen. Die Daten befinden sich auf der ersten Partition, Dateisystem ist vfat oder msdos. Die Kamera mounten, Bilder herunterkopieren, und schon kann's losgehen: Bilder im Bildbearbeitungsprogramm Gimp verändern. Das ganze habe ich auf'ner debian woody getestet, sollte aber auch auf anderen Pinguinen rennen! - Ich danke unserem Systemadministrator Vlad für diesen kleinen Absatz ;-)
Hardware-Eindrücke: ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Der einzige grosse Negativpunkt ist das Stativgewinde, welches aus Plastik ist - aber wie oft werde ich das wohl verwenden ? Das schwenkbare Objektiv-Gehäuse macht auf mich einen soliden Eindruck und dürfte das ständige Drehen sehr gut aushalten.
Etwas Feingefühl ist beim Wechseln des Datenträgers bzw. des Akkus geboten, denn die Scharniere der Abdeckung sind aus Kunststoff. Um den Akku leichter wechseln zu können, muss man vorher den Datenträger heraus nehmen. Vor dem Kauf hat mich der fehlende optische Sucher ziemlich gestört. Nach ein paar Gesprächen mit Digi-Besitzern kam ich aber zu dem Schluss, dass man eigentlich fast immer das grosse Display benutzt. Eigene Versuche zeigten sogar, dass bei manchen Produkten der Sucherausschnitt nicht ausreichend mit dem tatsächlich geschossenen Bild übereinstimmte (Ok, ich bin da ziemlich knausrig).
Mein Einkauf: ~~~~~~~~~~~~~~ Gekauft habe ich die Kamera in einer Niedermeyer-Filiale in Salzburg(Österreich). Für 499 EUR habe ich neben der Kammera mit üblicher Standardausstattung ein Nikon-Weichtasche, das Programm Nicon View 5 und das Programm Photoshop Elements bekommen(+Fotostation Easy+Arc Soft Panoramamaker). Internetangebote sehen sehr preiswert aus. Ich weiss aber nicht ob man dort auch den ganzen Umfang bekommt (Habe ich nicht überprüft). Die nun folgende Bewertung muss ja zu irgendwas einen relativen Bezug haben. Ich betrachte die Bewertung in Bezug auf die Art der Kamera (also das, was sie meiner Meinung nach zu repräsentieren versucht): eine kleine kompakte Einsteiger-Digi mit 3,2 Megapixel und einem Preis von 499 EUR.(zugegeben, keine billige Einsteiger-Digi)
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21.09.2003 19:25
Thanx für die umfangreichen Infos! Mein Vater hat sich die Kamera vor ein paar Tagen gekauft, weil sie momentan bei einer Aktion von Photo-Dose für 299 EUR zu bekommen ist! Habe das ganze WE sie nutzen können und werde mir morgen auch eine kaufen! Dank Deiner Info braucht man ja bald nicht mal mehr die Gebrauchsanleitung lesen ;-)
28.07.2003 16:15
toller Testbericht! ich hab die gleiche Kamera daheim, und bin mit den Bilder sehr zufrieden. Vor allem passt mir das Preis-Leistungsverhältnis. lg Rainer1977
02.07.2003 22:59
Beschäftige mich gerade mit dem Kauf der Coolpix, da die auch auf der SWR-Hompage empfohlen wurde (informarkt v. 1.7.03) - Der Bericht ist nicht nur gut geschrieben sondern gibt mir wirklich auch ne Menge Infos auf was ich beim Kauf achten muss. Reschpekt