Gutes Werkzeug für Fotografen und die, die es werden wollen
22.02.2009 (30.10.2009)
Pro:
gute Ausstattung, leichte Bedienung, super Bildqualität
Kontra:
Display ist nicht das allerbeste, das Vorurteil der "nur" 6 Megapixel
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Verarbeitung
Ausstattung
Bildqualität
Akkulaufzeit
Bedienung
mehr
 Schwanensee
Über sich:
Servus aus dem schönen Oberbayern! Ich bin 27 Jahre alt, zu meinen Hobbies zähle ich das Fotografier...
Mitglied seit:22.02.2009
Erfahrungsberichte:16
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 33 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Ich habe mir die Nikon D70s vor gut zwei Jahren gekauft. Damals hatte ich mit Fotografie nicht viel am Hut, wollte aber gleich mit einem guten Werkzeug einsteigen da ich wusste, dass ich mir das Fotografieren recht schnell aneignen musste. Der Hersteller Nikon war klar, weil ein Bekannter mir ein Tamron 3,5-6,3/28-300 Objektiv vermacht hatte. Damals stand ich vor der Frage ob es die günstigere D50 sein sollte, die D70s oder gar die teuere D80. Ich entschied mich für die goldene Mitte, für die D70s.
Im Anfangsstadion, dass genau zwei Wochen dauerte, nutze ich nur die Motivprogramme. Damit hatte ich einen schnellen Einstieg in die digitale Spiegelreflex-Fotografie, stieß aber bald an die Grenzen. So las ich mich in die Halbautomatiken ein und war zunehmend von den Fähigkeiten der Kamera überrascht. Die Bedienelemente sind sehr übersichtlich angeordnet, das Menü ist hilfreich und schnell zu durchschauen. Das Sucherbild ist recht hell, alle wichtigen Informationen werden eingeblendet.
Die Kamera arbeitet bis ISO 800 recht rauscharm; nette Features sind für mich u.a. die verschiedenen Blitzmöglichkeiten wie die Synchronisation auf dem zweiten Verschlussvorhand, der treffsichere Autofocus, 3 Bilder/Sekunde, die sehr gute Spotmessung und die Möglichkeit, leicht Belichtungsreihen (in etwa für DRIs) zu konfigurieren. Klar hat die Kamera "nur" 6,1 Megapixel; das scheint jetzt im Jahr 2009 sehr wenig zu sein, wo doch jede Kompakte schon 12 MP aufweisen kann. Aber: Es kommt auf die Sensorgröße an. Jeder sollte die Bildqualität einer D70s erstmal mit seiner Ansicht nach "besseren" Kameras vergleichen, um sich ein Urteil zu erlauben.
Der einzige Nachteil ist meiner Meinung nach das etwas kleine Display, was einen kleinen Sichtwinkel hat - schaut jemand von der Seite drauf, ist das Bild schlichtweg nicht zu erkennen. Das ist wirklich das einzige Manko, was mir einfällt. Ich fotografiere seit ca. einem halben Jahr nun im RAW-Format, (bei Nikon NEF), und habe damit die letzten Reserven herausgekitzelt - und bin immer noch hochzufrieden. Ich nutze die Kamera beinahe täglich, schieße pro Woche an die 300 Fotos und sehe die D70s schon als "Armverlängerung" an.
Ich kann nur jedem empfehlen, der sich nach einer günstigen DSLR umschaut, die D70s zu beachten. Die Ausstattung sowie die Bedienung ist fast schon auf Profi-Niveau und meiner Meinung nach allemal besser als die der derzeit erhältlichen D60. Zudem kann man das Geld, was man sich bei der Kamera spart, in richtig gute Objektive und Blitze investieren - damit kommt man um einiges weiter als wenn man sich eine neue Highend-SLR kauft und es dann nur zu den billigsten Objektiven reicht! Ich für meinen Teil bin hochzufrieden mit der D70s. Bald steht die Anschaffung einer D300/D400 ins Haus, aber deswegen wird die D70s dann noch lange nicht unbeachtet in einer Ecke landen. Ich halte die Kamera für eine sensationell gute Leistung des Hauses Nikon - robust und leicht bedienbar mit genialer Bildqualität.
Noch ein Tipp: Kauft euch einen guten, bequemen Neopren-Trageriemen dazu und werft das kratzige Nikon-Dingens auf den Müll :o) Nachtrag: Nach fast drei Jahren habe ich nun der D70s Adieu gesagt. Naja, fast :o) Einen Sturz vom Tisch auf Fliesenboden mit angesetztem Blitz hat das Gehäuse leider nicht überlebt. Hätte ich den Blitz noch nicht aufgesteckt wäre wahrscheinlich noch alles heile... Nun habe ich mir die D300s angeschafft. Auch schön! *gg* Die D70s konnte beim Nikon-Händler repariert werden für 200 Euro - die steht mir nun als Notfallkamera und für "gefährliche" Ausflüge zur Hand. Was mich im Nachhinein noch überrascht hat: An der reinen Bildqualität nehmen sich die beiden Kameras im Vergleich nicht viel, das wusste ich ja. Aber so gut hätte ich die D70s vorher nicht eingeschätzt - ich kann wirklich alle nur beglückwünschen, die auf diese Kamera setzen - eine verdammt gute Wahl!
Nachtrag: Vor einigen Monaten hat meine D70s kurzzeitig das Fliegen erlernt - sie ist mir vom Tisch auf Fliesenboden geknallt. Dabei hatte ich gerade den Blitz aufgesetzt, dank der Hebelwirkung war oben das Gehäuse am Blitzschuh gebrochen. Da ich schnell Ersatz brauchte, habe ich mir den Traum der D300s noch am gleichen Tag erfüllt :o) Aber: Die D70s konnte beim Nikon-Service repariert werden, der Austausch der oberen Schale plus Reinigung etc. hat 200 Euro gekostet (Lob an den Nikon-Service in München: von der Annahme bis zur Reparaturfertigstellung vergingen keine 24 Stunden!!!). Hätte ich den Blitz noch nicht aufgesetzt gehabt, wäre wahrscheinlich nichts passiert. Die Kamera lebt jetzt bei einem Kollegen weiter, der von ihr auch begeistert ist. Nikon forever :o)
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15.01.2010 14:49
habe auch eine nikon und bin sehr zufrieden! Klasse Bericht und liebe Grüße Anja.L
17.04.2009 11:22
Ich arbeite mit einer Nikon D40.
22.02.2009 14:48
Super geschrieben - super beschrieben :-) Schönen Restsonntag wünsch ich noch :o)