Coole Pix?
30.04.2011
Pro:
Optik, schnell
Kontra:
Bedienung nicht immer intuitiv
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Verarbeitung
Ausstattung
Bildqualität
Akkulaufzeit
Bedienung
mehr
 golden_rose
Über sich:
DANKE für die vielen tollen Bewertungen zu meinem Hotel-Bericht!
Mitglied seit:14.05.2005
Erfahrungsberichte:383
Vertrauende:217
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 218 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als besonders hilfreich bewertet
Liebe Leserinnen, liebe Leser! Ich möchte Euch heute meine neue Kamera vorstellen. Obwohl ich eine digitale Spiegelreflex-Kamera besitze, wollte ich, nachdem meine kleine Coolpix den Geist aufgegeben hatte, wieder eine kleine, handliche Kamera. Nach einigen Recherchen entschied ich mich für die Nikon Coolpix S5100, da mir die Funktionen auszureichen schienen, sie mir optisch sehr gut gefällt und der Preis mit 127 Euro bei Amazon mehr als ansprechend war.
Bitte beachtet, dass ich als Laie und nicht als Profi über diese Kamera berichten werde.
DIE OPTIK Ich gebe es gern zu: Hier hat mich zunächst die Optik der Kamera angesprochen. Sie ist schwarz (matt), klein und flach. Dadurch passt sie in die kleinste Tasche. Ich benötige die Kamera beispielsweise für Aufträge, bei denen ich unauffällig knipsen muss. Diese Kamera fällt selbst in meinen kleinen Händen kaum auf. Auffällig ist das große Display. Beim Knipsen sieht man darauf direkt das Motiv, es gibt keinen zusätzlichen Sucher, was ich sehr begrüße.
Der ON/OFF-Knopf ist ziemlich klein und etwas eingelassen. Diesen muss ich in der Regel mit dem Fingernagel betätigen. Der Auslöser liegt unmittelbar daneben und ist viel größer und leicht erhöht. Die Bedienung dessen ist leicht, ein kurzes Drücken genügt. Der Zoom ist an einem Kreis um den Auslöser angebracht. Diese drei Elemente sind in einem edlen dunkleren Silber gehalten.
Die Bedienelement wirkten neben dem Display zunächst etwas hingequetscht auf mich. In der Praxis stellten sie sich jedoch als ausreichend groß heraus. Sie sind, bis auf den Aufnahme-Knopf alle leicht erhöht und dadurch gut bedienen.
LIEFERUMFANG
In dem kleinen schwarzen Karton befinden sich neben der Kamera auch ein Lithium-Ionen-Akku EN-EL10, der Netzadapter mit Akkuladefunktion EH-68P, ein USB-Kabel UC-E6, ein Audio-/Video-Kabel EG-CP14, ein Kameragurt bzw. Trageriemen, die passende Software ViewNX2 und eine Benutzerhandbuch-CD in mehreren Sprachen. Daneben gibt es noch Infoheftchen zur Garantie, zur Sicherheit, Kundeninformationen und eine Anleitung für den Schnellstart. Letztere ist keineswegs unerlässlich.
Bilder von Nikon Coolpix S5100
Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass diese bereits meine dritte Nikon-Kamera ist, aber ich würde behaupten, dass diese Kameras größtenteils selbsterklärend funktionieren - zumindest, was das Fotografieren unter Normalbedingungen betrifft.
DIE KAMERA Ich möchte die Kamera beziehungsweise die Funktionen kurz beschreiben. Neben dem erwähnten Ein-/Ausschalter, dem Zoomschalter und dem Auslöser weist die Kamera auf der Rückseite, neben dem Monitor die Ladeleuchte, die Filmaufzeichnungstaste, den Aufnahmemodus, die Wiedergabe, den Multifunktionswähler, die OK-Taste, die Mülleimer-(=Löschen)Taste, die Menu-Taste und unterhalb noch die Abdeckung des Akku-/Speicherkartenfachs auf.
Um dieses Fach zu öffnen, muss zunächst der sich darunter befindende Knopf von rechts nach links bewegt werden. Dann schnappt auch schon das Fach auf. Um das mitgelieferte Akku einlegen zu können, muss ein kleiner orangener Knopf nach links bewegt, das Akku eingelegt und der Knopf wieder nach rechts geschoben werden. Dann sitzt das Akku sicher im Fach. Es muss übrigens nicht zuerst aufgeladen werden. Erhält man die Kamera, kann man (mehr oder weniger) sofort fotografieren. Das Fach für die Speicherkarte (diese ist nicht im Lieferumfang enthalten) ist direkt darüber. Ein kleines gelbes Symbol zeigt an, wie die Karte eingeschoben werden muss. Auch diese sitzt nach einem kurzen Klacken sicher dort, wo sie sein soll. Allerdings ist es bei mir jedes Mal aufs Neue so, dass ich die Karte intuitiv anders einsetzen will. Für mich wäre es logischer, die Karte mit der angeschrägten Seite nicht nach rechts, sondern nach links einzuschieben. Ich weiß aber nicht, ob das nicht wirklich nur ein individuelles Problem ist. Zum Schließen des Fachs wird es wieder nach unten geklappt, dort muss es festgehalten werden, damit es nicht wieder nach oben schnellt und der Knopf wird zurück nach rechts geschoben.
Der Start war ganz einfach, man wählt die Sprache aus und stellt Datum und Uhrzeit ein. Dies geschieht mit dem Multifunktionswähler, mit dem man nach links und rechts, oben und unten navigieren kann und bestätigt mit "OK", das sich in der Mitte des Kreises befindet. Über das Sytemmenü können gewählte Daten wieder geändert werden. Es besteht auch die Möglichkeit, das Datum während der Aufnahme einzublenden, das nutze ich allerdings nicht.
Da mein Notebook einige Zeit nicht genutzt werden konnte und ich auf mein Netbook umsteigen musste (mit dem kann ich Bilder nicht bearbeiten), kommt mir eine Funktion besonders entgegen. Es gibt die Möglichkeit, vor dem Knipsen die Bildgröße bzw. die -qualität festzulegen. Darüber hinaus ist es möglich, geschossene Bilder direkt im Anschluss in ihrer Größe zu verändern. Dafür geht man im Wiedergabe-Modus auf das Menu-Symbol und wählt "Kompaktbild", um anschließend aus den drei vorgegebenen Größen 640x480, 320x240 und 160x120 die passende zu wählen. Weiter kann man hier das Bild bereits drehen oder eine Sprachnotiz zum Bild aufnehmen.
Als etwas umständlich empfinde ich die Löschung eines Bildes. Ich wähle die Ansicht mit den geschossenen Bildern und drücke das kleine Mülleimer-Symbol. Nun erscheinen unter "Löschen" drei Optionen: "Aktuelles Bild", "Bilder auswählen" und "Alle Bilder". Wähle ich "Aktuelles Bild" mit "OK" aus, werde ich gefragt "1 Bild löschen?", ist die Antwort "Nein" automatisch farblich unterlegt. Um "Ja" zu wählen, drücke ich den oberen Knopf des Menürades und bestätige mit OK. Es sind meiner Ansicht nach zu viele Schritte nötig, um zum gewünschten Ergebnis zu kommen. Das mag mir dann mal gelegen kommen, wenn ich aus Versehen auf den Mülleimer gekommen bin und dann auch noch versehentlich "Ja" und auch noch "OK" gedrückt habe. Ich behaupte mal, dass dies nicht vorkommen wird. Ich hätte es daher besser gefunden, wenn automatisch "Ja" ausgewählt wäre, so dass ich nur noch mit OK bestätigen müsste, dass das Bild gelöscht werden soll. So ist es ziemlich umständlich.
DIE BILDER
Die Kamera verfügt über eine Auflösung von 12,2 Megapixel, das Weitwinkelobjektiv über einen 5-fachen Zomm. Mit der Qualität der Bilder bin ich zufrieden. Sehr zufrieden bin ich, wenn ich das Bild nicht als Kompaktbild umwandel(n muss), denn dann ist es nicht so pixelig und leicht verschwommen. Die Funktion des Kompaktbildes ist zweifelsohne eine gute Idee, die Umsetzung gefällt mir jedoch nicht ganz so gut.
Positiv hervorheben möchte ich die schnelle Verarbeitungszeit. Bei meiner alten Nikon war es so, dass ich einige Sekunden warten musste, bis das Bild verarbeitet bzw. gespeichert war. Das ging mir mit der Zeit doch sehr auf die Nerven, denn manchmal muss es einfach schnell gehen. Knipst man mit der Coolpix S5100 ohne Blitz, kann man nach einem Wimpernschlag weitermachen. Bei einem Foto mit Blitz dauert es minimal länger, aber auch diese Wartezeit ist absolut im Rahmen.
Zu Beginn wirkten die Bilder irgendwie grobkörnig, das lag jedoch an den nicht ganz passenden Einstellungen, die ich wählte. Hier liegt meines Erachtens nach ein Minuspunkt: Es gibt so viele Einstellungen und Motivprogramme, dass man nicht immer weiß, welche man wählen soll und dann doch wieder auf die automatische Einstellung zurückgreift. Ich hätte mir ein paar weniger Auswahlmöglichkeiten gewünscht, dafür eine bessere Bedienbarkeit und schnellere Auswahl des jeweiligen Programms. Denn ich muss gestehen, dass ich in der Zeit, in der ich die Kamera benutze, nicht alle Funktionen bezüglich der Motive ausprobiert habe, weil mich die Auswahl etwas überfordert.
Die optische Qualität der Videos ist hervorragend. Zudem ist es leicht, ein Video zu drehen, da man lediglich auf ein kleines Knöpfchen mit rotem Punkt drücken muss, um mit der Aufnahme des Videos zu beginnen und es erneut drückt, um diese zu beenden. Um allerdings auch zu hören, was da passierte, müssen die Geräusche schon sehr laut sein. Sonst hört man beim Abspielen hauptsächlich, wie die Kamera während des Filmens arbeitete, aber nicht, was man eigentlich hören will. Da ich keine ruhige Hand habe, gefällt mir der Bildstabilisator sehr gut. Ein kleines Hand-Symbol oben rechts auf dem Bildschirm zeigt an, wenn diese Funktion aktiv ist.
FAZIT
Die Coolpix S5100 von Nikon gefällt mir sehr gut. Optisch kann sie mit teureren Kameras definitiv mithalten. Sie arbeitet zuverlässig und ungewohnt schnell. Ein paar Aspekte, die ich in diesem Bericht erwähnt habe, stören mich allerdings ein wenig, so dass ich insgesamt einen Punkt abziehen muss und zu einer Gesamtbewertung von 4 Sternen komme und die Kamera für den Alltagsknipser definitiv empfehlen kann. Bitte teilt mir mit, welche Infos Ihr noch benötigt, ich ergänze den Bericht dann soweit es mir möglich ist.
PS: Beispielbilder findet Ihr bei meinen letzten Berichten, die Produktbilder wurden alle mit dieser Kamera gemacht. Weitere Bilder der Kamera folgen, ich kann sie gerade nicht hochladen. Vielen Dank für Eure Lesungen, Bewertungen und Kommentare!
Eure Rose
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