Erfahrungsbericht über

Nikon Coolpix 3500

Gesamtbewertung (5): Gesamtbewertung Nikon Coolpix 3500

 

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Digicam die Zweite!

4  03.03.2004

Pro:
gutes Preis Leistungsverhältnis

Kontra:
keine Standardakkus, schlechte Videoqualität

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Verarbeitung

Ausstattung

Bildqualität

Akkulaufzeit

Bedienung

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butler_carlo

Über sich: Was gibt es schöneres, als in der Sonne auf der Terrasse zu sitzen und einfach nichts zu tun...

Mitglied seit:26.03.2001

Erfahrungsberichte:251

Vertrauende:51

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 90 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Gott, waren wir die letzten Monate wieder fleißig! Eifrig haben wir unsere Cent gespart und heimlich in Großmutters Sparstrumpf versteckt, in der Erwartung, dass die lieben kleinen Kupferlinge sich vermehren und bald Nachwuchs in der Börse sei.
Nun siehe da, das Glück war uns hold und der schnöde Mammon hat sich tatsächlich vermehrt, dass wir nun gezwungen sind, ihn auf den Kopf zu hauen, denn schließlich und endlich können wir ihn ja nicht mitnehmen, wenn wir einst den großen Löffel reichen müssen.
Nun will das Geld aber gut angelegt sein und so ist zu überlegen, worin investiert wird. Der Wünsche wären da ja viele, doch stellen wir entsetzt fest, dass die liebe Marie einfach nicht reicht. Es bleibt uns wohl nichts anderes übrig, als zu sparen… wäre da nicht dieses Zeitungsinserat gewesen!

Nachdem wir uns überzeugt haben, dass uns der Verkäufer keine Märchen erzählt, wackeln wir stolz mit unserer neuen Errungenschaft nach Hause. Jetzt gehört sie uns, die Nikon Coolpix 3500.

Packungsinhalt:
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Es ist schon faszinierend, was man alles in einen so kleinen Karton packen kann. Da findet sich einerseits die Digitalkamera, ein Akku, ein Akkuladegerät, ein USB-Kabel, eine Handschlaufe, 2 Handbücher in Deutsch und Englisch, 1 CD mit Nikon View 5, 1 CD mit dem Referenz-Handbuch für Nikon-View 5, 1 CD Adobe PhotoshopElements und nur ganz wenig Verpackungsmaterial. Eine Tasche - und sei sie noch so billig – hat man sich bei Nikon allerdings gespart.

Aussehen und Ausstattung:
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Beim ersten Anblick unterscheidet sich die Nikon Coolpix 3500 nur wenig von anderen Digitalkameras. Sieht man sich das Ding aber näher an, so wird man vergeblich nach einer Objektivschutzklappe suchen, denn es gibt gar keine. Das Objektiv – übrigens ein Nikkor mit Brennweiten zwischen 5,6 bis 16,8 mm und Blenden von 2,7 bis 4,8 -, kann mittels Drehgelenk aus dem Gehäuse geklappt werden, d.h. die Linse ist durch das eigene Gehäuse geschützt. Gleich neben dem Objektiv befindet sich das Blitzlicht.
Einen Sucher wird man ebenfalls nicht finden, denn die Coolpix 3500 muss mit dem Display auskommen, das mit 3,8 cm vielleicht ein wenig klein geraten ist. Die Auflösung des „Monitors“ ist 110.000 Pixel hoch und kann den fehlenden Sucher durchaus ersetzen. Die Bilder selbst werden mit einer Auflösung von bis zu 3,2 Megapixeln aufgenommen.
Das Einschalten der Kamera läuft über einen relativ großen Schieberegler, der auch für Hände der Größe „Klodeckel“ oder „Schaufelblatt“ kein Problem darstellen sollte. Ein leichtes Problem könnten die großpratzigen Menschen allerdings mit den beiden Rasten dieses Schalters haben, der einerseits den Aufnahme-, anderseits den Wiedergabemodus einschaltet.
Der eigentliche Auslöser ist an der Oberseite der Kamera angebracht und leicht gewölbt, wodurch man ihn auch bei schlechter Beleuchtung leicht finden sollte. An der Rückseite der Kamera befindet sich das bereits erwähnte Display, darunter drei Bedienungsbuttons. Rechts vom Monitor sieht man eine Art Joypad, mit welchem das Menü, das auf dem Monitor eingeblendet werden kann, bedient wird. Knapp vor der Oberkante des Gehäuses finden sich zwei Buttons zur Bedienung des Zooms. Da kann die Coolpix 3500 mit einem 3-fach optischem Zoom aufwarten, das digitale läuft bis zu einer 4 fachen Vergrößerung.
Rechts unten findet sich noch ein Button, mit dem Kurzvideos wiedergegeben werden können, bzw. mit dem ein Bild im Bild auf dem Display dargestellt werden kann.
An der rechten Seite des Gehäuses befindet sich noch eine Klappe, über die man zum Akkuschacht und zur Speicherkarte gelangt. Ebenso verbirgt sich hier unter einer Gummiabdeckung die Buchse für das USB-Kabel.
Apropos Speicherkarte! Die Coolpix 3500 verwendet übrigens CompactFlash-Karten des Typs 1. Die Speichergrößen für diese Karten bewegen sich bis dato bis zu einer Größe von 512MB, was eigentlich für den fleißigsten Fotografen reichen sollte.
An der Unterseite der Kamera findet sich noch das Stativgewinde, das leider Gottes aus Kunststoff gefertigt ist und wahrscheinlich nicht lange halten wird.

Bildgrößen und Qualitäten:
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Die Kamera stellt insgesamt 3 Bildqualitäten mit unterschiedlichen Kompressionsraten zur Verfügung. Da wäre einmal Fein mit einer Rate von 1:4 das hohe Detailtreue darstellt, aber auch den meisten Speicherplatz benötigt, Normal mit einer Rate von 1:8, für normale Detailtreue und Basis mit einer Kompression von 1:16, das nur einfache Bildqualität bietet und für Bilder geeignet ist, die man per Mail verschicken möchte.

Bei den Bildgrößen kann zwischen 5 Einstellungen wählen:
2048 x 1536 – wenn das Bild bis zu einer Größe von A4 gedruckt werden soll
1600 x 1200 – wenn das Bild bis zu einer Größe von A5 gedruckt werden soll
1280 x 960 – für Ausdrucke in Postkartengröße
1024 x 768 – für Ausdrucke in kleinen Größen
640 x 480 – optimale Größe für den Versand per E-Mail oder zum Einbinden in eine Webseite.

Als kleines Beispiel, wie viel Platz die jeweiligen Größen- und Qualitätskombinationen auf einer 16 MB Speicherkarte benötigen, wollen wir die jeweils beste und die jeweils schlechteste Kombination erwähnen: 10 Bilder bei Fein-2048, 229 Bilder bei Basis-648.

Funktionen:
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Die Coolpix 3500 besitzt insgesamt 12 Motivprogramm und ein Automatikprogramm, das sich auf die jeweilige Aufnahmesituation einstellt, allerdings nur mit Standardeinstellungen.
Wählt man eines der Motivprogramme, so kann man sich zwischen
Portrait,
Party/Innenaufnahmen - für Hintergrunddetails und Aufnahmen bei Kerzenlicht, Nachtportrait - für Portraitaufnahmen bei schwarzer Luft,
Strand/Schnee - für Aufnahmen mit stark reflektierenden Motiven,
Landschaft - um Konturen, Farben und Kontraste zu verstärken,
Sonnenuntergang - speziell für intensive Rottöne gedacht,
Nachtaufnahme - um brillante Landschaftsaufnahmen bei Nacht zu erstellen, Museum - für Aufnahmen, wo Blitzen nicht erlaubt ist,
Feuerwerk - für Aufnahme eines Feuerwerks,
Nahaufnahme
Kopieren – für die Ablichtung von gedruckten Textdokumenten, Grafiken oder Notizen von einer Tafel,
Gegenlicht – für Aufnahmen, wenn sich eine Lichtquelle hinter dem eigentlichen Motiv befindet.

Zur Standardausstattung einer Kamera gehört aber auch der Selbstauslöser, der mit einer Verzögerungszeit von 10 Sekunden eine Aufnahme erstellt. Zusätzlich verfügt die Coolpix über eine manuelle Belichtungskorrektur, Weißabgleich, der Möglichkeit Serienaufnahmen und Kurzvideos (ohne Audio) aufzunehmen, eiuner Bildschärf-Funktion und der BBS-Funktion, die der Gefahr des Verwackelns entgegenwirken soll.
Wer keinen PC hat, der kann seine Fotos mit der Kameraeigenen Druckfunktion direkt an einen entsprechenden Drucker senden.

Testläufe:
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Leider kann man in einem Bericht nur schwerlich die Qualität von Bilder wiedergeben, darum müsst ihr euch wohl oder übel auf unsere Meinung verlassen.
Die Bilder in der höchsten Auflösung sind wirklich hervorragend gut, allerdings wird man dann wohl oder übel eine größere Speicherkarte benötigen, denn sie füllen die Karte bis zum Platzen.
Die mittleren Einstellungen lassen sich aber auch durchaus sehen, ein wenig schwach ist die Einstellung Basis mit der Bildgröße 640. Das Bild ist grobkörnig, aber durchaus ausreichend, wenn man nur ein Mail versenden möchte, in dem ein Lichtbild eingebunden werden soll.
Die Videofunktion ist leider in die Hose gegangen, denn die Qualität ist mies und den Ton darf man sich denken, weil keinerlei Aufnahmemöglichkeit besteht. Dazu kommt noch, dass man diese Kurzvideos nur mit dem Quicktimeplayer wiedergeben kann, den wir nicht gerade lieben.
Ein wenig ungewohnt ist der Umgang mit dem drehbaren Objektiv. Anfangs versucht man versucht, den imaginären Deckel zu öffnen, speziell dann, wenn der Vorgänger tatsächlich eine solche Objektivklappe hatte. Allerdings bringt das drehbare Objektiv auch den Vorteil, Selbstbildnisse mit Monitorkontrolle aufnehmen zu können, denn das Objektiv lässt sich auch nach hinten drehen, die Darstellung auf dem Monitor wird dann automatisch angepasst.
Den Sucher entbehrt man nur für kurze Zeit, denn die Aufnahmekontrolle via Monitor ist zeigt einen wesentlich größeren Bildausschnitt als ein Sucher.

Beigelegte Software:
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Hier ein Statement über die gesamte beigelegte Software abzugeben, wäre wohl zuviel verlangt, denn das würde wohl einen weiteren Bericht abgeben und somit beschränken wir uns auf jene CD, auf der wir den Schriftzug Nikon finden.
Darauf finden sich die Nikon eigenen Tools Nikon View mit der FotoStation Easy, sowie die zugekauften Werkzeuge PanoramaMaker 3.0 und der Quicktime-Player.
Den Quicktime-Player werden wohl die meisten kennen, er dient zum Abspielen von Videodateien, mit dem PanoramaMaker lassen sich mehrere gleichartige Fotos zu einem einzigen verschmelzen und daraus die ein Panoramafoto oder eine 360°-Ansicht erstellen, die recht interessant aussehen und die Ahnungslosen beeindrucken.
Der Nikon Viewer besteht aus dem Browser, der abgespeicherte Aufnahmen als Thumbnail darstellt und die nötigen Informationen zum Bild anzeigt, wobei sogar Brennweite, Belichtungszeit und sonstige fototechnische Infos eingeblendet werden. Mit der Fotostation Easy lassen sich diese Bilder in bestimmte Mappen einordnen, um die jeweiligen Bilder leichter wieder auffinden zu können. Weiters sind damit kleinere Aufbesserungsarbeiten an Bildern möglich. Übrigens kann man sich die neue Version, 6.1, von der Nikon-Homepage (www.nikon.de) downloaden – allerdings muss man sich registrieren.

Handbuch:
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Nikon ist ja bekanntlich ein japanischer Konzern, trotzdem hat man sich offenbar der deutschen Niederlassung bedient, um das Handbuch zu übersetzen, denn es weist keine Übersetzungsfehler oder Stilblüten auf, die es Wert wären, sie wieder zu geben.
Die Seiten wirken ein wenig überladen, was wohl am Format – A6 - liegen dürfte. Der Text ist leicht zu verstehen, wenn auch nicht besonders strukturiert. Die verwendeten Grafiken sind entweder klein geraten oder wir benötigen wirklich bald eine Lesebrille.
Der Wortindex ist eine große Erleichterung um Informationen zu einem bestimmten Thema zu finden.

Vergleiche mit anderen Fabrikaten:
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Die Nikon ist nun die dritte digitale Kamera, die sich in unserem Haushalt befindet, und obwohl wir zwar keine gleichwertigen Modelle zur Verfügung hatten, lassen sich doch recht interessante Vergleiche ziehen.
Wenn wir unsere alte Olympus ansehen, so stellen wir fest, dass sie zwar kein optisches Zoom und eine schlechtere Auflösung hat, das Display ist aber wesentlich größer und als Stromversorgung verwendet sie handelsübliche Batteriezellen oder Akkus. Auch ist sie leichter, was aber daran liegen könnte, dass weniger Technik drin ist.
Vergleichen wir nun die Nikon mit der Canon von lieb Töchterlein, so bemerken wir, dass diese nicht nur die handelsüblichen Akkus verwendet, sondern auch in der Ausstattung die Nase vorn hat. Leider auch im Preis!
Die Kurzvideos, die man mit ihr aufnehmen kann sind länger, qualitativ besser und noch dazu vertont. Dazu kommt noch, dass man sich diese Kurzfilmchen bereits auf der Kamera mit Bild und Ton ansehen bzw. anhören kann. Bei der Auflösung der Bilder bleibt die Nikon Sieger und auch bei der Akkuleistung lässt die Nikon die anderen beiden hinter sich. Wenn es allerdings darum geht, den Akku zu tauschen, dann darf man schon recht tief in die Tasche greifen, wogegen die normalen Akku-Zellen bei Canon und Olympus wesentlich günstiger kommen.

Fazit:
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Natürlich haben wir es mit diesem Bericht wieder einmal längenmäßig übertrieben, doch gebe es noch so viel zu erwähnen. Die Coolpix 3500 ist sicher kein Spitzenmodell, aber der Preis von € 199,- hat uns eindeutig überzeugt. Mit den wenigen Schwächen bei Akku (eigenes Format), Videofunktion (miese Qualität und kein Ton) können wir durchaus leben. Bemerken sollten wir allerdings, dass es sich bei diesem Typ um ein Auslaufmodell handelt, das von Nikon nicht mehr produziert wird. Für den normalen Hausgebrauch reicht dieses Modell durchaus, denn die Bildqualität ist 1A.
Wir können daher ohne weiteres eine Empfehlung aussprechen.

Als dann, servus, B.C.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Consultingmaster

Consultingmaster

02.04.2004 19:07

Spitzenmäßig

gely.s

gely.s

23.03.2004 14:13

Ein Bericht, der nichts offen läßt. Deswegen auch ein "bh" von mir :0)))

mosie

mosie

10.03.2004 20:22

Super Bericht,so ein Teil will ich auch. Gruß Manu

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