Nette Kamera mit kleinen Macken
04.07.2004
Pro:
Farbwiedergabe, Objektiv
Kontra:
Autofocus, Display, Rote Augen, Qualität des Sensors
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Verarbeitung
Ausstattung
Bildqualität
Akkulaufzeit
Bedienung
mehr
 v_urs
Über sich:
Mitglied seit:07.10.2002
Erfahrungsberichte:3
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 34 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Die Nikon 5700 habe ich vor 1 Jahr erworben und konnte inzwischen recht viel Erfahrung mit ihr sammeln. Warum gerade eine Nikon? Na ja, die Frage hat sich eigentlich nie gestellt. Ich denke das ist heutzutage eher eine Religionsfrage und da innerhalb unserer Familie seit Jahrzehnten immer nur Nikon Kameras erfolgreich eingesetzt wurden war auch diesmal klar dass es die Marke sein wird. Nach der Mühelosen Erst-Inbetriebnahme und den ersten Photos war ich ziemlich begeistert. Sobald es allerdings um etwas schwierigere Situationen ging, eröffnete die Coolpix 5700 recht schnell einige Schwächen:
Da wäre zunächst einmal das Benutzerhandbuch. Es ist eigentlich recht gut geschrieben und ordentlich gegliedert. Wenn man allerdings versucht sich durch die Menuführung der Anwendereinstellungen zu wühlen, wird es haarig. Ehrlich gesagt habe ich bis heute noch nicht so 100% begriffen, wie welche Einstellung von einer anderen beeinflusst wird. Anstatt hier also zu knappen Beschreiben zu neigen, hätte ich mir von den Nikon-Dichtern eher wiederholungen mit Verweisen auf andere Kapitel gewünscht. Wie dem auch sei, durch fleissiges Hin- und Herblättern kriegt man auch die Informationen. Das Hauptproblem der Kamera ist wohl der Autofocus. Hier macht sich der Apparat recht oft selbständig und stellt auf den Hintergrund scharf anstatt auf das interessierende Objekt. Die unterschiedlichen Einstellungsmöglichkeiten des Autofokus helfen da leider nicht weiter... die Kamera hat noch immer ein Eigenleben.
Diese Kamera ist eine sogenannte Bridge-Kamera, was bedeutet, dass der Visor ein elektronisches Abbild des Sensors darstellt. Bei den wenigen Pixeln im Display und den noch knapperen im Visor, lässt sich die Unschärfe des Objektes nicht direkt erkennen und schon wird ein schönes Porträt verhunzt. :-( Vom Sensor hätte ich mir auch mehr erwartet. Nachtaufnahmen vom beleuchteten Eifelturm in Paris quittiert der Sensor mit einer negativ auffallenen Vergröberung des Nachthimmels, die auf unzureichende Verstärkungsalgorithmen und auf die Sensibilität des Sensors zurückzuführen sind.... Das ist schade aber mit den nötigen Programmen am PC, lassen sich diese Fehler retuschieren.
Retuschieren lässt sich auch der nach 1 Jahr aufgetretene Fehlpixel im oberen Bereich des Sensors, aber mal ehrlich: Wer braucht das schon? Die Antwort von Nikon ist, dass 2% Fehlpixel bei den Sensoren akzeptabel sind. Dafür gibt es von mir keinen Blumentopf. Bevor ich mit der Negativität aufhöre habe ich noch ein kleines Missgeschick: Die Lampe zur Resuzierung der roten Augen befindet sich genau dort wo 90% der Photographen ihren Finger draufstellen. Da eine verdeckte Lampe kein Licht ausstrahlt muss man hier auch wieder am PC nachhelfen.
Und nun kommen wir zu den positiven seiten: Die Farbwiedergabe ist einwandfrei. Auch wenn es auf dem display meist nicht erkennbar ist, glänzen die Bilder mit perfekten Farben. Über die Einstellungen für Tages-, Kunst- und Leuchtstoffröhren-Licht lässt sich ebenfalls nichts negatives sagen.
Ein weiterer Pluspunkt der Kamera ist das Objektiv, welches mit dem vielfach optischen Zoom wohl kaum einen Wunsch übrig lässt. Sicher kann man auch ein 10x Zoom ode mehr haben, abe mal Hand aufs Herz: Das ist doch eher was für Profis, die dann wohl auch ehre zu einer Spiegelreflex-Digitalkamera neigen und ihre alten Nikkor, Sigmas und Tamrons im Schlepptau haben. Alles in allem ist die Coolpix 5700 ein gelungener Apparat mit kleinen Macken, über die man je nach Gescmhack hinwegsehen kann oder auch nicht.
Ich für meinen Teil habe mich entschlossen ebenfalls wieder der Spiegelreflex-Technologie den Tribut zu zollen und habe bereits zu einer neuen Kamera gegriffen: Ja, auch dieses Mal ist es eine Nikon und zwar die D70. Das ist noch zu frisch für einen Bericht aber ich denke der wird nicht so lange auf sich warten lassen. Vorab schon mal: Die ersten Eindrücke sind spitzenklasse!! ********* Nachtrag auf Anregung von eden1:
Die Kamera hebe ich zu einem Preis von 999,- € bekommen, wobei der eigentliche Verkaufspreis bei 1200,- € lag. Über den aktuellen Preis kann ich keine Aussage machen, da ich danach nicht mehr geschaut habe. Wie es scheint gibt es die Kamera i.A. wohl noch zu kaufen aber eigentlich wird sie von dem Nachfolger-Bridge-Modell Coolpix 8700 mit 8 Megapixeln abgelöst. Bei einer Bildgrösse von 21,6x14,4cm und der Bildqualität "High" nehmen die Bilder auf der Flashkarte je nach Kontrast, Farbe und Anzahl der Bildobjekte ca. 1,5MByte ein. Wieviele Bilder auf eine Flashkarte passen lässt sich anhand der Größe der Karte ausrechnen. *********
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04.07.2004 20:02
Sorry, aber mir fehlt da noch was. Was kostet die Kamera? Wie viele Bilder passen drauf? Gibt es eine Software zum Überspielen der Bilder? usw. Wenn Du den Bericht überarbeiten magst, schreib mir ins GB. Ich lese und bewerte gerne neu. LG Jutta ;-)))