Ein analoger Kontrastpunkt
16.03.2005
Pro:
9 Kreuzsensoren, gutes Handling
Kontra:
Energiequelle
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Bildqualität
Ausstattung
Bedienung
Verarbeitung
Akkulaufzeit
Zuverlässigkeit
Service
mehr
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 50 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
F6, Nikon hat wieder eine echte F gebaut. Und das für den analogen Sektor. Macht das Sinn heutzutage? Wer auf das Nikon Programm setzt, für den macht das Sinn. Bei der F5 ist der Handgriff fest untergebracht und es entsteht somit eine wahre Monsterkamera:-), die F4 ist reichlich überholt von ihren AF Möglichkeiten. F6: man hat ein über 900 Gramm schweres Gerät in seinen Händen, es passt sich handlich an und ist in gewisserweise recht anschmiegsam. Die Wertigkeit der Verarbeitung fällt auf den ersten Blick auf, Nikon hat schon lange nicht mehr ein so gekonntes Gerät dem Markt gezeigt.
Negativ fällt die Energieversorgung auf: zwei CR123A Batterien werden genutzt, das ist nicht wirklich professioneller Standard. Das können andere Hersteller besser, vor allem weil Nikon um seine Schwäche der Energieversorgung weis aus etlichen anderen Modellen in den eigenen Reihen. Somit ist es ratsam, den optional erhältlichen Batteriehandgriff, den MB -40 direkt mit zu ordern. Im Set ist das ganze momentan für etwa 2200 EURO erhältlich.
Beim ersten Blick durch den Sucher fallen dem User die AF Felder auf. Diese sind leider auch vorhanden wenn diese nicht genutzt werden, schränken somit das gesamte Sehfeld etwas ein. Beim aktivieren der Felder stellt man fest, das Nikon etwas seine Hasuaufgaben gemacht hat. Die Kreuzsensoren sind recht treffsicher, wenn diese auch von der Empfindlichkeit hätten etwas gesteigert werden können, das kann der Mitbewerber Canon mit seinem Flaggschiff der EOS 1V besser. Der Nikon-User fühlt sich zuhause, sitzen doch die meisten Bedienelemente dort wo der User sie vermutet.
Mit der "analogen" Rückspulkurbel hat Nikon ein Relikt aus den 70er Jahren wieder hervorgekramt. Das konnte man freilich machen, weil die F6 nicht den Funktionsumfang einer F5 aufweist und das Gehäuse recht klein ausgefallen ist, was erneut zu Spekulationen führt für ein weiteres Nachfolgemodell.
An der Geräterückseite wird sichtbar, das man hier trotz aller Analogie ein modernes Gerät in seinen Händen hält. Der monochrome große Monitor, beleuchtbar, läßt keine Zweifel aufkommen über die gerade verwendete Funktion. Schön auch das hier die CF Funktionen beschrieben wider gefunden werden, was ein weiteres einstellen an der Kamera zu sichtlichen Erleichterungen führt. Schön auch das man trotz oder auch gerade wegen der Analogität hier die Daten abfagen kann der letzten 50 Filme, das ist ein wunderbares Highlight, da man hier nicht auf einen PC angewiesen ist.
Ferner lassen sich bis zu 10 Non CPU Objektive programmieren, sodass diese ohne weiteren Einschränkungen hier an dieser F6 Verwendung finden. In der BDA ist übersichtlich erklärt, bei welchen Objektiven ein unscharfes Sucherbild vorhanden sein wird, diese dürften dann manuell eingestellt werden.
Eine weitere Besonderheit bei Nikon stellt die erstmalige Gruppierung der AF Felder dar. Das kann zu einem schnelleren AF führen bei besonderen Aktionen. Das Auslösegeräusch ist ein sattes Geräusch wie man es von dieser Preisklasse gewohnt ist, auch das mag man gerne hören. Die F6 ist praktikabel gedichtet gegen Staub und Regenwasser, dennoch sollte man dieser Kamera keinen Tauchgang zumuten. Das hätte fatale Auswirkungen.
Die F6 harmoniert ausgezeichnet mit dem SB 800 Blitzgerät und erlangt hier eine hevorragende Ausbeute an prof. Lichtverteilung. Die angelegte Belederung schaut aus wie bei den bisherigen Modellen und dürfte, sofern das Material keine Änderung erfahren hat, in 2 Jahren sich längen was zur Folge hat, das es unansehnlich wird und sich ablöst. Das kennt man bei Nikon und man hat das praktischerweise als Ersatzteil aufgelegt.
Fazit: eine Kamera mit der man wieder ein paar Nägel in die Wand schlagen möchte, doch wer macht das wirklich? Immerhin, das Gefühl liegt in der Hand, hier ein Werkzeug zu haben, das Topwerkzeug der F Reihe aus dem Hause Nikon. Und Robustheit stand bei der F Serie immer schon an oberster Stelle. Ihr Roman F. Hümbs
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19.05.2006 11:32
Schöner Bericht. Ich würde aber zur F5 oder zu meinem Traum der F4 greifen. Die F6 versucht eine Spagat den sie nicht schaffen kann. Die neuen Funktionen sind allerdings sehr interssant. Für mich baut (hat gebaut) Nikon das beste Analogangebot. Bei den Digicams habe ich das gefühl, dass mir etwas abhanden kommt. Gruß M
10.09.2005 15:09
Schreibe deine Kommentare nicht hier. Ist es wichtig für ALLE in den Bericht rein. Ist es für den Bewerter wichtig sollte es in sein GB! Mir gefällt dein Bericht und auch der Stil. LG Konrad
18.03.2005 01:13
Hallo, ich finde das dein Bericht ein sh verdient hat. Es fehlen zwar noch ein paar kleine Details, die auch tbiegel schon erwähnt hat, aber sonst echt klasse. Gruß Sebastian