Nikon Coolpix 8800

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Nikon Coolpix 8800

Digitalkamera - Kompaktkamera - 8 Megapixel - 10 x Optisches Zoom mehr

Gesamtbewertung Nikon Coolpix 8800 4 Erfahrungsberichte lesen | Erfahrungsbericht schreiben | Frage stellen | Produkt zur Liste hinzufügen

Mit einer eindrucksvollen Auflösung von 8,0 Megapixel (effektiv) und einem 10fach-Zoom von 35 - 350 mm (bezogen auf Kleinbild) wendet sich die außergewöhnliche COOLPIX 8800 an den...
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würdiger Nachfolger der 5700 mit kleinen Schwächen
Erfahrungsbericht von kerridis über Nikon Coolpix 8800
11.11.2004


Produktbewertung des Autors:   

Verarbeitung sehr gut 
Ausstattung ausgezeichnet 
Bildqualität gut 
Akkulaufzeit ok 
Bedienung durchschnittlich 

Pro: 10fach Zoom, VR, Filter direkt am Objektiv zu befestigen
Kontra: 8 MP auf recht kleinem Chip, fusselanziehende Suchermuschel, unkomfortabler manueller Fokus, lauter Zoom, unhandlicher Func - Knopf, immer noch recht langsamer Autofokus

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Bei dieser Kamera habe ich gemischtere Gefühle als bei der 5700... Was ich von der 8800 gelesen hatte, machte mich nicht nur neugierig, sondern geradezu begierig darauf, mit dieser Kamera zu fotografieren, wenngleich die 8MP bei dem kleinen Sensor eher gegen einen Kauf sprachen. Ich konnte mich aber überreden, das zu ignorieren :)

Als ich sie dann das erste Mal in der Hand hielt, war ich wegen mehrere Dinge enttäuscht:

- durch den wulstigeren Griff ist sie für kleine Hände nicht mehr so ideal zu halten
- es gibt nur noch 2 statt 3 Benutzereinstellungsspeicher
- die Kamera ist laut (Zoom) und rauscht ziemlich, wenn sie angeschaltet ist
- die FUNC-Taste schien auf den ersten Blick nicht zu funktionieren, weil sie so extrem schwer zu halten ist
- das Speichern der Bilder in der besten JPG-Auflösung dauert e w i g!
- der Monitor fühlt sich beim Aufklappen einfach billig an (dafür geht er schön leicht auf, und ich gerate nicht jedesmal ins Menü wie bei der 5700).
- die Kamera ist nicht mehr so gut ausbalanciert wie die 5700 und hat eine deutliche Tendenz nach links unten, auch mit eingelegtem Akku.

Apropos Akku: Von dem bin ich bisher auch enttäuscht. Nach läppischen 66 Bildern innerhalb einer halben Stunden, davon ca. die Hälfte mit Blitz und 2/3 mit ausgeklapptem Monitor, zeigt die Anzeige nur noch das Halbvoll-Symbol an - da war die 5700 (subjektiv jedenfalls) besser, obwohl die Akkus schwächer waren. Offenbar verbraucht VR einiges an Strom. So jedenfalls mein erster Eindruck, wer weiß, wie lange das Halbvoll-Symbol stehen bleibt, vielleicht werde ich ja noch überrascht - das trage ich dann natürlich hier nach, denn eine richtige Aussage läßt sich natürlich erst nach einem ausgiebigen Praxistest machen

Ausstattung:
--------------

Es hätte so schön sein können: Das Preview-Modell der 8800 hatte eine Anfangs-Lichtstärke von 2,6 - 4,9. Sauber :) Das Verkaufsmodell fängst leider erst wieder bei 2,8 im Weitwinkelmodus und 5,2 im Zoom-Modus an. Lichtstark würde ich das nicht unbedingt nennen.

Der Makromodus scheint schlechter geworden zu sein, die Anzeige geht schon sehr schnell aus der "so ists gut"-Anzeige raus. Bei der 5700 konnte man bis etwa 220 mm den 3cm-Schau-mir-in-die-Augen-Makromodus nutzen. Bei der 8800 endet dieses nette Feature bereits bei 180 mm, dann muß man den Abstand zum Motiv vergrößern - da hätte ich wegen der allgemeinen größeren Reichweite doch *etwas* mehr erwartet! Übrigens ist für die 8800 eine Zoomweite von 8,9 bis 89 mm angegeben, der Verlängerungsfaktor entspricht somit in etwa 4 (35-350 mm). Im Normalmodus kann man bis auf 50 cm an das Objekt der Begierde ranrücken, im Telemodus maximal 1 m. Dafür reicht der Makromodus von 3 cm bis unendlich (das ist nicht neu, aber gut :) )

Die 8800 ist eine Weiterentwicklung der genialen 5700. Sie hat ebenfalls einen Klappmonitor, der allerdings größer ist als bei der 5700 und stimmiger ins Gehäuse integriert als bei der 8700. Wer so einen Klappmonitor einmal benutzt hat, wird sich wohl nie wieder eine Kamera ohne kaufen, ein Klappmonitor übertrifft jeden Winkelsucher, bodennahe Aufnahmen sind sehr bequem. Sie hat ebenfalls einen elektronischen Sucher, der feiner auflöst als der Klappmonitor und feiner als bei der 5700. Für genaue Daten schaut bitte auf die Nikon-Seite.

Ihr könnt ja einmal meinen Bericht zur 5700 lesen. Der große Unterschied zur 5700 liegt bei der 8800 im 10fach Zoom, im VR-Modus, in den Motivprogrammen (Scene) und dem Modi-Wählrad (P, S, A, M, Kamera-macht-alles-allein-Modus, Wiedergabe, Filmchen, Scene, Setup, Bildqualität, Weißabgleich (sehr zuverlässig) und ISO (50-400) - letztere drei passen von der Art vielleicht nicht ganz dazu, machen sich da aber gar nicht so schlecht). Außerdem kann man zu einzelnen Bildern Tonkommentare aufnehmen und es gibt ein Live-Histogramm und Hilfslinien, die man per DISP-Taste einblenden kann. Gute Sache, vor allem die Hilfslinien - ich mache nämlich fast immer leicht schiefe Bilder :)

Ach, und man kann Bilder bereits in der Kamera zurechtschneiden, sie werden dann als Kopie in der Normal-Qualität gespeichert. Dazu muß man nur im Wiedergabemodus ins Bild hineinzoomen (geht jetzt bis 10fach) und den Auslöser drücken, wenn man den richtigen Ausschnitt gefunden hat. Es gibt auch eine Funktion, mit der man zu dunkle Bilder aufhellen kann, intuitiv habe ich sie aber nicht gefunden. Laut Handbuch muß man während der Wiedergabe auf den Auslöser drücken (ohne ins Bild reinzuzoomen), dann kann man eine Kopie des Bildes in 640x480 oder kleiner erstellen (Kompaktbild, für Webseiten z.B.) oder eben das sog. D-Lighing zum Aufhellen auf eine Bildkopie anwenden. Das funktioniert ganz gut, kann aber das Bildrauschen drastisch erhöhen.

Die 8800 ist die erste Nikon Digicam mit VR (nein, nicht Virtual Reality sondern Vibrations-Reduzierung). Die VR-Funktion ist einfach genial. Bilder mit 1/8 sec. Belichtungszeit freihand fotografiert werden tatsächlich noch scharf - es sei denn, man hat den totalen Tatter. Ich habe immer einen leichten Tatter, daher war mir eine Kamera mit VR wichtig. Wer eine ruhige Hand hat, kann sicherlich auch locker Bilder mit 1/4 sec. freihändig schießen. Die 8800 hat zwei VR-Modi (außer ganz ausschalten): den Normalmodus, wo die Kamera nur in eine Richtung Verwackler ausgleicht, also für Kameraschwenks geeignet (automatische Erkennung der auszugleichenden Richtung), und den Active-Modus, wo sämtliche (kleinen) Kamerabewegungen abgefangen werden (Stichwort: aus fahrendem Auto fotografieren).

Genau wie die 5700 hat auch die 8800 eine FUNC-Taste, die man selbst mit einer Funktion belegen kann. Die Auswahl an möglichen Funktionen ist aber wesentlich größer als bei der 5700. Und wie gewohnt gibt es auch immer noch die AE/AF-L Taste, mit der man wahlweise den Fokus, die Belichtungsmessung oder beides zusammen locken, also festhalten, kann, solange man sie gedrückt hält. Diese Lock-Taste befindet sich jetzt nicht mehr an der linken Objektivseite, sondern direkt links neben der Zoom-Wippe. Für Brilltenträger ist das nicht ganz so günstig, aber besser als vorher bei der 5700/8700 ist es allemal, da man nicht mehr aus Versehen etwas anderes verstellt - jetzt gibt es nur noch Fettflecken auf der Brille, aber das kennt man ja schon von der Zoom-Wippe ;)

Der Weißabgleich ist umfangreicher geworden, es gibt Motivprogramme (ich brauche sie nicht - und ich schätze, jeder, der mit der 5700 vorher fotografiert hat, wird sie ebenfalls nicht brauchen), der Filmchen-Modus wurde verbessert (640x480) und die Kamera hat jetzt 9 statt "nur" 5 Meßfelder zur Auswahl.

Schön ist auch, daß die meisten Knöpfe von der linken Objektivseite verschwunden sind.
Dort befindet sich jetzt nur noch der AF-Knopf (manueller Fokus, Makro, unendlich) und der Schieberegler für VR an/aus. Leider hat Nikon der 8800 immer noch keinen Schiebeschalter für den manuellen Fokus spendiert, so daß man nach wie vor den AF-Knopf gedrückt halten muß, wenn man manuell fokussieren will. Das finde ich extrem ungünstig, da ich öfter die linke Hand zum Abschatten brauche, damit mir die Sonne nicht zwischen Sucher und Auge/Brille reinscheint - dann seh ich im Sucher nämlich rein gar nichts mehr, gerade beim manuellen Fokussieren sehr ungünstig. Der AF-Knopf sitzt für mein Empfinden außerdem einen halben Zentimeter zu weit oben, um für kleine Hände bequem erreichbar zu sein. Eine Abstandsanzeige hat der manuelle Fokus immer noch nicht, aber wie auch bei der 5700 gibt es immerhin eine Schärfeanzeige, d.h. der Teil des Motivs, der im Fokus ist, wird extra scharf hervorgehoben.

Und wo sind die Knöpfe hinverschwunden? Zum Glück sind die Funktionen nicht alle ins Menü gewandert, sondern sitzen jetzt größtenteil auf dem neuen Modi-Wählrad. Nur der Blitz hat eine eigene Taste bekommen, dort wo bei der 5700 der Modi-Knopf war.
Das Rad zum Verstellen von Funktionen ist geblieben, es sitzt jetzt einen halben Zentimeter unter dem Modi-Wählrad. Das ist zumindest für mich gewöhnungsbedürftig, ich erwische zur Zeit noch meist das falsche Rad (nämlich das Modi-Rad), wenn ich etwas einstellen will.

Ebenfalls schön, daß Nikon der 8800 endlich einen besseren JPG-Modus spendiert hat. Benutzt ihn aber lieber nicht, wenn ihr es eilig habt. Bei 8 MP und der Superfine-Einstellung braucht der Speichervorgang fast eine halbe Minute. Das ist natürlich immer noch schneller, als wenn man im TIFF- oder dem nikoneigenenen Raw-Format NEF speichert.

Das AF-Hilfslicht ist endlich da (5700) und endlich außerhalb des Blitzes angebracht (8700). Leider hat es nur eine unterirdische Reichweite von ca. 1,4 Metern - hallo?
Das AF-Hilfslicht der externen Blitze wird leider nicht unterstützt, was aber mit folgender Erklärung nachvollziehbar ist: Die AF-Hilfslichter der externen Blitze basieren auf Infrarot, die DigiCams haben aber einen Infrarot-Filter eingebaut.
Leider kann man das AF-Hilfslicht offenbar nicht manuell steuern, sprich, seine Verwendung permanent an oder aus schalten, das macht die Kamera leider nach eigenem Gutdünken - und nicht immer so, wie ich es gerne hätte.

Nikon war diesmal geizig und hat keine CF-Karte beigelegt. Dafür ist eine einfache Fernbedienung für den Auslöser im Lieferumfang enthalten. Diese kleine Fernbedienung ist für das Auslösen des Selbstauslösers ganz nett, schön, daß sie dabei ist. Theoretisch könnte man also die 8800 auf ein Einbeinstativ schrauben, den Monitor nach unten klappen, das ganze weit hoch oder runter halten und mit der Fernbedienung fokussieren und auslösen :) Ich seh da schon ein paar Möglichkeiten, z.B. im Zoo ;)

Übrigens braucht man keine Angst zu haben, daß man den Objektivdeckel vor dem Einschalten vergißt abzunehmen und das Objektiv dagegen fährt, er ist direkt am beweglichen Teil des Objektivs befestigt und fährt mit raus, so daß das Objektiv beim Ausfahren nicht behindert wird.

Der Dioptrienausgleich am Sucher ist schon fast Standard, ebenso das Stativgewinde. Wie schon von der 5700/8700 bekannt, ist das Gewinde aus Metall und daher sehr stabil. Es sitzt jedoch immer noch wunderbar in der Kameramitte - und somit leider nicht mittig unter dem Objektiv. Beim Fotografieren von Panoramen wird das zu perspektivischen Abweichungen zwischen den einzelnen Bildern führen.

Zum Blitz kann ich nicht viel sagen, er soll jetzt im iTTL-Modus funktionieren, also das vorhandene Licht besser berücksichtigen, grob gesagt. Die Bilder, die ich bis jetzt gemacht habe, waren jedenfalls noch nicht überblitzt, weder mit dem internen Blitz noch dem externen SB-600.

Und ehe ich es vergesse, die 8800 hat jetzt USB 2 - nett für die Leute ohne Card-Reader. Und Nikon hat seinem Prosumer-Flaggschiff endlich einen Blitzschuh-Schutz spendiert :) Wenngleich ich bislang noch nicht weiß, wo ich den sicher hinpacke, wenn ich ihn rausnehme...

Zur mitgelieferten Software kann ich übrigens gar nichts sagen, da Nikon sich immer noch weigert, welche für Linux zu erstellen. Linux-Benutzer bekommen also zwei praktische Untersetzer mitgeliefert, Windows- und Mac-User die Software Photo-Project 1.0 und auf einer separaten CD das Manual dazu. Da sich mit Untersetzern schlecht Bilder auslesen lassen, sollten Linux-Nutzer auf das NEF-Format verzichten und stattdessen lieber TIFF oder den Super-JPG-Modus benutzen. Es gibt zwar auch für Linux (Fremd-)Programme, die NEF lesen und in TIFF umwandeln können, der große Vorteil des Raw-Formats, das nachträgliche "Ausbelichten" des Fotos, wird damit aber hinfällig.

Verarbeitung:
---------------

Die Kamera fühlt sich plastikartiger und billiger an als die 5700 (obwohl sie das sicherlich nicht ist, der Kamerakörper ist aus Magnesium), besonders was die Knöpfe und den Klappmonitor angeht. Das CF-Karten-Fach (CF Typ 1 und 2, also auch Microdrive) ist wie bei der 5700 sehr solide verarbeitet und schließt absolut dicht. Die Anschlüsse für Netzteil (nicht mitgeliefert), Fernseh- und PC-Aschluß sind wie gewohnt an der linken Kameraseite hinter einer fest schließenden Gummiabdeckung verborgen und auch das Akku-Fach gibt keinen Grund zur Beantstandung.

Der FUNC-Knopf ist eine einzige Katastrophe: Er läßt sich so schwer gedrückt halten, daß ich mir andauernd andere Einstellungen verstelle, weil er eben nicht gedrückt ist, obwohl ich den Finger fest drauf habe. Man muß so fest draufdrücken, daß es häßliche und unangenehme Druckstellen am Finger gibt. Man braucht den FUNC-Knopf übrigens auch, um zwischen den einzelnen Motivprogrammen zu wechseln.

Die rechte Trageriemen-Öse sitzt nicht mehr ganz so ungünstig wie bei der 5700, wenn man sie hochklappt (da bleibt sie nur leider nicht), ist sie überhaupt nicht mehr im Weg, eine Druckstelle weniger :) Ist sie jedoch runtergeklappt und kein Trageriemen daran befestigt, dann kann sie ganz schön pieksen, wenn man mit kleinen Händen den AE/AF-Lock oder SEL-Knopf erreichen möchte oder gleichzeitg FUNC drückt und das dazugehörende Wählrad bedienen will.

Leider hat die 8800 die gleiche Suchermuschel wie die 5700, bereits nach 5 Minuten war sie leicht eingefusselt, nach zwei Stunden total... bitte das nächste mal eine aus staub- und fusselabweisendem Material, gerne glattes Plastik, nehmen! Ich überlege, ob ich das Teil nicht mit Klarlack lackieren sollte.

Und laut ist das gute Stück! Dagegen war der Zoom der 5700 ein leises Flüstern... Vor allem das Zurückzoomen ist ziemlich nervtötend - womit die Kamera für bestimmte Situationen einfach nicht mehr nutzbar ist (Fotos beim klassischen Konzert z.B., bei einer Lesung, im Restaurant - eben überall, wo man möglichst leise sein sollte und nicht so stören und auffallen möchte).

Handhabung:
-------------

Alles in allem ist die Kamera etwas schwerer und etwas größer geworden, für Einhand-Bedienung eignet sie sich daher für mich nicht mehr. Sie ist auch nicht mehr so bequem zu halten (kleine Hände, wohlgemerkt). Ich habe gerade nochmal meine gute alte 5700 in die Hand genommen, es ist ein himmelweiter Unterschied (schnief), sie liegt wesentlich besser in der Hand. Das hat zum einen mit dem gerigeren Gewicht zu tun (150 g Unterschied), zum anderen mit dem wulstigeren Griff der 8800 und dem wesentlich schwereren Objektiv, daher die Linkslastigkeit. Mit der 8800 ist für mich das absolute Gewichtsmaximum erreicht.

Der Gewindeschutzring vorne am Objektiv ist an und für sich ganz nett für die Optik. Nachdem ich es jedoch erst einmal unter Aufbietung aller meiner Kräfte nach einer halben Stunden endlich geschafft hatte, ihn zu lösen (ich dachte schon verzweifelt an den Glasöffner aus der Küche), werde ich den Teufel tun und ihn wieder anschrauben! Davon abgesehen halte ich ihn sowieso für unpraktisch, da man nochmehr an der Kamera rumfummeln muß, wenn man z.B. das (mit über 400 EUR extrem teure) Tele verwenden will, für das man nach wie vor einen Adapter braucht. Auch für das optional erhältliche Fisheye braucht man einen Adapter, aber einen anderen - es soll ja keine Langeweile aufkommen. Dafür braucht man für Zubehör wie den Weitwinkelaufsatz oder die Filter (Polfilter, Graufilter, Nikon-Spezialanfertigung) keinen Adapter mehr, sie sitzen direkt am Objektiv - bravo!

Das Menü ist nicht so konfus, wie es auf den ersten Blick scheint, allerdings finde ich es immer noch verwirrend, daß manche Funktionen über das Modi-Rad eingestellt werden (Setup), andere über Menüs, die nur in bestimmten Modi erreichbar sind. Manche mögen es nervig finden, daß man nicht direkt auf das komplette Menü zugreifen kann, sondern immer erst in einem "eigenen" einseitigen Menü landet, wenn man den "Menü"-Knopf drückt. Mich stört es nicht, da dieses Benutzermenü anpassbar ist.

Die Menü-Symbole sind, wie ich finde, nicht immer eindeutig irgendeiner Aktion zuzuordnen. Besonders negativ fällt mir das bei den Motivprogrammen auf, ohne Handbuch habe ich bei den meisten keine Ahnung, was das sein soll.

Der neue Panorama-Hilfsmodus ist sehr gut gelungen. Der rechte Rand des zuvor gemachten Bildes wird halbtransparent an der linken Seite des Suchers gezeigt, so daß man das Folgebild perfekt darauf abstimmen kann.

Alles in allem ist die Kamera auch langsamer geworden, was das fotografieren von mehreren Bildern hintereinander angeht. Konnte die 5700 noch 2,8 Bilder pro Sekunde, kann die 8800 nur noch 2,3. Dafür sind nicht mehr nur drei Bilder in Folge, sondern 5 möglich. Es gibt jetzt auch einen Modus, bei dem man kontinuierlich Bilder machen kann, wo aber nur die letzten 5 gespeichert werden. Das kann sehr nützlich sein, wenn man nicht genau weiß, wann die Action losgeht und man lieber schonmal mit dem Bildermachen anfängt. Sobald man meint, das richtige Bild im Kasten zu haben, nimmt man einfach den Finger vom Auslöser. Bis auf die letzten fünf Bilder bleibt von dieser Aktion nichts übrig. Außerdem ist die geringste Belichtungszeit von 1/4000 auf 1/3000 gesunken (dabei war 1/4000 bei hellem Licht schon oft zu wenig für bestimmte Situationen). Dafür ist die Bulb-Zeit auf 10 Minuten gestiegen (von 5).

Bildqualität:
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Das ist der gefürchtetste Punkt bei einer 8MP-Kamera, denke ich.

Die Bildqualität der 8800 ist trotz der 8 MP (auf dem kleinen 5 MP-Chip der 5700) in Ordnung (nicht mehr und nicht weniger), ich persönlich finde das viel zitierte Bildrauschen nicht so schlimm (außer wenn es dämmrig ist, dann rauscht es selbst bei ISO 50 in den dunklen Bildstellen), auch der ISO400-Modus ist rauschfreier als bei der 5700. Wenn man im 5MP-Modus fotografiert, ist das Rauschen geringer. Hätte die Kamera nur 6 MP, hätte ich mich mit dem Kauf allerdings leichter getan und die Bildqualität wäre noch besser. Chromatische Abberationen (Farbsäume) sind an Hell-dunkel-Kanten zu sehen, aber sie sind nicht schlimmer als bei der 5700 - für ein so zoomstarkes Objektiv also durchaus o.k.

Fazit:
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Was ist positiv an der 8800? VR, 10fach Zoom (35-350 mm, mit dem optional erhältlichen Tele werden das 600 mm!) und man kann jetzt (spezielle) Filter und den Weitwinkelvorsatz direkt am Objektiv befestigen, die Teile zoomen also offenbar mit! Genau diese drei Punkte machen für mich den Reiz der Kamera aus.

Nach wie vor negativ sind der fusselanziehende Viewfinder-Schutz und der manuelle Fokus ohne Feststelltaste und ohne Entfernungsangabe, die Lautstärke beim Zoomen kommt ergänzend negativ dazu. Außerdem ist der Autofokus in nicht optimalem Licht nach wie vor langsam, wenn auch nicht mehr so schlimm, wie bei der 5700. Die 8800 ist jedenfalls beim besten Willen, trotz des kleinen AF-Hilfslichts und der anderen ISO-Einstellungen, keine Low-Light-Kamera.

Ich bin schonmal gespannt auf das Zubehör (Tele, Weitwinkel, Filter), die z.Zt. leider noch nicht lieferbar waren. Lieber wäre mir zwar gewesen, wenn ich sämtliches Zubehör der 5700 hätte weiterverwenden können, aber die 8800 hat ein Objektiv mit einem größeren Durchmesser.

Die Kamera hat einige interessante Funktionen und offenbar die bewährte Nikon-Qualität, ist jedoch meiner Meinung nach bis auf VR und Zoom nichts besonderes, 8 MP hättens nicht sein müssen. Wer als Besitzer einer 5700/8700 auf 10fach Zoom und VR Wert legt, sollte sich die 8800 holen, ansonsten lohnt sich ein Umstieg von der 5700 oder 8700 definitiv nicht, schon gar nicht wegen der 8 Megapixel, die in Verwendung mit dem kleinen Chip nur Nachteile bringen.

Der Straßenpreis der Kamera liegt im Moment bei EUR 999,-, was ich durchaus angemessen finde.    
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01.01.1970


Konica Minolta Dynax 5D

Allgemein

MPN: VAA280EA, 25523

Produkttyp: Digitalkamera - Kompaktkamera

Sensorauflösung: 8.0 Megapixel

Typ des optischen Sensors: CCD

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