Warum Brooklyn Bounce gelächelt hat? Bei dem Anblick dieser starken Kamera müssen die einfach lächeln. Ich bin Partyshooter und hatte am Samstag die Ehre, Brooklyn Bounce bei ihrem Live-Gig in Kaltenkirchen (35 km nördlich von Hamburg) zu fotografieren. Da reicht natürlich nicht meine Photosmart 720 mit 3,3 Megapixeln, nein, ich lieh mir von meinem Onkel die
Nikon CoolPix 5700.
Nikon an sich bietet wirklich für jeden Digitalkamera-Fan etwas. Von kleinen 1,3 MP Kameras bis hin zu 5 MP oder mehr – gar kein Problem.
Die 5700 bietet wirklich eine Menge; vor allem die 5 MP und der große Zoom machen extrem viel Spaß. Aber der Reihe nach…
..::: Das Aussehen ::..
Die 5700 wie ich sie benutzt habe ist komplett schwarz; das Objektiv (die Linse) schimmert leicht grünlich.
Links vom Objektiv befinden sich Schalter zum Einstellen der Bildqualität sowie zur Feinabstimmung; rechts greift man sehr angenehm um die Kamera herum und findet den Auslöser sowie ein Rädchen vor, womit weitere Optionen eingestellt werden können. Das Farb-LCD der Kamera ist schwenk- und drehbar, mit einem 1,5" TFT-LCD-Monitor (110000 Bildpunkte) aber nur Durchschnitt.
Der optische Sucher ist gummiert und so sehr angenehm am Auge. Außerdem schottet er durch die Gummierung andere Lichteinflüsse sehr gut ab – ich liebe diese Kamera immer mehr…
Wer die Canon G2 kennt wird auch diese Kamera kennen – optisch sind sie fast identisch.
..:: Die Ausstattung ::..
Die recht neue 5700er bietet starke 5 Megapixel und produziert Bilder bis zu einer Auflösung von 2560 x 1920 Pixeln. Das reicht locker für einen Ausdruck im A4 – Format, sogar A3 soll laut einem Kollegen machbar sein.
Von der Optik (technisch gesehen) her ist diese 5700er wohl ein echt hammergeiles Teil. Sorry für diesen Ausdruck, aber ich bin noch immer ganz begeistert von dem Teil. Die Kamera ist nämlich mit einem Nikkor-Objektiv ausgestattet, das eine Brennweite von 71,2 Millimetern vorweisen kann. Das ist im Vergleich zu einer Kleinbildkamera echt stark – diese müsste sonst einen Zoom bin 280 Millimetern bieten. Der 8fache Zoom eignet sich hervorragend bei Fotos auf Distanz – teilweise war ich sehr weit von der Bühne entfernt und konnte noch immer geniale Partypics schießen.
Durch die gute Blende kann man sogar meist auf den Blitz verzichten; meine Fotos haben dadurch einen ganz anderen Touch bekommen als mit Blitz, denn ohne Blitz kam die Disco-Atmosphäre viel stärker rüber, von wegen Farbe und Lichtreflexe.
Wer dann doch mal den eingebauten Blitz nutzen will, der wird begeistert sein. Eine spezielle TTL-Messung sorgt für beste Fotoergebnisse. Wem das nicht reicht, der kann optional über einen so genannten „Blitzschuh“ einen extra dafür vorgesehenen Nikon-Systemblitz installieren.
..:: Das Speichern ::..
Gespeichert wird auf CompactFlash-Karten des Typs I und II oder auf extra Microdrive-Karten, welche eine Speicherkapazität von derzeit bis zu 4 GB bieten. Die 6 GB Entwicklung wurde von IBM vorerst eingestellt!
..:: Der Strom ::..
Oh ja, der liebe Strom. Standardmäßig wird die 5700 mit einem Li-Ion Akku geliefert, welcher mit einem externen Ladegerät geladen wird. Man kann auch 6 herkömmliche Batterien (besser: Ni-MH Akkus) einsetzen, diese halten aber bei weitem nicht so lange.
Ohnehin ist neben dem Preis der Stromverbrauch das einzig wirkliche Manko – wer viel mit dem LCD-Display sucht und versucht, seinen 1GB Microdrive voll zu bekommen, der wird gnadenlos scheitern. Ich habe mit einer Akkuladung und LCD-Display als Sucher 236 Bilder geschafft – aber auch ab und zu mal das LCD-Display abgeschaltet. Der Microdrive an sich frisst auch noch viel Strom, mehr zumindest als die CompactFlash Karte.
..:: Meine Fotoerlebnisse ::..
Wie schon gesagt: Ich habe in einer Disco mit dieser Kamera Brooklyn Bounce fotografiert und bin schwer angetan – nicht nur von den Tänzerinnen, nein, vielmehr von der starken Kamera.
Individuell kann man seine eigenen „Settings“ speichern und so schneller auf die gewünschte Funktion / Auflösung zugreifen. Das erspart manchmal doch das sehr lange Stöbern durchs Menü.
Die verschiedenen Belichtungsmodi sorgen immer für die perfekte Aufnahme, zumal man die Blende gesondert steuern kann. Auf Wunsch kann die Kamera dann sogar bis zu 3 Bilder / Sekunde aufnehmen. Feuer frei…
Ich habe vor allem bei den wilden Tanzbewegungen von BB gemerkt, dass diese Kamera solche Momente bestens meistert. Die sehr kurze Belichtungszeit von 1/4000 Sekunden macht wirklich Spaß. Auch Serienbilder sind mit der 5700 überhaupt kein Problem – dank des eben genannten HighSpeed-Modus.
Die Qualität der Bilder an sich ist ausgezeichnet. Die Farben, vor allem die Laser in der Disco, werden brillant wiedergegeben, die Sättigung der Farben kann im Menü manuell geändert werden, sodass jeder Fotograf voll und ganz auf seine Kosten kommt.
Was mich persönlich SEHR angesprochen hat war die für mich bis letztens völlig unbekannte „Best Shot Selector“ Funktion. Englischsprachige Personen mögen vermuten was das heisst: Bis zu 10 Bilder / Sekunde werden pro Auslösen geschossen, die Kamera ermittelt dann das beste von den 10 Bildern und löscht die anderen 9 Bilder. Eine echt geniale Funktion, die ich bei meiner popeligen Photosmart 720 echt vermisse…
Ansonsten bleibt mir noch zu sagen, dass selbst Bilder gegen das Licht dank der gut funktionierenden Belichtungsautomatik sehr stark werden – ich habe die Kamera nicht im Tageslicht getestet, aber ich bin mir sicher: Auch hier wird sie voll und ganz überzeugen.
..:: Pro und Contra ::..
+ Microdrive – kompatibel
+ 5 MP
+ sehr viele Funktionen
+ gutes Handling
+ tolle Verarbeitung
- frisst recht viel Strom
- hoher Preis mit 1600 Euro in Läden
- 6 herkömmliche Batterien werden benötigt, wenn der Akku mal pausieren soll
..:: Zubehör ::..
- Speicherkarten des CompactFlash Typs sowie Microdrive
- weitere Akkus
- Nikon-Systemblitze
- Taschen
- weitere Weitwinkelobjektive
..:: Der Preis ::..
Der Preis liegt im Handel bei etwa 1600 Euro, online habe ich die Kamera bereits für 1529 Euro gesehen – aber nicht bei eBay; solche Beträge sollte man nicht über ein Onlineauktionshaus laufen lassen.
..:: Technische Details (nicht alle!) ::..
- 5 Megapixel
- 5 verschiedene Auflösungen
- Sensor ist ein CCD-Chip mit 5 000 000 Bildpunkten
- 8facher Zoom (bis 280 mm)
- 8 Sekunden bis 1/4000 Sekunden Belichtungszeitraum
- Blitzreichweite bis 4 Meter (Weitwinkel)
- Videoaufzeichnung bis 60 Sekunden im QuickTime Motion JPEG-Format
- Ultra-Highspeed-Modus mit bis zu 100 Bildern in Folge bei 30 Bildern pro Sekunde (in QVGA-Auflösung)
/// FAZIT \\\
Ich kann hier eine Kaufempfehlung für Leute aussprechen, die auf der Suche nach einer sehr leistungsstarken Kamera sind mit vielen Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten, die jedoch einen hohen Preis nicht scheuen. Für diese Personen mehr als geeignet, für Hobbyfotografen jedoch wohl zu teuer.
Der Zoom überzeugt, ebenso die gestochen scharfe Auflösung; nur der Stromverbrauch schmälert etwas das Spaßgefühl, aber das wird jemanden, der 1600 Euro ausgibt, sicherlich weniger stören…
Danke für´s Lesen,
Marc
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175 Zeilen
16.11.2003 23:23
Der Bericht ist sehr ausführlich die 5400 er hat ein 28 er Objektiv das ist besser finde ich.
25.09.2003 12:27
sehr guter und informativer bericht mit sichtbaren strukturen. glückwunsch. grüßlies die mondi^zzz
15.05.2003 01:11
Klasse Bericht! Ich habe die kleinere Coolpix 2500.