Erfahrungsbericht über

Nikon Coolpix S10

Gesamtbewertung (5): Gesamtbewertung Nikon Coolpix S10

 

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Problemlose Kamera für fast jeden Tag

5  16.12.2008

Pro:
Zoom, Akkulaufzeit, Bedienung

Kontra:
Geschwindigkeit gegenüber aktuellen Geräten, Größe&Gewicht

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Verarbeitung

Ausstattung

Bildqualität

Akkulaufzeit

Bedienung

mehr


RGTech

Über sich: Wie man sieht, bin ich vor allem technisch interessiert -> Berufskrankheit (IT-Systemelektroniker...

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Erfahrungsberichte:18

Vertrauende:2

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 24 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Nikon Coolpix S10

Im Sommer 2007 hatte meine betagte, aber liebgewonnene Nikon 3500 leider den Tunesienurlaub nicht überlebt. Sie ging ins Standby und wachte nicht mehr auf. Da eine Reparatur unwirtschaftlich war, musste also ein Nachfolger her.

Ausstattung

Einer der größten Vorteile meiner 3500, das schwenkbare Objektiv, war mittlerweile nicht mehr wegzudenken. So etwas wollte ich wieder - oder zumindest ein klappbares Display. 2007 war die Auswahl an passenden Geräten schon nicht mehr allzu groß, und als ich dann die Nikon S4/S10 entdeckte, war die Entscheidung schon so gut wie gefallen. Die Geräte sind zwar deutlich in alle Richtungen gewachsen, aber wenn man ein 10x optisches Zoomobjektiv einbauen muss, braucht das halt Platz. Die S4 verlor dann ganz schnell aufgrund ihrer einfachen AA-Akkus, mit denen ich schon bei einer Nikon 2100 schlechte Erfahrungen hatte (schnelle Selbstentladung). Ein 2,5" Display (Schutzfolie dringend empfohlen, ist nicht kratzgeschützt versenkt!), Verwacklungsschutz, 6 Megapixel, SDHC-Karten lesbar - was will man eigentlich mehr?
Gut, der interne Speicher... pfeif drauf, SD-Karten sind ohnehin schnell genug (solange man nicht gerade die niedrigste Klasse kauft, 150x oder SDHC Class 6 dürfen es schon sein) und nicht mehr teuer, und dazu auch flexibler. Im Falle eines Kameradefekts hat man die Bilder immer noch da.
Beim Kauf sind auch alle benötigten Zubehörteile dabei: AV-Kabel für Anschluss an einen Fernseher, kompaktes Akkuladegerät, USB-Kabel, Handschlaufe, umfassende und einfache Anleitung.

Zoom, Geschwindigkeit

Wer eine Kamera mit 3x Zoom besitzt, wird das schon kennen - der maximale Zoom reicht gerade so weit, wie man selbst sieht; in manchen Fällen sogar noch weniger ("Das seh ich selber doch viel genauer!"). Das kannte ich auch lange.
Der optische Zoom der S10 beträgt jedoch wie genannt 10x - ein Wert, mit dem ich hier die Kirchturmuhr schon alleine abbilden kann, als wohnte ich direkt davor.Herholen von Schildern, die man selbst nicht richtig sieht, einzelnes Ablichten von weiter entfernt stehenden Skifahrern; Heranzoomen einer Insel, an der man vorbeifährt - alles kein Problem.
Die Auslösegeschwindigkeit ist deutlich höher als bei Kameras der 2004er Generation; wen wundert's. Gegenüber den aktuellsten Modellen muss man manchmal schon wieder Abstriche machen. Besonders bei voll ausgefahrenem Zoom dauert es eine Weile, bis fokussiert wurde. Wartet man auf ein bestimmtes Objekt, so kann es hilfreich sein, zuerst die Stelle zu fokussieren (Auslöser halb durchdrücken) und dann im richtigen Moment ganz durchzudrücken. So bekommt man auch mal ein DTM-Auto anstatt der leeren Straße aufs Bild. Dass diese dann etwas unscharf werden... nun ja, soll erst mal einer besser machen ;)

Bildqualität

Als ich von den sehr guten Bildern der Nikon 3500 (war damals nicht umsonst mehrfacher Testsieger) auf die S10 umstieg, kam anfangs schon eine leichte Enttäuschung auf. Das kanns doch nicht sein... alles zu hell, zu betont, zu kontrastarm... doch, leider. Ich habe mir angewöhnt, alle Standard-Bilder mit einer Belichtungskorrektur von -0,7 zu machen. Das ist für mich die "richtige" Einstellung, um auch mit Blitz und in heller Sonne einen guten Kontrast zu gewährleisten.
Die Qualität von Nachtbildern ist, nicht zuletzt dank der Verwacklungsreduktion, als gut bis sehr gut zu bezeichnen. Es gibt keine groben Unschärfen, das Rauschen hält sich in Grenzen, und wenn man mit dem Weißabgleich spielt, können einem Bilder nahe an der Realität gelingen. Partybilder mit angenehmer Atmosphäre gelingen gut, auch bei Kerzenlicht (klar muss man mit verwaschenen Personen bei Bewegung rechnen).
Insgesamt habe ich als guten Kompromiss zwischen Bildqualität und Platzverschwendung den Modus 6N (6 Megapixel, normal) entdeckt. Der Unterschied zu 6F (Fein) ist kaum auszumachen, braucht aber durchschnittlich 2 statt 1MB. Nur bei Aufnahmen, die später mal größer als A4 gedruckt werden sollen, schalte ich hier um - vorsichtshalber, nicht weil ich auf Papier einen Unterschied gesehen hätte...
Die vertonten und in verschiedenen Größen zwischen Platzverschwendung und Fingernagelgröße drehbaren Videos werden im Quicktime-MOV-Format gespeichert. Dazu benötigt man meist einen Extraplayer, da der Windows Media Player davon nichts wissen will. Besitzer eines Apple freut das natürlich :)

Bedienung

Die Bedienung ist akzeptabel, wenn auch andere Kameras zeigen, dass es besser geht. So vermisse ich eigentlich eine Direktwahltaste für Blitz und Modus (Film/Scene/Foto). Beim Bildmodus muss über die Taste MODE, dann über den Steuerknopf in die entsprechende Richtung und schließlich über Druck auf OK gegangen werden - Kameras mit mechanischem (Schiebe- oder Dreh-)Schalter reagieren hier eindeutig schneller, wenn auch die Gefahr unbeabsichtigten Verstellens besteht. Beim Blitz ruft man das Menü mit "Steuerknopf nach oben", dann Auswahl und Druck auf OK aus. Das ist zwar OK, aber der Druck auf OK gelingt im Eifer des Gefechts nicht immer und man landet noch eine Option weiter unten oder oben. Eine Bestätigung durch Wippen nach rechts, wie bei der Ricoh R8, erscheint mir günstiger. Ganz bitter wird's beim Makromodus. S10: Wippe nach unten, nochmal nach unten (oder oben), OK. Ricoh R8: einmal Wippe nach links.
An die Klappe vor dem Objektiv gewöhnt man sich schnell. Sie schützt das Objektiv zumindest besser als die versenkbaren, aber labilen Lamellen der "Durchschnittskamera", ist aber immer einzeln aufzuklappen und kann im Alter (sagen wir, nach 10000 Fotos) etwas lose werden. Ersatz ist jedoch billig und willig (12 Euro).
Das Schwenkobjektiv bietet einem nach wie vor ungeahnte Möglichkeiten und hilft in allen Lebenslagen: Beim Konzert knipst man über die Köpfe weg und sieht dennoch, was man ablichtet; bei verbauten HiFi-Geräten fotografiert man die Anschlüsse, anstatt das Gerät herauszuziehen und alle Kabel rauszurupfen; bei Autoausstellungen braucht man für Unterbodenfotos nicht im Staub zu kriechen...
Das Display zeigt einem alle benötigten Informationen an, und im Wiedergabemodus werden diese nach 1-2 Sekunden ausgeblendet, damit man das gesamte Bild sehen kann. Schön finde ich auch die Möglichkeit, während der Wiedergabe heranzuzoomen und dann mittels Zoomtaste langsam oder mit OK sofort wieder zum Vollbild zu wechseln. Die Coolpix 2500/3500 bot nur das sofortige Auszoomen, die 2100 nur das schrittweise. Das kann beides irgendwann schwer nerven.

Akkuleistung

460 Objekte bei Stars&Cars 2008, darunter auch Filme, insgesamt 1,4 GB Material mit 2 Akkusätzen. Davon einer nicht original. Das kann sich sehen lassen. Auch was die Nutzung von häufigem Makro- oder Blitzmodus angeht, fallen mir die Akkus nicht negativ auf. Ein billiger Ersatzakku für den Notfall reicht völlig. Vorher hatte ich 2 originale und 1 Nachbauakku bei meiner 3500, die aber bei der TuningWorld Friedrichshafen schon schnell die Segel streckten (gut, da gingen einem auch mal die Speicherkarten aus...). Hier lässt sich mit einem Originalakku schon die selbe Leistung erreichen.


Dieser Bericht wurde von mir auch bei Yopi veröffentlicht.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
tobiw83

tobiw83

16.12.2008 18:25

Klasse Bericht. Sehr Informativ. "SH" Gruß Tobiw83. ps. Freue mich über Gegenlesung.

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